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Hoffentlich illegal

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  1. Hoffentlich illegal

    Autor: lala1 09.11.21 - 18:16

    Dann sind nämlich die ganzen kack Consentpopups illegal und der Mist verschwindet endlich wieder. Dann dürfen diese ganzen Webseiten nämlich gar nicht tracken weil die Trackingcookies als "nicht notwendig" eingestuft werden.
    Weg mit dem Mist, dem Tracking, verhaltensbasierter Werbung etc - das ist alles eine üble Seuche.

  2. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: Bermuda.06 09.11.21 - 19:58

    lala1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann sind nämlich die ganzen kack Consentpopups illegal und der Mist
    > verschwindet endlich wieder. Dann dürfen diese ganzen Webseiten nämlich gar
    > nicht tracken weil die Trackingcookies als "nicht notwendig" eingestuft
    > werden.
    > Weg mit dem Mist, dem Tracking, verhaltensbasierter Werbung etc - das ist
    > alles eine üble Seuche.

    Ich spüre eine tief sitzende Empörung. Ich weiß das Thema ist komplex, aber um ehrlich zu sein sind die ersten beiden Sätze fachlich falsch und darüber hinaus haben diese noch nicht mal etwas mit der spezifischen Thematik aus dem Artikel zutun.

  3. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: forenuser 09.11.21 - 20:21

    Der Punkt ist das der Mensch das zu verkaufende Produkt ist. Und das nicht nur bei irgendwelchen Netzwerken, bei denen man sich aktiv anmelden muss, sondern auch (fast) jeder werbetreibenden Webseite, selbst wenn ich für den Zugriff auf dessen Inhalte bezahlen muss - ich muss ja erstmal die Anmeldung durchführen.

    Diese Online Werbestalker sind ebenso asozial wie doe Offlinewerber, die mir trotz entsprechenden Hinweis auf meinem Briefkasten in selbigen kacken. Alleine, dass ich darauf hinweisen muss, dass man mir doch bitte weder den Briefkasten noch den Computer (digital) dichtkackt...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  4. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: mk2 09.11.21 - 21:21

    Vorweg: Ich bin selbst in der Werbeindustrie tätig. Manchmal erschreckend welche Daten wir verarbeiten, andererseits sehe ich mit beruhigendem Auge, dass die Personenbezogenheit sehr abstrakt ist - und im Grunde uninteressant. (Über unser Kundenfeedback Tool weiß ich übrigens, dass sich die meisten Kunden über Werbung beschweren die nicht ihre Interessen trifft. (Extrem störend Werbeformate haben wir nicht.)

    Ich frage mich bei deinem Beitrag, ob du für alle Internetdienste die du nutzt bezahlst. Wärst du dazu bereit? Hast du einen Golem Pur Account?
    Entschuldige die gehässige Frage, aber ich halte es für unrealistisch das es die Vielfalt im Internet ohne Werbefinanzierung gäbe. Was wäre also die Alternative?

  5. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: Extrawurst 09.11.21 - 22:07

    mk2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg: Ich bin selbst in der Werbeindustrie tätig. ...
    >
    > Ich frage mich bei deinem Beitrag, ob du für alle Internetdienste die du
    > nutzt bezahlst. Wärst du dazu bereit? Hast du einen Golem Pur Account?
    > Entschuldige die gehässige Frage, aber ich halte es für unrealistisch das
    > es die Vielfalt im Internet ohne Werbefinanzierung gäbe. Was wäre also die
    > Alternative?

    Wie üblich, wenn es gegen die Tracking-Seuche geht, kommt sofort die "sei froh, sonst Paywall"-Keule.

    1. Hat das Internet anfangs auch mit "normaler" Werbung funktioniert. Und auch Werbung im TV oder gedruckte Werbung, die naturgemäß nicht tracken kann, ist immer noch erfolgreich und entsprechende Werbeplätze auch teuer. Von daher kauf ich es niemandem ab der sagt, dass *trackende Werbung* im Internet alternativlos sei, wenn nicht alles hinter einer Paywall verschwinden soll.

    2. Ja ich würde für *gute* journalistische Angebote einen verhältnismäßigen Preis zahlen. Alles über 5¤ ist aber imho nicht mehr verhältnismäßig. Eine Alternative wäre es, Einzelkäufe für Artikel oder Tagespässe anzubieten. Auf die Weise könnte man auch Artikel und Autoren unterstützen, die einem wirklich gefallen - und finanziert nicht wie bei aktuellen Abomodellen noch einen Sascha Lobo mit. Ich will einfach nur das bezahlen, was ich auch wirklich als unterstützenswert erachte.

    3. "Manchmal erschreckend welche Daten wir verarbeiten, andererseits sehe ich mit beruhigendem Auge, dass die Personenbezogenheit sehr abstrakt ist" - irrelevant. Metadaten sind bereits ausreichend, um ein Profil zu erstellen. Außerdem werden ja meistens nicht die Menschen, sondern die Geräte getrackt. Und da kennt das Fingerprinting im Grunde keine Grenzen. Erkennst du das Smartphone von jemandem, ist es völlig einerlei, ob du Namen und Geburtsdatum der realen Person dahinter kennst.

    PS: Solange die Internet-Werbeindustrie auf Tracking (und Dinge Animationen, Overlays und Fake-Betriebssystem-Fenster) besteht, werde ich auf meinen Adblocker bestehen. Und da bin ich nicht der einzige. Die Werbeindustrie hat diesen Krieg begonnen - Adblocker sind Notwehr.

  6. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: User_x 10.11.21 - 00:35

    mk2 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vorweg: Ich bin selbst in der Werbeindustrie tätig. Manchmal erschreckend
    > welche Daten wir verarbeiten, andererseits sehe ich mit beruhigendem Auge,
    > dass die Personenbezogenheit sehr abstrakt ist - und im Grunde
    > uninteressant. (Über unser Kundenfeedback Tool weiß ich übrigens, dass sich
    > die meisten Kunden über Werbung beschweren die nicht ihre Interessen
    > trifft. (Extrem störend Werbeformate haben wir nicht.)
    >
    > Ich frage mich bei deinem Beitrag, ob du für alle Internetdienste die du
    > nutzt bezahlst. Wärst du dazu bereit? Hast du einen Golem Pur Account?
    > Entschuldige die gehässige Frage, aber ich halte es für unrealistisch das
    > es die Vielfalt im Internet ohne Werbefinanzierung gäbe. Was wäre also die
    > Alternative?

    Ist da nicht die Kreativität der Werbetreibenden gefragt?

    Anstatt mit irgendwelchen Zahlen zu jonglieren und zu glauben Personen indexieren zu können gibt es bestimmt andere Formate. Sprich Payback und Co. Warum soll man glauben, dass das Opfer zufrieden sein soll mit irgendwelchen Plakaten oder Werbung die ihn hindert, das zu erreichen was er will - ungestört Artikel lesen. Auch Insbesondere die Marken die ich verwende, will ich eigentlich noch weniger sehen, weil ich direkt an das negative denke. Ja Tatsache und nicht so wie du es sagst, nur dann rebelliere, wenn etwas gesehen wird was man nicht will.

    Wieso werden keine Artikel gesponsert die mit dem Anbieter nichts zu tun haben? Gabs früher in Zeitungen z.B. Wieso nicht ein Budget für 2 Stunden Golem.Pur, je Zufall ausgewähltem Surfer?

    Ich kenne es auch bei uns, da wird was hingerotzt und danach gemutmaßt. Wenn aber die Kundenberater Kundenanfragen präsentieren, wird abgewiegelt und auf Statistiken verwiesen als als klaren Aussagen der Kunden vertraut.

  7. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: Bermuda.06 10.11.21 - 07:40

    - Das Internet von damals war ein anderes. Gerade im Bereich von News war das damals bestenfalls ein kleines Zubrot und die Haupteinnahmen kamen über Print. Letzterrs ist kaum noch existent, das heißt man muss sich hauptsächlich über Online finanzieren

    - Wie man sieht wird immer gemeckert, dass Werbung doof ist aber niemand hat eine Alternative Idee

    - Und wenn ich lese "ich zahle max. 5¤..." Sieht man dass keine ernsthafte Zahlungsbereitschaft vorhanden ist.

    Ich verstehe das Problem nicht: wer keine Werbung möchte soll halt alles ablehnen.

  8. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: Gilderas 10.11.21 - 09:00

    Ich persönlich lasse mich gerne tracken und habe so ein bisschen die Hoffnung, dass es tatsächlich irgendwann funktioniert. Der Witz ist allerdings, dass trotzdem 99% der Werbung schlimmer als Dünnschiss ist. Oft werden teilweise 20 Werbeblöcke unter einen Beitrag gekleistert, die mehr Scheiße enthalten, als bei mir raus kommt. Sorry, aber das ist halt schon echt abgefuckt. Das hat nicht mal ansatzweise mit vernünftigen tracking zu tun. Dass da Adblocker bis zum Umfallen installiert werden, ist auch normal und was machen die Seiten? Noch mehr Werbung.

    Wie wäre es denn mit Ad Anbietern, die Ads ausspielen, die zur Zielgruppe des Artikels passen? Gut, es gibt Themen wie DSGVO, für die sich womöglich nur schwierig passende Werbung findet. Als Alternative könnte man Werbung platzieren, die zum Portal Allgemein passt. Das müsste eigentlich auch im Interesse des Werbenden sein, dass er mit seiner Aktion nicht random jemanden trifft, sondern näher an seiner Zielgruppe ist.

    Ich mag tracking und finde es durchaus ok. Wenn es sinnvoll ist. Personalisierte Werbung mag ich, funktioniert nur leider nie. Mein Surfverhalten auf der Seite auswerten, damit der Betreiber die Seite optimieren kann, finde ich auch gut, findet nur nie wirklich statt.

    10¤ pro Monat kann man schon in Abo investieren. Der Knackpunkt ist, dass ich mich bspw von Google News inspirieren lasse und dadurch gefühlt in der Woche 40 Plattformen erwische. Allen 10¤ pro Monat zu geben, um 0,001% zu lesen, wäre echt doof. Da bräuchte es ein plattformübergreifendes System, um gezielt für die Artikel zu zahlen, die ich lesen möchte. Schwierig.

  9. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: Extrawurst 10.11.21 - 10:22

    Bermuda.06 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Das Internet von damals war ein anderes

    Unsinn. Auch damals haben Server und Webseitenhosting Geld gekostet.

    > - Wie man sieht wird immer gemeckert, dass Werbung doof ist aber niemand hat eine Alternative Idee

    Klar: Paywalls. Aber wenn man mal die Gier etwas herunterfahren würde, dann würde man bemerken, dass die Paywalls gar nicht so teuer sein müssten. Ein Werbebanner kostet nur wenige Cent, das bei einem Abo plötzlich 10, 20¤ verlangt werden, ist einfach dreiste Gier. Außerdem hab ich eine Alternative mit den Einzelkäufen von Artikeln und Tages-Zugänge vorgeschlagen, die könnte man dann auch im Cent-Bereich anbieten. 50 Cent / Artikel, warum nicht? Wenn ich damit gute Autoren direkt unterstützen könnte, immer her damit. Am besten ein Prepaid-Guthaben für den Account einführen, damit man nicht ständig mit TANs genervt wird und gut ist.

    Wer was anbietet, was die Leute wirklich lesen wollen, dazu noch faire und angemessene Preise verlangt, muss sich vor keiner Paywall fürchten.

    Weiterhin gibt es alternative Konzepte wie die kontextbasierte Werbung, wo statt einzelner Nutzerprofile nur noch Kohorten eingesetzt werden. Es gibt also sehr wohl Alternativen, aber dafür muss man halt auch mal seine Blase verlassen und sich informieren.

    > - Und wenn ich lese "ich zahle max. 5¤..." Sieht man dass keine ernsthafte Zahlungsbereitschaft vorhanden ist.

    Siehe oben. Aber verzeiht mir, wenn meine Zahlungsbereitschaft nicht dem Maßstab seiner Majestät genügt. Mal ehrlich, entweder da ist jemand so weltfremd und arrogant das er erwartet, dass jeder unabhängig der Lebenssituation zweistellige Beträge pro Monat für alle möglichen Webseiten hinklatscht (da kommen schnell hunderte Euro zusammen), oder man hat sich einfach komplett von dem Mythos einlullen lassen, Werbung alleine bringe einer Webseite massig an Geld ein. Obwohl es, wie bereits erwähnt, nur um wenige Cent pro Banner geht, die man mit einer Paywall refinanzieren müsste. Kein einziger Werbenutzer generiert für die Webseite auch nur annähernd so viele Einnahmen, wie ein Abo-Nutzer.

    Das die Menschen alles kostenlos haben wollen, ist ein Mythos, der ziemlich wahrscheinlich von der Werbeindustrie selbst verbreitet wird, um die Datensammel-Orgien zu rechtfertigen. Netflix & co haben bewiesen, dass man durchaus bereit ist, für Inhalte zu zahlen, zumindest wenn - wie gesagt - die Preise fair und angemessen sind. Und das sind sie bei den meisten Nicht-Streaming-Seiten nun mal nicht, genau das ist das Problem. Es ist einfach unsinnig, dass eine Online-Zeitung mehr Geld für ein Monatsabo verlangt, als ein Netflix oder Apple Music, die ja wirklich teure Lizenzen zu finanzieren haben. Und das ein Online-Artikel mehr Kosten generiert, als eine Netflix-Serie, kaufe ich auch niemandem ab.

    > Ich verstehe das Problem nicht: wer keine Werbung möchte soll halt alles ablehnen.

    Ja was denn nun? Sich über angebliche mangelnde Alternativen beschweren, aber dann sagen, dass man ja einfach alles ablehnen könnte. Im übrigen *kann* man nicht alles ablehnen, auch nicht auf Tracking bezogen. Genau deswegen wird ja auch aktuell geprüft, ob "Erlaube Tracking oder zahle Geld"-Cookie-Banner alá Golem überhaupt zulässig sind.

    Die einzige Möglichkeit, wirklich alles abzulehnen, ist halt ein Werbeblocker.
    Aber der tut das technisch, und nicht juristisch.

  10. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: forenuser 10.11.21 - 10:29

    Du unterstellst in deiner Frage, dass ich gegen Werbung sei. Dem ist nicht so, kann man in meinem Beiträgen zu diesem Thema zumeist auch deutlich rauslesen*.

    Ich bin gegen Stalking, auch wenn es die Werbeindustrie euphemistisch als Tracking bezeichnet. Aber versuche, einen Menschen offline derat zu Tracken wie es online geschieht und eine umgebaute Kauleiste dürfte noch das Beste sein, was man sich einfängt.


    *Auch wenn es Werbung gibt, die einfach derart widerlich ist, dass man die Werbung verbieten und den Urheber nach Sibirien abschieden sollte... Was aber den Bewohnern dieses schönen Landstriches gegenüber unfair wäre...

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.21 10:31 durch forenuser.

  11. Re: Hoffentlich illegal

    Autor: Bermuda.06 10.11.21 - 11:22

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bermuda.06 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > - Das Internet von damals war ein anderes
    >
    > Unsinn. Auch damals haben Server und Webseitenhosting Geld gekostet.
    >
    > > - Wie man sieht wird immer gemeckert, dass Werbung doof ist aber niemand
    > hat eine Alternative Idee
    >
    > Klar: Paywalls. Aber wenn man mal die Gier etwas herunterfahren würde, dann
    > würde man bemerken, dass die Paywalls gar nicht so teuer sein müssten. Ein
    > Werbebanner kostet nur wenige Cent, das bei einem Abo plötzlich 10, 20¤
    > verlangt werden, ist einfach dreiste Gier. Außerdem hab ich eine
    > Alternative mit den Einzelkäufen von Artikeln und Tages-Zugänge
    > vorgeschlagen, die könnte man dann auch im Cent-Bereich anbieten. 50 Cent /
    > Artikel, warum nicht? Wenn ich damit gute Autoren direkt unterstützen
    > könnte, immer her damit. Am besten ein Prepaid-Guthaben für den Account
    > einführen, damit man nicht ständig mit TANs genervt wird und gut ist.
    >
    > Wer was anbietet, was die Leute wirklich lesen wollen, dazu noch faire und
    > angemessene Preise verlangt, muss sich vor keiner Paywall fürchten.
    >
    > Weiterhin gibt es alternative Konzepte wie die kontextbasierte Werbung, wo
    > statt einzelner Nutzerprofile nur noch Kohorten eingesetzt werden. Es gibt
    > also sehr wohl Alternativen, aber dafür muss man halt auch mal seine Blase
    > verlassen und sich informieren.
    >
    > > - Und wenn ich lese "ich zahle max. 5¤..." Sieht man dass keine
    > ernsthafte Zahlungsbereitschaft vorhanden ist.
    >
    > Siehe oben. Aber verzeiht mir, wenn meine Zahlungsbereitschaft nicht dem
    > Maßstab seiner Majestät genügt. Mal ehrlich, entweder da ist jemand so
    > weltfremd und arrogant das er erwartet, dass jeder unabhängig der
    > Lebenssituation zweistellige Beträge pro Monat für alle möglichen Webseiten
    > hinklatscht (da kommen schnell hunderte Euro zusammen), oder man hat sich
    > einfach komplett von dem Mythos einlullen lassen, Werbung alleine bringe
    > einer Webseite massig an Geld ein. Obwohl es, wie bereits erwähnt, nur um
    > wenige Cent pro Banner geht, die man mit einer Paywall refinanzieren
    > müsste. Kein einziger Werbenutzer generiert für die Webseite auch nur
    > annähernd so viele Einnahmen, wie ein Abo-Nutzer.
    >
    > Das die Menschen alles kostenlos haben wollen, ist ein Mythos, der ziemlich
    > wahrscheinlich von der Werbeindustrie selbst verbreitet wird, um die
    > Datensammel-Orgien zu rechtfertigen. Netflix & co haben bewiesen, dass man
    > durchaus bereit ist, für Inhalte zu zahlen, zumindest wenn - wie gesagt -
    > die Preise fair und angemessen sind. Und das sind sie bei den meisten
    > Nicht-Streaming-Seiten nun mal nicht, genau das ist das Problem. Es ist
    > einfach unsinnig, dass eine Online-Zeitung mehr Geld für ein Monatsabo
    > verlangt, als ein Netflix oder Apple Music, die ja wirklich teure Lizenzen
    > zu finanzieren haben. Und das ein Online-Artikel mehr Kosten generiert, als
    > eine Netflix-Serie, kaufe ich auch niemandem ab.
    >
    > > Ich verstehe das Problem nicht: wer keine Werbung möchte soll halt alles
    > ablehnen.
    >
    > Ja was denn nun? Sich über angebliche mangelnde Alternativen beschweren,
    > aber dann sagen, dass man ja einfach alles ablehnen könnte. Im übrigen
    > *kann* man nicht alles ablehnen, auch nicht auf Tracking bezogen. Genau
    > deswegen wird ja auch aktuell geprüft, ob "Erlaube Tracking oder zahle
    > Geld"-Cookie-Banner alá Golem überhaupt zulässig sind.
    >
    > Die einzige Möglichkeit, wirklich alles abzulehnen, ist halt ein
    > Werbeblocker.
    > Aber der tut das technisch, und nicht juristisch.

    - Mein Punkt auf das damalige Internet bezog sich auf die wirtschaftliche Stärke und nicht auf Server-Strukturen. Die spiegel.de hat vor 20 Jahren vermutlich mehr gekostet als sie eingebracht hat. War aber auch eher irrelevant weil das Business printbasiert war. Heute ist spiegel.de DAS Geschäftsmodell und mit der Seite muss verdient werden, was die Printmagazine nicht mehr an Umsatz einbringen

    - Kontext asierte Werbung und Kohorten sind nicht das gleiche. Der einzige mir bekannte Kohorten Vorstoß kommt von Google mit Floc und würde auf 2022/23 verschoben. Aber auch das ist ein bisschen Augenwischerei. Die Werbeerfolgskontrolle über Tracking findet so oder so statt unabhängig von der Art der Profilbildung

    - Wenn die aufgerufenen Preise für dich nicht passen hat das nichts mit "Majestät" zutun. Früher hatte man ggf ein Tageszeitung Abo für XXX¤ und ein Spiegelabo für 300¤ pro Jahr. Jetzt zu sagen alles über 5¤ ist zu teuer passt nicht zur Kostenstruktur eines Verlags - weder in den letzt 30 Jahren noch heute

    - zum Thema paywall: du kannst dich für Werbung entscheiden oder bezahlen. Alternativ das Medium meiden. Du hast die freie Wahl. Das ist nun Mal Marktwirtschaft

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