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eine Analogie dazu
Autor: tearcatcher 24.07.20 - 18:35
bricht ein Bankräuber in die Bank ein ...
ich glaube manche Leute finden gewisse Bankräuber auch irgendwie sympathisch ... immerhin haben gewisse Bank(st)er auch nicht immer eine weiße Weste
#scnr -
Re: eine Analogie dazu
Autor: GL 24.07.20 - 19:53
Die Analogie hinkt ein wenig: Wenn eine Bank überfallen wird, wird i.A. Geld entwendet. Den Schaden hat also die Bank. Daher ist die Bank daran interessiert, alles so abzusichern, dass eben kein Geld geklaut werden kann. 100% Sicherheit gibt es nicht, aber die Banken unternehmen doch einiges, um einen Bankraub zu erschweren.
Wenn ein Anbieter irgendwelcher Dienst im Internet Daten von Kunden in einer Datenbank speichert (hoffentlich nur die zur Erfüllung der Dienstleistung), ist das analog zur Aufbewahrung von Geld im Banktresor. Aber da hört die Analogie auf. Zunächst würde keine Bank das Geld in einem Tresor aufbewahren, der eine offene Tür zur Straße hat. Warum machen das aber manche Dienstleister (denn nichts anderes ist eine offene Datenbank)? Weil sie i.A. außer einem Image-Schaden nicht viel Verlust erleiden. Die Daten werden i.d.R. nicht "geklaut" im Sinne von gelöscht, sondern kopiert. D.h. dem Anbieter der Dienstleistung ist es erstmal total egal, wenn die Kundendaten von irgendjemandem kopiert werden. Den Schaden hat dann der Kunde, der zudem i.A. nicht beweisen kann, wo die Daten her kamen, die etwa verwendet wurden, um Identitäten zu übernehmen o.ä. D.h. der Dienstleister hat wenig Interesse am Absichern der Daten (durch die DSGVO ist das nun anders geworden, wobei auch da der Dienstleister den Vorfall melden muss -- so dass Nichtwissen hier sehr hilfreich ist).
Wenn jetzt eine Hacker-Gruppe die Daten löscht, bewirkt sie damit wenigstens 3 Dinge:
1. Es können andere "Hacker" (der Begriff ist bei einer offenen Datenbank fragwürdig) die Daten nicht mehr kopieren und "zweckentfremden"
2. Der Dienstleister hat direkt einen Schaden, da er seine Dienstleistung nicht mehr erfüllen kann. Er hat Kosten um ein Backup einzuspielen etc. Und der Dienstleister muss den Vorfall melden -- was ggf. weitere Kosten (DSGVO) nach sich zieht.
3. Der Kunde hat evtl. auch einen Schaden, aber weiß wenigstens, an wen er sich wenden muss: Nämlich an den Dienstleister! Und der Kunde weiß, dass der Dienstleister schlampig arbeitet und kann daraus Konsequenzen ziehen.
Das "moralische" Problem sehe ich dabei lediglich im Schaden, der dem Kunden durch die gelöschten Daten entsteht. I.A. wird dies aber nicht so groß sein, denn ElasticSearch-Datenbanken speichern Daten häufig für Spezialfunktionen (Suche, Logging), so dass der Kunde das u.U. gar nicht bemerkt (was leider Punkt 3 wieder etwas entkräftet). Wenn nun Nutzdaten in der MongoDB-Datenbank standen... ok... das ist ein Problem. Aber ehrlich: Bist Du auf den "Dieb" sauer, der Dein auf einer Parkbank liegen gelassenes Notebook (oder was auch immer) mitnimmt, oder auf denjenigen, der es da hat liegen lassen? -
[gelöscht]
Autor: [gelöscht] 24.07.20 - 23:55
[gelöscht]
2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.20 23:58 durch burzum. -
Re: eine Analogie dazu
Autor: M.P. 25.07.20 - 06:36
Wer ist denn im zweiten Fall der zerstören IoT Geräte die Bank?
Der IoT Gerätehersteller oder der Kunde?
Was wäre mit einer Bank, die einen Tresor mit meterdicken Wänden anschafft, der Hersteller liefert aber Zweitschlüssel an Kriminelle? -
Re: eine Analogie dazu
Autor: GodsBoss 25.07.20 - 08:05
> bricht ein Bankräuber in die Bank ein ...
>
> ich glaube manche Leute finden gewisse Bankräuber auch irgendwie
> sympathisch ... immerhin haben gewisse Bank(st)er auch nicht immer eine
> weiße Weste
>
> #scnr
Wo ist denn der Einbruch? Es geht um offene Datenbanken. Was ist denn eine Datenbank? Das ist eine Software, die eine Schnittstelle anbietet, mit der man mit ihr interagieren kann.
Wenn ich auf meine Webseite einen Knopf packe "Alle Daten dieser Webseite löschen" und jemand drückt drauf, macht der sich strafbar? Wohl kaum. -
Re: eine Analogie dazu
Autor: activereader5 25.07.20 - 09:48
Dümmste Analogie ever.
+1 für die anderen Kommentare hier
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.20 09:49 durch activereader5. -
Re: eine Analogie dazu
Autor: /mecki78 26.07.20 - 23:14
tearcatcher schrieb:
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> bricht ein Bankräuber in die Bank ein ...
die keinen Safe, keinen Wachdienst und keine Alarmanlage hat und er stielt dort auch kein Geld, er vernichtet dort nur Kontozugangsdaten, die andernfalls einen echten Kriminellen in die Hände hätten fallen können (weil eben quasi für jedermann leicht zugänglich), der dann damit aber alle Konten leer geräumt hätte. Als Kunde der Bank, würde ich mich bei diesem Bankräuber bedanken, denn er hat mich vor einem massiven finanziellen Schaden bewahrt und mir gezeigt, dass ich definitiv bei der falschen Bank war.
/Mecki -
Re: eine Analogie dazu
Autor: Lanski 28.07.20 - 08:34
M.P. schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Wer ist denn im zweiten Fall der zerstören IoT Geräte die Bank?
>
> Der IoT Gerätehersteller oder der Kunde?
>
> Was wäre mit einer Bank, die einen Tresor mit meterdicken Wänden anschafft,
> der Hersteller liefert aber Zweitschlüssel an Kriminelle?
Der Bankvergleich ist unsinn meiner Meinung nach aber in dem Fall eines Zweitschlüssels der an Kriminelle geht sind wir ganz weit von der Thematik und "moral" des Falles um den es geht weg.
Und dann wäre ganz klar der Hersteller zu kritisieren. -
Re: eine Analogie dazu
Autor: Prypjat 28.07.20 - 11:19
Dieser Vergleich ist absolut unpassend.
Wenn die Bank auf dem Fensterbrett eines geöffneten Fensters die persönlichen Daten der Kunden liegen lassen würde, so das sich jeder daran bedienen könnte und das nicht behebt, obwohl am laufenden Bande jemand in die Bank kommt und darauf hinweist das sich dort jeder bedienen kann, dann ist die Bank daran schuld, wenn die Daten plötzlich weg sind und eine Katze auf dem Fensterbrett sitzt und sich die Pfote leckt.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.07.20 11:21 durch Prypjat. -
Re: eine Analogie dazu
Autor: tearcatcher 30.07.20 - 09:37
tearcatcher schrieb:
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> bricht ein Bankräuber in die Bank ein ...
>
> ich glaube manche Leute finden gewisse Bankräuber auch irgendwie
> sympathisch ... immerhin haben gewisse Bank(st)er auch nicht immer eine
> weiße Weste
>
> #scnr
immer wieder faszinierend, wie man in diesem Forum hier "zurecht" gewiesen wird ... die Analogie bezog sich allein(!) auf die Sympathie
aber macht nur weiter so ...
(abgesehen auf ein müdes Lächeln habe ich für die Kommentare nichts mehr übrig) -
Re: eine Analogie dazu
Autor: GodsBoss 30.07.20 - 20:20
> > bricht ein Bankräuber in die Bank ein ...
> >
> > ich glaube manche Leute finden gewisse Bankräuber auch irgendwie
> > sympathisch ... immerhin haben gewisse Bank(st)er auch nicht immer eine
> > weiße Weste
> >
> > #scnr
>
> immer wieder faszinierend, wie man in diesem Forum hier "zurecht" gewiesen
> wird ... die Analogie bezog sich allein(!) auf die Sympathie
>
> aber macht nur weiter so ...
>
> (abgesehen auf ein müdes Lächeln habe ich für die Kommentare nichts mehr
> übrig)
Titel: "eine Analogie dazu"
Erster Satz: "bricht ein Bankräuber in die Bank ein ..."
Ich glaube dir dennoch, aber ein Lob ist das nicht. Denn das bedeutet erstens, dass du schlecht darin bist, zu schreiben, was du meinst, und zweitens, dass dein Beitrag noch schlechter und sinnloser war, als die meisten gedacht haben.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.



