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In den USA gilt anderer Logik.
Autor: mrgenie 24.03.17 - 12:10
Dort akzeptieren viele Bürger die Freiheit der Unternehmen zu entscheiden was sie anbieten zu welchen Bedingungen wie auch die Freiheit der Kunden zu entscheiden welches Unternehmen für Sie interessant ist. So kann ein Unternehmen werben mit gratis Internet aber die Privatdaten werden vermarket wo ein anderes Unternehmen sagt bei uns kostet einen 500!bps synchron Anschluss 120 USD aber mit Privatdatenschutz.
In Europa gilt meistens der Staat gibt die Regeln vor und Bürger und Unternehmer haben nur das Recht Steuern zu zahlen ansonsten schön den Mund halten.
Sind halt unterschiedliche Grundlagen.
was besser ist gibt es nicht. Einfach weniger Freiheit in Europa was die Preisgestaltung angeht und gleichzeitig weniger Auswahl für die Bürger.
Kritik kann man überall finden. In den USA gilt historisch der Staat sollte so wenig möglich verbieten und vorschreiben, was in den letzten Jahrzehnt von überwiegend sozialistische Presidenten ignoriert wurde durch eine Bevormündung und Überreglementierung fast aller Lebensbereiche was alles vom Steuerzahler finanziert werden muss denn jeder Reglementierung kostet alleine schon bei der Kontrolle und Durchsetzung. -
Re: In den USA gilt anderer Logik.
Autor: daazrael 24.03.17 - 12:24
mrgenie schrieb:
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> Dort akzeptieren viele Bürger die Freiheit der Unternehmen zu entscheiden
> was sie anbieten zu welchen Bedingungen wie auch die Freiheit der Kunden zu
> entscheiden welches Unternehmen für Sie interessant ist. So kann ein
> Unternehmen werben mit gratis Internet aber die Privatdaten werden
> vermarket wo ein anderes Unternehmen sagt bei uns kostet einen 500!bps
> synchron Anschluss 120 USD aber mit Privatdatenschutz.
>
> In Europa gilt meistens der Staat gibt die Regeln vor und Bürger und
> Unternehmer haben nur das Recht Steuern zu zahlen ansonsten schön den Mund
> halten.
>
> Sind halt unterschiedliche Grundlagen.
>
> was besser ist gibt es nicht. Einfach weniger Freiheit in Europa was die
> Preisgestaltung angeht und gleichzeitig weniger Auswahl für die Bürger.
>
> Kritik kann man überall finden. In den USA gilt historisch der Staat sollte
> so wenig möglich verbieten und vorschreiben, was in den letzten Jahrzehnt
> von überwiegend sozialistische Presidenten ignoriert wurde durch eine
> Bevormündung und Überreglementierung fast aller Lebensbereiche was alles
> vom Steuerzahler finanziert werden muss denn jeder Reglementierung kostet
> alleine schon bei der Kontrolle und Durchsetzung.
Und das beschriebene System eines völlig freien Marktes könnte grundsätzlich nur funktionieren wenn den Kunden:
a) alle relevanten Informationen zur Verfügung gestellt werden
b) sie überhaupt eine Wahl haben
Wie die Demokraten richtig angemerkt haben können viele Amerikaner überhaupt nicht wählen, weil nur ein einziger Anbieter auf ihrem Markt präsent ist (ein anderes Resultat ihres "freien Marktes"). Und nein, es ist keine "Wahl" auf einen Internetanschluss vollständig zu verzichten. Es ist auch nicht verhältnismässig wegen eines Internetanschlusses mit "Privatdatenschutz" umziehen zu müssen.
In dieser Gleichung ist der Bürger nicht der Starke sondern der Schwache, denn er hat keine Wahl und ist der Firma ausgeliefert. Womit sich die These "was besser ist gibt es nicht" erledigt hätte. Das mag für andere Situationen funktionieren aber in dieser hier ist die Antwort klar und simpel.
Ps: Vor einigen Jahren haben die grossen US Kabelfirmen noch gross in ihren Börsenprospekten damit geworben, dass sie sich den Markt aufgeteilt hätten und deswegen keine Konkurrenz fürchten müssten. Viel Spass bei der "Wahl" des Internet Anschlusses in deren Einzugsgebieten... -
Re: In den USA gilt anderer Logik.
Autor: Trockenobst 29.03.17 - 14:40
daazrael schrieb:
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> In dieser Gleichung ist der Bürger nicht der Starke sondern der Schwache,
> denn er hat keine Wahl und ist der Firma ausgeliefert.
Das liegt aber in der Natur der Sache des Kapitalismus.
Wenn am Ende in einem Oligopol nur 2-3 Firmen übrig bleiben und sichtlich gigantische Gewinne einfahren, ist es doch eigentlich logisch dass dann jemand ein paar Milliarden in die Hand nimmt um diese Firmen anzugreifen.
Google könnte, wollte aber nicht. Die anderen Firmen sehen die viele Arbeit und weigern sich! Die wenigen wirklichen Gegner von Comcast und AT+T sind eingezäunt (Netflix, Amazon etc. bauen Cache-Rechenzentren und zahlen auch noch für die Durchleitung, weil sie sonst künstlich gedrosselt werden).
Das Problem eines freien Marktes ist, dass es auch Marktteilnehmer mit Motivation geben muss. Die Kabelfirmen in den USA haben es seit 20 Jahren mit allerlei legalen und halb-legalen Mitteln geschafft, diese Konkurrenz auf Abstand zu halten.
Es gibt inzwischen No-Frills Internet Provider in den USA. Die Leute lernen es so langsam dass es nicht so gehen muss. Deswegen hat ja AT+T auch schon angekündigt 10.000 Kilometer an Glasfaser verlegen zu wollen. Sie verlieren schon.



