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Daten löschen lassen?

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  1. Daten löschen lassen?

    Autor: Racer 30.03.21 - 14:48

    Mal davon ausgehend, dass der Verkauf ganz oder teilweise stattfindet, hätten wir dann nicht ein Anspruch auf Löschung unserer Daten?

  2. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: mke2fs 30.03.21 - 15:09

    Warum?
    Das Unternehmen verkauft ja nicht die Daten, sondern das Unternehmen wird verkauft.
    Du hast dem Unternehmen (indirekt) erlaubt deine Daten zu verarbeiten und das ändert sich durch den Wechsel des Eigentümers nicht.

    Das Perfide an der Schufa ist das sie durch die DSVGO zulässig ist, denn Daten die zum Zwecke des Geschäftsbetriebes notwendig sind dürfen gespeichert werden.
    Der Geschäftszzweck der Schufa ist es Daten über dich vorzuhalten, man kann also nicht mal die Löschung verlangen.
    Wobei die Frage wäre wann eigentlich die Geschäftsbeziehung mit denen endet? Denn dann müssten sie sie löschen, schließlich sind sie dann nicht mehr zur Erbringung der Leistung nötig.

  3. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Oktavian 30.03.21 - 15:47

    > Wobei die Frage wäre wann eigentlich die Geschäftsbeziehung mit denen
    > endet?

    Im Normalfall hast Du keine Geschäftsbeziehung mit der Schufa, es sei denn, Du nutzt deren Portale oder ähnliches. Deine Gläubiger haben eine Geschäftsbeziehung, und denen erlaubst Du, Deine Daten an die Schufa zu übermitteln (bzw. sie informieren Dich darüber, dass sie dies aus berechtigtem Interesse tun werden).

    > Denn dann müssten sie sie löschen, schließlich sind sie dann nicht
    > mehr zur Erbringung der Leistung nötig.

    Das tun die Schufa auch, wenn die Geschäftsbeziehung endet. Wenn Du beispielsweise ein Girokonto, eine Kreditkarte oder einen Handyvertrag kündigst und er final abgerechnet ist, wird er bei der Schufa nach drei Jahren taggenau gelöscht. Diese Frist wurde so von den Landesdatenschützern als angemessen genehmigt.

    Ich habe mir kürzlich nochmal eine Datenauskunft geholt, es steht tatsächlich erstaunlich wenig drin.

  4. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: chefin 30.03.21 - 16:04

    Muss auch nichts drin stehen. Es wird ein Score gebildet deiner Kreditwürdigkeit aufgrund der bisherigen Daten. Durch das Scoring wird sowas wie ein Hashwert erzeugt, der nicht rückrechenbar auf die ursprünglichen Daten ist.

    Dieser Wert reicht aber zu beurteilen was Sache ist. Völlig ohne deine Datenhistorie. Die kann man dann auch bequem löschen, man braucht sie eh nicht mehr.

  5. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: /mecki78 30.03.21 - 16:05

    Racer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mal davon ausgehend, dass der Verkauf ganz oder teilweise stattfindet,
    > hätten wir dann nicht ein Anspruch auf Löschung unserer Daten?

    Du hast immer Anspruch auf die Löschung. Laut DSGVO darfst du das immer und jederzeit verlangen, dafür braucht es keinen Grund. Und wenn du da verlangst, dann macht die Schufa das auch. Du kannst aber nicht verlangen, dass sie einzelne Einträge löscht, du kannst nur eine Gesamtlöschung verlangen.

    Das kann sich aber sehr negativ auswirken: Denn es gibt nur zwei Arten von Menschen, die nicht bei der Schufa auftauchen, die, die noch nie aktiv waren, also bisher weder ein Girokonto noch einen Handyvertrag oder andere laufenden Verträge besitzen (komplett Frischlinge, unerfahren -> Risikokunden) und die, die ihre Einträge haben löschen lassen (vielleicht wegen negativen Einträgen? -> Hochrisikokunden). Da nicht aufzutauchen kann negativer aufgefasst werden, als dort mit einem negativen Eintrag aufzutauchen.

    Entsprechend schlecht fällt dann auch dein Score aus, denn wer ein Girokonto und einen Handyvertrag hat, der bekommt einen besseren Score als jemand, der nichts davon hat ("so was hat doch jeder vernünftige Mensch heute, warum du nicht? Das stimmt doch was nicht mit dir"). Gar keine Einträge zu haben gibt dicke Minuspunkte beim Score, denn das spricht nicht für deine Kreditwürdigkeit.

    Und die anderen Scorefaktoren kommen bei dir auch ohne Eintrag zu Anwendung, wenn dort nichts gespeichert ist (Alter, Geschlecht, Wohnort z.B. wird bei der Abfrage mit gesendet und fließt in die Scoreberechnung mit ein); d.h. irgend einen Score aus diesen Wert abzüglich der fetten Minuspunkte von oben wird trotzdem für dich gemeldet.

    Und wenn du dann aufgrund dessen dann abgelehnt wirst, kannst du nichts dagegen machen, denn deine Daten wieder auszunehmen, dazu kannst du die Schufa nicht zwingen. Dazu müsste deine Bank und dein Mobilfunkanbieter die Daten erneut übermitteln und die werden das aber nicht tun, weil warum sollten sie? Das macht nur Arbeit und produziert nur Kosten.

    Siehe hierzu auch:

    > Sie können gegenüber der Schufa also jederzeit Ihre Einwilligung widerrufen,
    > die Sie irgendwann sicher einmal bei einem Vertrag erteilt haben, und dies könnte
    > auch zur Löschung Ihrer Einträge führen.
    >
    > Aber: Es gibt auch Einträge, die ohne Einwilligung gespeichert werden können,
    > und überdies würde die Schufa dann gar keine Daten über Sie mehr übermitteln.
    >
    > Potenzielle Vertragspartner würden dann statt “negativer Eintrag”
    > nun mehr “keine Daten” über Sie erhalten, was mindestens genauso
    > zu einer Vertragsablehnung führt und das Problem also nicht löst.

    https://www.recht-freundlich.de/schufa/schufa-loeschung-dsgvo

    Da wäre ich also vorsichtig. So sehr ich das System der Schufa missbillige, solange Unternehmen ihre Entscheidungen auf deine Schufaauskunft stützen, musst du da mit machen oder Probleme sind vorprogrammiert.

    /Mecki

  6. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Michagnom 30.03.21 - 22:17

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe mir kürzlich nochmal eine Datenauskunft geholt, es steht
    > tatsächlich erstaunlich wenig drin.
    Viel steht bei mir auchnicht drin und ich hatte nochnie Schulden oder habe eine Zahlung verpasst. Alle Kredite die ich hatte wurden ordnungsgemäß zurückgezahlt (Wohnzimmer für die eigene Wohnung für etwa 5000¤, Auto mit 18 um zur Arbeit zu kommen bevor der ÖPNV fuhr) und stehen bereits nichtmehr in den Schufadaten.

    Allerdings bin ich für quasi jeden Lebensabschnitt umgezogen und wohnte dabei auch oft in nicht den besten Gegenden da sie einfach günstiger waren.

    Nun ist mein Score aber relativ bescheiden und ich kann mir das nur damit erklären, dass meine vielen Umzüge negativ (keinerlei Mietschulden) gewertet werden. In den Schufadaten stehen nichtmal alle Adressen aber was davon jetzt positiv und was negativ gewertet wird, weiß man halt nicht.

  7. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Oktavian 30.03.21 - 22:46

    > Allerdings bin ich für quasi jeden Lebensabschnitt umgezogen und wohnte
    > dabei auch oft in nicht den besten Gegenden da sie einfach günstiger
    > waren.

    Dem ist wohl tatsächlich so, häufiger Wohnungswechsel ist eher ein Merkmal für mäßige Bonität. Dabei ist die Adresse selbst gar nicht so entscheidend, Geoscoring findet nur in Ausnahmefällen statt, wenn sonst gar keine Daten vorliegen.

    Was auch oft ordentlich negativ reinhaut, ist eine Vielzahl von Konto, Kreditkarten, Handy-Verträgen, etc.

  8. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Racer 31.03.21 - 02:45

    Negative Einträge habe ich auch nicht. Auch hatte ich bisher nie Schulden und kam meinen Zahlungsverpflichtungen immer pünktlich nach.

    Allerdings stört es mich extrem, wenn Daten über mich erhoben werden ohne es verweigern zu können / dürfen, insbesondere wenn andere damit ihre Brötchen verdienen.

    Schon wenn ich hier lese "häufiger Wohnungswechsel ist ein Merkmal für mäßige Bonität" bekomme ich nen Anfall. Es geht der Schufa schlicht nichts an und noch viel weniger steht es denen zu dies negativ zu bewerten. Wenn dies lediglich als Hinweis vermerkt wird, ohne Beeinflussung des Score, dann wäre es noch okay. Ein häufiger Wohnungswechsel kann auch berufliche Gründe haben. Beispiel Bundeswehr, je höher der Dienstgrad, desto mehr muss man seinen Wohnort verlegen, bundesweit.

  9. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: supersux 31.03.21 - 03:17

    Racer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Negative Einträge habe ich auch nicht. Auch hatte ich bisher nie Schulden
    > und kam meinen Zahlungsverpflichtungen immer pünktlich nach.
    >
    > Allerdings stört es mich extrem, wenn Daten über mich erhoben werden ohne
    > es verweigern zu können / dürfen, insbesondere wenn andere damit ihre
    > Brötchen verdienen.

    Es werden ja keine Daten "einfach so" erhoben, daher brauchst du ja auch nicht verweigern. Vielmehr hast du im Rahmen des jeweiligen Vertragsabschlusses der Weitergabe an die Schufa ja zugestimmt.

    > Schon wenn ich hier lese "häufiger Wohnungswechsel ist ein Merkmal für
    > mäßige Bonität" bekomme ich nen Anfall. Es geht der Schufa schlicht nichts
    > an und noch viel weniger steht es denen zu dies negativ zu bewerten. Wenn
    > dies lediglich als Hinweis vermerkt wird, ohne Beeinflussung des Score,
    > dann wäre es noch okay.
    Wie von Oktavian geschrieben: Das Geoscoring wird ja nur angewendet, wenn die Schufa sonst rein gar nichts von dir weiß. Anders gefragt: wäre dir die Alternative "nicht feststellbar" mit entsprechendem Rating lieber?

  10. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: alpinlol 31.03.21 - 08:11

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was auch oft ordentlich negativ reinhaut, ist eine Vielzahl von Konto,
    > Kreditkarten, Handy-Verträgen, etc.

    Der häufige Wohnungswechsel ist in der Tat ein negatives Merkmal in der Schufa.

    Aber viele Konten und Kreditkarten nicht und wenn nur minimal.
    Hat bei mir nämlich keiner Einfluss gehabt, dass ich 4 Konten und 3 Kreditkarten habe. Von den Kreditkarten wird zwar nur eine regelmäßig belastet, da es im Ausland einfach deutlich praktischer ist als die EC-Karte.

    Auch laufende Hauskredite, KFZ Finanzierungen und Privatkredit für Umbauten oder Anschaffungen neuer Möbel hatten bislang nur sehr geringen Einfluss bei mir gehabt.

    Wird also nie gemahnt oder sonstiges schlechtes der Schufa gemeldet und man wechselt die Adresse nur alle 10 Jahre oder so ähnlich, scheint es fast unmöglich zu sein einen schlechten Score zu bekommen.

  11. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Oktavian 31.03.21 - 08:13

    > Allerdings stört es mich extrem, wenn Daten über mich erhoben werden ohne
    > es verweigern zu können / dürfen, insbesondere wenn andere damit ihre
    > Brötchen verdienen.

    Du kannst es verweigern, kein Problem. Nur Du musst dann damit rechnen, dass andere mit Dir keine Geschäfte machen wollen. Das kannst Du denen dann auch nicht verübeln. Man lernt schon im Kindergarten, Entscheidungen haben Konsequenzen.

    > Schon wenn ich hier lese "häufiger Wohnungswechsel ist ein Merkmal für
    > mäßige Bonität" bekomme ich nen Anfall. Es geht der Schufa schlicht nichts
    > an und noch viel weniger steht es denen zu dies negativ zu bewerten.

    Natürlich steht es ihnen zu, genau das ist ihr Job, auf Basis von Fakten (häufiger Wohnungswechsel) Vergleiche anstellen (wie verhalten sich andere, die häufig die Wohnung wechseln?) und daraus Prognosen erstellen.

    > Wenn
    > dies lediglich als Hinweis vermerkt wird, ohne Beeinflussung des Score,
    > dann wäre es noch okay.

    Warum? Genau das ist das Wesen des Scorings. Man bildet Vergleichsgruppen (Leute in Alter X, Geschlecht Y, Kreditstand Z, Historie A, Anzahl der Wohnungswechsel B, Anzahl der Konten C, Anzahl der Kreditkarten D). Dann schaut man, wie haben sich die Vergleichsgruppen entwickelt. Und daraus rechnet man eine Prognose für die einzelne Person, die man bislang nur wenig kennt.

    > Ein häufiger Wohnungswechsel kann auch berufliche
    > Gründe haben.

    Natürlich kann es das. Wenn das für die Vergleichsgruppe der häufigste Grund wäre, dann hätte er wenig Einfluss auf die Bonität. Berufliche Gründe scheinen aber eine eher untergeordnete Rolle zu spielen.

    > Beispiel Bundeswehr, je höher der Dienstgrad, desto mehr muss
    > man seinen Wohnort verlegen, bundesweit.

    Es seht dem Kreditgeber natürlich völlig frei, was er mit der Prognose macht. Aber er muss oft hunderte Anträge täglich bearbeiten. Aus seiner Perspektive ist es vollkommen okay, auch mal einen potentiell guten Kunden zu verlieren, wenn man sich dafür auf der anderen Seite keinen schlechte einhandelt. Ein einzelner schlechter Kunde macht einen locker das Geschäft mit tausend guten Kunden zunichte. Und wir haben Vertragsfreiheit, Du hast keinen Anspruch auf einen Kredit.

    Immer dran denken, Du bist nicht Kunde der Schufa, es ist eine Dienstleistung für Gläubiger, nicht für Kreditnehmer.

  12. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Oktavian 31.03.21 - 08:21

    > Aber viele Konten und Kreditkarten nicht und wenn nur minimal.

    Nicht mehr so sehr, das ändert sich. Früher war es exotisch, schon 2 Konten zu haben. Ab dem 3. wurde es echt merkwürdig. Wer also mehr als 2 Konten hatte, war ein komischer Vogel.

    Durch Aufkommen der Direktbanken, Broker und Co. ist es deutlich normaler geworden, auch seriöse Leute haben mehrere Konten und Kreditkarten, Leute mit guter Zahlungsmoral, und dadurch sinkt das Merkmal deutlich ab.

    > Auch laufende Hauskredite,

    Das lustige ist, meiner steht nicht mal drin. Hypothekendarlehen müssen nicht eingemeldet werden (können aber), da sie zu 100% gesichert sind und es faktisch kein Kreditausfallrisiko gibt.

    > KFZ Finanzierungen und Privatkredit für Umbauten
    > oder Anschaffungen neuer Möbel hatten bislang nur sehr geringen Einfluss
    > bei mir gehabt.

    Ein bestehender Kredit, der immer ordentlich bedient wurde (oder noch besser ein zurückgezahlter Kredit), haben wohl eher einen positiven Einfluss. Auch das ist völlig nachvollziehbar. Wenn ich jemandem schon öfter was geliehen habe, und habe es immer pünktlich und ohne meckern zurückbekommen, leihe ich ihm auch gerne wieder was.

    > Wird also nie gemahnt oder sonstiges schlechtes der Schufa gemeldet und man
    > wechselt die Adresse nur alle 10 Jahre oder so ähnlich, scheint es fast
    > unmöglich zu sein einen schlechten Score zu bekommen.

    Nicht gezahlte Rechnungen, Titel, Insolvenzen und ähnliches sind ja auch bei der Schufa harte Fakten, das ist klar, das macht jede Bonität kaputt. Mich würde aber auch mal interessieren, was man tun muss, damit jemand, der keine harten Fakten eingetragen hat, trotzdem eine miese Bonität hat.

  13. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: bazoom 31.03.21 - 08:56

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Allerdings bin ich für quasi jeden Lebensabschnitt umgezogen und wohnte
    > > dabei auch oft in nicht den besten Gegenden da sie einfach günstiger
    > > waren.
    >
    > Dem ist wohl tatsächlich so, häufiger Wohnungswechsel ist eher ein Merkmal
    > für mäßige Bonität. Dabei ist die Adresse selbst gar nicht so entscheidend,
    > Geoscoring findet nur in Ausnahmefällen statt, wenn sonst gar keine Daten
    > vorliegen

    Wo steht das? Das ist dich alles "streng Geheim"?

  14. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Oktavian 31.03.21 - 09:10

    > Wo steht das? Das ist dich alles "streng Geheim"?

    Na komm, was bewertet wird und wie, das ist doch ziemlich offensichtlich. Da hilft einfach etwas gesunder Menschenverstand.

    Das Geheimnis des Algorithmus ist nicht, welche Punkte einfließen und welche eher positiv oder eher negativ sind, sondern die Gewichtung der Punkte untereinander.

    10 Kreditkarten sind nicht gut. 5 Wohnungswechsel in 2 Jahren sind nicht gut. Aber was fließt mit wieviel Punkten in den Score ein, das ist das spannende.

  15. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Sybok 31.03.21 - 10:42

    supersux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Racer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Negative Einträge habe ich auch nicht. Auch hatte ich bisher nie
    > Schulden
    > > und kam meinen Zahlungsverpflichtungen immer pünktlich nach.
    > >
    > > Allerdings stört es mich extrem, wenn Daten über mich erhoben werden
    > ohne
    > > es verweigern zu können / dürfen, insbesondere wenn andere damit ihre
    > > Brötchen verdienen.
    >
    > Es werden ja keine Daten "einfach so" erhoben, daher brauchst du ja auch
    > nicht verweigern. Vielmehr hast du im Rahmen des jeweiligen
    > Vertragsabschlusses der Weitergabe an die Schufa ja zugestimmt.
    >
    > > Schon wenn ich hier lese "häufiger Wohnungswechsel ist ein Merkmal für
    > > mäßige Bonität" bekomme ich nen Anfall. Es geht der Schufa schlicht
    > nichts
    > > an und noch viel weniger steht es denen zu dies negativ zu bewerten.
    > Wenn
    > > dies lediglich als Hinweis vermerkt wird, ohne Beeinflussung des Score,
    > > dann wäre es noch okay.
    > Wie von Oktavian geschrieben: Das Geoscoring wird ja nur angewendet, wenn
    > die Schufa sonst rein gar nichts von dir weiß. Anders gefragt: wäre dir die
    > Alternative "nicht feststellbar" mit entsprechendem Rating lieber?

    Woher weißt Du das? Die Schufa arbeitet ähnlich intransparent wie der BND. Die sagen Dir nicht, wie sie Deine Bonität berechnen, und die sagen Dir auch nicht, welche Daten sie dazu verwendet haben und welche nicht.

  16. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Sybok 31.03.21 - 10:59

    alpinlol schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der häufige Wohnungswechsel ist in der Tat ein negatives Merkmal in der
    > Schufa.

    Ja, was ich aber auch für komplett realitätsfremd halte. Mein Score ist sogar vorübergehend gesunken, als ich in mein Eigenheim(!) gezogen bin (nein, am Hauskredit lag es nicht, der steht nämlich nicht in der Schufa; das muss irgendjemand vergessen haben).

    Aber im Gegensatz zu dem was hier teils geschrieben wird, ist natürlich einer der Hauptgründe für Umzüge der Beruf, was denn auch sonst? Glaubt ernsthaft jemand, dass der Großteil der Menschen aus Spaß an der Freude umzieht? Weil Umzüge ja auch so viel Spaß machen?

    > Aber viele Konten und Kreditkarten nicht und wenn nur minimal.
    > Hat bei mir nämlich keiner Einfluss gehabt, dass ich 4 Konten und 3
    > Kreditkarten habe. Von den Kreditkarten wird zwar nur eine regelmäßig
    > belastet, da es im Ausland einfach deutlich praktischer ist als die
    > EC-Karte.

    3 Kreditkarten sind in diesen Sphären auch nicht "viele". Ich erinnere mich leider nicht mehr wo, aber ich weiß genau: Ich musste mal für einen Antrag (Konto oder KK oder dergleichen) angeben, wieviele Kreditkarten ich derzeit habe. Die kleinste Auswahl war ungelogen "5 oder weniger"! Nicht mal "Keine" konnte man auswählen!

    > Auch laufende Hauskredite, KFZ Finanzierungen und Privatkredit für Umbauten
    > oder Anschaffungen neuer Möbel hatten bislang nur sehr geringen Einfluss
    > bei mir gehabt.

    Bediente Kredite haben im Gegenteil eher positive Auswirkungen auf den Score, das ist soweit nichts Neues. Ausnahme (vermutlich!): Die Kredithöhe bewegt sich im Bereich einer Überschuldung.

    > Wird also nie gemahnt oder sonstiges schlechtes der Schufa gemeldet und man
    > wechselt die Adresse nur alle 10 Jahre oder so ähnlich, scheint es fast
    > unmöglich zu sein einen schlechten Score zu bekommen.

    Jein. Ist trotzdem sehr gut möglich. Mein Score war vor Jahren mal um etliche Punkte eingebrochen, obwohl das durch die der Schufa bekannten Daten nicht zu erklären war. Also haben sie entweder Geo- bzw. Social-Scoring betrieben, oder anderweitig Daten herangezogen, die sie mir nicht offengelegt haben. Inzwischen hat sich diese Delle ausgebessert, aber ich vertraue der Schufa genau so weit, wie ich einen Hinkelstein werfen kann (und ich bin nicht Obelix).

  17. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Sybok 31.03.21 - 11:08

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das lustige ist, meiner steht nicht mal drin. Hypothekendarlehen müssen
    > nicht eingemeldet werden (können aber), da sie zu 100% gesichert sind und
    > es faktisch kein Kreditausfallrisiko gibt.

    In der Theorie, sollte man hinzufügen. In der Praxis ist das natürlich oftmals nicht so. Des Öfteren laufen Kreditsummen auf Häuser, die man in einer Zwangsversteigerung niemals zurückbekommen würde. Man sieht ja auch oft, wie lange Häuser aus Zwangsversteigerungen teils am Markt verfügbar sind. Ich weiß selbst von mindestens 2 Objekten, die viele Jahre lang nicht versteigert werden konnten, während der Wert immer weiter fiel.

    Mein Hauskredit steht aber auch nicht in der Schufa, obwohl die Schufa sonst kaum Daten von mir hat (bzw. mir nicht viele nennt, ggf. haben sie mehr, als sie preisgeben).

    > Ein bestehender Kredit, der immer ordentlich bedient wurde (oder noch
    > besser ein zurückgezahlter Kredit), haben wohl eher einen positiven
    > Einfluss. Auch das ist völlig nachvollziehbar. Wenn ich jemandem schon
    > öfter was geliehen habe, und habe es immer pünktlich und ohne meckern
    > zurückbekommen, leihe ich ihm auch gerne wieder was.

    Volle Zustimmung.

    > Nicht gezahlte Rechnungen, Titel, Insolvenzen und ähnliches sind ja auch
    > bei der Schufa harte Fakten, das ist klar, das macht jede Bonität kaputt.
    > Mich würde aber auch mal interessieren, was man tun muss, damit jemand, der
    > keine harten Fakten eingetragen hat, trotzdem eine miese Bonität hat.

    Eine miese sicherlich nicht, aber unerwartet schlechter als sie sein sollte, ohne, dass es irgendwelche Negativmerkmale gibt? Absolut, ging mir selbst schon so. War nur ein paar Punkte unter normal, aber auch das kann leider schon viel ausmachen. Hat es bei mir glücklicherweise nicht, weil ich bei meiner Hausbank intern einen hervorragenden Score hatte (und vermutlich auch noch habe, k.A.).

  18. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Clown 31.03.21 - 11:17

    Das Perfide ist ja: Je weniger Kredite man aufgenommen hat, desto (potentiell) schlechter der Score. Frei nach dem Motto: Es existieren keine/zu wenige Daten, also gehen wir von "schlecht" aus.
    Tatsächlich hab ich schon mehrfach die Empfehlung gehört/gelesen, dass man ab und zu mal was finanzieren soll (selbst wenn man die Kohle hat), damit die Abzahlung den Score positiv beeinflußt.

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  19. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Oktavian 31.03.21 - 11:23

    > Das Perfide ist ja: Je weniger Kredite man aufgenommen hat, desto
    > (potentiell) schlechter der Score.

    Nicht unbedingt. Hab ein Girokonto, eine Kreditkarte, einen Handy-Vertrag, sei mittleren Alters, am besten weiblich, nicht oft umgezogen, und du hast einen Score nahe 100.

    Kredithistorie kann positiv wirken, aber auch ohne kann der Score sehr gut sein. Du solltest nur keine negative haben.

  20. Re: Daten löschen lassen?

    Autor: Clown 31.03.21 - 11:26

    Deshalb das Wörtchen "potentiell" ;)

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

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