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Einseitiger Artikel

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  1. Einseitiger Artikel

    Autor: tom23 08.12.17 - 23:30

    Na klar, die böse Werbeindustrie zieht falsche Zahlen heran um das Gute (in Form der vorgeschlagenen ePrivacy Verordnung) in Misskredit zu bringen. Aber es geht hier nicht um "für" oder "gegen" die Interessen der Nutzer. Es geht wie immer darum was ich gebe und was ich dafür bekomme - ja, ein Kompromiss.

    Wie wäre es, wenn 87% der Nutzer gerne im Supermarkt vorher gefragt werden wollten, ob sie denn auch für den Einkauf zahlen wollen? Wäre auch die Annahme dass entsprechend nur 11% bezahlen würden maßlos untertrieben? Oder wäre es nicht so wie ein anderer Forennutzer im Parallel-Thread schrieb, dass er ohne Werbung natürlich gern für die Inhalte zahlen würde, nur im Moment leider jeden Euro zweimal umdrehen müsse. Ich glaube da hat die Kostenloskultur dem Autor ein wenig den Kopf verdreht.

    Natürlich ist Werbung nicht gleich Tracking. Aber stört Tracking-basierte Werbung wirklich viel mehr als andere Werbung oder ist es nicht die Werbung an sich? Nun hat interessenbasierte Werbung aber handfeste Vorteile für das Ökosystem. Als großer internationaler Konsumer-Konzern kann ich natürlich aus allen Rohren schießen (auf allen Werbekanälen) und treffe dann schon die Richtigen. Insbesondere Startups mit innovativen neuen Ideen können das aufgrund begrenztem Budgets aber nicht. Diese sind darauf angewiesen, dass sie Werbung nur an Leute richten können, die sich höchst wahrscheinlich auch für ihr Produkt interessieren (Profiling). Die Entwicklung von "Ad-Tech" hat somit wesentlich dazu beigetragen, dass die Startup-Szene in vielen Teilen der Erde sich extrem entwicklen konnte.

    Ja, ich komme aus der Startupszene, arbeite sehr viel mit den neuen Werbemitteln und sehe daher deren Vorteile. Wenn ich die Wahl hätte, würde ich die Cookies trotzdem nicht akzeptieren - warum sollte ich wenn ich nichts dafür bekomme und soll toll finde ich es nun auch nicht, überall getrackt zu werden. Ich unterstütze die DSGVO weil sie vieles besser definiert und insbesondere sensible Informationen, wie Gesundheitsdaten, viel besser schützt. Zudem hält sie aber auch fest, dass Daten im Rahmen genutzt werden können, wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist. Der aktuelle Vorschlag zur ePrivacy-Verordnung ist aber Bullshit und wird das Verhalten im Internet nicht zum besseren ändern, sonder eher größeren Konzernen (und den beiden großen Werbenetzwerken) helfen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.17 23:35 durch tom23.

  2. Re: Einseitiger Artikel

    Autor: Anonymer Nutzer 10.12.17 - 02:21

    Ich blocke grundsätzlich jede Werbung vollautomatisch. Also keine Ahnung welche webseitenbetreiber nun verhungern weil ich Terabyte an traffic für sie verursache aber mir leider kein Banner dafür anschaue.

    Und ganz ehrlich? Mir egal.

    Wer Informationen öffentlich zugänglich anbietet muss damit rechnen das die tatsächlich auch genutzt werden.
    Wer von mir bezahlt werden will soll gefälligst ein Angebot machen. Nennt sich z.b. auch paywall. Dann kann ich entscheiden ob mir die dahinter liegenden Informationen das geld wert sein könnten oder nicht.

    Ich zahle gern für etwas das es mir wert ist. Aber nicht in der form das ich mich mit Werbung zumüllen lasse. Die ich dann auch noch bezahlen muss in form von Datenvolumen, sofern ich mobil unterwegs bin.

  3. Re: Einseitiger Artikel

    Autor: tom23 10.12.17 - 11:23

    Das ist schon klar. Auch ich finde 99% der Werbung nervig und könnte persönlich gut drauf verzichten. Auch ich frage mich bei den meisten Bannern wen das eigentlich interessiert. Das sieht man auch generell in den Klickraten - wenn 1% der Nutzer reagieren ist das schon ein ganz guter Wert. Aber die 1% machen dann für den Werbetreibenden den Unterschied. Und diese 1% sind nicht eine kleine eingeschworene Gruppe von Werbeklickern, sondern alle letztlich alle Nutzer. Auch ich sehe hin und wieder (1%?) Dinge wo ich sage: Oh, dass ist ja mal was neues, das schau ich mir an.

    Für Unternehmen die in einem Wettbewerb stehen ist Werbung letztlich entscheidend. Insbesondere neue Produkte müssen bekannt werden um sich überhaupt durchsetzen zu können. Die Olympischen Spiele würden ohne Wertungsrichter ja auch komplett sinnlos werden. Und so werden wir ungefragt zu Wertungsrichtern der Wirtschaft - quasi mit der Pflicht aber auch der Möglichkeit als Konsument zu entscheiden, welche Produkte sich durchsetzen oder nicht.

    Und das ist letztlich der Kompromiss. Systeme in denen staatlich geplant wurde was genau entwickelt und produziert wird, wurden weltweit schon mehrfach getestet, auch in Deutschland. Letztlich war das nicht besser, vor allem nicht in Bezug auf Innovation.

  4. Re: Einseitiger Artikel

    Autor: serra.avatar 11.12.17 - 06:58

    jede Firma / Seite hat dazu die Mittel: Paywall ... das Internet wurde nicht dafür erfunden das du hier den Reibach machst! Das Internet war für den freien weltweiten Informationsaustausch vorgesehen! Das willst du nicht ? Du willst deine Infos nicht gratis der Allgemeinheit zu Verfügung stellen? Dann Verpiss dich hinter eine Paywall.

    Klar willst du die Paywall nicht da du dadurch keine Reichweite mehr hast und durch Qualität überzeugen musst damit überhaupt jemand zahlt!

    Ich zahle nicht für Copy Paste Informationen, ich zahle doch lieber gleich an der Quelle: DPA da kriegste die Informationen wenigstens gleich ungefärbt von der Meinung eines Redakteurs, schneller und aktueller! Werbefrei und ohne Tracking!

    _________________________________________________________________
    Gott vergibt, ich nicht!



    6 mal bearbeitet, zuletzt am 11.12.17 07:10 durch serra.avatar.

  5. Re: Einseitiger Artikel

    Autor: tom23 11.12.17 - 09:31

    Super, dann passt ja alles. Wenn du hinter der DPA Paywall bleibst, bist du ja quasi vor Werbung sicher. Das kostenlose Internet musst du ja nicht besuchen.

    Für alle anderen bedeutet Freiheit natürlich auch, die eigene Webseite so zu gestalten (und zu finanzieren) wie man es selbst möchte. Auch für viele Open-Source-Projekte decken Werbebanner immerhin die Hostingkosten.

    Das Internet wurde in der Tat von der DARPA entwickelt - eine der freiheitsliebendsten Organisationen weltweit.

    Schade das sich hier vor allem argumentativ schwache "Verpiss Dich!"-Opponenten tummeln. Daher bleibt die Debatte hier leider etwas mau :-P

  6. Re: Einseitiger Artikel

    Autor: berritorre 11.12.17 - 15:20

    Sehe das ähnlich wie du.

    Werbung? Brauche ich persönlich nicht. Ich behaupte sogar, dass ich wohl eher wenig davon beeinflusst werde (nein, ich behaupte nicht NICHT beeinflusst du werden, das wäre utopisch. Jeder wird zu einem gewissen Grade von Werbung beeinflusst).

    Aber ich bin mir bewusst, dass das Internet so wie wir es heute kennen nicht ohne Werbung funktionieren wird.

    Natürlich wird es immer Enthusiasten geben, die ihre Inhalte ins Netz stellen, dann ohne dass sie daran irgendwas verdienen.

    Aber sobald es etwas ernsthafter wird, will oder muss man zumindest die Kosten herausbekommen. Wenn es ein kleines Hobbyprojekt ist, dann reicht das 5 Euro Hosting vielleicht aus, aber da stellt sich dann auch die Frage ob es denn wirklich so spannend ist. Sobald die Inhalte interessanter werden, wird es auch ganz schnell teurer die Website aufrecht zu erhalten.

    Argument Paywall: Das funktioniert vielleicht für ein paar der grossen, kleinere und mittlere Websites werden in den wenigsten Fällen eine Paywall durchsetzen können, bzw. technisch umsetzen können.

    Da ist es schon wesentlich einfach Werbung zu schalten, für beide Seiten (User & Betreiber). Ich bin prinzipiell auch bereit für gute Inhalte zu zahlen. Aber:
    - Woher weiss ich, ob der Inhalt gut ist, wenn er hinter einer Paywall ist?
    - Es gibt Inhalte die braucht mal ein- oder zweimal, dann nie wieder. Heute kann ich mir das ansehen, weil Werbefinanziert. Wenn das morgen hinter einer Paywall ist, werde ich kaum ein Abo abschliessen oder was auch immer. Viel zu viel Aufwand, die Kreditkarte wieder irgendwo gespeichert, etc.

    Für mich persönlich ist Werbung das geringere Übel. Es gibt mir die Freiheit auf viele kostenlose Inhalte jeder Zeit zuzugreifen, ohne dass ich mich mit Abomodellen oder Bezahlschnittstellen beschäftigen muss.

    Sollte das werbefinanzierte Modell nicht mehr funktionieren wird es wohl bald dunkel auf einigen Websites. Ja, auf einige kann auch ich gut verzichten, um andere wäre es schade.

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