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  5. › Datenschutz: Kritik an Wahlkampf-App…

Adressen und Koordinaten schützenswert?

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  1. Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: hepisec 15.08.19 - 13:16

    Google Maps spuckt mir zu fast jeder Adresse einen Koordinaten-Punkt aus, das würde ich also mehr oder weniger als öffentliche Daten betrachten.

    Die Info, ob die Tür geöffnet wurde oder nicht, dient ja auch nur dazu, den Fortschritt des Wahlkampfes in einem Gebiet zu prüfen.

    Wer sich daran stört, der sollte sich auch daran stören, dass die Wahlkämpfer überhaupt ungefragt an Haustüren klingeln dürfen. Wo bleibt das Opt-In zur Teilnahme am Wahlkampf durch den Wähler?

    Ok, man könnte natürlich auch weniger Daten erheben, z.B. welche Straße bis zu welcher Hausnummer von den Wahlkämpfern besucht wurde. Bei geschlossener Tür wird halt ein Flyer in den Briefkasten gesteckt. Aber ich würde aus dem derzeitigen Vorgehen trotzdem kein Datenschutz-Drama machen.

  2. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: eidolon 15.08.19 - 13:30

    Wahlkampf darf halt alles. Da kann man auch mal alle Städte des Landes mit Papiermüll und die Landschaft verschandelnden Plakaten vollballern, die ein paar Tage später dann auf den Müll kommen.

  3. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: taschenorakel 15.08.19 - 13:51

    eidolon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wahlkampf darf halt alles.

    Zum Beispiel sich als seriöse wissenschaftliche Studie ausgeben, obwohl es einfach nur eine politische Stellungsnahme mit dem Ziel jemanden zu verunglimpfen ist. Hausnummern sind seit eh und je in den Grundbuchkastern mit exakter geographischer Lage verknüpft. Mittlerweile sogar bequem online abrufbar: https://bb-viewer.geobasis-bb.de/?projection=EPSG:25833&center=368078,5806719&zoom=11&bglayer=1&layers=null

    @golem: Ganz schwach, wie leicht Ihr euch instrumentalisieren lasst.

  4. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: Tantalus 15.08.19 - 14:11

    taschenorakel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hausnummern sind seit eh und je in den Grundbuchkastern
    > mit exakter geographischer Lage verknüpft. Mittlerweile sogar bequem online
    > abrufbar: bb-viewer.geobasis-bb.de

    Verknüpft mit der Information "wie Positiv der Kontakt war" wird das aber schon wieder eine ganz andere Hausnummer.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  5. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: DieSchlange 15.08.19 - 14:14

    Gewisse Geodaten und Metadaten sind nach EU Richtlinie "Inspire" öffentlich zugänglich zu machen.
    Für Deutschland gilt die GDI.

    Personenbezogene Daten dazu erheben ist ohne klaren Auftrag einer öffentlichen Behörde nicht erlaubt und ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetzes.

    Ansonsten brauch man die schriftliche Einwilligung der Personen, deren Daten erhoben werden.

  6. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: ayngush 15.08.19 - 14:23

    Adressen und Koordinaten werden unmittelbar besonders schützenswert, wenn sie mit politischen Ansichten auch nur im Ansatz verknüpft werden können und gar so verknüpft abgespeichert werden.

    Spricht: Du willst bei Google Maps auf der Karte bei den Häusern nicht stehen haben "AFD-Sympathisanten" oder "Bündnis 90/Die Grünen-Sympatisanten", nur weil mal irgendwo die CSV-Daten der jeweiligen Wahlkampf-Apps für alle zugänglich in einem Amazon Web Service gespeichert werden (weil App und so...)

  7. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: User_x 15.08.19 - 14:24

    Weil der genaue Wohnort von Sarah Connor dem SkyNet nicht bekannt war, mussten unschuldige Sarah's dran glauben und wurden vom Terminator eliminiert...

  8. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: burzum 15.08.19 - 14:43

    hepisec schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Info, ob die Tür geöffnet wurde oder nicht, dient ja auch nur dazu, den
    > Fortschritt des Wahlkampfes in einem Gebiet zu prüfen.

    Wenn die Daten abhanden kommen, was ja niemals passiert wie wir alle wissen, kann man grob Rückschlüsse darauf ziehen wann ein Straßenzug oder gar Haus eventuell gerade verlassen sein könnte oder nicht.

    Außerdem sehe ich ein Problem in der subjektiven Kontaktbewertung. Schön das das anonymisiert wird. Wann und wo? Werden die Daten nicht wirklich irgendwo gespeichert? Werden sie nur anonymisiert angezeigt? Man stelle sich vor so nette linksextreme Gruppen, die den Grünen sehr nahe sind, wie die Antifa, bekommen die Daten. Plötzlich wird dann eine Straße eine "Nazistraße"? Was wenn jemand schrieb: "Unfreundlich, sagt wählt AfD" dann brennt die Hütte, nicht nur metaphorisch?

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.19 14:44 durch burzum.

  9. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: fg (Golem.de) 15.08.19 - 14:48

    Hallo!

    Es geht nicht darum, dass die Adressen und GPS-Daten an sich geschützt sind. Es geht um die Frage, ob und wie diese Daten mit den Ergebnissen der Haustürbesuche verknüpft werden dürfen.

    Viele Grüße

    Friedhelm Greis
    Golem.de

  10. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: DieSchlange 15.08.19 - 15:36

    fg (Golem.de) schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hallo!
    >
    > Es geht nicht darum, dass die Adressen und GPS-Daten an sich geschützt
    > sind. Es geht um die Frage, ob und wie diese Daten mit den Ergebnissen der
    > Haustürbesuche verknüpft werden dürfen.
    >
    > Viele Grüße
    >
    > Friedhelm Greis
    > Golem.de

    Gewisse Geodaten und Metadaten sind nach EU Richtlinie "Inspire" öffentlich zugänglich zu machen.
    Für Deutschland gilt die GDI.

    Personenbezogene Daten dazu erheben ist ohne klaren Auftrag einer öffentlichen Behörde nicht erlaubt und ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetzes.
    Beispiel: statistische Ämter oder Einwohnerämter fragen die Einwohnermeldordungsdaten ab, jeder Zugriff wird dabei protokolliert. Ist erlaubt.

    Ansonsten brauch man die schriftliche Einwilligung der Personen, deren Daten erhoben werden.
    Beispiel: Kundenkarteien von Netzanbietern sind solche Daten mit Adressverknüpfung, dürfen auch niemals an dritte gelangen aber meist über den vertrag geregelt, dass sie diese speichern dürfen.

    Also müsste es klar sein, dass die Erhebungen solcher Daten wie die Parteien es machen rechtlich nicht in Ordnung ist, sofern keine schriftliche Einwilligung der Personen vorliegt.
    Ob ein Vertsoß des Wahlgeheimnisses vorliegt, sollte auch geklärt werden, die Art der Erhebung sollte auch geprüft werden, nicht dass die Personen zu Antworten genötigt werden.

    Edit:
    Möglich wäre es großräumig zu gliedern und nicht adressbezogen zu erheben und auszuwerten und diese Daten zu nutzen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.08.19 15:40 durch DieSchlange.

  11. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: taschenorakel 15.08.19 - 18:06

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Verknüpft mit der Information "wie Positiv der Kontakt war" wird das aber
    > schon wieder eine ganz andere Hausnummer.

    Hui, ich glaube wir sollten dann ganz dringend das Verwenden von Gehirnen verbieten, denn auch ohne App merkt man sich ganz schnell, wo man beim Wahlkampf eher freundlich oder eher ablehnend empfangen wurde.

  12. Re: Adressen und Koordinaten schützenswert?

    Autor: chewbacca0815 16.08.19 - 09:21

    ayngush schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Adressen und Koordinaten werden unmittelbar besonders schützenswert, wenn sie mit politischen Ansichten auch nur im Ansatz verknüpft werden können und gar so verknüpft abgespeichert werden.

    Genau das wollen doch diese Blockwarte 4.0 wissen. Anderer Meinung zu sein als die Meinungsinhaber war schon immer gefährlich und wird damit nur noch gefährlicher.
    Wundert mich im Geringsten, dass ausgerechnet die Verbotspartei hinter dieser Art von Blockwartmentalität steckt.

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