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Alles keine Alternative

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  1. Alles keine Alternative

    Autor: chefin 11.10.21 - 15:26

    Nicht das er nicht ans Ziel damit kommt, aber es wird weiterhin das Knowhow genau dieser Firmen genutzt die er wegblocken will.

    Solange das sich im kleinen 1stelligen Bereich bewegt, passt das schon. Ich würde aber meinen Arsch drauf verwetten, das ab 10% Google und Co solche Anbieter einfach aussperrt. Ihnen keine Ergebnisse mehr gibt. Entweder man gibt seine Daten für Leistung oder man muss die Leistung auf das Mass der gelieferten Daten zurück fahren.

    Dazu kommt, das alle alternativen Suchanbieter sich irgendwie finanzieren müssen. Und schaut man genau hin, stellt man fest, das große Geldmengen von Google kommen. Die kaufen dort Profile ein, Auswertungen wie die Zusammenhänge sind. Sie kaufen also die fertigen Ergebnisse, damit ist man "perfekt" anonymisiert, aber weiterhin statistisch erfasst.

    OpenStreetMap zb krankt an Fehlinfos, die gezielt eingebracht werden. Menschen die ihrer Strasse ein Sperrschild verpassen, das nicht existiert. Die erklären, das Autos dort nicht fahren dürfen, was dazu führt das das Routing es nicht nutzt. Ist nicht gerne gesehen, wird dann auch entfernt, aber zeigt, wohin der Weg geht. Siehe Wikipedia und die Baerbock. Es wird zur Selbstdarstellung bis hin zur Lüge genutzt und hemmungslos editiert. Dein Routing basiert dann auf Kartendaten die sich alle 5 Minuten ändern und nicht dem realen Zustand entsprechen sondern dem Gewünschten.

    Auch der Autor macht den Fehler, zu meinen das Internet sei Umsonst. Die ganze Arbeit machen irgendwelche Menschen in ihrer Freizeit nebenbei. Und dort wo Geld fliest, wie bei den zig tausenden Angestellten dieser Konzerne, sollen das irgendwelche bezahlen. So ne Art Pauschalgebühr auf alle Waren und Consumartikel und das bitte gleichmässig auf alle verteilen. So ist es aber nicht. Manche nutzen mehr manche weniger, man sollte da differenzieren. Wer mehr nutzt, sollte mehr Daten geben(müssen)

    Wer keine Daten geben will, sollte es nicht nutzen. Und die "Alternativen" die nur als Proxy fungieren sind sich selbst zu bescheissen. Man verteilt seine Daten nur, mal hier mal da, erschwert das zusammen führen und das man persönlich in den Daten erkennbar wird. In 20 Jahren wird das entweder alles Kostenpflichtig oder man muss hochwertige Daten liefern, die hochwertige Werbung ermöglichen, damit es Nutzbar bleibt.

    Damit gewinnen wir garnichts, wir leisten sogar noch Vorschub, das sich wirkliche Alternativdienste nicht etablieren, weil wir Google indirekt verwenden. Jeder DuckDuckGo verwendet, verhindert damit das sich ein Alternativer Suchdienst durchsetzen kann. Nichtmal Microsoft mit seinen Finanzmitteln schafft es noch gegen Google anzukommen. Bing ist nichtmal ansatzweise so viel wert wie Google. Apple hat ein paar Asse im Ärmel mit seiner starken Kundenbindung und schafft deswegen ein Gegengewicht. Aber das fühlt sich eher so an, wie der Unterschied zwischen erhängt und erschossen.

    Alternativen gehen anders und bedeuten erstmal ziemlich viel Komfortabstriche. Dazu ist scheinbar keiner bereit, selbst so ein enthusiastischer Datenschützer wie der Autor des Artikels. Ihm gehts auch nur drum, über irgendwelche Proxys sich Leistungen zu erschleichen, die nicht umsonst sein können.

  2. Re: Alles keine Alternative

    Autor: Tobiaspr 11.10.21 - 19:03

    Das habe ich mir auch gedacht, zudem z.B. Signal meines Wissens nach komplett auf der Google Cloud läuft. Wird zwar nicht getrackt ist aber auch ein Google Service.

  3. Re: Alles keine Alternative

    Autor: dh99 11.10.21 - 19:07

    Und was waere als reale Alternative besser?

  4. Re: Alles keine Alternative

    Autor: Vögelchen 11.10.21 - 19:22

    dh99 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was waere als reale Alternative besser?

    Google einfach dort weiter nutzen, wo es hilfreich ist und dabei nicht unnötig Daten speichern lassen. Beim Browser also beispielsweise Cookies und co bei jedem Beenden löschen und nicht bei Google anmelden.

    Denn sind wir mal ehrlich: Die ganz großen Verbrechen gegen das Volk mit den Nutzerdaten wie bei Facebook (Cambridge-Analytika, Unterstützung für Trump, Johnson und den Brexit) sind doch wohl bei Google nicht bekannt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.21 19:24 durch Vögelchen.

  5. Re: Alles keine Alternative

    Autor: Prof.Dau 12.10.21 - 01:52

    Oh ja, seien wir doch mal ehrlich, Google ist lieb.
    Im übrigen ist es doch nicht meine, dem Nutzer seine Schuld, wenn Google seinen Dienst kostenfrei hergibt. Wer zwingt mich denn meine Daten mit Google zu teilen? Fast alle Webseiten, und wer noch? Jede Menge apps.
    Lustig dann Google.verteidigen zu wollen. Der Konzern hat so unglaublich viel Einfluss und Macht, ganz ähnlich wie Amazon und Apple. Dies ausblenden wollen und die Schuld dem Nutzer zu geben ist doch absurd!
    Wenn der oder die Konzerne meinen es kostenfrei anbieten zu müssen, kann ich es auch datensparsam über alternativen nutzen. Zum Beispiel auch ganz simpel via Tor.

  6. Re: Alles keine Alternative

    Autor: Extrawurst 12.10.21 - 03:47

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nicht das er nicht ans Ziel damit kommt, aber es wird weiterhin das Knowhow
    > genau dieser Firmen genutzt die er wegblocken will.
    >
    > Solange das sich im kleinen 1stelligen Bereich bewegt, passt das schon. Ich
    > würde aber meinen Arsch drauf verwetten, das ab 10% Google und Co solche
    > Anbieter einfach aussperrt.

    Na und? Dann gehen die Proxies halt zu Bing. Die freuen sich über die Publicity.

    > Dazu kommt, das alle alternativen Suchanbieter sich irgendwie finanzieren
    > müssen. Und schaut man genau hin, stellt man fest, das große Geldmengen von
    > Google kommen. Die kaufen dort Profile ein, Auswertungen wie die
    > Zusammenhänge sind. Sie kaufen also die fertigen Ergebnisse, damit ist man
    > "perfekt" anonymisiert, aber weiterhin statistisch erfasst.

    Viel zu pauschalisierend, trifft längst nicht auf alle zu.

    > OpenStreetMap zb krankt an Fehlinfos, die gezielt eingebracht werden.
    > Menschen die ihrer Strasse ein Sperrschild verpassen, das nicht existiert.
    > Die erklären, das Autos dort nicht fahren dürfen, was dazu führt das das
    > Routing es nicht nutzt. Ist nicht gerne gesehen, wird dann auch entfernt,
    > aber zeigt, wohin der Weg geht. Siehe Wikipedia und die Baerbock. Es wird
    > zur Selbstdarstellung bis hin zur Lüge genutzt und hemmungslos editiert.
    > Dein Routing basiert dann auf Kartendaten die sich alle 5 Minuten ändern
    > und nicht dem realen Zustand entsprechen sondern dem Gewünschten.

    Ja, aber auch für die Navigation gilt: Es gibt nicht nur Google Maps und OpenStreetMap.


    >
    > Auch der Autor macht den Fehler, zu meinen das Internet sei Umsonst. Die
    > ganze Arbeit machen irgendwelche Menschen in ihrer Freizeit nebenbei. Und
    > dort wo Geld fliest, wie bei den zig tausenden Angestellten dieser
    > Konzerne, sollen das irgendwelche bezahlen. So ne Art Pauschalgebühr auf
    > alle Waren und Consumartikel und das bitte gleichmässig auf alle verteilen.
    > So ist es aber nicht. Manche nutzen mehr manche weniger, man sollte da
    > differenzieren. Wer mehr nutzt, sollte mehr Daten geben(müssen)

    Ich sehe nicht, wo der Autor das behauptet. Und ganz ehrlich, ich kann dieses "wer das Internet kostenlos will, soll halt seine Privatsphäre hergeben" nicht mehr hören. Das Internet hat am Anfang - werbefinanziert - auch ohne diese Datensammelei funktioniert. Klassische Werbung gern, kein Problem. Aber diese Spionage, nur damit ein Werbebanner 0,5% mehr geklickt wird? Ne danke.

    Ich kaufe es Google und sonstigen Tracking-Apologetikern einfach nicht ab wenn sie behaupten, es gäbe nur die Wahl zwischen kostenlos mit trackender Werbung, oder kostenpflichtigen Paywalls. Die Geschichte des Internets selbst ist der realexistierende Gegenbeweis, dass man auch mit nicht-trackender Werbung Geld verdienen und wachsen kann.

    Aber wahrscheinlich sind heutzutage genug Menschen mit dem kommerziellen Internet aufgewachsen, dass sie das einfach nicht wissen - und es sich auch gar nicht vorstellen können. Dann kann man sich die vermeintliche "Alternativlosigkeit" trackender Werbung natürlich einreden lassen.

    > Wer keine Daten geben will, sollte es nicht nutzen. Und die "Alternativen"
    > die nur als Proxy fungieren sind sich selbst zu bescheissen. Man verteilt
    > seine Daten nur, mal hier mal da, erschwert das zusammen führen und das man
    > persönlich in den Daten erkennbar wird. In 20 Jahren wird das entweder
    > alles Kostenpflichtig oder man muss hochwertige Daten liefern, die
    > hochwertige Werbung ermöglichen, damit es Nutzbar bleibt.

    In 20 Jahren werden hoffentlich genug digital natives in der Politik sitzen, die Google & co endlich mal an die Ketten legen - und nicht Googles Monopol noch unfreiwillig durch Schwachsinn wie dem "Leistungsschutzrecht" stärken. Falls das nicht passiert, kann man die digitale Zukunft sowieso knicken, denn auf Druck des Endanwenders kann man ja nicht hoffen, zu viele interessiert das Thema nicht - oder sie schätzen die Bequemlichkeit mehr als den Datenschutz. Als überzeugter Liberaler bin ich nur sehr schwer für Regulierungen zu haben, aber bei den digitalen US-Leviathanen ist Regulierung einfach unausweichlich, wenn das Internet der Zukunft halbwegs fair, wettbewerbsorientiert und frei sein soll. Das Rockefeller-Imperium wurde auch selbst von den eigentlich liberalen USA zerschlagen, weil irgendwann mal sogar der flexibelste Bogen überspannt ist.

    > Damit gewinnen wir garnichts, wir leisten sogar noch Vorschub, das sich
    > wirkliche Alternativdienste nicht etablieren, weil wir Google indirekt
    > verwenden. Jeder DuckDuckGo verwendet, verhindert damit das sich ein
    > Alternativer Suchdienst durchsetzen kann.

    DDG nutzt Bing als Quelle (steht auch so im Artikel).

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