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Hoheitliche Aufgabe

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  1. Hoheitliche Aufgabe

    Autor: tomschrot 13.05.21 - 11:39

    Es wird allerhöchste Zeit, dass WIR -und damit sind alle Staatsbürger dieses Landes gemeint- endlich akzeptieren, dass wir im 21 Jahrhundert leben und sich die Uhr nicht wird zurückstellen lassen! Da hilft kein Jammern und kein Greinen, wir brauchen längstens ein zentrales online Bürgerkonto das als staatliche Stelle gehosted und verwaltet wird. Punkt! Unsere Daten sind ja bereits weitestgehend digital erfasst, nur eben bei jeder Behörde als gesonderter Datensatz der eben nicht mit anderen Behörden aufgrund nicht vorhandener standardisierter Schnittstellen austauschbar ist. Da liegt der Hund begraben. Diese dämliche föderalismus Debatte bin ich echt leid, was dabei herauskommt sieht man seit der Pandemie ja an unseren Schulen. Es wird allein hierbei so viel Steuergeld durch reibungsverluste verballert, dass sich damit locker mehrere staatliche Rechenzentren betreiben ließen. Ich fordere die Ministerpräsidenten hiermit auf, endlich ihr Ego hinten an zu stellen und mal tragfähige, Zukunftsorientierte Digitale Konzepte zum Wohle aller Bürger im ganzen Land zu beauftragen. (Mir ist klar, dass die Fachkompetenz unserer Politiker dazu bei weitem nicht ausreicht, aber wir haben hervorragende Institute (FHG) die das können.)

    Das ständige herum genörgel von selbsternannten Datenschützern á la CCC, nützt als Beitrag zur Verbesserung der Umstände genau gar nichts. Wie wäre es denn, wenn diese Experten statt zu jaulen gut durchdachte fertige Konzepte ausarbeiten und diese öffentlich als Diskussionsgrundlage einbringen? Da wird es relativ schnell still im Wald, weil das ja Hirnschmalz und Arbeit erfordert und dafür langts dann nicht mehr. Und das sind dann auch noch die gleichen Leute die mit freuden den amerikanischen Datenkraken ihre vollständige Biografie überlassen und auf Frage nach dem Datenschutz lediglich schulterzuckend meinen “so ist das halt”!?

    Glaubwürdigkeit fehlanzeige!

    imho

  2. Re: Hoheitliche Aufgabe

    Autor: goto10 13.05.21 - 12:21

    > Es wird allerhöchste Zeit, dass WIR -und damit sind alle Staatsbürger
    > dieses Landes gemeint- endlich akzeptieren, dass wir im 21 Jahrhundert
    > leben und sich die Uhr nicht wird zurückstellen lassen! Da hilft kein
    > Jammern und kein Greinen, wir brauchen längstens ein zentrales online
    > Bürgerkonto das als staatliche Stelle gehosted und verwaltet wird. Punkt!

    Nein. Der Staat muss nicht alle Daten sammeln, der er sammeln kann. Konsequente Datensparsamkeit auch auf Seiten des Staates. Punkt! Um vor Missbrauch zu schützen sollte es auch keine zentrale Speicherung geben. Unbequem? Ja, aber das ist mir viel lieber als das am Ende der große Missbrauch steht.

    > Unsere Daten sind ja bereits weitestgehend digital erfasst, nur eben bei
    > jeder Behörde als gesonderter Datensatz der eben nicht mit anderen Behörden
    > aufgrund nicht vorhandener standardisierter Schnittstellen austauschbar
    > ist. Da liegt der Hund begraben. Diese dämliche föderalismus Debatte bin
    > ich echt leid, was dabei herauskommt sieht man seit der Pandemie ja an

    Der "dämliche Föderalismus" entstand aus der Erfahrung des Dritten Reiches. Klar gibt es Reibungsverluste, aber die sind mir bedeutend lieber als wieder zentralistischen Strukturen zu etablieren, welchen mit Sicherheit künftig in einen erneuten totalitärem System endet. Ansätze sind schon jetzt erkennbar und das macht mir Angst.

    Im übrigen ist es das gleiche Argument wie bei der Diskussion Demokratie vs Diktatur. Auch eine Diktatur hat weniger Reibungsverluste. Willst du das wirklich?

    > Zukunftsorientierte Digitale Konzepte zum Wohle aller Bürger im ganzen Land
    > zu beauftragen. (Mir ist klar, dass die Fachkompetenz unserer Politiker
    > dazu bei weitem nicht ausreicht, aber wir haben hervorragende Institute
    > (FHG) die das können.)

    Das sind keine zukunftsorientierte Konzepte für mich, das ist der Einstieg in die totale Kontrolle des Bürgers. Das Thema ist auch nur am Rande eine technische Diskussion wie die andeutest "Fachkompetenz ... Politiker", es geht um die Ausrichtung unseres Staates, wie wir leben wollen. Zentral verwaltet von einer totalitären Expertenregierung (wobei klar sein sollte: Auch Experten sind nicht immer einer Meinung, welche Experten sollen bestimmen was gemacht wird?) oder doch lieber mit hitzigen, langwierigen Diskussion im Ringen um den richtigen gesellschaftlichen Weg. Letzteres ist mir lieber, im ersteren möchte ich nicht mehr leben.

    > Glaubwürdigkeit fehlanzeige!

    Meinung müssen nicht immer 100% übereinstimmen. Das ist eher die Ausnahme. ;-)

    Du hast offenbar eine andere Meinung darüber, wie ein Staat funktionieren sollte. Trotzdem würde ich niemals sagen das du Unglaubwürdig bist. Auch nicht das meine Vorstellung moralischer wäre als Deine und umgekehrt natürlich auch nicht. Es ist schlicht und einfach ein andere Weg.

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