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Früher hat man was getan
Autor: Sharra 24.07.23 - 14:43
heute veranstaltet man inhaltsleere Livestreams.
Aber hey, die Leute kaufen es doch trotzdem. Warum also was tun? -
Re: Früher hat man was getan
Autor: romconstructOrg 24.07.23 - 15:13
Wie schnell soll man denn da bitte etwas fixen, was gerade erst in nem riesen Patch veröffentlicht wurde?
Ganz davon ab, dass sich schon recht kurz nach dem Livestream (ca. 1 Stunde) direkt was getan hat.
Und meinst du wirklich, weil da 3 Leute sitzen, sich entschuldigen und zumindest teilweise Erklärungen liefern (und ja auch Einiges schuldig bleiben), wird parallel nicht unter Hochdruck weiter entwickelt? Schon in ca. 1 1/2 Wochen soll der nächste Patch kommen, obwohl es initial hieß es soll an sich gar keine Patches mit Änderungen in der Season geben.
Ja Blizzard hat einiges verbockt (nicht nur was diesen Season Patch angeht), aber manchmal frage ich mich echt, was hier erwartet wird. Dass man so ein riesen Projekt mal eben in wenigen Stunden umdrehen und sofort alles fixen kann? Das Balancing super easy ist? In dem "inhaltsleeren Livestream" gehen sie z.B. sogar genau darauf ein, warum "Vulnarability" nicht mal eben angepasst werden kann.
Die Antwort zu Teleport-Timern in Dungeons war lächerlich, aber diverse andere Punkten wurden adressiert. Und alleine die Gesichter/Haltung/Wortwahl der Entwickler/Manger sprachen Bände (oder die beiden sind super Schauspieler).
Wenn Blizzard bzw. das Diablo Team nicht an das hält, was sie zugesagt haben, dann wird es das vermutlich gewesen sein. Aber komplett inhaltsleer war der Stream definitiv nicht.
Drehen wir das Ganze um: Früher hätte man gesagt "okay ihr habt Mist gebaut, aber danke das ihr euch kümmert und hoffentlich haltet ihr auch ein, was versprochen wird". Heute kommen einfach Shitstorms und Meckerei ohne viel Substanz.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 24.07.23 15:14 durch romconstructOrg. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: Sharra 24.07.23 - 16:44
Was erwartet wird, ist eigentlich SEHR einfach.
Wenn ein neues Studio, voller Neulinge im Business, die völlig von ihrem Erfolg überrannt werden, Fehler machen, dann ist das ärgerlich aber völlig natürlich.
Wenn ein Studio wie Blizzard, noch dazu mit dem langen Arm von MS jetzt im Arsch, SO etwas abliefert, obwohl sie mit sehr vielen Spielen davor schon massiv Erfahrungen gesammelt haben, dann ist das nur noch mit absoluter Inkompetenz zu erklären, wenn man Vorsatz freundlicherweise mal ausklammert.
Was erwartet wird ist, dass BLIZZARD so etwas schlicht und ergreifend nicht passiert. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: Truster 24.07.23 - 17:02
Du kannst Blizzard ruhig als neues Studio mit Neulingen im Business sehen, denn nichts anderes ist es, da von dem ursprünglichen Team eh so gut wie nichts übrig ist. Und die neuen meinen, sie können dieses Francise einfach melken. :)
Verifizierter Top 500 Poster!
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Re: Früher hat man was getan
Autor: romconstructOrg 24.07.23 - 17:04
Ich glaube du unterschätzt die Komplexität solcher Projekte.
- Diablo 3: initial nicht gerade ein Glücksgriff (okay wieder Blizzard)
- Square Enix musste das Final Fantasy MMO quasi von Grund auf neu machen, weil es initial völliger Murks war. Die entwicklen auch nicht erst seit gestern
- Anthem von Bioware
- Cyberpunk 2077 (finde ich bis heute klasse, war aber ein Opfer viel zu hoher Versprechungen und vieler Bugs)
- New World (okay, relatives neues Studio aber Geld und Expertise ohne Ende seitens Amazon)
- Fallout 4 kam oft nicht gut an und dann Fallout 76...
Es gibt zich Studios/Projekte die auf die Nase gefallen sind. Erfahrungen in der Branche hin oder her. Und dafür gibt es extrem viele (mögliche) Gründe.
Bei einem Diablo sollte man z.B. immer bedenken, dass es im ARPG Bereich eines der wenigen Spiele ist, was gleichzeitig versucht die "Casuals" und die "Hardcore" Spieler unter einen Hut zu bringen. Alleine das macht das Balancing unheimlich schwer. Ein Path of Exile hat es da z.B. etwas einfacher. Die richten sich einfach eher an Hardcore und fertig.
Klar hast du durchaus Recht damit, dass Blizzard einige Punkte durchaus hätte vermeiden können bzw. müssen. Im Gegensatz zu einem D3 zu Release ist D4 aber deutlich besser angekommen und läuft auch wesentlich stabiler. Da hat man also sehr wohl gelernt.
Der Season 1 Patch ist sicher auch kein Glücksgriff und diverse Änderungen sind absolut nicht nachvollziehbar. Aber der Patch ist auch nicht so "game breaking" wie er manchmal gemacht wird.
Und bei aller berechtigter Kritik verwandeln sich die Kommentarspalten überall halt mal wieder schnell in den üblichen Stammtisch. Jeder wäre immer ein besserer Politiker/Trainer/Entwickler ;) wer aber mal selber in einer entsprechenden Rolle unterwegs ist, der sollte wissen dass es ggf. doch nicht alles so simpel ist. Denn sonst müsste ja ein Studio wie Blizzard alle 4-5 Jahre ein nahezu perfektes Diablo raushauen können. kann ja so schwer nicht sein, man hat 30+ Jahre Erfahrung, es ist doch ganz klar und simpel was die Spieler wollen, also raus mit den Spielen. Die werden doch gekauft wie geschnitten Brot und das freut die "Shareholder". Wenn es doch so simpel ist, warum wird es dann nicht gemacht? :) -
Re: Früher hat man was getan
Autor: TheUnichi 24.07.23 - 21:08
Sharra schrieb:
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> Was erwartet wird, ist eigentlich SEHR einfach.
> Wenn ein neues Studio, voller Neulinge im Business, die völlig von ihrem
> Erfolg überrannt werden, Fehler machen, dann ist das ärgerlich aber völlig
> natürlich.
>
> Wenn ein Studio wie Blizzard, noch dazu mit dem langen Arm von MS jetzt im
> Arsch, SO etwas abliefert, obwohl sie mit sehr vielen Spielen davor schon
> massiv Erfahrungen gesammelt haben, dann ist das nur noch mit absoluter
> Inkompetenz zu erklären, wenn man Vorsatz freundlicherweise mal
> ausklammert.
>
Genau, weil alle ursprünglichen Entwickler, Gamedesigner und Artisten von D1, D2, D3 und DI heute alle noch bei Blizzard arbeiten.
In manchen Köpfen ist echt gähnende Leere, wie kann man so etwas simples nicht verstehen? Etwas vermeintlich SEHR einfaches?
Und was hat MS da schonwieder drin zu suchen, MS hat mit der Entwicklung von D4 exakt _gar nichts_ zu tun, hauptsache man konnte es irgendwie mit einbringen
> Was erwartet wird ist, dass BLIZZARD so etwas schlicht und ergreifend nicht
> passiert.
Ahja, weil Blizzard immer alles perfekt gemacht hat. Verkackte WoW-Addons, verkackte Addon-Starts im Bezug auf Infrastruktur, verkacktes HotS was wieder eingestampft wird, verkacktes Overwatch 2 was für Overwatch 1 Spieler einfach nur ein Schlag in die Fresse ist, Bobby Kotick und sein Harem im Keller....Blizzard ist quasi absolut perfekt und gar nicht aufzuhalten!
FF XIV hat mehr Spieler als WoW. Warcraft ist literally tot. Starcraft kommt nichts mehr. D4 war, ganz nüchtern betrachtet, ein absolutes Desaster. Overwatch ist tot. HotS ist einfach _literally_ tot.
kA ob du noch im 2000er Blizzard lebst, aber 2020 ist Blizzard ein Spielestudio wie jedes andere mit exakt denselben Probleme, genau derselben Mitarbeiter-Volatilität, mit _Menschen_ die dort sitzen und nicht irgendwelche Götter die du seit deinem ersten WoW-Raid verehrst. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: ChameleonAI 25.07.23 - 02:26
Sharra schrieb:
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> heute veranstaltet man inhaltsleere Livestreams.
>
> Aber hey, die Leute kaufen es doch trotzdem. Warum also was tun?
Psst nicht so laut, sonst merken die Leute noch, dass das Studio nicht mehr Blizzard North ist, sondern nur noch den Namen hat und das einzige Ziel die Shareholder glücklich zu machen… -
Re: Früher hat man was getan
Autor: BlindSeer 25.07.23 - 12:35
Aber das geht einfach nicht, du kannst nich Hardcore, Casual, PvE, PvP, Multi- und Singleplayer unter einen Hut bringen. Etwas was postive Auswirkungen auf A hat, hat dann negative Auswirkungen auf B. Im Grunde hast du am Ende etwas, womit alle etwas und keiner richtig zufrieden ist. Daher sollte man sich eben auf eine Kerndisziplin festlegen. Was mache ich? Für wen mache ich es?
Und soweit ich gelesen habe, hat Blizz ja genau das Gegenteil von dem gemacht, was als Community Feedback kam. Zumindest in Teilen. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: nachgefragt 25.07.23 - 12:47
TheUnichi schrieb:
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> aber 2020 ist Blizzard ein Spielestudio wie jedes andere mit exakt denselben Probleme
Wenn es nach dem Entwickler Studio Blizzard ginge wäre das sicherlich auch heute noch anders.
Abwärts ging es als Blizzard zu einem Publisher wurde (bzw. nach dem Zusammenschluss von Vivendi/Blizzard und Activision). Also ca. seit 15 Jahren.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.23 12:48 durch nachgefragt. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: bananensaft 25.07.23 - 12:49
Sharra schrieb:
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> Was erwartet wird, ist eigentlich SEHR einfach.
> Wenn ein neues Studio, voller Neulinge im Business, die völlig von ihrem
> Erfolg überrannt werden, Fehler machen, dann ist das ärgerlich aber völlig
> natürlich.
>
> Wenn ein Studio wie Blizzard, noch dazu mit dem langen Arm von MS jetzt im
> Arsch, SO etwas abliefert, obwohl sie mit sehr vielen Spielen davor schon
> massiv Erfahrungen gesammelt haben, dann ist das nur noch mit absoluter
> Inkompetenz zu erklären, wenn man Vorsatz freundlicherweise mal
> ausklammert.
>
> Was erwartet wird ist, dass BLIZZARD so etwas schlicht und ergreifend nicht
> passiert.
Uff, diese Erwartungshaltung. Hat die Dein Chef auch an Dich, dass immer alles perfekt und rund läuft? Wobei. Vermutlich noch Schule, anders kann ich mir sowas nicht erklären. Teenies dürfen das noch. vom Rest erwarte ich, dass man nachdenkt bevor man postet. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: bananensaft 25.07.23 - 12:52
BlindSeer schrieb:
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> Aber das geht einfach nicht, du kannst nich Hardcore, Casual, PvE, PvP,
> Multi- und Singleplayer unter einen Hut bringen. Etwas was postive
> Auswirkungen auf A hat, hat dann negative Auswirkungen auf B. Im Grunde
> hast du am Ende etwas, womit alle etwas und keiner richtig zufrieden ist.
> Daher sollte man sich eben auf eine Kerndisziplin festlegen. Was mache ich?
> Für wen mache ich es?
das ist schon richtig, aber bei D2 haben sie das ja hinbekommen. Ich bin eher Casual und habe lange und viel D2 gespielt. Hardcore war auch drin, mit den HC Modus, PvP hat auch funktioniert. Also da war schon sehr viel drin von einer Eierlegendenwollmilchsau ;)
Ich glaube ja, ein D2 mit neuen Akten, neuer Geschichte und neuer Grafik wäre auch gut angekommen - anstatt alles neu zu machen :D -
Re: Früher hat man was getan
Autor: BlindSeer 25.07.23 - 13:08
D2 hatte noch kein "Endgame" damals. Man konnte nur eben immer neue Runs machen. Der Aspekt ist zum Beispiel völlig außen vor. Die Inhalte gingen nur bis X, weil es ein Spiel "alter Schule" war. "Endgame" ist für mich auch nach wie vor ein Paradox. Ein Spiel dass nach dem Spiel beginnt? Hmmm... ;)
IIRC war auch PvP eher ein "Tagged on", wie bei Sacred und Co. Man konnte es halt mache, aber der primäre Fokus lag auf PvE. Es war eher wie bei anderen Spielen, die man halt primär solo spielt und auch CoOp durchzocken kann. Zumindest in meiner Bubble hat keiner die Fokus auf Multiplayer gelegt. Wir haben alle die Story genossen, die Atmosphäre und das Spielen mit Builds. Ich habe online Mal kurz reingeschaut und schnell entschieden, dass das nix für mich ist. Also gab es höchstens Mal LAN Partys. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: Sharra 25.07.23 - 13:09
Wenn dir dein Chef ständig wieder und wieder durchgehen lässt, dass du den selben Fehler wiederholst, dann ist das sein Problem, und dein Glück.
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Re: Früher hat man was getan
Autor: romconstructOrg 25.07.23 - 13:21
BlindSeer schrieb:
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> Aber das geht einfach nicht, du kannst nich Hardcore, Casual, PvE, PvP,
> Multi- und Singleplayer unter einen Hut bringen. Etwas was postive
> Auswirkungen auf A hat, hat dann negative Auswirkungen auf B. Im Grunde
> hast du am Ende etwas, womit alle etwas und keiner richtig zufrieden ist.
> Daher sollte man sich eben auf eine Kerndisziplin festlegen. Was mache ich?
> Für wen mache ich es?
> Und soweit ich gelesen habe, hat Blizz ja genau das Gegenteil von dem
> gemacht, was als Community Feedback kam. Zumindest in Teilen.
Aber genau das traut sich Blizzard halt seit zich Jahren. Egal ob die Diablo Reihe (seit Teil 2), Starcraft, Hearthstone, HotS, Overwatch, Warcraft-Reihe (ja inkl. WoW)...
Mit Ausnahme von HotS (das kam zu spät nach Dota/LoL und da haben sie leider Fehler gemahct und es abgesägt, es wird aber weiterhin gespielt und hat sogar Turniere), sind/waren alle Titel sehr erfolgreich und beliebt durch alle Gruppen von Spielern.
Klar gibt es persönliche Befindlichkeiten warum man mal etwas nicht mag (ich mag Shooter aber z.B. kein Overwatch, ich mag Trading Card Games aber kein Hearthstone) . Aber möchtest du ernsthaft bestreiten, Blizzard darin etwa nicht erfolgreich und gut ist (war)?
Sie trauen sich das eben und haben es sich auch mit D4 wieder getraut. Hier wirkt es nur aktuell so, als wären Sie nach einigen Fehlgriffen (WC3 Reforged, Diablo Immortal...auch wenn das viel Kohle generiert, etc.) und den Skandalen rund um die Firmenkultur, sehr extrem darum bemüht jeden sofort zufrieden stellen zu wollen.
Beispiel: In der Beta wurde dermaßen über Barbar und Druide gejammert und es gab einen Aufschrei nach dem anderen, obwohl man die Klasse maximal bis lvl 25 spielen konnte. Auch diverse Streamer, die vorab schon mehr Inhalte in der Alpha testen durfte, haben versucht zu erläutern, dass man erst mal auf weiteren Content warten soll. Abr nein, die Community hat rumgeschrien, Blizzard scheint sehr nervös und hat insbesondere den Barbaren inital völlig überdreht beim Release.
Und so ging es jetzt weiter. Anstatt sich mal mehr Zeit zu lassen, wird da zu schnell gepatched. Und man ist sich auch in der Spielerschaft weitestgehend einig, dass die Season zu früh gekommen ist. Blizzard will wohl zeigen, dass man dieses "Service Game ohne P2W" ernst nimmt und will deshalb sehr schnell liefern. Strategisch nach Ansicht viele keiner gute Entscheidungen.
Nur dummerweise wird heutzutage halt sehr schnell und sehr viel laut geschriehen.
Hinzu kommt dann aber wohl auch noch, dass Blizzard in einigen Punkten beratungsresistent ist. Hätte man damals bei HotS zugehört, würde es heute super dastehen. Wollte man aber nicht. Hätte man bei D4 beim Alpha Feedback besser zugehört (lt. Personen die in der Alpha waren, wurde das mit dem Inventar als Beispiel da schon angemerkt), hätte man ggf. heute weniger Probleme.
Und auch wenn das heutige Blizzard nicht mehr das Blizzard von Diablo 2 oder Warcraft 2 oder StarCraft 1 ist bleibe ich dabei: sie trauen sich eben weiterhin mit als einziges (mir bekanntes) Studio den großen Spagat in Sachen Balancing zu und es pauschal als Fehler abzutun sehe ich asl falsch an. Eben mit Verweis auf die Firmenhistorie die klar zeigt, dass sie es schon oft geschafft haben.
Da du auch die GameStar bzw. Maurice Weber verfolgst, könntest du bei ihm auch was dazu finden. Zumindest hat er kürzlich sehr ausführlich dazu im Stream Einiges erläutert.
PS:
Bevor es wieder falsch interpretiert oder bewusst falsch verstanden wird: Seitdem Activision eingestiegen ist, ging es meiner Ansicht nach bei Blizzard leider den Bach runter. Diverse Richtungen die eingeschlagen wurden, sind absolut nur noch mit purer Geldgeilheit zu erklären, abgesehen von einer teils wohl katastrophalen Firmenpolitik.
D4 ist hier ein wenig der letzte "Rettungsanker" und hat mir persönlich und sehr vielen anderen bisher halt doch viel Spaß gemacht. Ich habe lange überlegt, ob ich es mir überhaupt kaufe und die Entscheidung erst nach der Beta und konkreteren Details zum Shop bzw. BattlePass getroffen. D3 habe ich damals z.B. erst gekauft, als das AH nicht mehr vorhanden war. Ist also nicht so, als fände ich alles blind gut, was Blizzard so treibt.
Es geht mir immer nur wieder darum, dass diverse Themen extrem hochgekocht werden, obwohl sie nicht ansatzweise so wild sind.
Konstruktive Kritik ist eben das Eine, dass ewig gleiche und wenig fundierte Gemecker das andere. Aber vielleicht ist es j auch eher Trollerei und macht Spaß :)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.07.23 13:41 durch romconstructOrg. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: bananensaft 25.07.23 - 13:22
Sharra schrieb:
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> Wenn dir dein Chef ständig wieder und wieder durchgehen lässt, dass du den
> selben Fehler wiederholst, dann ist das sein Problem, und dein Glück.
Ahja. ein komplett neu entwickeltes Spiel mit neuem Skillset und neuer Welt und neuer Technik ist also für Dich "derselbe Fehler". Ja dann brauchen wir nicht weiter diskutieren, ist sinnlos. Du hast ja Deine Meinung und Argumente verwirren da nur. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: BlindSeer 25.07.23 - 13:43
In Summe nehme ich halt das allgemeine Feedback von Usern und Presse wahr. Balancing ist IMMER ein heikles Thema, gerade wenn man PvE und PvP ohne getrennte Skills unter einen Hut bringen will. Kenne das von anderem Spielen, wo mein PvE Build kaputt war, weil es wegen PvP Nerfs gab.
Ich sehe in Sachen Balancing nichts besonderes, also nicht das einzige Studio. Jedes Studio welches mehrere Klassen hat versucht die zu balancen, umso mehr, wenn es um Online-Funktionen geht. Dann muss man da einfach eingreifen, schon alleine um nicht nur Klasse X auf der Karte zu haben. :) Was man aber eben durch die Bank weg merkt ist genau das was du sagst: Feedback wird ignoriert, sie sollen ja zum Teil genau das Gegenteil gemacht haben.
Ebenso gebe ich dir recht, dass immer irgendwer schreien wird. ;) Aber genau da muss man eben schauen für wen man eigentlich das Spiel machen will. Für Endgamer? Dann streich den Großteil der Welt, die sehen den nicht, dann brauchst du Innis zum Grinden und wollen am liebsten gar nicht leveln. Für den Explorer? Dann brauchst du eine große Welt, in der es viel zu entdecken gibt, Inis sind hingegen pure Langeweile. Für den Bastler? Dann brauchst du komplexe Systeme, damit man schön theorycraften kann. Das ist aber wiederum Null was für den Casual, der einfach nur einschalten und Schnetzeln will. Überschneidungen gibt es natürlich zwischen den Gruppen, aber eben auch gegenteilige Bedürfnisse. Einen theorycraftenden Explorer wirst du finden, einen theorycraftender Casual dürfte aber ein Exot sein. :)
Vom Balancingaspekt und vom Contentspaket sind da total unterschiedliche Bedüfnisse zu erfüllen. Blizz ist da für mich seit langem kein "mutiges" Studio mehr, da schaue ich eher zu Larian. Ist aber auch nicht schlimm, aber nach allem was ich lese wirkt es in D4 etwas "richtungslos", als ob man noch keine richtige Linie gefunden hätte, die man nun bedienen will, mit der entsprechenden Kundschaft die man fokussiert. finde ich aber auch schade, denn ich gönne jedem ein gutes Spiel. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: romconstructOrg 25.07.23 - 14:09
Jetzt wirfst du aber Klassen Balancing und den Versuch X verschiedene Spielertypen unter einen Hut zu bringen etwas über den Haufen, oder?
Dein initiales Beispiel mit PvP und PvE passt ganz genau. Da straucheln Viele *hust* New World *hust*). Dann aber beziehst du dich auf Klassen Balancing. Letzteres machen Viele recht gut, Ersteres trauen sich nur wenige und noch weniger kriegen es hin.
Riot versucht Ähnliches mit LoL, Valorant, Legends of Runeterra (ich meine so heißt deren Hearthstone Variante) und ist recht gut darin. Sonst wird die Luft dünn.
Und ja Larian ist super und ich freue mich schon auf BG 3. Da darf man gespannt sein, ob ihnen der Spagat gelingt alleine schon vom Umfang her. Siehe Pathfinder Spiele. Die sind zu "nerdy" für Leute die kein P&P spielen. BG 3 wird jetzt schon im Vorfeld von anderen Entwicklern und Spielemagezinen kritisiert und skeptisch beäugt, weil ggf. viele Spieler ausgeschlossen werden könnten auf Grund der Komplexität usw.
Und Feedback wird ignoriert ist eben so ein Ding:
Oft wird entweder nur eine gruppe gehört, die besonders laut schreit. Seien das nun Leute auf Reddit, Twitter Shitstorms, Review Bombings, oder Streamer mit zich millionen Klicks.
Früher gab es nicht so viele offensichtliche Kommunikationskanäle und die Presse ist auch nicht immer sofort eingestiegen. Ja da ist auch mal was aus dem Ruder gelaufen, dann musste man eben 1-2 Monate warten und mit dem nächsten Patch war es dann oft besser/geregelt. Weil die Studios sich Zeit nehmen konnten.
Aber jetzt, bei unserem prominenten Beispiel hier, ist es eben der absolute Panik-Modus.
Und da fehlt mir persönlich dann auch die Einordnung von Golem (was ich ja schon mehrfach bei der ganzen D4 Diskussion gesagt habe). Es zieht halt besser wenn man schreibt "Spieler voll sauer auf Blizzard", als dass mal etwas einzuordnen. Aber die Zeit hat eben keiner und daher diskutieren wir hier fröhlich jedes Mal tagelang :) -
Re: Früher hat man was getan
Autor: BlindSeer 25.07.23 - 14:35
Eigentlich gehören diese Dinge für mich zusammen beim Balancing. :) Ich muss PvE anders balancen als PvP, bzw. das Balancing vom einen beeinflusst das andere. Dazu gehören eben auch die Klassen. Allgemein gesprochen: Sehe ich in einem Bereich des SPiels fast nur Klasse X, dann ist die sehr wahrscheinlich OP und braucht einen Nerf. Sehe ich eine andere Klasse gar nicht, dann braucht die eher einen Buff. Gerade bei Online-SPielen sollten die Studios gut Statistiken haben was wie viel gespielt wird. :)
Das war also weniger ein Versuch das Thema zu wechseln, sondern eher eine Darstellung der Komplexität. :) Klassen- und SPielbereichsbalancing gehören zusammen. Contentbalancing ist dann wirklich ein anderes Feld, das ist das Balancing der Zielgruppen. Sozusagen Ingame und Out of Game Balancing. :D
Larian wurde gegründet um das Rollenspiel ihrer Träume zu bauen, die sind halt voll auf Fokus getrimmt und nehmen die kleinere Zielgruppe hin. Finde ich mutig und zielorientiert. Unsinnig finde ich dann so Kritiken "Wird BG3 zu gut? Traut sich dann keiner mehr ein RPG zu machen?" 0_o Es kommen sowieso so gut wie keine wirklichen RPGs mehr auf den Markt. Ich hoffe eher, dass es ein Revival gibt.
Kommunikationskanäle gab es früher weniger, wobei du da sehr weit zurück musst. War früher (TM) auch schon bei Sacred 1 im Forum aktiv, da gab es Feedback, Austausch und so weiter. Als Studio hat man dann natürlich durchaus auch die Pflicht zu differenzieren und mit seinen Spieldaten abzugleichen und vor allem die Ohren ggf. auf Durchzug zu stellen, wenn die OP Klasse generft wurde. ;) Diese Kanäle sind Segen und Fluch zugleich, erfordern also immer einen Reality Check, da sind wir uns denke ich einig. Wenn eine Gruppe lautstark heult "KLasse X ist im PvP viel zu schwach!" und dann die Statistik sagt, dass sie von 30% der Leute in dem Bereich gespielt wird, dann gibt es eine gewisse Dissonazn.
Was diese ganzen Kanäle auch für einen Nachteil haben: Man kann seinen Frust in die Welt raus schreien und bekommt ordentlich Echo von jenen, die es genauso so sehen, steigert sich also rein. Schlimm wird es dann noch, wenn die Online Magazine als News aufgreiden, stimmt durchaus. :) -
Re: Früher hat man was getan
Autor: romconstructOrg 25.07.23 - 15:25
BlindSeer schrieb:
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> Larian wurde gegründet um das Rollenspiel ihrer Träume zu bauen, die sind
> halt voll auf Fokus getrimmt und nehmen die kleinere Zielgruppe hin. Finde
> ich mutig und zielorientiert. Unsinnig finde ich dann so Kritiken "Wird BG3
> zu gut? Traut sich dann keiner mehr ein RPG zu machen?" 0_o Es kommen
> sowieso so gut wie keine wirklichen RPGs mehr auf den Markt. Ich hoffe
> eher, dass es ein Revival gibt.
Bei den unsinnigen Kritiken bin ich absolut bei dir.
Aber ansonsten zeigst du mit Larian ja ganz genau, warum man die eben nicht mit Blizzard vergleichen kann. Larian will ein ganz bestimmtes Zielpublikum bedienen. Blizzard will, dass möglichst alle Spaß haben (bzw. seit Activision, dass man möglichst viel Kohle aus allen rausquetschen kann...). Ja gewisse Niechen wird man dabei immer außen vor lassen müssen. Nur genau den Spagat meinte ich ja eben. Blizzard macht es seit jeher (die Anfänge mit Lost Vikings etc. mal außen vor, wir starten mal bei WC 2). Viele andere gehen diesen Weg nicht und man kann es ihnen auch nicht verdenken.
Das Blizzard es dennoch über Jahrzehnte geschafft hat so erfolgreich zu sein und extrem gute Spiele zu entwickeln, war und ist halt eine große Kunst. Sicher hätten sie es viel einfacher, wenn sie einen anderen Weg gehen würden. Dann hätten wir ggf. auch alle 5-6 Jahre ein neues Diablo und nicht alle 10-11 Jahre.
Und das ist eben genau das Ding, um wieder zurück auf das Thema hier zu kommen. "Früher hätte man was getan" ist, mit Verlaub, einfach ohne jedwedes Verständnis für die Komplexität von so einem Projekt bzw. Softwareentwicklung formuliert. es ist eine Mammutaufgabe. man kann jetzt immer sagen "selbst Schuld, sollen sie doch einfach ein Casual ARPG machen". Ja hätten sie machen können, ahben sie aber nun mal nicht, weil das Studio eine andere Philosophie hat. Larian hätte auch das x-te Casual RPG machen können. Haben sie aber nicht, sie haben erst Divinity und jetzt eben BG 3 gemacht und für Letzteres hat man ggf. sogar am meisten Spaß, wenn man D&D 5e tiefergehend kennt (haben sie ja selbst gesagt).
Das finde ich bewundernswert und bedenke so was eben auch, bevor ich mit Kritik anfange. -
Re: Früher hat man was getan
Autor: Kone82 25.07.23 - 17:06
Das größte Problem mit den neuen Patch sind doch weniger die zu vielen Nerf und zu wenigen Buffs, sondern das der Main Charakter absolut unbrauchbar für Endgame Content geworden ist. Diese Kritik wurde bereits vir Release der Season geäußert, geantwortet wurde darauf mit das man nicht zwangsläufig einen neuen erstellen muss, es lediglich eine Option ist und man auch seinen Main Charakter weiter verbessern kann, was einfach eine Lüge ist.
War kurz vor Patch soweit mit meinen Totenbeschwörer über Lilith ehrlich solo besiegen zu können, ohne über Build, Blutkugel Glitch, usw. Sondern mit meinen eigenen Knochensperr Build, der stark anders war als der Knochensperr "Meta" Build. Konnte Problemlos 65 NM Dungeons Solo Laufen ohne zu sterben. Jetzt durch Nervs weit davon entfernt einen 65er überhaupt zu schaffen oder ernsthaft Lilith in Angriff nehmen zu können. Wenn man jetzt Endgame spielen möchte, muss man neue Charaktere erstellen, da ja zu den Nerfs im Season Realm es als Ausgleich diese Herzen gibt, die viele neue Möglichkeiten bieten die Nerfs auszugleichen und genau hier liegt das Kernproblem des Patches, um das volle Spiel Erlebnis erleben zu können muss man komplett neu anfangen und das war bei D3 nicht einmal ansatzweise so extrem das neue Möglichkeiten zu skillen im Normal nicht Season Realm vorenthalten wurde.
Für die "Gelegenheitsspieler", für die nicht ständig neue Charactere erstellen wollen besteht somit mit jeder Season und jeden Patch die Angst neu anfangen zu müssen oder stundenlanges lang farmen fürs um skillen um halbwegs hohe NM Dungeons laufen können.
Zur season, es ist ja in Ordnung das man dort extra Story hat und Möglichkeiten Cosmetics freizuschalten, aber das es die neuen Herzen/Edlesteine nur in der Season gibt, die die willkürlichen nerfs ausgleichen, geht zu weit und zeugt davon das die Spieler Blizzard nicht im geringsten interessieren, Vorallem da vor Release der Season Blizzard mit diesen Ängsten vieler Spieler Konfrontiert wurde, das der Main mit Einführung der Season unbrauchbar wird. Es lediglich eine Season und kein DLC, also auch kein Verständnis das main character nicht mehr endgame tauglich ist und ihm diese Herzen vorenthalten werden.
Es ist immer noch ein RPG und für viele Spieler gehört da eine Bindung zum Main Charakter einfach dazu, war schon immer so bei vielen, aber nicht bei D4 da soll man alle 3 Monate bei Null Anfangen oder ständig mit einen Stark benachteiligten Main Character zu Frieden sein.
Habe für das Spiel gezahlt und nach nicht einmal 2 Monaten wurde die investierte Spielzeit von meinen Main zu nichte gemacht, Vorallem die nach Level 80, hätte mich mir schenken können, kurz bevor ich Lilith besiegt hätte wurde massiv genervt und das komplette Spielergebniss zerstört.
Hätte einen Season Charakter angefangen, nebenbei für Abwechslung zum Totenbeschwörer und die fürein paar seasonpass Inhalte, aber habe durch diesen Patch keine Lust mehr auf das Game, da mich neben denn Totenbeschwörer nur der Jäger noch reizt zu zocken. Also tolle Aussichten, jeden Season neu anzufangen mit maximal 5 unterschiedlichen Charakteren, wo nur drei für mich interessant sind und ab Season 9 dann alle 10 Charakter Plätze mit 2 Klassen belegt sind.



