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  5. › Datenmissbrauch: Hessens Polizisten…

Mein Lösungsvorschlag

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  1. Mein Lösungsvorschlag

    Autor: KloinerBlaier 03.08.19 - 13:15

    Ich weiß nicht ob das so praktikabel umsetzbar ist, aber bei jeder 200. Abfrage nach einem Grund zu fragen, ist doch wirklich nicht stichhaltig.


    Wie wäre es mit folgendem Verfahren:
    Sobald ein Polizist die Daten abfragt, bekommt die Person ein Schreiben, welches Sie darüber in Kenntnis setzt. So wäre beispielsweise unterbunden, dass Helene Fischer 83-mal abgefragt wird. Und wenn ich in einer Verkehrskontrolle war, Anzeige erstattet habe oder einen Platzverweis und ein paar Tage später einen Brief bekomme, weiß ich auch, dass alles mit korrekten Dingen abläuft.

    Wenn ich nun aus ermittlungstaktischen Gründen vermeiden möchte, dass die Person einen Brief erhält, muss das im System entsprechend gekennzeichnet und begründet werden. So erhält man ziemlich genaue Zahlen darüber, welcher Polizist außerhalb der Standardabweichung liegt. Denn der Polizist möchte ja nicht, dass sein Nachbar oder neuer Mieter direkt einen Brief bekommt und von seinen Schnüffeleien in Kenntnis gesetzt wird.

  2. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: ibsi 03.08.19 - 14:51

    Zu einfach ;)

  3. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: theFiend 03.08.19 - 15:47

    Jap, wäre ein guter Lösungsvorschlag, und deshalb wird er nicht kommen. Da fallen sicher irgendwelchen Polizeigewerkschaftssprechern argumente ein, warum es nicht gut wäre wenn der Bürger wüsste welcher Beamte seine Daten abgefragt hat... so... Datenschutz z.B. :D

  4. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: JohannesKn 03.08.19 - 16:57

    Macht sicher Sinn um ungerechtfertigte abfragen raus zu filtern. Bei einer verdeckten Ermittlung oder sowas sicherlich eher hinderlich.

  5. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: Haze95 03.08.19 - 18:54

    KloinerBlaier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiß nicht ob das so praktikabel umsetzbar ist, aber bei jeder 200.
    > Abfrage nach einem Grund zu fragen, ist doch wirklich nicht stichhaltig.
    >
    > Wie wäre es mit folgendem Verfahren:
    > Sobald ein Polizist die Daten abfragt, bekommt die Person ein Schreiben,
    > welches Sie darüber in Kenntnis setzt. So wäre beispielsweise unterbunden,
    > dass Helene Fischer 83-mal abgefragt wird. Und wenn ich in einer
    > Verkehrskontrolle war, Anzeige erstattet habe oder einen Platzverweis und
    > ein paar Tage später einen Brief bekomme, weiß ich auch, dass alles mit
    > korrekten Dingen abläuft.
    >
    > Wenn ich nun aus ermittlungstaktischen Gründen vermeiden möchte, dass die
    > Person einen Brief erhält, muss das im System entsprechend gekennzeichnet
    > und begründet werden. So erhält man ziemlich genaue Zahlen darüber, welcher
    > Polizist außerhalb der Standardabweichung liegt. Denn der Polizist möchte
    > ja nicht, dass sein Nachbar oder neuer Mieter direkt einen Brief bekommt
    > und von seinen Schnüffeleien in Kenntnis gesetzt wird.


    In Estland beispielsweise, besitzt jeder Bürger ein Servicekonto. In dem kann er einsehen, welche Behörde seine Daten aus den zentralen Registern angefordert hat. Auch den Grund sieht er dabei. So etwas könnte man auch hier in Deutschland umsetzen. Es fehlt aber die grundlegende Infrastruktur und der politische Wille.

    In dem Fall hier würde der Betroffene einfach erfahren, dass die Polizei seine Daten angefordert hat und auch den Grund. Wobei man bei bestimmten Anfragen (aktuelle Fandung usw) dann die Meldung erst mit Zeitverzug "zustellen" muss. Damit der Täter nicht vorgewarnt wird.

  6. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: Niaxa 03.08.19 - 18:56

    Diese sind von der Staatsanwaltschaft abzusehen und die Kontrolle kann dann abgeschaltet werden. So einfach wäre das.

  7. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: it-fuzzy 03.08.19 - 19:40

    Sehr gute Idee(n)! Wer startet die Petition dazu?

  8. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: Faksimile 03.08.19 - 22:40

    Akzeptiert, wenn z.B. für jedes KFz dann ein Fahrtenschreiber mit Fahrerkennung (Führerschein) und 0,2% Toleranz pro Datum verwendet wird, der alle Fahrten aufzeichnet und automatisch an die Aufsichtsbehörden übermittelt. Aufgezeichnet wir Datum, Uhrzeit auf die 10stel Sekunde und zugehörige Position.
    Ach so. damit wird dann auch möglich jede Verfehlung an Geschwindigkeit etc. sofort festzustellen.

    Du willst jederzeit die Polozisten konttrollieren, dann geht das andersherum aber ebenso.

    Ich will das Verhalten der Beamten nicht entschuldigen. Aber wer selber absulut regelkonform handelt, der darf sich entsprechend auch beschweren.

  9. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: theFiend 03.08.19 - 23:17

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Du willst jederzeit die Polozisten konttrollieren, dann geht das
    > andersherum aber ebenso.

    Das ist überhaupt nicht vergleichbar. Beamten genießen, entgegen den Bürgern, Sonderrechte, und genau deshalb müssen sie damit auch sorgsam umgehen.

    Und nein, es ist auch nicht irgendein Kavaliersdelikt, das mit "nicht absolut Regelkonform" zu entschuldigen ist... Du bist so ein "ich hab ja nix zu verbergen" Typ oder?

  10. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: Ph4te 04.08.19 - 02:23

    Polizisten haben das Gewaltmonopol in Deutschland und als Beamte viele Privilegien. Zum Beispiel glaubt man pauschal vor Gericht einem Polizisten eher als einem Normalbürger.

    U.a. darum muss man an Polizisten einen sehr viel höheren Maßstab anlegen und auch durchsetzen. Wenn das heißt, man muss alle Polizisten unter Generalverdacht stellen, ist das halt so. Andersherum hat man damit ja auch keine Probleme (siehe zum Beispiel Vorratsdatenspeicherung, die aus den Reihen der Polizei gerne mal befürwortet wird).

  11. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: User_x 04.08.19 - 07:37

    Ja Hauptsache ein Schuldiger, und wenn's der falsche ist, muss er besser auf seinen Internetzugang Aufpassen.

    Andererseits kenne ich sowohl Polizisten die Kiffen als auch welche die die AfD favorisieren weil die mit dem Berufsalltag nicht zurechtkommen.

    Es sind trotz Beamtenstatus eben Menschen die ihre Kompetenzen ausnutzen, dagegen können nur geregelte Vorgaben helfen.

  12. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: konsolent 04.08.19 - 08:21

    internet basiert generell auf Neugier.
    die „unschuld“ von Polizisten muss man dabei garnicht reklamieren.

    Gier btw soll zu den 7 Todsünden der christlichen Glaubenslehre gehören



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.08.19 08:28 durch konsolent.

  13. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: theFiend 04.08.19 - 09:27

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es sind trotz Beamtenstatus eben Menschen die ihre Kompetenzen ausnutzen,
    > dagegen können nur geregelte Vorgaben helfen.

    So ist es. Es geht auch nicht darum Beamten pauschal Böswilligkeit oder sonstiges zu unterstellen, sondern schlicht darum das man mit SEHR einfachen Maßnahmen, wie hier vorgeschlagen, eine zufriedenstellende Transparenz für alle erreichen kann.

    Der Beamte weiss das sein Nachbar davon erfährt sollte er ihn abfragen, der Nachbar erfährt es, und im günstigsten Fall führt diese Transparenz dazu das ein solches System nicht weiter missbraucht wird...

    Und Helene Fischer bekommt halt neben vielen Heiratsanträgen auch viele Auskunftsbescheide der Polizei :D

  14. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: nasenweis 04.08.19 - 09:30

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich will das Verhalten der Beamten nicht entschuldigen. Aber wer selber
    > absulut regelkonform handelt, der darf sich entsprechend auch beschweren.

    Ach so, nur wer frei von Schuld ist darf den ersten Stein werfen? Na in deinem Staat möchte ich nicht leben.

  15. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: Kakiss 04.08.19 - 10:16

    Ich würde als Lösungsvorschlag auch nennen, dass nur bestimmte Polizisten dies dürfen.
    Dies würde das Problem nicht komplett zerstören, aber es eindämmen.

  16. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: theFiend 04.08.19 - 10:44

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde als Lösungsvorschlag auch nennen, dass nur bestimmte Polizisten
    > dies dürfen.
    > Dies würde das Problem nicht komplett zerstören, aber es eindämmen.

    Soweit ich weiss ist das System halt doch recht zentral. Also darauf wird bei einer Verkehrskontrolle genauso zugegriffen wie bei einer Anzeige die erstellt werden muss usw. usf.
    Insofern ist es wohl nicht praktikabel da Polizisten "auszusperren" und es beträfe nur einen sehr geringen Prozentsatz.
    Interessanter wäre da sicher eher die "Datentiefe" zu beschränken. Also bei Verkehrskontrollen auch nur relevante KFZ Zulassungs und Halterdaten freizugeben.

    Davon ausgenommen sind dann natürlich immer Dinge wie laufende Haft- und Strafbefehle usw...

  17. so herrlich unschuldig

    Autor: Anonymer Nutzer 04.08.19 - 10:54

    KloinerBlaier schrieb:
    > Wie wäre es mit folgendem Verfahren:
    > Sobald ein Polizist die Daten abfragt, bekommt die Person ein Schreiben,
    > welches Sie darüber in Kenntnis setzt.

    Bürger bekommen nicht mal "ein Schreiben" wenn sie abgehört wurden, obwohl das Gesetz dies vorschreibt.
    Diese Praxis landete mal vor Gericht, und die Richter akzeptierten das dies aufgrund der vielen Abhöraktionen ein zu grosser Aufwand wäre, und das es ausserdem "die Bürger verunsichern würde" - den Spruch hat DieMisere nicht erfunden.

    https://netzpolitik.org/2013/bestandsdaten-auser-kontrolle/

  18. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: ccmomi 04.08.19 - 11:20

    Faksimile schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Akzeptiert, wenn z.B. für jedes KFz dann ein Fahrtenschreiber mit
    > Fahrerkennung (Führerschein) und 0,2% Toleranz pro Datum verwendet wird,
    > der alle Fahrten aufzeichnet und automatisch an die Aufsichtsbehörden
    > übermittelt. Aufgezeichnet wir Datum, Uhrzeit auf die 10stel Sekunde und
    > zugehörige Position.
    > Ach so. damit wird dann auch möglich jede Verfehlung an Geschwindigkeit
    > etc. sofort festzustellen.
    >
    > Du willst jederzeit die Polozisten konttrollieren, dann geht das
    > andersherum aber ebenso.
    >
    > Ich will das Verhalten der Beamten nicht entschuldigen. Aber wer selber
    > absulut regelkonform handelt, der darf sich entsprechend auch beschweren.


    Nein. Die Polizei ist dazu da, Recht und Gesetz durchzusetzen. Dementsprechend kann man erwarten, dass diese sich entsprechend verhalten.
    Dies setzt keinen Polizisten einem Generalverdacht aus, sondern hilft den weißen Schafen beim aussondern der schwarzen Schafe.
    Das ist wie mit Blitzanlagen für Rotlicht- und/oder Geschwindigkeitkeitsverstößen. Diese schwarzen Schafe werden geblitzt und die weißen schafe werden nicht aufgenommen.
    Genau so ist es, wenn man die Verwaltungsnummer/Ermittlungszeichen/Aktenzeichen etc bei einer Abfrage angeben muss. Die die ein berechtigtes dienstliches Interesse an den Daten haben, dürfen diese auch bekommen, alle anderen nicht.

  19. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: Emulex 04.08.19 - 11:32

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Andererseits kenne ich sowohl Polizisten die Kiffen als auch welche die die
    > AfD favorisieren weil die mit dem Berufsalltag nicht zurechtkommen.
    >

    Welcher Berufsalltag führt denn dazu, dass man die AfD favorisiert?

  20. Re: Mein Lösungsvorschlag

    Autor: theFiend 04.08.19 - 11:39

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Welcher Berufsalltag führt denn dazu, dass man die AfD favorisiert?

    Es gibt sogar ganze Forschungsfelder die sich damit beschäftigen das man in Jobs die sich Beruflich mit bestimmten Problemgruppen beschäftigen, dazu neigen kann entsprechend selektiv Wahrzunehmen und in folge dessen Parteien zu wählen die auf eben jende Problemstellung besonders eingehen.

    Unter anderem deshalb ist die AfD/CDU Wählerquote unter Polizisten mit Sicherheit höher als als in anderen representativen Gruppen.

    Aber bitte, wenn das jetzt jemand diskussionswürdig findet, bitte in nem anderen Thread. Der tolle Lösungsvorschlag hier soll deshalb nicht aufm Bolzplatz landen!

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