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Lustich!

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  1. Lustich!

    Autor: AllDayPiano 21.06.18 - 14:41

    Sie brauchen also eigene Standards... soso. Immerhin kann es ja nicht sein, dass die böse EU sowas hat.

    Nur wie das dann aussehen soll, wenn die USA ein per se eigentlich gutes Gesetz noch besser machen will... ich weiß ja nicht. Irgendwas mit NRA muss auf jeden Fall dabeisein.

  2. Re: Lustich!

    Autor: px 21.06.18 - 15:21

    Ich würde sowas wie die DSGVO auch nicht übernehmen, wenn ich die Wahl hätte. Eigentlich sollte Datenschutz ein Anliegen eines jeden sein, DSGVO schafft es, gehasst zu werden, besonders von den eigentlich zu schützenden...

  3. Re: Lustich!

    Autor: deutscher_michel 21.06.18 - 15:46

    Wieso wer hasst denn die DSGVO?
    Hab ich so noch von keinem gehört.. außer von einigen Marketing Leuten, die plötzlich vor fast leeren Kundendatenbanken sitzen..
    Was stört denn als Endverbraucher?

  4. Re: Lustich!

    Autor: px 21.06.18 - 16:01

    Jeden, der beruflich mit E-Mails arbeitet und diese nun nicht weiterleiten darf, z.B. im Urlaub, oder auch nur einfach nur so, ohne den Absender um Erlaubnis zu bitten. Oder die Handwerker mit ihren 08/15-Website ohne Datenschutzerklärung, dafür mit Abmahnung im Briefkasten. Usw... Man muss sich nicht bewusst sein, persönliche Daten zu verarbeiten, um sich strafbar zu machen.

    Und ich finde es auch nicht unbedingt einen Fortschritt, in einem kleinen Laden erstmal eine DS-Erklärung unterschreiben zu müssen, damit die mir ein Angebot schicken - ist ja nicht so, dass die meine Adresse irgendwo gekauft hätten...

    Gut gemeint, schlecht umgesetzt.

  5. Re: Lustich!

    Autor: Muhaha 21.06.18 - 16:03

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso wer hasst denn die DSGVO?

    Die deutschen Verleger hassen die DSVGO wie die Pest, weil sie ihren eigenen Plänen eines umfassenden Kunden-Data-Minings von Orwell'schen Ausmaßen den Genickbruch verpasst hat.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Listenprivileg

    Die Verlage haben es seit Jahren erfolgreich mit teilweise ähnlich erfundenen Argumenten wie beim LSG, verhindert, dass dieses Listenprivileg endlich abgeschafft wird.

  6. Re: Lustich!

    Autor: AllDayPiano 21.06.18 - 16:08

    Tja. Pech gehabt. 2 Jahre Vorlauf hätten gereicht.

  7. Re: Lustich!

    Autor: px 21.06.18 - 16:08

    Sagt ja niemand, dass es per se schlecht ist. Hat aber noch ordentlich Nachbesserungsbedarf! Insofern eine logische Konsequenz, die DSGVO nicht zu kopieren, sondern zu verbessern.

  8. Re: Lustich!

    Autor: TheUnichi 21.06.18 - 16:11

    px schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde sowas wie die DSGVO auch nicht übernehmen, wenn ich die Wahl
    > hätte. Eigentlich sollte Datenschutz ein Anliegen eines jeden sein, DSGVO
    > schafft es, gehasst zu werden, besonders von den eigentlich zu
    > schützenden...

    Die DSGVO wird gehasst, weil Mehraufwand damit verbunden ist (nämlich Mehraufwand, um die Daten zu schützen).

    So wie bei guter CI Mehrwaufwand notwendig ist, wenn man die Produktionsserver nicht mal eben mit nem Merge zerschießen will.

    So wie in der Applikationsentwicklung das Thema Sicherheit grundsätzlich mit Mehraufwand verbunden ist (keine Credentials im Repo, Daten-Filterung, Validierung etc.)

    Ja, man kann sich dann gerne über den Mehraufwand aufregen. Meine Entwickler regen sich auch auf, dass sie jeden Commit durch 3 gesperrte Branches mit Pull Requests und einem kompletten Build Prozess kriegen müssen. Und trotzdem sorgt es für Sicherheit und die "schnelle" Lösung idr. eben einfach nicht/bewirkt eher das Gegenteil.

  9. Re: Lustich!

    Autor: Muhaha 21.06.18 - 16:11

    px schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeden, der beruflich mit E-Mails arbeitet und diese nun nicht weiterleiten
    > darf, z.B. im Urlaub, oder auch nur einfach nur so, ohne den Absender um
    > Erlaubnis zu bitten.

    Wieso musst Du im Urlaub Arbeitsmails anfassen? Und nein, Du musst nicht jeden um Erlaubnis bitten, wenn Du Mails weiterleitest. Du darfst nur nicht willenlos Geschäfts-Mails an rein private Mailkonten weiterleiten, sondern hast gefälligst in der entsprechend gesicherten Mail-Umgebung des Unternehmens. bzw. der Kunden zu bleiben.

    > Oder die Handwerker mit ihren 08/15-Website ohne
    > Datenschutzerklärung, dafür mit Abmahnung im Briefkasten. Usw... Man muss
    > sich nicht bewusst sein, persönliche Daten zu verarbeiten, um sich strafbar
    > zu machen.

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Zudem das Thema DSVGO mehr als ausführlich auf allen möglichen News-Kanälen durchgekaut wurde. Wer jetzt immer noch nicht wenigstens eine einfache Erklärung auf der Webseite hat, dem ist nicht zu helfen.

    Übrigens, die große Abmahnwelle ist komischerweise ausgeblieben. Es sind lediglich Einzelfälle bekannt. Weil die Rechtslage zum Thema DSVGO nämlich nicht gerade förderlich für Massen-Abmahungen ist. Hier herrscht also eine unbegründete Panik.

    > Gut gemeint, schlecht umgesetzt.

    Die DSVGO leidet vor allem darunter, dass sie im typischen, kaum verständlichen Juristen-Deutsch abgefasst ist, welches kein Normalsterblicher versteht. Dadurch entsteht logischerweise der Eindruck, das alles sei nur ein riesengroßer Haufen gequirlte Scheisse.

  10. Re: Lustich!

    Autor: eidolon 21.06.18 - 16:19

    Trump passt bestimmt nur nicht, dass die EU den amerikanischen Firmen einfach so was vorschreiben kann und muss wieder kontern.

  11. Re: Lustich!

    Autor: eidolon 21.06.18 - 16:24

    deutscher_michel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hab ich so noch von keinem gehört.. außer von einigen Marketing Leuten,
    > die plötzlich vor fast leeren Kundendatenbanken sitzen..

    Marketingabteilungen erheben doch weiterhin Daten, sie weisen nur jetzt darauf hin und müssen Service wie Datenauskunft anbieten, den eh kaum einer in Anspruch nehmen wird.

    > Was stört denn als Endverbraucher?

    Dass die Daten keineswegs geschützt werden, es wird nur darauf hingewiesen, dass Daten erhoben werden. Genauso unnütz wie der Cookiehinweis. Und wichtige Sachen wie die Werbeindustrie haben ja ihre Ausnahmen. Tracking usw. durch Werbung wird durch die DSGVO nicht beeinflusst, da gibts nichtmal nen Hinweis.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.18 16:25 durch eidolon.

  12. Re: Lustich!

    Autor: Muhaha 21.06.18 - 16:37

    eidolon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Trump passt bestimmt nur nicht, dass die EU den amerikanischen Firmen
    > einfach so was vorschreiben kann und muss wieder kontern.

    Das ist auch der einzige Grund. Seine Majestät sind pissed und wollen das letzte Wort haben.

  13. Re: Lustich!

    Autor: FreiGeistler 21.06.18 - 17:14

    @eidelon
    Falsch, falsch und falsch.
    Nutze doch bitte die Suchfunktion und suche nach dsgvo.

  14. Re: Lustich!

    Autor: Thunderbird1400 21.06.18 - 17:32

    Für uns als großes Industrieunternehmen bedeutet die DSGVO u. a., dass unser Vertrieb sich von neuen Kunden erstmal auf einem Zettel unterschreiben lassen muss, dass wir Marketing E-Mails schicken dürfen.
    Denn auch ein initiales Versenden einer Mail, in der man um Erlaubnis bittet, ist ja schon nicht erlaubt.
    Und natürlich fliegen erstmal 80% der Bestandskunden aus der Mail-Datenbank raus, weil sie auf die Bestätigungsmail (die ansich auch schon rechtswidrig ist, aber jeder hat es trotzdem gemacht) nicht geantwortet haben. Bis sie sich dann irgendwann wieder melden und sich beschweren, warum sie zum Event XY oder der Messe YZ nicht wie gewohnt eingeladen wurden.

    Meiner Meinung nach schießt dieser Teil der DSGVO eindeutig über das Ziel hinaus. Per Post darf man weiterhin Werbebriefe ohne vorher erfolgte Erlaubnis verschicken (nur wenn es vorher ausdrücklich untersagt wurde, darf man das nicht), aber per E-Mail darf man es nicht und muss solch einen Wahnsinn mit unterschriebenen Zetteln betreiben. WTF.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.18 17:34 durch Thunderbird1400.

  15. Re: Lustich!

    Autor: Kleba 21.06.18 - 19:17

    Also das mit den unterschriebenen Zetteln ist doch Quatsch. Es wird "lediglich" verlangt, dass die Einwilligung für den Mail-Versand dokumentiert ist und dafür reicht der bisher bereits verbreitete double Opt-In mit Dokumentation der jeweiligen Timestamps aus.
    Auch mussten nicht alle bisherigen Mails weggeworfen werden. Nur weil das viele gemacht haben, heißt es nicht das es notwendig ist/war (zumindest hab ich keinerlei Grundlage dafür finden können, das bisherige geschäftlich genutzte Kontaktdaten rückwirkend bestätigt werden müssen)

  16. Re: Lustich!

    Autor: Thunderbird1400 21.06.18 - 20:10

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also das mit den unterschriebenen Zetteln ist doch Quatsch. Es wird
    > "lediglich" verlangt, dass die Einwilligung für den Mail-Versand
    > dokumentiert ist und dafür reicht der bisher bereits verbreitete double
    > Opt-In mit Dokumentation der jeweiligen Timestamps aus.

    Nein, es ist kein Quatsch. Opt-In geht ja nur, wenn der Kunde selbst auf die Website geht und sich für den Newsletter anmeldet. Das kann man einem neuen Kunden aber nicht zumuten, das macht keiner. Ihm eine Mail zu schreiben, damit er einen Link anklickt und per Opt-In zustimmt, ist bereits unzulässig. Also muss man sich erstmal per Unterschrift bestätigen lassen, dass man ihn überhaupt anschreiben darf.

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch mussten nicht alle bisherigen Mails weggeworfen werden. Nur weil das
    > viele gemacht haben, heißt es nicht das es notwendig ist/war (zumindest hab
    > ich keinerlei Grundlage dafür finden können, das bisherige geschäftlich
    > genutzte Kontaktdaten rückwirkend bestätigt werden müssen)

    Unsere Rechtsabteilung hat da sehr wohl eine ganz klare Grundlage dafür. Wenn die Newsletter-Empfänger nicht bereits in der Vergangenheit per (double) Opt-In Verfahren dem Empfang zugestimmt haben (oder du es nicht belegen kannst, mündliche Zustimmung zählt nicht), darf man sie nicht anschreiben. Streng genommen ist dann bereits die Mail unzulässig, in der man fragt, ob der Empfänger auch zukünftig solche Mails bekommen möchte. Viele haben es trotzdem gemacht, um nicht auf einen Schlag alle Empfänger zu verlieren.

    Anders sieht es natürlich aus, wenn die Empfänger bereits in der Vergangenheit per Opt-In zugestimmt haben. Dann brauchte man natürlich auch nicht erneut um Erlaubnis fragen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.18 20:12 durch Thunderbird1400.

  17. Re: Lustich!

    Autor: schnellschuss 21.06.18 - 20:19

    Thunderbird1400 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleba schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Also das mit den unterschriebenen Zetteln ist doch Quatsch. Es wird
    > > "lediglich" verlangt, dass die Einwilligung für den Mail-Versand
    > > dokumentiert ist und dafür reicht der bisher bereits verbreitete double
    > > Opt-In mit Dokumentation der jeweiligen Timestamps aus.
    >
    > Nein, es ist kein Quatsch. Opt-In geht ja nur, wenn der Kunde selbst auf
    > die Website geht und sich für den Newsletter anmeldet. Das kann man einem
    > neuen Kunden aber nicht zumuten, das macht keiner. Ihm eine Mail zu
    > schreiben, damit er einen Link anklickt und per Opt-In zustimmt, ist
    > bereits unzulässig. Also muss man sich erstmal per Unterschrift bestätigen
    > lassen, dass man ihn überhaupt anschreiben darf.
    >
    > Kleba schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Auch mussten nicht alle bisherigen Mails weggeworfen werden. Nur weil
    > das
    > > viele gemacht haben, heißt es nicht das es notwendig ist/war (zumindest
    > hab
    > > ich keinerlei Grundlage dafür finden können, das bisherige geschäftlich
    > > genutzte Kontaktdaten rückwirkend bestätigt werden müssen)
    >
    > Unsere Rechtsabteilung hat da sehr wohl eine ganz klare Grundlage dafür.
    > Wenn die Newsletter-Empfänger nicht bereits in der Vergangenheit per
    > (double) Opt-In Verfahren dem Empfang zugestimmt haben (oder du es nicht
    > belegen kannst, mündliche Zustimmung zählt nicht), darf man sie nicht
    > anschreiben. Streng genommen ist dann bereits die Mail unzulässig, in der
    > man fragt, ob der Empfänger auch zukünftig solche Mails bekommen möchte.
    > Viele haben es trotzdem gemacht, um nicht auf einen Schlag alle Empfänger
    > zu verlieren.
    >
    > Anders sieht es natürlich aus, wenn die Empfänger bereits in der
    > Vergangenheit per Opt-In zugestimmt haben. Dann brauchte man natürlich auch
    > nicht erneut um Erlaubnis fragen.

    Und genau dafür war 2 Jahre Zeit. Wenn eure Marketiere das nicht hinbekommen haben, blöd gelaufen...

  18. Re: Lustich!

    Autor: Thunderbird1400 21.06.18 - 20:37

    schnellschuss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und genau dafür war 2 Jahre Zeit. Wenn eure Marketiere das nicht
    > hinbekommen haben, blöd gelaufen...

    Das Marketing hat daran absolut keine Schuld, das sind keine Juristen. Die Rechtsabteilung unseres Konzerns hätte das in die Hand nehmen müssen, aber von denen kam absolut garnichts. Und ich bin bei einem der größten deutschen Automobilzulieferer mit Millardenumsätzen mit eigenen Spezialisten in der Rechtsabteilung für genau diese Sachen. Man kann sich also denken, wie es in anderen Konzernen oder gar kleineren Firmen läuft bzw. gelaufen ist.
    Der kleine mittelständische Unternehmer wird sich bedanken, wenn er plötzlich seine ganzen Kunden nicht mehr anschreiben darf, weil er von denen nur mündliche Zusagen zum Newsletter-Empfang hatte und die Empfänger offensichtlich alle auch den Newsletter haben wollen, weil sie sich jederzeit mit einem Klick hätten abmelden können.

    Manche Mittelständler, mit denen ich gesprochen habe, scheißen einfach drauf und schreiben ihre Kunden einfach weiter an, mit dem Risiko der Abmahnung. Für viele sind die neuen Regeln einfach nicht sinnvoll umsetzbar. Und zwar egal ob jetzt oder schon vor 2 Jahren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.06.18 20:39 durch Thunderbird1400.

  19. Re: Lustich!

    Autor: misfit 21.06.18 - 21:34

    Na ja, mein Gott. Die Zeit geht vorüber und man kann sich eine neue Datenbank aufbauen.
    Außerdem, was ist jetzt so wild daran das die Kunden erst mal keine Werbung bekommen? Ich mein, wenn die wieder was brauchen oder Geld ausgeben wollen, dann werden sie sich schon melden. Spätestens ab dem Zeitpunkt können ja neue Datensätze rechtskonform angelegt werden.
    Und wenn die Kunden abspringen, auch halb so wild. Stell dir vor Kunden anderer Konkurrenten springen auch ab und landen dann plötzlich bei euch. Es ist ein Nullsummenspiel.

  20. Re: Lustich!

    Autor: violator 21.06.18 - 23:10

    Was genau davon ist jetzt falsch? Vieles in der DSGVO bezeichnet doch nur Dokumentations und Hinweispflichten. Websites erheben auch weiterhin Daten, sie begründen es jetzt halt nur. Eine Website ohne Tracking und Datenspeicherung wirst du so schnell auch jetzt nicht finden und vieles ist standardmäßig aktiviert, so wie es vorher auch war.

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