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Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

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  1. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Pyry 13.04.17 - 13:36

    Kacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um es kurz zu machen: fuer dich. Fuer andere geht es einen Schritt weiter
    > mit Whatsapp.
    >
    > Noch einmal, fuer dich ist das ein No-Go. Andere sehen das durchaus anders.
    > Auch die haben ihr Recht auf ihre Meinung.

    Natürlich haben Sie ein Recht auf ihre Meinung - das sagt ja auch keiner. Aber man draf deswegen keine Leute ausschließen die ihre Gründe haben warum sie das neue Tool nicht nutzen wollen.
    Von mir aus dürfen sie ihre Whatsapp gruppen gründen und sich da über die unmöglichsten Sachen auslassen. Wichtige Informationen wie z.B. Stundenausfälle müssen dann aber zusätzlich auf anderem Wege kommuniziert werden. Und um Briefe und Telefonketten zu vermeiden gibt es halt noch die gute, alte eMail :)

  2. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Mr Miyagi 13.04.17 - 13:37

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mr Miyagi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Eltern die die Beschwerde eingereicht haben, haben sich genau richtig
    > verhalten. Es darf nicht sein das Eltern in wichtigen Bereichen wie der
    > Schulbildung ihrer Kinder benachteiligt werden, bloß weil sie die Software
    > eines bestimmten Unternehmens (mit fragwürdigen Interessen) nicht
    > benutzen.
    >
    > Komisch, aber von Benachteiligung wegen Nichtteilnahme ist nirgends die
    > Rede. Lies einfach mal den Originaltext unter datenschutz-berlin.de ab
    > Seite 94.

    Wenn ein Lehrer Informationen über Whatsapp kommuniziert bedeutet das, das alle Gruppenteilnehmer Informationen von diesem Lehrer erhalten. Eltern die kein Whatsapp nutzen können diese Informationen nicht erhalten, sondern erhalten diese später oder gar nicht. Somit sind die Nicht-Whatsapp-Nutzer im Nachteil ist doch logisch oder?

    Selbst wenn Benachteiligung in der Stellungnahme der Datenschutzbeauftragten keine Rolle spielen würde, ist es ja nicht falsch sich trotzdem zu diesem Punkt Gedanken zu machen. Davon abgesehen steht in dem Bericht aber auch:

    "... kann die Freiwilligkeit dieser Erklärung bezweifelt werden, da nicht auszuschließen ist, dass das Akzeptieren der Teilnahme an der „WhatsApp“-Gruppe bei einigen Eltern mit der Befürchtung einherging, dass ihre Kinder ansonsten schulische Nachteile zu erleiden hätten."

    Insofern stimmt auch die Aussage nicht, dass im Bericht von Benachteiligung nicht die Rede wäre.

  3. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Kacha 13.04.17 - 13:38

    Du liest deine Mails, du hast einen Folder. Vollkommen richtig, du hast das. Du wuerdest dich auch auf eine Mailingliste eintragen. Fuer dich in Ordnung, aber klappt das fuer alle?

    Das Spamproblem war eher daher, dass die Schule sicherheitstechnisch eher nicht der Vorreiter sein wird.

    Bloss weil ein Verfahren aelter ist, ist es allerdings auch nicht besser. Mailingliste ist nett, technisch allerdings wirklich veraltet. Gerade im Hinblick auf Zuverlaessigkeit, Sicherheit und Usability. Du scheinst Email zu moegen, gut fuer dich. Andere tun es nicht.

  4. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Kacha 13.04.17 - 13:42

    Die muss erst einmal ausgearbeitet werden, damit sie wasserfest ist. Und gerade das ganze drum herum erstickt es im Keim. Ausserdem, was passiert wenn eine oder mehrere Personen nein sagen? Willst du am Ende sowas wie 70% Whatsapp, 20% Email, 7% Brief, 3% Anruf? Man erwartet von Lehrern, dass sie engagiert sind, sich mit neuem auskennen, das beste fuer die Schueler bieten, etc etc. Und dann kommen Eltern, die es schwer machen. Das duerfen sie gerne, aber helfen tut man damit garantiert nicht. Irgendwann wird auch der engagierste kapitulieren.

  5. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Kacha 13.04.17 - 13:45

    Hatte das in einem anderen Post schon erwaehnt. Am Ende hat man eine Aufsplittung auf mehrere Dienste und einen enormen Aufwand. Das killt Engagement und dann wird sich darueber aufgeregt, dass kein Engagement vorhanden ist. Also mich wundert es nicht, dass Lehrer irgendwann resignieren.

  6. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Pyry 13.04.17 - 13:45

    Kacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du sprichst das Problem ja selber schon an. Da wird das billigste genommen
    > und gehofft. Und denen soll ich meine Email geben? Da greift die selbe
    > Argumentation mit Datenschutz.
    > ..........

    Warum sollte denn ein MedionNotebook anfälliger für Schadsoftware sein als ein High-End-Rechner? Nur weil der 2000¤ + mehr kostet ist der doch nicht sicherer? Es kommt immernoch auf den Menschen dahinter an.
    Und wer sagt Dir denn das der Lehrer auf der selben Hardware nicht auch den WhatsApp Messanger nutzt?
    Die Liste mit den Telefonnummern wird sicherlich auch irgendwo digital abgelegt.

    > Ich wuerde mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit dem Vergleich
    > Emails und Messenger. Messenger sind extrem weit verbreitet, gerade im
    > privaten Bereich. Email ist hauptsaechlich geschaeftlich noch weit
    > verbreitet.

    Also meinst Du das privat niemand mehr seine eMails checkt?

    > Ich kann die Datenschutzgruende gut verstehen. Allerdings sollte man auch
    > den Aufwand betrachten, den diese altmodischen Wege nach sich ziehen.
    > Gerade die Zeit fuer den Aufwand koennte in bessere Ausbildung investiert
    > werden. Denn im Endeffekt bleibt nur Schule/Lehrer ruft jeden an, oder
    > Zettel wird mitgegeben uebrig. Fuers anrufen muss man erreichbar sein. Der
    > Zettel braucht Zeit zum schreiben, ausdrucken, kopieren, sicher gehen, dass
    > jeder Schueler ihn hat und wirklich zu Hause abgibt.

    Jetzt kann ich Dir nicht mehr folgen. Es ist also mehr Aufwand im Mailclient eine Gruppe zu erstellen und dort die eMailadressen zu hinterlegen als eine WhatsApp-Gruppe zu erstellen und die Leute dort hinzuzufügen?
    Wenn dann dürfte sich das einmalig / Klasse im niedrigen 1-Stelligen Minutenbereich bewegen....

    Ich verteufele nicht diese Messanger - wer sie nutzen mag: bitte - ich persönlich möchte das nicht und möchte deswegen aber auch nicht ausgeschlossen werden.

  7. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: chewbacca0815 13.04.17 - 13:47

    Mr Miyagi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "... kann die Freiwilligkeit dieser Erklärung bezweifelt werden, da
    > nicht auszuschließen ist, dass das Akzeptieren der Teilnahme an der
    > „WhatsApp“-Gruppe bei einigen Eltern mit der Befürchtung
    > einherging, dass ihre Kinder ansonsten schulische Nachteile zu erleiden
    > hätten."
    >
    > Insofern stimmt auch die Aussage nicht, dass im Bericht von Benachteiligung
    > nicht die Rede wäre.

    Was irgendjemand irgendwo hineininterpretiert, muss nicht von Anfang auch beabsichtigt gewesen sein. Das Einzige, was im Originaltext enthalten ist, sind generelle Bedenken zur Datenweitergabe seitens WhatsApp, nicht anderes. Der Rest ist Kaffeesatzlesen.

  8. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Kacha 13.04.17 - 13:55

    Was ich meinte war die Infrastruktur fuer einen Mailserver fuer die Mailingliste. Da wird das billigste genommen, einmal hingestellt und fertig. Das Teil warten kostet zu viel.

    Ich meinte, dass Messenger privat extrem verbreitet sind. Ich wuerde sogar so weit gehen zu sagen, dass privat mehr Messenger als Email genutzt werden und das eine gute Portion eher selten Emails checken. Gerade fuer spontane Sachen ist das eher unpraktisch.

    Das war nicht auf Email bezogen. Email sollte prinzipiell den gleichen Aufwand haben. Allerdings spricht gegen Email genauso der Datenschutz, da ich persoenlich einem von der Schule gehosteten Mailserver weniger vertrauen wuerde als einem Messenger.

    Das nicht ausschliessen ist ja das Problem. Man kann es nicht machen, allerdings heisst es dann mehrere Services anzubieten, was natuerlich Overhead bedeutet. Die Zeit koennte man besser investieren.

  9. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Pyry 13.04.17 - 14:08

    Kacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich meinte war die Infrastruktur fuer einen Mailserver fuer die
    > Mailingliste. Da wird das billigste genommen, einmal hingestellt und
    > fertig. Das Teil warten kostet zu viel.

    Wenn die wirklich einen Mailserver hinstellen dann geb ich Dir recht. Ich gehe aber eher davon aus, dass es dort einen Hoster gibt wie t-online oder eben der webhoster der die Mails verteilt. Das ist um ein vielfaches günstiger (und sicherer - wenn denn die Server beim Hoster gepatcht werden ;) )

    > Ich meinte, dass Messenger privat extrem verbreitet sind. Ich wuerde sogar
    > so weit gehen zu sagen, dass privat mehr Messenger als Email genutzt werden
    > und das eine gute Portion eher selten Emails checken. Gerade fuer spontane
    > Sachen ist das eher unpraktisch.

    Da gebe ich dir recht. Die meisten Texte werden per Messanger verschickt. Das bedeutet aber nicht, dass Mails nicht gelesen werden.

    > Das war nicht auf Email bezogen. Email sollte prinzipiell den gleichen
    > Aufwand haben. Allerdings spricht gegen Email genauso der Datenschutz, da
    > ich persoenlich einem von der Schule gehosteten Mailserver weniger
    > vertrauen wuerde als einem Messenger.

    Ja, wenn von der Schule gehostet: auf jeden Fall!

    > Das nicht ausschliessen ist ja das Problem. Man kann es nicht machen,
    > allerdings heisst es dann mehrere Services anzubieten, was natuerlich
    > Overhead bedeutet. Die Zeit koennte man besser investieren.

    Das würde ich jetzt nicht sooo kritisch sehen.
    Eine Mail an eine Gruppe mit den wichtigsten Daten. Meinetwegen: Morgen 1. und 2. Stunde ausfall. Leider haben wir keinen Vertretungslehrer.
    Das reicht ja - es muss kein Liebesbrief sein.
    Den Text per copy/paste zusätzlich noch in den Whatsapp chat geschmissen und gut ist.

    Ich gebe Dir recht: Es ist mehr Aufwand. Aber der hält sich auch in Grenzen. Per Mail bekommt man nicht so viele "Unsinnige" Nachfragen.

    Erfahrungsgemäß wird in Chats mehr diskutiert als per Mail - von daher sollte ich dann die Mailpflege auch in Grenzen halten.

    Es ist wirklich ein schwieriges Thema - jede Seite hat (meiner Meinung nach) irgendwo Recht. Es jedem Recht zu machen ist ein Ding der Unmöglichkeit.

  10. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: ufo70 13.04.17 - 14:09

    Pyry schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es sehr befremdlich, dass man heutzutage WhatsApp als Standard
    > sieht den jeder haben muss.

    Richtig. WA gehört zu FB und FB boykottiere ich komplett.

    Mit dem Netz kam eine tolle Erfindung, die nannte sich Homepage. Wo ist das Problem für Schulen, Kindergärten u.ä. eine Website mit aktuellen Infos einzurichten?
    Dort kann jeder nachsehen, es gibt keine Datenschutzprobleme und kein Betreuer wird durch nervende WA-Anfragen gestört.

  11. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Bassa 13.04.17 - 14:15

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht doch nicht um WhatsApp. Was ist so schwer daran zu verstehen? Der
    > Lehrer hat eine Gruppe aufgemacht. Üblicherweise nahm er darin ungefragt
    > alle Eltern auf, die dann die Nummern aller anderen Eltern sehen konnten.
    > Das ist als unerlaubte Weitergabe der Telefonnummern zu werten. Ob das
    > jetzt per WhatsApp oder sonstigem Messanger passiert, ist völlig wumpe!

    Und wo steht das? Ich sehe dazu nichts, aber vielleicht muss ich meine Brille putzen...
    Der Satz "Ein Lehrer hatte dort eine Whatsapp-Gruppe mit den Eltern der Kinder eingerichtet, um eine unkomplizierte Kommunikation mit den Eltern zu ermöglichen." sagt nichts über Erlaubnis oder nicht aus.
    Es entspricht auch nicht der Aussage der Datenschutzbeauftragten, die statt Whatsapp andere Messenger empfiehlt.

  12. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Mr Miyagi 13.04.17 - 14:18

    Kacha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du liest deine Mails, du hast einen Folder. Vollkommen richtig, du hast
    > das. Du wuerdest dich auch auf eine Mailingliste eintragen. Fuer dich in
    > Ordnung, aber klappt das fuer alle?

    Ich sage nicht das alle auf Whatsapp verzichten sollen. Ich sage nur das Leute die bewußt auf Whatsapp verzichten möchten, nicht in derart wichtigen Bereichen wie der Bildung ihrer Kinder benachteiligt werden dürfen.

    > Das Spamproblem war eher daher, dass die Schule sicherheitstechnisch eher
    > nicht der Vorreiter sein wird.
    >
    > Bloss weil ein Verfahren aelter ist, ist es allerdings auch nicht besser.
    > Mailingliste ist nett, technisch allerdings wirklich veraltet. Gerade im
    > Hinblick auf Zuverlaessigkeit, Sicherheit und Usability. Du scheinst Email
    > zu moegen, gut fuer dich. Andere tun es nicht.

    Wenn man die Angelegenheit mal objektiv betrachtet, hat die Lösung Veröffentlichung auf der Webseite (+ gff. Mailingliste) viele Vorteile und abgesehen von der persönlichen Präferenz keine Nachteile gegenüber Whatsapp:

    Verfügbarkeit:
    --------------------
    Webbrowser/Mailclient sind genau wie Whatsapp kostenlos verfügbar. Ohne es belegen zu können behaupte ich mal das Webbrowser weiter verbreitet sind als der Whatsappclient. Somit wird auf diesem Weg eine größere Nutzergruppe erreicht. Zudem ist bei der Browserlösung kein personalisierter Account erforderlich. Die Webseite der Schule kann ohne Registrierung eingesehen werden.

    Datenschutz:
    ------------------
    EMail kann mit vielen verschiedenen auch quelloffenen Clients genutzt werden. Enthalten die Nutzungsbedingungen eines Mailclients unerwünschte Regelungen kann ein Mailclient jederezeit ohne großen Aufwand ausgetauscht werden. Damit findet eine Weitergabe von personenbezogenen Informationen nicht zwangsläufig statt. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel: Wer z.B. den Webmailclient von Google benutzt, gibt natürlich auch mehr preis als er muß, aber immerhin hat man die Wahl.

    Bei Whatsapp ist man aber auf Gedeih und Verderb an den vorgegebenen nicht quelloffenen Client gebunden und damit auch der Willkür von Facebook ausgeliefert.

    Zusätzlich zu Clientwahl hat der Emailnutzer auch die Providerwahl, das heißt er kann selbst eintscheiden, in welchem Land sein Postfach gehostet wird oder dies sogar komplett selbst tun und muss sich damit nicht den niedrigen Datenschutzsstandards der USA aussetzen.

    Geschwindigkeit:
    ------------------------
    Hier ist Whatsapp wahrscheinlich geringfügig im Vorteil. Für den beschreibenen Anwendungsfall z.B. Mitteilung von Unterrichtsausfall ist aber die Verzögerung von wenigen Sekunden bis max. wenigen Minuten bei EMail nicht relevant.

    Fazit:
    -------
    Ich hab nichts dagegen, wenn so eine Whatsappgruppe zusätzlich angeboten wird. Dennoch muss dann sichergestellt sein, dass Eltern die gleichen Informationen unverzüglich einsehen können ohne die Hoheit über die Daten auf Ihrem Smartphone an Facebook abtreten zu müssen.

  13. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: ausBln 13.04.17 - 14:30

    Das Problem von Webseiten und Mailinglisten oder speziellen Mailservern liegt darin, dass sich jemand darum kümmern muß.

    Da ja Lehrer vormittags Recht und nachmittags frei haben ist das ja kein Problem.

    Da kann man natürlich erwarten, dass sie sich das Fachwissen für das Erstellen, die Wartung und Aktualisierung einer Schulwebseite aneignen und dann die Seite erstellen und täglich, am besten stündlich aktualisieren.

    Nur dumm, dass Lehrer regelmäßig nachmittags in der Schule bei Konferenzen zubringen, Statistiken für die Schulbehörde erstellen, zu Fortbildungen müssen, Klassenarbeiten ausarbeiten und diese in mehreren angepassten Versionen für Inklusionsschüler (Schüler mit Behinderungen) und den Rest der Klasse. Klassenarbeiten korrigieren müssen, Gespräche mit Eltern führen usw.

    Whats App hat den Vorteil, dass man schnell und einfach mal zwischendurch eine kurze Bemerkung loswerden kann. Es werden wesentlich mehr, manchmal sicherlich auch belanglose Dinge ausgetauscht, aber gerade dadurch entwickelt sich ein gewisser Gruppenzusammenhalt.

    Alle Infos die meine Frau über Whats App verteilt sind Zusatzinformationen, zu denen sie nicht verpflichtet ist. Alle anderen Informationen werden natürlich auf Papier verteilt und notfalls per Post.

    Wenn man es Jedem Recht machen muß, hat es nur zur Folge, dass es solch freiwilligen Angebote, wie Zusatzinfos per Whats App in Zukunft nicht mehr von engagierten Lehrern gibt, zum Nachteil der Mehrheit der Schüler und Eltern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.17 14:36 durch ausBln.

  14. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: EQuatschBob 13.04.17 - 14:33

    user787 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Lehrer hat eine einfache und unkomplizierte Kommunikationsmethode im
    > Zeichen der Zeit bereitgestellt. Ich kann darin keinen Fehler erkennen.
    > In unserem Kiga hatten wir sowas von Beginn an.

    Ich finde das Verhalten des Lehrers unmöglich!

    * Die Eltern werden mehr oder weniger gezwungen, sich ein Smartphone anzuschaffen, anderenfalls sind sie “außen vor”.
    * Sie müssen darüberhinaus ihr Smartphone mit proprietären “App-Stores” verbinden und eine nicht-freie Software installieren.
    * Einer US-amerikanischen Privatfirma werden umfangreiche Informationen gegeben. Selbst wenn die Inhalte gut verschlüsselt sind, bleiben die Meta-Daten. Wer kennt wen? Wer kontaktiert wen wann wie oft?

    [zitiert von https://framasphere.org/posts/3129392]

    Schulen und Kindergärten sollten so etwas generell untersagen.

  15. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: ausBln 13.04.17 - 14:43

    Ok elektronische Kommunikationsmittel verbieten, Infos nur noch auf Papier. Wenn die Schüler es nicht zu Hause abgeben per Post. Die Info zur Klassenarbeit am nächsten Tag erreicht die Eltern dann halt erst einige Tage nach der Klassenarbeit.

    Das schon knappe Geld in der Schule muß dann halt für Papier und Porto ausgegeben werden.

    Als Lehrer wird man dann halt nur noch verpflichtende Informationen rausgeben.

    Ich möchte auch noch einmal betonen, die Gründung einer Whats App Gruppe wird beim ersten Elternabend einer neuen Klasse vorgeschlagen, die Teilnahme ist freiwillig und es werden alle wichtigen Infos auch auf anderen Wegen zugänglich gemacht. Die Whats App Gruppe entwickelt sich dann zur "Plauderecke" der Eltern, wo auch der Lehrer Bemerkungen loswerden kann. Der Informationsaustausch und der Zusammenhalt wird dadurch immens gefördert.

    Diese generelle Einstellung, es könnte ja jemand benachteiligt werden, führt dazu jegliches Engagement von Lehrern im Keim zu ersticken und Dienst nach Vorschrift zu machen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.17 14:57 durch ausBln.

  16. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Kacha 13.04.17 - 15:36

    Ganz ehrlich, nach dem was ich so hoere in Richtung Geld, gehe ich davon aus, dass das irgendein Lehrer in seiner Freizeit auf einem alten Rechner schnell einrichtet. Wenn die Schule nachweisen kann, dass das professionell betrieben wird, ok. Allerdings zweifle ich stark daran.

    Das Problem mit dem Aufwand ist, dass wenn man mal anfaengt mehr als eine Loesung zu bieten, jeder genau seine Traumloesung haben will. Mail und Messenger geht noch mit copy-paste. Wenn das jetzt aber jemand auf Papier haben will wird es schon nerviger.

    Das mit den Rueckmeldungen und Chat gebe ich dir recht. Das ist ein Nachteil, wenn es missbraucht wird. Allerdings kann man eben auch Fragen stellen, die andere auch haben und jeder ist sofort informiert.

  17. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: whitbread 13.04.17 - 15:38

    Nein, WA ist und bleibt unverantwortlich. Wer das im Privaten so handhabt ist dumm, ich kann es aber nicht ändern.

    Für die Kommunikation mit allen Nicht-Privaten gehört die Nutzung verboten, egal ob es der Lehrer oder der Radiosender ist.

    Es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gibt. Das Problem an diesen Messengern ist halt der zentrale Server und die Identifikation über die Telefonnummer, die dazu mitsamt dem ganzen Adressbuch mit dem Server abgeglichen wird, um Kontakte zu finden. Solange dieser bei einem Anbieter steht, der dem EU-Datenschutz unterliegt könnte ich da noch mitgehen. Kreative Lösungen wären sicher der eigene Chatserver der Schule, aber da fehlt meist die Infrastruktur.

    Die Alternative Email halte ich aktuell für die beste Lösung. Ich kann ohne grossen Aufwand separate Adressen für unterschiedliche Zwecke haben, bin nicht auf einen bestimmten Anbieter festgelegt und eine Zuordung zu meiner Person kann ich verhindern.
    Für WA müsste ich sonst pro Kind ein Smartphone incl. eigener Telefonnummer haben - das ist unzumutbar!

  18. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Kacha 13.04.17 - 15:46

    Also sind wir gerade bei Whatsapp, Webseite und Email. Du kannst davon ausgehen, dass dann wer kommt, der es noch auf Papier will. Das beste ist aber, du musst alles verwalten.

    Verfuegbarkeit und Datenschutz, ok. Geschwindigkeit, jain bis nein. Email, ja, bis zu Minuten, ok, verschmerzbar, wenn sie gecheckt wird. Webseite, Sekunden bis Monate, je nachdem wann nachgeschaut wird. Weswegen fuer mich Webseite flachfaellt fuer alles was eine kurze Reaktionszeit benoetigt. Damit jemanden zu benachrichtigen klappt nicht wirklich.

    Zum Datenschutz von Email. Jeder der kostenlosen Emailanbieter, nicht Clients, wertet deine Daten aus. Man kann fuer einen Zahlen, aber dann ist es nicht mehr kostenfrei und eine Barriere, oder selber hosten, was genug technisches Verstaendnis benoetigt, die naechste Barriere. Also geht es wieder um Vertrauen, wie bei Whatsapp, und der Provider des Senders hat die Daten, Email-Adressen, von allen angeschriebenen auch, wie bei Whatsapp. Die einzigen die es nicht haben sind die anderen Eltern, das haben sie bei Whatsapp.

    Klar muss sichergestellt werden, dass alle informiert werden. Allerdings hast du dann halt eine nette Anzahl an Wege und Overhead. Und Email als super sicher darzustellen und datenschutzfreundlich darzustellen, wir gehen von normalen, nicht technikaffinen Nutzern aus, naja.

  19. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: Pyry 13.04.17 - 16:05

    whitbread schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, WA ist und bleibt unverantwortlich. Wer das im Privaten so handhabt
    > ist dumm, ich kann es aber nicht ändern.

    Nanana, jemanden als Dumm zu bezeichnen ist nicht gerade nett.
    Die meisten Nutzer wissen nicht was für Daten gesammelt werden oder sie wissen es und es ist ihnen egal.
    Dann gibt es aber noch die Nutzer die es wissen, denen aber die Bequemlichkeit wichtiger / lieber ist und die bereit sind diesen "Preis" zu zahlen.

  20. Re: Wer ist schlimmer, die Datenschutzbeauftragte oder die Eltern?

    Autor: EQuatschBob 13.04.17 - 16:13

    ausBln schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Info zur
    > Klassenarbeit am nächsten Tag erreicht die Eltern dann halt erst einige
    > Tage nach der Klassenarbeit.
    ...
    > die
    > Teilnahme ist freiwillig und es werden alle wichtigen Infos auch auf
    > anderen Wegen zugänglich gemacht.
    ...
    > Der Informationsaustausch und der Zusammenhalt wird dadurch immens
    > gefördert.

    Einerseits schreibst Du, die Teilnahme sei freiwillig, andererseits gibtst Du zu, daß Nichtteilnehmer der Gruppe bei Informationsaustausch und Zusammenhalt benachteiligt werden und sogar die Information zur Klassenarbeit vorenthalten wird.

    Damit werden Eltern einem enormen Druck ausgesetzt, sich ein Smartphone anzuschaffen und proprietäre Software und Dienste zu nutzen. Das ist aus meiner Sicht vollkommen unakzeptabel. Die Eltern, die sich diesem Druck nicht beugen, schaden praktisch ihrem Kind!

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