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Wundert das einen?
Autor: knoxxi 24.03.17 - 11:32
Hat das wirklich jemand gewundert das zum "Schutze der Industrie" solche Regularien wieder abgeschafft werden?
Würde mich nicht wundern wenn Trumpf Anteile an dem einen oder anderen betroffenen Konzern hat. ;-)) -
Re: Wundert das einen?
Autor: Muhaha 24.03.17 - 11:44
knoxxi schrieb:
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> Hat das wirklich jemand gewundert das zum "Schutze der Industrie" solche
> Regularien wieder abgeschafft werden?
Es sollte diejenigen wundern, die gedacht haben Trump würde Amerika wieder groß machen, in dem er den Abgehängten und Schwachen eine Stimme gibt.
Alle anderen, stimmt, alle anderen wundern sich nicht, weil glasklar war, dass Trump und die Republikaner nichts weiter im Sinne haben als sich selbst, zu Lasten der Bürger, die fetten Steuergeschenke zu machen. -
Re: Wundert das einen?
Autor: Trockenobst 29.03.17 - 14:45
Muhaha schrieb:
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> Alle anderen, stimmt, alle anderen wundern sich nicht, weil glasklar war,
> dass Trump und die Republikaner nichts weiter im Sinne haben als sich
> selbst, zu Lasten der Bürger, die fetten Steuergeschenke zu machen.
Der amerikanische Traum ist schon durch. Für die meisten. Es hat seinen Grund warum es so viele Gefägnisse gibt, warum die Polizei jeden kleinen Drogendealer wegsperren will, warum die Amis so viele Panzer und Flugzeuge auf Halde produzieren.
Bei Sicherheit und so einen Shit, gibt es keine Begrenzung wie viel der Staat ausgeben darf. Das ist nichts anderes als ein riesiges Sozialprogramm, versteckt hinter markigen Ideologien. Man kann es direkt sagen: kann jeder kiffen, jeder Saufen, verlieren sofort 50.000 ihren Job(!), weil man weniger Leute in Gefängnisse sperrt und weniger Verfahren hat. Deswegen wehren sich so viele US-Staaten so vehement. Diese Jobs sind nicht ersetzbar.
Deswegen sieht man auch bei jedem Shit der passiert in den USA gleich 100 Leute rumstehen. Deswegen will Trump 50 Milliarden mehr für Verteidigung. Dort, in diesem "Big Government" versteckens ich die ganzen eigentlich längst verlorenen Massen-Jobs.
Macht man das alles richtig, und hört auf mit den Lügen, müsste man den American Dream als verloren ansehen. Es gibt nicht genug Arbeit die gut bezahlt ist, für jeden, und es wird eher schlimmer werden. Die Amis sind noch nicht bereit für diese Wahrheit. -
Re: Wundert das einen?
Autor: matok 29.03.17 - 20:16
Trockenobst schrieb:
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> Macht man das alles richtig, und hört auf mit den Lügen, müsste man den
> American Dream als verloren ansehen. Es gibt nicht genug Arbeit die gut
> bezahlt ist, für jeden, und es wird eher schlimmer werden. Die Amis sind
> noch nicht bereit für diese Wahrheit.
Die Wahrheit ist eine andere: Die USA ist eines der reichsten Länder der Erde. Es mangelt also absolut nicht an Wohlstand. Das Manko ist die Verteilung. Leute wie Trump haben zuviel und Leute, die ihn gewählt haben, haben zu wenig. Das ist die Ironie an seinem Wahlsieg. Er hat seinen Wählern eingeredet, der USA geht es schlecht, dabei geht es nur seinen Wählern schlecht... oder eben gut. Seine Wählerschaft besteht aus wenigen Profiteuren und vielen Verlierern. Und die Verlierer sind leider so blöd, weiterhin mitzumachen, glauben aber, sie haben den großen Umbruch gewählt. -
Re: Wundert das einen?
Autor: Trockenobst 31.03.17 - 09:46
matok schrieb:
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> Die Wahrheit ist eine andere: Die USA ist eines der reichsten Länder der
> Erde. Es mangelt also absolut nicht an Wohlstand. Das Manko ist die
> Verteilung.
Wenn man alle Milliardäre in den USA nimmt (also z.B. die Top 100 der Forbes Liste) und deren gesamtes Vermögen enteignet und auf ein Sozialprogramm setzen würde mit ca. $2000/Monat Sozialhilfe bei ~250 Millionen bedürftigen.
Kann man ausrechnen wie lange das Geld hält. Deswegen sind die modernen Vordenker schon längst weg von einer solchen Diskussion. Ein echter Vermögender ist meist vermögend, weil er bereit zu extremen Risiken ist. Etwa sich nicht mit 18 anstellen zu lassen, sondern drei, vier mal mit seinen Firmen zu scheitern, bis er dann im fünften Lauf Paypal erfindet und Milliardär wird. Sozialer Hintergrund, Risikobereitschaft, Finanzielle Intelligenz und Motivation über der typischen 38,5 Woche sind die größten Unterschiede zwischen so jemanden und dem Rest.
Man kann über Trump sagen was man will, aber der Typ braucht angeblich nur 5h Schlaf jeden Tag. In 30 Jahren hat er wahrscheinlich weitere 10 Mannjahre mehr gearbeitet als jemand der 8h nimmt. Das kann man nicht wegwischen.
Eine Umverteilung nach Schema 90% Steuern würde zu dem "Dann mach doch euren Scheiß Selber" Effekt führen. Kuba zeigt wo das hinführt. Keiner macht irgendwas. Russland geht es auch super, wenn sie kein Öl hätten wär das ein komplett Failed State.
Ein besserer Weg ist eine vernünftige Neuorientierung von Beschäftigung, Mehrwerterzeugung und Lebensumständen. Eine Roboter-Steuer oder Bürgergeld wird kommen, aber die wird nicht alles auffangen können. Wahrscheinlich wird es eine große Masse geben die irgendwie durchalimentiert wird, aber mangels Risikobereitschaft keine große Sprünge machen kann. Ein Großteil dieser Masse wird wieder in günstigeren Dörfern ausserhalb der Stadt wohnen, nicht ungleich den Banleues in Frankreich, oder den Ringstädten in Korea.
Für die Amis wird das ganz hart. Die Realität wird sie einholen, schneller als sie denken können. Mit Automation und KIs fallen alleine 10 Millionen Jobs an der Tanke, bei den Truckern und bei den Burgerbratern weg. Wir werden wieder Zeltstädte sehen.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.17 09:47 durch Trockenobst.



