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Ähm, wo ist das Problem?

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  1. Ähm, wo ist das Problem?

    Autor: Lacrimula 30.11.20 - 10:31

    Was wäre denn die Alternative?
    Entweder man bekommt überhaupt keinen Vertrag, weil die Schufa kacke ist ODER man bekommt einen, muss dafür aber eben die Durchsicht von Kontoauszügen in Kauf nehmen. Und an einer schlechten Schufa sind viele ja auch selber Schuld, also sei das die entsprechende Strafe.
    Irgendwo müssen sich die Unternehmen ja auch absichern und unser Rechtssystem mal von Klagewellen geschützt werden, nur weil wieder irgendwelche Leute ihre Vertragsleistungen, nämlich die Zahlung der Sache nicht anständig auf die Kette bekommen.

  2. Re: Ähm, wo ist das Problem?

    Autor: chefin 30.11.20 - 10:37

    Sehe ich genauso. Schufa, so beschissen das auch ist, ist etwas das den Ehrlichen hilft. Würden die ihre Zahlungsausfälle immer auf die ehrlichen Kunden umlegen müssen und können vorher nicht erkennen wer Zahlungswillig ist und wer nicht, hätten wir ne ganze Latte mehr Probleme.

    Was wenn der Chef dann am 1. ankommt und erklärt mangels Zahlungen von Kundenseite wird der Lohn um 10% gekürzt, wir haben leider nicht mehr Geld in der Kasse. Da möchte ich mal die Mitarbeiter hören. Und schuld sind da nicht der Chef oder die Buchhaltung, sondern die Menschen die nicht zahlen, aber trotzdem einen Vertrag abschliessen und Menschen arbeiten dafür.

    Wer dann eben mal scheiss Schufa hat, muss dran arbeiten. Auch das ist möglich.

  3. Re: Ähm, wo ist das Problem?

    Autor: Captain 30.11.20 - 12:10

    Wenn jemand wegen Schufa keinen Handy-, Kredit- oder sonstige Verträge mehr bekommt, sollte als erstes dem Laden mal auf die Pelle rücken, die Deppen vergessen gerne mal was aus den Daten zu löschen, mir selber schon passiert.
    Zum anderen, in Kauf muss ich schon mal garnichts, vor allem keine Kontoauskunft an eine privaten Stelle. Wer diese Forderung aufstellt oder darin kein Problem sieht, der möge bitte seine kompletten Daten im Internet veröffentlichen, z.B. Steuererklärung, Konto einsicht, Krankenakte,,,

  4. Re: Ähm, wo ist das Problem?

    Autor: Lacrimula 30.11.20 - 12:22

    "sollte als erstes dem Laden mal auf die Pelle rücken,"

    Nein, denn der Laden entscheidet selber, mit wem er Verträge eingehen möchte und mit wem nicht. Es wäre furchtbar, wenn jeder mit jedem handeln MÜSSTE.
    Unsere persönliche Freiheit, selber zu entscheiden wo und mit wem wir Kaufverträge eingehen, müssen wir auch den Händlern zugestehen. Das halte ich für eine gesunde und vor allem freie Marktwirtschaft.

    "Zum anderen, in Kauf muss ich schon mal garnichts,"
    Doch, musst du, weil eben der Händler entscheidet, ob er dich als Kunden will. Und wenn er es doch tut, aber sagt "Können wir machen, aber ich möchte mich schon ein wenig absichern und deshalb muss ein Blick auf deine Kontoauszüge geworfen werden", dann liegt es an dir, diese Bedingung zu akzeptieren oder komplett leer auszugehen.

    Dass Schufaeinträge fehlerhaft oder falsch sein können, ist was ganz anderes, aber grundsätzlich ist es doch zu begrüßen, dass Leute, die eigentlich keinen Vertrag bekommen würden, doch die Möglichkeit haben. Wie legitim die jeweilige Möglichkeit ist, ob sie datenschutzrechtlich bedenklich oder bösartig oder oder...., ist auch wieder eine andere Frage.
    Klar verstehe ich deine Positionierung und möchte den Händlern auch nur das Nötigste von mir mitteilen, aber vergiss nicht die bilaterale Entscheidungsfreiheit. Wenn einem der Händler nicht passt, dann geht man zum nächsten, der das Geld gerne nehmen wird. Am Ende entscheidet auch der Markt, wer mit welchen Bedingungen (natürlich nur legale) durchkommt.
    Ich glaube nicht, dass hier ein Dammbruch erzeugt wird und wir demnächst beim Kauf eines Pullovers grundsätzlich erstmal einen Datenstriptease hinlegen müssen, unabhängig von irgendwelchen Verdachten, dass wir nicht zahlungsfähig seien oder so.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.20 12:28 durch Lacrimula.

  5. Re: Ähm, wo ist das Problem?

    Autor: Fegr 30.11.20 - 13:20

    Die Frage ist ob sie wirklich was positives ausleiten, oder es ausnutzen um noch mehr Nutzerdaten zu verkaufen.

    Bei mir war ein fehlerhafter Schufaeintrag. Zumindest konnte ich bei meiner Hausbank unabhängig ein Kredit mit nidriegen Zinsen aufnehmen, wo andere Banken wegem dem Eintrag hohe Zinsen verlangt hatten.
    Wieso nicht zuerst ein Prozess etablieren damit fälschliche Eintrage schnell gelöscht werden können.

    Und jetzt an die Personen die nicht faul waren sondern Schicksalschläge erwischt hatten und erst später die Schulden ausgeglichen hatten. Problem bleibt das nur der Melder auch dieses Eintrag zurückziehen kann, aber es verweigern könnte (oder "vergessen" es der Schufa mitzuteilen). Oder wenn es eine Betrugsfirma war die nicht mehr exisitert aber überall negative Einträge gemacht hatte.

    Die DGSVO hat zumindest bewirkt das nach drei Jahren, auch die Negativen behauptet die Schufa, die Einträge verschwindet.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 30.11.20 13:21 durch Fegr.

  6. Re: Ähm, wo ist das Problem?

    Autor: freebyte 30.11.20 - 23:57

    Fegr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso nicht zuerst ein Prozess etablieren damit fälschliche Eintrage
    > schnell gelöscht werden können.

    Das "Problem" aller Auskunfteien ist, dass sie alle sehr gute Software haben welche Personendaten untereinander verknüpfen kann um daraus ein Krediturteil abzuleiten.

    Problem ist nichtmal die Intransparenz - wenn ich meine Daten quer durch alle Auskunfteien abfrage, bekomme ich eine recht detaillierte Auskunft warum und wieso.

    Das Problem ist, dass man ohne regelmässige Abfrage seiner Daten und der Einschätzung durch die Auskunftei unbemerkt "unterbewertet" wird weil in der gleichen Strasse oder Wohngebiet Anwohner in den Prozess der Privatinsolvenz oder ähnlichen Verfahren gegangen sind.

    Alles schon gesehen und wieder eine weisse Weste aus solchen externen Ereignissen zu bekommen ist halt Aufwand.

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