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Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: lestard 06.04.21 - 12:31

    Blaubeerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt jetzt wieder das Gegenargument, wie toll Linux Desktop doch ist und
    > das der Durchbruch unmittelbar bevorsteht?
    >
    > Das höre ich schon seit 2005.

    Das Argument höre ich auch schon seit Jahren und trotzdem läuft Linux wunderbar auf sehr vielen Desktops. Die Marktanteile interessieren dabei kein bisschen sondern nur, ob es funktioniert oder nicht. Und ich kenne viele Leute, die seit dem Linux-Umstieg wesentlich weniger Computer-Probleme haben als vorher.

  2. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: SIRprise 06.04.21 - 12:36

    Bei mir ist der Grund Linux nicht einzusetzen, dass ich nicht beruflich das eine und privat das andere will, dann fehlende Software für meine Anwendungszwecke (ist aber so gut wie kein Problem mehr). Am meisten stört mich aber, dass das Bedienkonzept auf Konsole aufbaut und ich oft mit Tools agiere die ich dann ein halbes Jahr nicht mehr brauche, da ist GUI dann doch angenehmer als sich an Befehle erinnern zu müssen. Was mich auch stört ist, dass ich den Wechsel auf Linux immer als Rückschritt empfunden habe, weil irgendeine Hardware nicht erkannt wurde oder irgendwas nicht ging, was vorher aber funktionierte. Manchmal lies es sich mit einem halben Tag recherche, skripten, kompilieren etc. lösen. Es ist imho ein System von technisch versierten Leuten für technisch versierte Leute. Aber am Feierabend will ich auch mal das Hirn ausschalten können und, dass etwas einfach auf Anhieb geht ohne zwischen 3 Soundsystemen konfigurieren zu müssen, nur um mit anderen spontan ein Onlinemeeting zu machen.

  3. Re: Linux auf dem Desktop

    Autor: NemesisTN 06.04.21 - 12:55

    dummzeuch schrieb:
    ---snip---
    (Nehmen wir als Beispiel mal die
    > Programmierumgebung Delphi, auch wenn jetzt alle darauf schimpfen werden,
    > aber das ist nicht Eure Entscheidung sondern meine. Es gibt genügend andere
    > Beispiele.) und es die für Linux nicht gibt, dann ist Linux halt keine
    > Option.

    Lazarus geht nicht?
    Oder Wine?
    Generelle (trotzdem ernst gemeinte) Frage:
    Delphi wird noch weiter entwickelt?

    Wenn ich sehe, wie hier alle auf Java schwören (woohoo interoperabel), wird mir ganz anders ((zum Glück) nicht sicherheitskritische Steuerungssoftware).
    Dann wird festgestellt, dass die bisherige Hardware-Architektur zu lahm ist und mitten im Projekt auf was noch rustikaleres gewechselt. -.-

  4. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: Prof.Dau 06.04.21 - 13:22

    Blaubeerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Linux ist ein gutes System und hat seine Einsatzgebiete gefunden - der
    > Desktop des Endanwenders gehört aber nicht dazu.

    Verzeihung aber meine Mutter (ü70) und meine Nachbarin (ü60), die beide seit einigen Jahren Linux Mint nutzen kommen damit besser zurecht als mein Vater (ü70), oder Freunde (ü30) mit Windows. Dennoch möchte von denen keiner auch nur Linux Mint ausprobieren, weil sie panische Angst davor haben, nicht mehr damit zurecht zu kommen. Oder sie erkennen einfach nicht den Mehrwert.
    Das sind doch wohl unbestreitbar alles Endanwender.

    Das MS Office oder andere in Ihrem beruflichen Altag verwendete Software nicht für Linux angeboten wird, bedeutet nicht, dass das OS nicht Endanwender geeignet ist. Die Gründe liegen vermutlich eher an einem geringen Marktanteil, weshalb die Softwsre neben Mac und Windows nicht auch für Linux entwickelt wird.

    Der geringe Marktabteil liegt vermutlich darin begründet, dass keine Werbung betrieben wird ( ich kenne keine FOSS die viel Geld für Marketing bereitstellt. ) und einem vermeindlich schlechten Image - wie man an Ihrer Aussage wieder sieht.

  5. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: SIRprise 06.04.21 - 13:30

    > Der geringe Marktabteil liegt vermutlich darin begründet, dass keine
    > Werbung betrieben wird ( ich kenne keine FOSS die viel Geld für Marketing
    > bereitstellt. ) und einem vermeindlich schlechten Image - wie man an Ihrer
    > Aussage wieder sieht.

    Der geringere Marktanteil liegt auch daran, dass man bei Linux die Hardware nach der Software kauft und nicht umgekehrt. Zudem fängt es erst langsam an, dass es Hersteller gibt die professionellen Support bieten.
    Ich selbst arbeite in einem Bereich für sicherheitskritische Software (im Sinne von safety) und da gehts auch um Haftungsfragen, weil die Kernel eben kein Zertifikat haben und wir nicht bei der Codemenge sagen können, ob das nun in der Form sicher ist. Für speziellere Lösungen sind die Werkzeuge wiederum oft nur in Windows zu bekommen. Das wiederum liegt wohl oft auch an spezieller Hardware für die die Treiber wohl an jeden Kernel angepasst werden müssten.

  6. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: Prof.Dau 06.04.21 - 13:34

    NemesisTN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > ---snip---
    > > Heute gibt es so viele einfache, bequeme und praktisch wartungsfreie
    > > Systeme für einen normalen Home-Desktop-Office-Internet-Surf-PC.
    >
    > Und genau da liegt das Problem.
    > Gefühlt alle paar Monate wird das Bedienkonzept von Gnome, KDE, usw. über
    > den Haufen geworfen.
    > Selbst das reine Ubuntu bekommt mit gefühlt jeder neuen Version einen neuen
    > Desktop samt neuen Icons etc.
    > Solange das nicht konsolidiert wird, ist es dem Otto von Normal zu
    > umständlich, sich alle paar Monate in ein neues Bedienkonzept
    > einzuarbeiten.
    >
    > Linux:
    > App-Menu mal oben rechts, mal im Dock links ziemlich mittig, mal wie
    > Windows unten links, mal oben links usw.
    > Was soll das?
    > Es muss *eine* einheitliche Oberfläche dafür her, egal was drunter läuft
    > (GNOME, KDE Cinnamon, XFCE, LXDE, Mate und was weiß ich noch alles).
    > Ubuntu hatte ein großes Ziel...
    > ...verkackt.
    >

    Verzeihung aber ich kann diese Aussage leider nicht nachvollziehen. Bei den von mir verwendeten und empfohlenen Distributionen ist mir das noch nicht aufgefallen, dass Startmenüs oder andere Bedienkonzepte über den Haufen geworfen wurden. Das es verschiedene gibt, dessen bin ich mir bewusst. Aber das durch ein upgrade das Startmenü oder die Dateimanager anders funktionieren ist, mir noch nicht aufgefallen.
    Das betrifft bei mi Linux Mint und Lubuntu. Allerdings bin ich auch erst seit 16.04 mit von der Partie.

    Diese Diversität der Distributionen ist auch durchaus erwünscht. Ich bin sehr erstaunt, wie vielseitig man einen Desktop gestalten kann und freue mich sehr, dass man in seine Kreativität nicht so eingeschränkt wird, wie bei Windows. Wenn sich aber dich ein Upgrade urplötzlich alles vom Bedienkonzept her für den einfachen Endanwender andere, ist das natürlich große Kacke und ein echtes Hemmniss - wie gesagt: habe ich bisher noch nicht erlebet.

  7. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: Prof.Dau 06.04.21 - 13:39

    unbuntu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Was zu 75% meiner Meinung nach am Endanweder, fehlender Lernbereitschaft
    > > und Gewohnheitstier liegt. Nicht an Linux.
    >
    > Und wie erklärst du dir dann die Millionen Nutzer, die erfolgreich zum Mac
    > wechseln? OSX ist nochmal komplett anders und nicht nur ne schlechte Kopie
    > der Windows-UI. Laut deiner Logik dürfte sich da ja niemand zurecht finden
    > und erst recht bei Windows bleiben, vor allem weil das ja alles
    > Gewohnheitstiere sind, die gar nicht wechseln wollen.

    Hinter Mac steht ein Milliardenschweres Unternehmen, dass eine sehr gute Marketingabteilung inne hat. Es vertreibt nicht nur das Betriebssystem sondern diverse andere Produkte, die gut miteinander verzahnt sind und sich so miteinander leichter bedienen lassen. Nicht zu vergessen das gute Gefühl: "Wenn du kein IPhone hast, hast du kein IPhone".

  8. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: FreiGeistler 06.04.21 - 13:47

    Blaubeerchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Linux ist ein gutes System und hat seine Einsatzgebiete gefunden - der
    > Desktop des Endanwenders gehört aber nicht dazu.
    Nicht dein Ernst, oder?
    Lade dir eine iso der Distro deiner Wahl herunter, flashe sie auf einen Datenträger, boote davon und du hast in weniger als 5 Minuten einen funktionierenden Desktop, jeder einzelne flexibler anpassbar als die UI von Windows oder MacOS (ok, ausser Gnome).

    > Selbst macOS hat eine
    > höhere Verbreitung, obwohl es hinter einer viel größeren Paywall als
    > Windows steht.
    Ah, da ist das Problem. Marktwirtschaftliche Masstäbe.

  9. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: FreiGeistler 06.04.21 - 13:49

    BlindSeer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider schon, wenn alle genutzten Programme die die Menschen von der Arbeit
    > kennen eben unter Windows laufen und nicht unter Linux.
    Winee!

    > Auch ist Linux oft komplexer einzurichten für die Menschen.
    Weil es nicht vorinstalliert kommt. :)
    Das Monopol von Windows (und von Apple das auf ihren Geräten) bröckelt bereits.

  10. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: NemesisTN 06.04.21 - 13:50

    Oh Mann, da ist tatsächlich schon zehn Jahre her.
    OMG ich werde alt. =)

    Hauptsächlich bleibt bei mir das Chaos von Ubuntus Wechsel von Gnome2 auf Gnome3 mit Unity und dann wieder zurück zum reinen Gnome 3 negativ hängen.
    Gnome2 -> Gnome3 alleine war schon ein sehr großer Paradigmenwechsel.
    Ubuntu hat das dann noch richtig verkackt, weil sie Unity quasi am Enduser ausprobiert haben.
    Da kam in der Zeit bei jeder neuen Ubuntu-Version eine neue, leicht abgewandelte Bedienoberfläche dazu.
    Seitdem sie wieder beim reinen Gnome3 sind, gehts einigermaßen ("nur" noch neue Hintergründe und Icons).
    Das Problem waren auch die ganzen Derivate von Ubuntu, die das gezwungenermaßen mitmachen mussten. Das hat viele abgeschreckt.

    Aber auch KDE hat mit Plasma starke Umbrüche im Bedienkonzept gehabt.

    Und gerade diese Freiheit, alles einstellen und abändern zu können, schreckt viele Normalos ab.
    Jahrzehntelang eingespielte Workflows brichst du halt nicht einfach so und solange in der Schule auch nur Windows "gelehrt" wird, wird sich da nix ändern.

    Ich kenne noch unseren Informatik-Unterricht in den 90ern.
    Wir (IT-affine Jugend) haben den Lehrern damals am Computer locker ein X für ein U vorgemacht (DOS 6.22, "Leerzeichen" in Datei- oder Verzeichnisnamen *LOL*).
    Ob das heutzutage immernoch so ist, werde ich wohl erst in ca. 5..6 Jahren feststellen, wenn mein Sohn reif für Informatik in der Schule ist...

  11. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: BlindSeer 06.04.21 - 13:54

    Ich glaube nicht, dass ich Leuten die schon Probleme mit WIndows haben noch erklären kann wie sie ein Windows programm utner Linux zum laufen bekommen. Dann nehmen sie lieber direkt Windows. ;)

    Ich gebe zu: Ich auch. Die Zeiten wo ich lange basteln wollte damit was läuft sind vorbei. Damals hatte ich noch viel Zeit, die habe ich heute nicht mehr. Leider. Heißt nicht, dass ich ein Problem mit Linux habe, ich bin nur halt realistisch geworden.

  12. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: FreiGeistler 06.04.21 - 13:54

    Prof.Dau schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Diese Diversität der Distributionen ist auch durchaus erwünscht. Ich bin
    > sehr erstaunt, wie vielseitig man einen Desktop gestalten kann und freue
    > mich sehr, dass man in seine Kreativität nicht so eingeschränkt wird, wie
    > bei Windows. Wenn sich aber dich ein Upgrade urplötzlich alles vom
    > Bedienkonzept her für den einfachen Endanwender andere, ist das natürlich
    > große Kacke und ein echtes Hemmniss - wie gesagt: habe ich bisher noch
    > nicht erlebet.

    Dochdoch; bei Windows! :-D

    edit: Ah verdammt! Golem und Unicode Smileys!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.21 13:57 durch FreiGeistler.

  13. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: Prof.Dau 06.04.21 - 14:02

    SIRprise schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der geringe Marktabteil liegt vermutlich darin begründet, dass keine
    > > Werbung betrieben wird ( ich kenne keine FOSS die viel Geld für
    > Marketing
    > > bereitstellt. ) und einem vermeindlich schlechten Image - wie man an
    > Ihrer
    > > Aussage wieder sieht.
    >
    > Der geringere Marktanteil liegt auch daran, dass man bei Linux die Hardware
    > nach der Software kauft und nicht umgekehrt.

    Beim Kauf neuer Hardware für einen Computer muss man immer auf die Requirements achten. Das hier die Hersteller wieder mit Treibern nur auf die großen Player schauen, scheint ein Henne-Ei-Problem zu sein: Erst der Marktanteil, dann das Produkt, oder erst das Produkt und dann der Marktanteil ( wie auch bei der Software schon ).

    Das Menschen, die auf stets neue Hardware und Software angewiesen sind bei den großen Playern bleiben sollten, ist u.a. eine Hemmschwelle um zu Linux zu wechseln.
    Das das die Mehrzahl der potentiellen Nutzern abschreckt ( mag sein ). Aber dass die fehlende Hard- und Softwareunterstützung den meisten potentiellen Nutzern in ihrem Linuxleben je betreffen wird, wage ich anzuzweifeln.

    Die wenigsten nutzen Photoshop, produzieren Musik, entwickeln Software, sind Architekten oder Bauingenieure, oder wollen ein Buch schreiben usw. Die meisten wollen einfach nur Surfen und für Eventualitäten einen Brief schreiben, was Drucken, Scannen, Emails verschicken.
    Skypen, Telegramm, Signal, (bisschen) Steam, Homebanking geht durchaus bereits sehr einfach zu installieren.

    Linux eignet sich leider nicht für jeden, aber für deutlich mehr, als es der bisherige Marktanteil widerspiegelt.

  14. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: NemesisTN 06.04.21 - 14:03

    FreiGeistler schrieb:
    ---snip---
    > Winee!
    ---snip---

    Öhm, ja und nein.
    Gerade erst wieder das Problem, dass eine (Windows-)Software einfach beim Öffnen der Steuererklärung unter Wine 5.0 sang- und klanglos abnippelt.
    Erklär jetzt mal meiner Frau, dass du die nächsten 2..3 h damit beschäftigt bist, nachzusehen, welche DLL jetzt nativ eingebunden werden muss, damit das Programm absturzfrei durchläuft.
    Das konnte ich bei World of Tanks machen, urlmon und winhttp oder so müssen auf nativ umgestellt werden, sonst nippelt dir WoT beim Login ab.
    Aber wenn die Finanzministerin die Steuer machen will, knallst du die Software eben in die Win7-Notfall-VM aufm ESXi, damit du nicht mit tieffliegenden Nudelhölzern konfrontiert wirst.

    Aber ja, es läuft erstaunlich viel Windows-Software (auch dank .NET) ootb unter Wine.

    Und MS schafft ja bereits selbst mit O365 die Vorraussetzungen, Office auch unter Linux zu nutzen (im Browser).
    Ich weiß noch nicht ganz genau, ob sie sich damit, auf Windows bezogen, selber ans Knie pinkeln.

    Wir kommen mit LibreOffice ganz gut klar, so viel schreibt man ja nicht und bei Calc konnte ich mich bisher immer irgendwie arangieren.
    Klar, für Diagramme ist Excel ungeschlagen.

  15. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: FreiGeistler 06.04.21 - 14:21

    NemesisTN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreiGeistler schrieb:
    > ---snip---
    > > Winee!
    > ---snip---
    >
    > Öhm, ja und nein.
    > Gerade erst wieder das Problem, dass eine (Windows-)Software einfach beim
    > Öffnen der Steuererklärung unter Wine 5.0 sang- und klanglos abnippelt.
    > Erklär jetzt mal meiner Frau, dass du die nächsten 2..3 h damit beschäftigt
    > bist, nachzusehen, welche DLL jetzt nativ eingebunden werden muss, damit
    > das Programm absturzfrei durchläuft.
    > Das konnte ich bei World of Tanks machen, urlmon und winhttp oder so müssen
    > auf nativ umgestellt werden, sonst nippelt dir WoT beim Login ab.
    > Aber wenn die Finanzministerin die Steuer machen will, knallst du die
    > Software eben in die Win7-Notfall-VM aufm ESXi, damit du nicht mit
    > tieffliegenden Nudelhölzern konfrontiert wirst.
    Ja gut, da habe ich wohl einfach Glück mit der Software des Kantons Zürich.
    Und dann gibt es auch Games wie Space Engineers, die einen wüsten DirectX-Hack nutzen, der unter Wine/Proton nicht geht.
    Vielleicht braucht es einfach noch ein Weilchen länger, Windows 10 selbst ist da ja auch strenger geworden, was Software-Hacks betrifft. Und die Entwickler bequemer.

  16. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: ezadoo 06.04.21 - 14:23

    Linux ist für die normalen Benutzer, die schon froh sind, wenn sie ein Programm unter Windows installieren und benutzen können, einfach nicht tauglich.

    Und weil hier auch MacOS genannt wurde, das ist wie Windows auch komplett über die GUI zu bedienen.

    Linux setzt aber bei so vielen Problemstellungen und insgesamt viel zu oft für irgendetwas die Konsole voraus. Und das ist ein Problem, die oben genannte Nutzer will mit so etwas einfach nicht konfrontiert werden. Der will, dass alles genauso einfach, wie bei Windows oder Mac out-of-the-box funktioniert.
    Auch ist jeder Desktop jeder Linux-Distro anders und für den einfachen Nutzer am Ende jeweils ein neues absolut anderes Betriebssystem.

    Sicherlich kann man viele Programme über Wine usw. auch unter Linux lauffähig bekommen, wenn es aber zu viele sind, ist es einfacher einfach eine VM mit Windows aufzusetzen und für Leute ohne Programmierererfahrung auch wesentlich praktikabler, als wenn man irgendwelche dlls nativ einbinden muss.

    Aber zumindest das Problem mit der GUI und dem Terminal ließe sich ja relativ einfach lösen, wenn man eine Standart-Benutzeroberfläche für Linux für den normalen Nutzer erstellen würde und diese dann standardmäßig mitgeben und aktivieren würde.
    Und technisch bewandertere Nuter könnten sich das dann für sich ja einstellen, wie es momentan ist, aber anders rum wird man kaum Anwender im großen Stil gewinnen können.

  17. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: elidor 06.04.21 - 14:24

    mke2fs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Markrealität ist es, ja.
    > Technisch begründet ist es nicht.

    Theoretisch kannst du mit Linux fast alles machen. Das Problem ist, dass es nicht so benutzerfreundlich ist, wie es sein müsste.
    Man kann auch unter Linux ja schon vieles per GUI machen, aber spätestens wenn man ein Problem hat und nach Lösungen in Foren oder sonstigen Anleitungen sucht, kommt man ums Terminal nicht herum.
    Mein persönliches Probelm dabei ist, dass ich immer das Gefühl habe, dass Anleitungen und Forenbeiträge überwiegend für Menschen geschriben sind, die eigentlich schon zu 90% wissen, was sie tun und nur noch einen kleinen Hinweis brauchen. Anfänger werden überfordert.
    Ich habe schon den ein oder anderen Rechner mit Linux eingerichtet. Ich bin auch meistens absolut zufrieden, wie die Dinger laufen, wenn sie laufen. Aber ich könnte niemandem dieses Betriebssystem guten Gewissens empfehlen, der nicht gesteigertes intrinsisches Interesse an Linux hat, oder aus sonstigen Gründen bereits Erfahrung mit dem System.

    Ein 08/15 Nutzer steigt spätestens beim erststen Problem aus, das nicht über die GUI selbsterklärend zu lösen ist und davon gibt es leider sehr viele.

  18. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: Tubes 06.04.21 - 14:38

    OSS ist gut. Wo habe ich was anderes geschrieben? Der Client reicht mir aber. Meine erste pgp E-Mail (ich glaube 2.6.3i wars) habe Anfang der 1990er gesendet. Ich denke ich komme klar.

  19. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: unbuntu 06.04.21 - 14:39

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Marktanteile interessieren dabei
    > kein bisschen sondern nur, ob es funktioniert oder nicht.

    Nö. Wir leben in 2021. Heute reicht es nicht, wenn etwas nur "funktioniert", es muss z.B. auch gut bedienbar sein und gut aussehen. Und wenn ich Programm A nutzen will, dann will ich eben Programm A nutzen. Und nicht Programm B, das ne schlechte Kopie von A ist, aber unter Linux "funktioniert".

    "Linux ist das beste Betriebssystem, das ich jemals gesehen habe." - Albert Einstein

  20. Re: Wieso schimpfen alle immer, wenn etwas nicht OpenSource ist

    Autor: NemesisTN 06.04.21 - 14:48

    Solange du Nutzer hast, die nichts am installierten System zerpfuschen, fluppt ein einmal fluppendes Linux auch weiterhin.
    Meine älteren Leute machen ein bissi YouTube, Web und (Web-)Mail.
    Das wars, dafür reicht ein NUC / Notebook mit Ubuntu LTS oder Mint (weils leicht wie Windows aussieht) locker aus.
    Glücklich, wer solche Verwandschaft hat. =)
    Spezialfälle wie meine Frau bekommen auch ein Ubuntu kaputt.
    Dafür gibts zum Glück Backups.

    Ein Linux zu überbügeln ist auch wesentlich einfacher als ein Windows wieder so einzustellen, wie es mal war (vorausgesetzt /home war auf ner separaten Partition).
    neu insten, dabei / und /boot plätten, Nutzer gleich lauten lassen wie den alten und flupp, sind alle alten Einstellungen wieder da.
    Windows:
    Umständliches umkopieren von unsichtbaren Ordnern aus dem Users-Ordner und im schlimmsten Fall sogar neue Werte in der Registrierung verankern.
    O-Ton meine Mutter: "Die Icons sind aber nicht an derselben Stelle auf dem Desktop!"
    Wobei der sowieso schon vor Dateien und "Neuer Ordner (xyz)" überquillt...

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