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Da stehen sie nun

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  1. Da stehen sie nun

    Autor: AllDayPiano 09.11.20 - 14:21

    Irgendwo im nirgendwo, an der Kreuzung, und wissen nicht, welcher Weg sie zu ihrem Ziel bringen wird. Der eine sieht steinig aus, der andere recht schön aber am Abhang entlang.

    Man wird immer Kiminialität als Argument gegen Verschlüsselung, und man wird immer Schutz der privaten Kommunikation als Argument für Verschlüsselung haben.

    Darum tun sich unsere Minister auch so schwer: Es ist eine moralische Abwägung. Ich hoffe nur, dass die zuständigen Entscheider mehr Moral haben werden, als Amthor bei der Annahme seiner Nebentätigkeit.

    Die bequemste Lösung wäre natürlich, solange Kindesvergwaltiger vorzuschieben, bis das Gros der Überzeugung ist, dass es mit Verschlüsselung keinen Halt mehr für unsere Gesellschaft gibt. Da arbeitet man ja schon lange daran.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  2. Re: Da stehen sie nun

    Autor: Iruwen 09.11.20 - 15:05

    *ethische

  3. Re: Da stehen sie nun

    Autor: Prof.Dau 09.11.20 - 15:20

    Die sollten sich mal aus China und USA Expertise zukaufen. Israel könnte uns hier auch weiterhelfen. Mündige Bürger und Privatsphäre sind von vorgestern.
    Das non plus ultra wäre dann die dystopie aus minority report.

  4. Re: Da stehen sie nun

    Autor: Pflechtfild 09.11.20 - 15:50

    Die Kurzfassung: wir lassen die Pädos halt laufen, weil...

    (und nee, das ist natürlich sehr bösartig eingedampft. Hat aber, leider, einen wahren Kern.
    Bislang habe ich noch keinen Vorschlag gelesen, der den wahren Kriminellen so richtig nahekommt. Auch leider.)

  5. Re: Da stehen sie nun

    Autor: wurstdings 09.11.20 - 17:10

    Pflechtfild schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Kurzfassung: wir lassen die Pädos halt laufen, weil...
    Halt stopp, warum nicht einfach klassische Polizeiarbeit? Das hat ja bisher auch funktioniert? Nur auf ein mal kann man keine Verbrechen mehr aufklären weil etwas verschlüsselt ist? Wozu wurden diese ganzen Drecksdinger wie Bundestrojaner entwickelt? Auch Nutzlos? Reicht es nicht, wenn der BND fremden Nationen dabei hilft die deutsche Wirtschaft auszuspionieren? Soll das zukünftig jede Nation selbst machen können?
    > (und nee, das ist natürlich sehr bösartig eingedampft. Hat aber, leider,
    > einen wahren Kern.
    Ne das hat nur einen tiefen Einblick auf die dahinterliegende "Logik" zugelassen.
    > Bislang habe ich noch keinen Vorschlag gelesen, der den wahren Kriminellen
    > so richtig nahekommt.
    Wie wäre es mit auf geistige Eignung geprüften, gut ausgebildeten Polizisten, die nicht gleich dem erst besten Vergewaltigungsopfer ein privates Photoshooting anbieten?
    Davon gleich ein paar mehr und vorallem auch harte Strafen für Verfehlungen.
    Viele fähige IT-ler hätten gegen entsprechende Bezahlung kein Problem für die Gerechtigkeit zu arbeiten, wäre die Polizei nicht als rechter Sumpf voll Korruption verschrien.

  6. Re: Da stehen sie nun

    Autor: User_x 09.11.20 - 20:37

    Kindern helfen da man Kinder mag. Liegt nah bei einander - finde ich jedenfalls.

    Gesamte Überwachung dahinter ist für umsonst und in etwa so anzusehen, als ob man nicht wüsste wer ein Pädo ist. Aber was weiß ich schon...

    Das gleiche ist nicht das selbe. Also wirklich, immer diese fehlende Differenzierung!

  7. Re: Da stehen sie nun

    Autor: Prof.Dau 09.11.20 - 21:59

    Die Terroristen, die in Belgien am Flughafen ihr Anschläge verübten, ließen sich durch die Kameras und Überwachung nicht beeindrucken.

    Wie oft waren Terroristen schon Polizeibekannt....

    Die Kinder, die auf den Campingplatz vergewaltigt wurden, wurden u.a. vom Ordnungsamt im Stich gelassen.

    Wie oft waren Pädophile schon den staatlichen Einrichtungen bekannt....

    Für mich ist hier ganz klar ein Versäumniss in den bestehenden Strukturen und Behörden zu erkennen, dass auch durch noch mehr Überwachung nicht zu beseitigen ist.

    Kinder können im frühen Kindesalter auch darüber aufgeklärt werden, was die Eltern, die Verwandten oder Fremden mit einem nicht dürfen. Kinder nehmen es als normal hin, wenn ihnen soetwas angetan wird, denn sie wissen ja nicht, was ihre Rechte sind.

    Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind und nun Anschläge im eigenen Land verüben, nur weil sie in einen Irrglauben geraten, der Ihnen Mord an anderen Menschen akzeptabel erscheinen lässt, sei es durch religiöse oder menschenverachtende Motive wie Rassismus oder Antisemitismus, muss man so sozialisieren, dass sie nicht in den Wahn geraten solche Taten zu verüben. Also auch hier ein strukturelles, erzieherisches Versagen.

    Tot und Gewalt gab es in der Vergangenheit schon immer. Wozu hat es geführt?
    Massenüberwachung gab es in der Vergangenheit auch immer wieder, wozu hat das geführt?

    Ich finde es absurd nach immer härteren Überwachungsmaßnahmen zu greifen, oder immer härtere Gesetze zu erlassen. Am Ende schützt das die Opfer nicht und die Täter werden auch in Zukunft solche Taten begehen. Ich mache mir da nicht die Illusionen von der heilen Welt, wenn nur genug kontrolliert würde.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.20 22:04 durch Prof.Dau.

  8. Re: Da stehen sie nun

    Autor: AllDayPiano 10.11.20 - 11:04

    Amen.

    Genau das ist das Problem.

    Ich bin auch der Überzeugung, der Handel von pädokriminellen Inhalten im Darknet gehört nachhaltig abgestellt (genauso wie Waffenhandel).

    Ob man das wirklich mit DPI und anderen Methoden erreichen wird? Keine Ahnung.

    Alles, was oben steht, ist eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich eine absolute Aussage treffe, dann ist das ebenfalls eine Meinung. Meine Meinung. Wenn ich etwas mit Quellen belege, ist es entsprechend gekennzeichnet und damit keine Meinung, sondern eine Schlussfolgerung oder Tatsachendarstellung. Gut, dass wir das jetzt abschließend geklärt haben. Springen wird Golem.de trotzdem weiterhin.

  9. Re: Da stehen sie nun

    Autor: FreiGeistler 11.11.20 - 09:31

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darum tun sich unsere Minister auch so schwer: Es ist eine moralische
    > Abwägung. Ich hoffe nur, dass die zuständigen Entscheider mehr Moral haben
    > werden, als Amthor bei der Annahme seiner Nebentätigkeit.

    Dabei werden auch regelmässig die wirtschaftlichen Auswirkungen vergessen.

  10. Re: Da stehen sie nun

    Autor: Vincent-VEC 11.11.20 - 09:38

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pflechtfild schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > Wie wäre es mit auf geistige Eignung geprüften, gut ausgebildeten
    > Polizisten, die nicht gleich dem erst besten Vergewaltigungsopfer ein
    > privates Photoshooting anbieten?
    > Davon gleich ein paar mehr und vorallem auch harte Strafen für
    > Verfehlungen.

    Problem Nr. 1: Die Polizei hat nichtmal genug Mittel, ihre Personaldecke mit schlecht
    ausgebildeten und geistig Ungeigneten zu polstern. Mal davon abgesehen, dass sowieso
    viel zu wenig Bewerber existieren, um da genug gute Leute herauszufiltern.

    > Viele fähige IT-ler hätten gegen entsprechende Bezahlung kein Problem für
    > die Gerechtigkeit zu arbeiten, wäre die Polizei nicht als rechter Sumpf
    > voll Korruption verschrien.

    Problem Nr. 2 (eigentlich 1a): entsprechende Bezahlung. Die fähigen ITler verdienen in der freien Wirtschaft immer mehr. Und selbst, wenn man aufgrund der interessanten Tätigkeiten auf Gehalt verzichten würde, wird man afaik nichtmal mehr verbeamtet.

    Bei uns in Niedersachsen wurden beim Knast kürzlich ITler gesucht. Grundvoraussetzung: Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten! Da müsste ich erstmal 2-3 Jahre für ´nen Appel und ´n Ei einen auf Lehrling machen um dann irgendwann meinen Beruf ausüben zu dürfen. Ist doch klar, dass man damit höchsten sehr junge Leute kriegt, die in der Regel auch noch nicht die Erfahrung und das Know How angesammelt haben, das ich mit meinen über 20 Jahren Berufserfahrung einbringen könnte.

    Edit: Typo



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.20 09:41 durch Vincent-VEC.

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