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Mal von der anderen Seite betrachten

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  1. Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: chefin 08.10.19 - 11:58

    Unabhängig vom moralischen Aspekt, der ausreichend beleuchtet wurde hier.

    Was genau macht China da? Im Prinzip nichts anderes wie wir, nur auf anderem Weg. Die Zukunft gehört den Kopfarbeitern, also müssen wir mehr Kopfarbeiter produzieren. Schliesslich sollen mal Maschinen die Fleissarbeit übernehmen.

    Nur wir machen es so, das wir die Anforderungen nach unten schrauben, so das am Ende mehr Kopfarbeiter rauskommen. China schraubt den Ehrgeiz nach oben. Moralisch sicherlich nicht unbedingt oberstes Niveau. Aber im Ergebniss wohl nicht so schlecht.

    Was aber beide vergessen: die Zukunft dieser Menschen wird noch keine Roboterwelt sein. Wir werden trotz aller Anstrengungen bzgl KI den Menschen als Arbeitstier noch viele Generationen lang brauchen. 80% unserer Human Rechenkapazität geht in visuelle Auswertung. Nur 20% für den ganzen Rest. Und nichtmal da können uns Computer das Wasser reichen.

    Computer gehen Dinge anders an. Sie können einzelne Vorgänge extrem schnell. Aber nur diesen einen Vorgang. Wir können alles etwas langsamer aber dafür 100.000 Vorgänge gleichzeitig (und wer das nicht glaubt, sollte mal ein Körperbiologisches Buch lesen). Natürlich sind viele Sachen eher nebensächliche Aufgaben. Virenabwehr durch das Immunsystem, Versorgungswege "manipulieren" um Sauerstoff und Zucker an die richtigen Stellen zu bringen, Atmen, Herzschläge, Muskelbewegungen, Verdauungsoperationen, Botenstoffe produzieren, einsetzen, rausfiltern, Schadstoffe filtern. Ja, nicht alles macht unser Hirn, aber eine KI hat auch tausende Prozessoren und noch viel mehr Hilfsprozessoren (jede Festplatte, jede Schnittstelle, jeder Speicherchip hat seinen eigenen Controller mit Firmware).

    Also wird am Ende das Chinesische System hochintelligente studierte Strassenkehrer und Mülleimerleerer hervorbringen. Wir setzen da nur Durchnschittlich Intelligente Akademiker ein dafür. Und das mag nun anecken oder gar beleidigend wirken, aber derjenige der das meint muss mir mal erklären, woher die Hilfsarbeiter kommen sollen, wenn fast alle Schüler Abi machen. Bisher ist jeder Versuch, Mülltonnen automatisch aufzunehmen gescheitert. Wie vor 100 Jahren rennt ein Mann von Mülltonne zu Mülltonne und bringt sie zum Fahrzeug.

  2. Re: Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: /mecki78 08.10.19 - 12:17

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also wird am Ende das Chinesische System hochintelligente studierte
    > Strassenkehrer und Mülleimerleerer hervorbringen.

    Chinas Hauptziel ist die komplette Kontrolle des Bürgers, siehe
    https://www.golem.de/news/china-die-aaa-buerger-1712-131477.html

    Dumme Menschen sind leichter zu kontrollieren als Intelligente, ergo hat China gar kein Interesse massig hoch-intelligente Menschen heranzuzüchten, weil die werden sich nicht mehr sehr lange wie Nutzvieh von ihrer eigenen Regierung behandeln lassen.

    Du denkst es geht hier um Intelligenz? Ich sage dir, es geht hier um Gehorsam. Es geht hier das Verhalten im Unterricht zu beobachten und die besonders folgsamen zu belohnen und alle die, die sich widersetzen oder kreative Freigeister gleich mal auszusortieren, weil solche Leute kann die chinesische Staatsführung halt so gar nicht gebrauchen. Intelligenz ist gut, aber nur gepaart mit einem hohen Maß an Unterwürfigkeit, Gehorsam und Linientreue.

    Die Chinesen machen also mitnichten das Gleiche wie wir. Den Chinesen geht es nicht um die technologische Zukunft, den geht es um den Erhalt der Macht der Obrigkeit, was in der heutigen Zeit immer schwieriger wird, weswegen man hier zu immer drastischeren Mitteln greifen wird, allerdings wenn möglich gewaltfreien, denn auch wenn Gewalt ein effektives Mittel der Unterdrückung ist, es ist zu offensichtlich, die Menschen durchschauen es zu schnell und auf Dauer schürt Gewalt nur Gegengewalt, die irgendwann die Obrigkeit stürzen würde. Also greift man zu subtileren und wahrscheinlich sogar effektiveren Methoden.

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.10.19 12:20 durch /mecki78.

  3. Re: Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: chromax 08.10.19 - 14:50

    Vergiss hingegen auch nicht das Japan sowas bereits seit Jahrzehnten macht mit einem menschenfeindlichen Schulsystem und sie sind nach wie vor nicht führend in der Welt. Im Gegenteil, die Innovationen kommen aus dem Hippiestaat Kalifornien.

    Intelligenz ist nicht wichtig, Kreativität ist die Triebfeder für alles. Und diese entsteht durch Selbstwert-bewusste Menschen, nicht durch Staatstreue Lemminge.

    Lustig ist ja das vermutlich kein erwachsener Chinese sowas mit sich machen möchte, nicht mal Herr Ping selbst, aber den wehrlosen Kindern tut man es an für ein höheres Ziel.


    Übrigens Kreativität, du kannst bei deinen Mülltonnen auch über den Tellerand schauen. In Stockholm hat man ein unterirdisches Leitungssystem mit Hochdruck erprobt für Müll. Der Müllwagen muss nicht durch die Gegend fahren. Und für alle anderen Jobs: wenn man ordentlich zahlt, wird jeder Job gemacht. Da liegt eher das Problem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.10.19 14:54 durch chromax.

  4. Re: Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: mushid0 08.10.19 - 17:45

    Schulisches wissen ist wirklich nicht annähernd alles was man später im leben gebrauchen kann. Wenn man sich mal anschaut wie viele chinesen defizite in zwischenmenschlichem, ehrlicher Und offener kommunikation, ausdrücken und ausleben von gefühlen oder kritik sowohl mit fremden als auch in der familie oder beziehung und dort auch bzgl körperlichkeiten haben... und Kreativität wird meiner meinung nach eher durch solche kompetenzen gefördern, nicht durch auswendiglernen von dingen die man nach der klassenarbeit nie wieder braucht

  5. Re: Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: Hanneskannes 08.10.19 - 21:56

    Ach..... so kann man das mit der Mülltonne nicht sagen! Natürlich kann ich die vollautomatisch aufnehmen lassen. Aber natürlich muss der entsprechende Mensch dahin gehend konditioniert werden, dass er die Tonne genau so hinstellt, wie die Maschine das braucht.

    Bei uns werden solche Tonnen dann halt einfach geleert.... ganz einfach. Das macht dann bei nächsten Mal keiner mehr falsch....

  6. Re: Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: SJ 09.10.19 - 06:19

    mushid0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich mal anschaut wie viele chinesen
    > defizite in zwischenmenschlichem, ehrlicher Und offener kommunikation,
    > ausdrücken und ausleben von gefühlen oder kritik sowohl mit fremden als
    > auch in der familie oder beziehung und dort auch bzgl körperlichkeiten
    > haben...

    Welche Defizite meinst du? Oder sind das gefühlte Defizite die aus deiner Weltansicht herauskommen?

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  7. Re: Mal von der anderen Seite betrachten

    Autor: cpt.dirk 14.10.19 - 19:34

    > Du denkst es geht hier um Intelligenz? Ich sage dir, es geht hier um Gehorsam.

    Ich meine, es geht um beides:

    Ein frühzeitiges Einimpfen bedingunslosen und widerstandslosen Gehorsams und die Heranzüchtung von Heerscharen an erfinderischen, bzw. produktiven Zwergen, die das "Erfolgsmodell China" in alle Welt hinaustragen und dort manifestieren helfen - oder, um wertvolle Informationen nach Hause zu tragen.

    Vielleicht wird es künftig bei Assessment Zentren mehr versteckte "Gesinnungsfragen" geben, wie zu Scientology.

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