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Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: JahSteez 09.11.21 - 17:33

    so auf Kriegsfuß das ihr das nicht etwas mit eigenen Erfahrungswerten in Kontext setzen könnt? Hier blinken schließlich eine ganze Menge Ads in RTB Rotation auf, ihr nutzt das doch selber...

    Ich kann verstehen das Viele Werbung als störend empfinden, da muss aber eher über Formate gesprochen werden, als über Targetings. Warum das jetzt aber sooooo ein großer Datenschutzeingriff sein soll ist mir nicht klar. Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an Klarnamen, die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt. Die sind nur in den Plattformen selber hinterlegt und da anonymisiert und eine Auflistung von Interessen. Was ein Verbrechen! Welches Sinn macht es wenn man dann Rolator-Werbung anstatt etwas ausgespielt bekommt was einen wirklich interessiert? Hat dann der Datenschutz gesiegt? Echt?

    Wir Europäer regen usn über die hahnebüchendsten Datenschutz-Themen auf und blenden gleichezitig die großen Themen von Hackern und Geheimdiensten aus. Die EU versucht, fachfremd we sie ist, nur der Wählergunst hinterherzulaufen. Newsflash: Die Nutzer im Netz wollen alles und zwar kostenlos. Das geht mit keinem Wirtschaftsgedanken d'accord. Statt eine Forderung nach der nächsten zu formluieren und die konkrete Ausgestaltung einfach nicht zu benennen sollte sich der EUGH mal fragen ob er nicht dazu beiträgt das die EU in der Digitalwirtschaft immer weiter abfällt

  2. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: forenuser 09.11.21 - 17:42

    Es gibt doch kein generelles Problem mit Onlinewerbung, sondern mit der Art der Werbung (z.B. automatisch startende Videos, Epilepsie auslösende Flackerbilder und natürlich dynamischer Seitenaufbau, bei dem, natürlich zufällig, immer dort ein Werbelink aufkommt, wo es zuvor noch auf Seite 2 ging o.Ä.). Von offensichtlicher schreierischer Panikwerbung rede ich da noch gar nicht. Ach ja, und es geht natürlich auch um das Stalking, aka Tracking. So wie die Onlinewerbung einem im Netz verfolgt sollte das niemand, der an seinem Leben hängt, in der Offlinewelt versuchen.

    Wenn diese aggressive Werbung die Lösung sein soll behalte ich lieber mein Problem.

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

  3. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: JahSteez 09.11.21 - 17:51

    Das schreibe ich ja, Formate sind das Problem nicht die Targetings. Natürlich sind die Ads ätzend, die sich über den Inhalt legen, Pop-Ups und Co.

    Daum geht es in dem Artikel aber eben nicht. Sondern darum das in irgendeiner Datenabnk unter einer ellenlangen Salat aus Buchstaben und Zahlen der ihr platfformindividuell gehashte ID ist, steht das sie sich wohl eher für Grafikkarten als für Designermode interessieren. Das Datenschutz-Dilemma das da von dem interviewten Herrn im Artiekl angeschnitten wird ist maaslos überzogen darsgestellt.

  4. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: ahja 09.11.21 - 18:02

    Es geht darum, dass man die Targetings so granulieren kann, dass man eben doch Einzelpersonen über Seiten hinweg verfolgen kann. Und dass aus "öffentlich" (für Werbetreibende) einsehbaren Informationen und quasi in Echtzeit.

    Werbung: OK. Jede Form des Targetings: Nicht OK.
    Werbung im Netz hat so zu sein wie in der Zeitung oder TV. Inhaltebasiert. Somit ist die Werbung mittelbar auch Nutzerbasiert (nur wer sich für x interessiert, besucht diese Seite und interessiert sich dann auch für unsere Produkte) und das ganz Datenschutzfreundlich.

    Geht aber nur, wenn das ein "Muss" für alle in der EU wird. Damit steigen dann die Anzeigenpreise für nicht personalisierte Werbung.
    Solange es personalisierte Werbung geben darf, kann die inhaltebasierte Werbung im Vergleich dazu nur quasi wertlos sein.

    So on...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.21 18:07 durch ahja.

  5. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: negiup 09.11.21 - 18:19

    > Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an Klarnamen, die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt. Die sind nur in den Plattformen selber hinterlegt und da anonymisiert und eine Auflistung von Interessen. Was ein Verbrechen! Welches Sinn macht es wenn man dann Rolator-Werbung anstatt etwas ausgespielt bekommt was einen wirklich interessiert? Hat dann der Datenschutz gesiegt?

    Da hat der permanente Lobbyismus der Werbeindustrie gefruchtet. Dass es bei der Ausfilterung der Nutzer primär um die "Interessen" der Nutzer geht, wage ich zu bezweifeln. Es gibt weit mehr Möglichkeiten, die Nutzergruppen einzugrenzen, als nur über die zuletzt betrachteten Inhalte. Ich würde daher die Begriffe "Kategorien" oder "Schubladen" bevorzugen. Die Daten liegen übrigens nicht anonymisiert auf den Plattformen, sondern höchstens pseudonymisiert – andernfalls wäre es unmöglich, Daten einem bestimmten Nutzer zuzuordnen. Allerdings sind die Daten i.d.R. so umfassend, dass es sogar möglich ist, sie der Person (nicht nur seinem Pseudonym) zuzuordnen, sodass sie unter die DSGVO/Menschenrechte fallen.

    Dass Überwachungs-Werbung (so viel) mehr Einnahmen bringt und (so viel) besser funktioniert als Direktvermarktung der Werbeflächen, ist ein weiterer Mythos. Aber im Konkurrenzkampf opfern die Unternehmen den Datenschutz (und die Akkuladung der Endgeräte) ihrer Nutzer gern für ein paar bequeme ¤¤¤ mehr.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.11.21 18:21 durch negiup.

  6. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: Bermuda.06 09.11.21 - 20:13

    negiup schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an Klarnamen,
    > die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt. Die sind nur in
    > den Plattformen selber hinterlegt und da anonymisiert und eine Auflistung
    > von Interessen. Was ein Verbrechen! Welches Sinn macht es wenn man dann
    > Rolator-Werbung anstatt etwas ausgespielt bekommt was einen wirklich
    > interessiert? Hat dann der Datenschutz gesiegt?
    >
    > Da hat der permanente Lobbyismus der Werbeindustrie gefruchtet. Dass es bei
    > der Ausfilterung der Nutzer primär um die "Interessen" der Nutzer geht,
    > wage ich zu bezweifeln. Es gibt weit mehr Möglichkeiten, die Nutzergruppen
    > einzugrenzen, als nur über die zuletzt betrachteten Inhalte. Ich würde
    > daher die Begriffe "Kategorien" oder "Schubladen" bevorzugen.
    Es geht tatsächlich hauptsächlich um Interessen sowie darüber hinaus um demographische Merkmale. Das Thema mit der Schublade ist schon nicht verkehrt aber so funktioniert Marketing: ich schaue bspw. wie meine aktuellen Kunden vom Profil sind und baue mir daraus eine Zielgruppe, welche definiert wird (das wäre dann die Schublade)


    > Die Daten
    > liegen übrigens nicht anonymisiert auf den Plattformen, sondern höchstens
    > pseudonymisiert – andernfalls wäre es unmöglich, Daten einem
    > bestimmten Nutzer zuzuordnen.
    Vom Charakter her sind die Daten eigentlich anonym, da ich eine User ID keiner natürlichen Person zuordnen kann. Die DSGVO stuft allerdings alle online IDs egal welcher Form als personenbezogen ein, welche pseudonomisiert sind. Ein Pseudonym reicht vollkommen aus, um einen User wiederzuerkennen

    > Allerdings sind die Daten i.d.R. so
    > umfassend, dass es sogar möglich ist, sie der Person (nicht nur seinem
    > Pseudonym) zuzuordnen, sodass sie unter die DSGVO/Menschenrechte fallen.
    Die Daten fallen so oder so unter DSGVO. Selbst wenn dir eine kleine Website einen Cookie mit 1234 als User Id schreibt und selbst mit astronomisch hohen Aufwand niemals in der Lage wäre deine Person zu identifizieren wäre es ein DsGVO Thema

    Eine Zuordnung von Werbeids zu echten Personen ist in der Regel nicht machbar (Facebook wäre dazu theoretisch in der Lage aber würde sich damit höchststrafbar machen)

    >
    > Dass Überwachungs-Werbung (so viel) mehr Einnahmen bringt und (so viel)
    > besser funktioniert als Direktvermarktung der Werbeflächen, ist ein
    > weiterer Mythos.

    Eine Direktvermarktung ist ziemlich schwierig. Man muss die Flächen aktiv vermarkten, also da muss irgendjemand sitzen und versuchen die Werbeflächen zu verkaufen. Die Werbemittel müssten dann per Hand jeden Tag oder mehrmals täglich umgebaut werden (hohe Kosten). Letztendlich würde man auch keine volle Auslastung schaffen. So oder so würden Tracking und Cookies mit anfallen auch ohne Werbenetzwerk. Mit auktionsbasierter Werbung über ein Netzwerk kann ich eine Website nahezu zu 100% vermarkten und habe keine laufenden Kosten/Aufwände sondern es läuft alles vollautomatisch.

  7. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: karazon 09.11.21 - 20:17

    Bei der gerade einmal um 4% besseren Performance von personalisierter Werbung, fällt es mir schwer Argumenten pro Ad-Tracking zugänglich zu sein.

    Dazu ein Artikel aus Mitte 2019 (die zugrundeliegende Studie ist im Artikel verlinkt):
    www.zdnet (dot) com/article/new-research-shows-personalized-ads-are-just-barely-more-efficient-than-dumb-ads/

    Darf leider noch keine Links posten...

  8. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: Extrawurst 09.11.21 - 22:30

    JahSteez schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich kann verstehen das Viele Werbung als störend empfinden, da muss aber
    > eher über Formate gesprochen werden, als über Targetings. Warum das jetzt
    > aber sooooo ein großer Datenschutzeingriff sein soll ist mir nicht klar.

    Ja, und deine weiterführenden Sätze erklären auch wunderbar, warum dir das nicht klar ist...

    > Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an Klarnamen,
    > die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt.

    Seit wann braucht man Namen (oder generell Stammdaten), um ein Profil über eine Person zu erstellen? Und hat man erst mal ein Profil, kann man die Person auch wiedererkennen - völlig egal welche Stammdaten man über besagte Person hat. Dachte eigentlich, das wäre langsam mal Allgemeinwissen.

    Stichwort: Metadaten. Alleine schon der User-Agent-String sagt ja was über einen potenziellen Kunden: Oh Safari auf macOS, ein Apple-Nutzer also - bei dem muss das Geld wohl besonders locker sitzen. Dem bieten wir direkt 20% teurere Preise an. Zack, eine Information die nix mit Stammdaten zu tun hat, aber direkt Nachteile für den Endnutzer bedeuten können.

    Ein Profil ist immerhin einzigartig. Einzigartiger als ein Name.
    Es gibt immerhin kaum Namen, die es wirklich nur einmal auf der Welt gibt - wenn man nicht gerade ein Kind einer dieser Hollywood-Stars ist, die ihren Kindern völlig abstrakte Hipsternamen geben.

    Fazit: Ein Profil ist datenschutzmäßig mindestens genauso kritisch wenn nicht sogar kritischer, als Klarname.

    Personen über ein Profil zu finden, ohne dass man Namen und Adresse einer Person kennt, ist im übrigen eine eigentlich Disziplin: Nennt sich sogar Profiling, und wird besonders bei Serienmördern eingesetzt. Deswegen auch meine Verwunderung, dass man die Effektivität von Profilen so unterschätzt: Das sollte doch spätestens mit der Popularität von Crime-Serien und Filmen wie "Das Schweigen der Lämmer" längst im Allgemeinwissen angekommen sein.

    Aber offensichtlich wohl nicht.

  9. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: Bermuda.06 10.11.21 - 07:54

    Extrawurst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JahSteez schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Ich kann verstehen das Viele Werbung als störend empfinden, da muss aber
    > > eher über Formate gesprochen werden, als über Targetings. Warum das
    > jetzt
    > > aber sooooo ein großer Datenschutzeingriff sein soll ist mir nicht klar.
    >
    > Ja, und deine weiterführenden Sätze erklären auch wunderbar, warum dir das
    > nicht klar ist...
    >
    > > Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an Klarnamen,
    > > die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt.
    >
    > Seit wann braucht man Namen (oder generell Stammdaten), um ein Profil über
    > eine Person zu erstellen? Und hat man erst mal ein Profil, kann man die
    > Person auch wiedererkennen - völlig egal welche Stammdaten man über besagte
    > Person hat. Dachte eigentlich, das wäre langsam mal Allgemeinwissen.
    >
    > Stichwort: Metadaten. Alleine schon der User-Agent-String sagt ja was über
    > einen potenziellen Kunden: Oh Safari auf macOS, ein Apple-Nutzer also - bei
    > dem muss das Geld wohl besonders locker sitzen. Dem bieten wir direkt 20%
    > teurere Preise an. Zack, eine Information die nix mit Stammdaten zu tun
    > hat, aber direkt Nachteile für den Endnutzer bedeuten können.
    >
    > Ein Profil ist immerhin einzigartig. Einzigartiger als ein Name.
    > Es gibt immerhin kaum Namen, die es wirklich nur einmal auf der Welt gibt -
    > wenn man nicht gerade ein Kind einer dieser Hollywood-Stars ist, die ihren
    > Kindern völlig abstrakte Hipsternamen geben.
    >
    > Fazit: Ein Profil ist datenschutzmäßig mindestens genauso kritisch wenn
    > nicht sogar kritischer, als Klarname.
    >
    > Personen über ein Profil zu finden, ohne dass man Namen und Adresse einer
    > Person kennt, ist im übrigen eine eigentlich Disziplin: Nennt sich sogar
    > Profiling, und wird besonders bei Serienmördern eingesetzt. Deswegen auch
    > meine Verwunderung, dass man die Effektivität von Profilen so unterschätzt:
    > Das sollte doch spätestens mit der Popularität von Crime-Serien und Filmen
    > wie "Das Schweigen der Lämmer" längst im Allgemeinwissen angekommen sein.
    >
    > Aber offensichtlich wohl nicht.

    Mir ist kein marktrelevanter Werbe-Anbieter bekannt welcher Profiling zum Tracking nutzt. Kannst du mir explizit welche nennen?
    Profiling ist nämlich nicht legal in so einem Rahmen anwendbar.

    Die Information ob ein User ein Apple Gerät hat ist zwar nett, aber nicht ein sehr gutes Zielgruppenmerkmal. Dynamisches Pricing ist ebenfalls illegal.

    Das Misstrauen ist, leider nicht zu unrecht, sehr groß. Aber die Industrie ist kein Wilder Westen und die rechtlichen Restriktionen sind wirklich scharf. Man kann da natürlich seiner Phantasie vollkommen freuen Lauf lassen was rein theoretisch technisch alles möglich wäre, aber das entspricht nicht der angewendeten Realität

  10. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: devyl 10.11.21 - 09:00

    Bermuda.06 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Misstrauen ist, leider nicht zu unrecht, sehr groß. Aber die Industrie
    > ist kein Wilder Westen und die rechtlichen Restriktionen sind wirklich
    > scharf. Man kann da natürlich seiner Phantasie vollkommen freuen Lauf
    > lassen was rein theoretisch technisch alles möglich wäre, aber das
    > entspricht nicht der angewendeten Realität

    Das habe ich aber ganz anders erlebt. Gesetze werden SEHR zurechtgebogen, bis jemand klagt und man dadurch erst gezwungen wird entsprechend zu handeln. Solange zu betreffenden Praktiken keine direkten gerichtlichen Urteile vorliegen wird _sehr viel_ ausgeschöpft was technisch möglich ist. Gerade wenn es um Datenschutz, DSGVO,... geht ist man da noch sehr freizügig mit der Auslegung ;)

  11. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: Steven Lake 10.11.21 - 09:15

    Wer personalisierte Werbung gut findet, hat anscheinend nichts verstanden. Die sind eine Katastrophe. Klar in der Theorie ganz nett, weil man Produkte gezeigt bekommt, die man will. Funktioniert in der Praxis so nicht. Klar aktuell kommen die Werbetreibenden nicht an die Namen, aber das ist möglich. Signal wollte ja da mal sehr spezielle Werbung schalten, siehe: https://www.golem.de/news/instagram-whatsapp-facebook-sperrt-signal-fuer-transparente-werbung-2105-156260.html

    Beim klick auf der Werbung kann man noch tiefer beleuchtet werden. Die Werbung selber muss ja nicht so offensichtlich sein. Man kann ja einfach zig mal das gleiche Bild als Werbung reinstellen und die Zielgruppe sehr fein einstellen und den Link entsprechend eindeutig machen. Wenn man auf die Werbung klickt, hat die Seite mehr Daten und wenn man noch etwas bestellt, hat man den Namen. Wenn die über die Werbeanzeige direkt tracken können, dann kann man noch mehr Daten sammeln, weil die dann sehen, welche Einblendungen man alles bekommen hat.

    Der Punkt ist die Daten sind gesammelt und werden weiter gesammelt. Die "anonymisierung" kann gebrochen werden. Nur weil vielleicht heute noch kein Missbrauch passiert, heißt ja nicht dass es sich morgen nicht ändern kann. Heute bekommen homosexuelle Männer passende Produkte angezeigt. Morgen können die Leute ausfindig gemacht werden, wo die Familie die sexuelle Orientierung nicht weiß und nicht gut findet bzw. sogar wo die Homosexualität am Wohnort illegal ist. Da klickt jemand unbedarft auf eine Werbung und ein Tag später wird er dann erpresst.

    Wer darin kein Problem sieht, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank. Um so etwas zu verhindern, darf man diese Daten einfach nicht erfassen. Man kann Daten nicht missbrauchen, die es nicht gibt.
    Adblocker und andere Blocker sind ja auch nicht die Lösung. Warum muss ich diese Software überhaupt erst einsetzen?

  12. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: Extrawurst 10.11.21 - 10:33

    Bermuda.06 schrieb:
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    > Extrawurst schrieb:
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    > > JahSteez schrieb:
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    > >
    > > > Ich kann verstehen das Viele Werbung als störend empfinden, da muss
    > aber
    > > > eher über Formate gesprochen werden, als über Targetings. Warum das
    > > jetzt
    > > > aber sooooo ein großer Datenschutzeingriff sein soll ist mir nicht
    > klar.
    > >
    > > Ja, und deine weiterführenden Sätze erklären auch wunderbar, warum dir
    > das
    > > nicht klar ist...
    > >
    > > > Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an
    > Klarnamen,
    > > > die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt.
    > >
    > > Seit wann braucht man Namen (oder generell Stammdaten), um ein Profil
    > über
    > > eine Person zu erstellen? Und hat man erst mal ein Profil, kann man die
    > > Person auch wiedererkennen - völlig egal welche Stammdaten man über
    > besagte
    > > Person hat. Dachte eigentlich, das wäre langsam mal Allgemeinwissen.
    > >
    > > Stichwort: Metadaten. Alleine schon der User-Agent-String sagt ja was
    > über
    > > einen potenziellen Kunden: Oh Safari auf macOS, ein Apple-Nutzer also -
    > bei
    > > dem muss das Geld wohl besonders locker sitzen. Dem bieten wir direkt
    > 20%
    > > teurere Preise an. Zack, eine Information die nix mit Stammdaten zu tun
    > > hat, aber direkt Nachteile für den Endnutzer bedeuten können.
    > >
    > > Ein Profil ist immerhin einzigartig. Einzigartiger als ein Name.
    > > Es gibt immerhin kaum Namen, die es wirklich nur einmal auf der Welt gibt
    > -
    > > wenn man nicht gerade ein Kind einer dieser Hollywood-Stars ist, die
    > ihren
    > > Kindern völlig abstrakte Hipsternamen geben.
    > >
    > > Fazit: Ein Profil ist datenschutzmäßig mindestens genauso kritisch wenn
    > > nicht sogar kritischer, als Klarname.
    > >
    > > Personen über ein Profil zu finden, ohne dass man Namen und Adresse
    > einer
    > > Person kennt, ist im übrigen eine eigentlich Disziplin: Nennt sich sogar
    > > Profiling, und wird besonders bei Serienmördern eingesetzt. Deswegen
    > auch
    > > meine Verwunderung, dass man die Effektivität von Profilen so
    > unterschätzt:
    > > Das sollte doch spätestens mit der Popularität von Crime-Serien und
    > Filmen
    > > wie "Das Schweigen der Lämmer" längst im Allgemeinwissen angekommen
    > sein.
    > >
    > > Aber offensichtlich wohl nicht.
    >
    > Mir ist kein marktrelevanter Werbe-Anbieter bekannt welcher Profiling zum
    > Tracking nutzt. Kannst du mir explizit welche nennen?

    https://patents.google.com/patent/US20090063214A1/en

    Hier, direkt Google höchstselbst.

    Überschrift: "Advertisement Profiling and Selection"

    Weiß natürlich nicht, inwiefern dir Google als Werbeanbieter marktrelevant genug ist &#128580;

    > Profiling ist nämlich nicht legal in so einem Rahmen anwendbar.

    Verklag Google doch mal. Am besten in Irland.

    > Dynamisches Pricing ist ebenfalls illegal.

    Auch das muss man erst mal bemerken.
    Und auch hier gibt es Methoden, sich drumrum zu mogeln: In dem man den Apple-Nutzern einfach gewisse Rabattcodes nicht anbietet, die man Windows- und Android-Nutzern sehr wohl anbietet.

    Du unterschätzt die Kreativität und Böswilligkeit der Werbemafia massiv.
    Ebenso deren Bereitschaft, Gesetze zu verbiegen oder gar dagegen zu verstoßen.

    Ist auch einer der Gründe, warum ich mich lieber auf technische Gegenmaßnahmen (Adblocker) verlasse, statt auf Gesetze und Gerichte.

  13. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: Bermuda.06 10.11.21 - 11:31

    Extrawurst schrieb:
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    > Bermuda.06 schrieb:
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    > > Extrawurst schrieb:
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    > > > JahSteez schrieb:
    > > >
    > >
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    > >
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    > > >
    > > > > Ich kann verstehen das Viele Werbung als störend empfinden, da muss
    > > aber
    > > > > eher über Formate gesprochen werden, als über Targetings. Warum das
    > > > jetzt
    > > > > aber sooooo ein großer Datenschutzeingriff sein soll ist mir nicht
    > > klar.
    > > >
    > > > Ja, und deine weiterführenden Sätze erklären auch wunderbar, warum dir
    > > das
    > > > nicht klar ist...
    > > >
    > > > > Kein Werbetrreibender kennt, geschweige denn hat Interesse an
    > > Klarnamen,
    > > > > die sehen gar keien Nutzerdaten zu irgendeinem Zeitpunkt.
    > > >
    > > > Seit wann braucht man Namen (oder generell Stammdaten), um ein Profil
    > > über
    > > > eine Person zu erstellen? Und hat man erst mal ein Profil, kann man
    > die
    > > > Person auch wiedererkennen - völlig egal welche Stammdaten man über
    > > besagte
    > > > Person hat. Dachte eigentlich, das wäre langsam mal Allgemeinwissen.
    > > >
    > > > Stichwort: Metadaten. Alleine schon der User-Agent-String sagt ja was
    > > über
    > > > einen potenziellen Kunden: Oh Safari auf macOS, ein Apple-Nutzer also
    > -
    > > bei
    > > > dem muss das Geld wohl besonders locker sitzen. Dem bieten wir direkt
    > > 20%
    > > > teurere Preise an. Zack, eine Information die nix mit Stammdaten zu
    > tun
    > > > hat, aber direkt Nachteile für den Endnutzer bedeuten können.
    > > >
    > > > Ein Profil ist immerhin einzigartig. Einzigartiger als ein Name.
    > > > Es gibt immerhin kaum Namen, die es wirklich nur einmal auf der Welt
    > gibt
    > > -
    > > > wenn man nicht gerade ein Kind einer dieser Hollywood-Stars ist, die
    > > ihren
    > > > Kindern völlig abstrakte Hipsternamen geben.
    > > >
    > > > Fazit: Ein Profil ist datenschutzmäßig mindestens genauso kritisch
    > wenn
    > > > nicht sogar kritischer, als Klarname.
    > > >
    > > > Personen über ein Profil zu finden, ohne dass man Namen und Adresse
    > > einer
    > > > Person kennt, ist im übrigen eine eigentlich Disziplin: Nennt sich
    > sogar
    > > > Profiling, und wird besonders bei Serienmördern eingesetzt. Deswegen
    > > auch
    > > > meine Verwunderung, dass man die Effektivität von Profilen so
    > > unterschätzt:
    > > > Das sollte doch spätestens mit der Popularität von Crime-Serien und
    > > Filmen
    > > > wie "Das Schweigen der Lämmer" längst im Allgemeinwissen angekommen
    > > sein.
    > > >
    > > > Aber offensichtlich wohl nicht.
    > >
    > > Mir ist kein marktrelevanter Werbe-Anbieter bekannt welcher Profiling
    > zum
    > > Tracking nutzt. Kannst du mir explizit welche nennen?
    >
    > patents.google.com
    >
    > Hier, direkt Google höchstselbst.
    >
    > Überschrift: "Advertisement Profiling and Selection"
    >
    > Weiß natürlich nicht, inwiefern dir Google als Werbeanbieter marktrelevant
    > genug ist &#128580;
    >
    > > Profiling ist nämlich nicht legal in so einem Rahmen anwendbar.
    >
    > Verklag Google doch mal. Am besten in Irland.
    >
    > > Dynamisches Pricing ist ebenfalls illegal.
    >
    > Auch das muss man erst mal bemerken.
    > Und auch hier gibt es Methoden, sich drumrum zu mogeln: In dem man den
    > Apple-Nutzern einfach gewisse Rabattcodes nicht anbietet, die man Windows-
    > und Android-Nutzern sehr wohl anbietet.
    >
    > Du unterschätzt die Kreativität und Böswilligkeit der Werbemafia massiv.
    > Ebenso deren Bereitschaft, Gesetze zu verbiegen oder gar dagegen zu
    > verstoßen.
    >
    > Ist auch einer der Gründe, warum ich mich lieber auf technische
    > Gegenmaßnahmen (Adblocker) verlasse, statt auf Gesetze und Gerichte.

    Das Patent ist nicht von Google. Das ist lediglich die Google Suche mit der man Patente finden kann. Der Inhaber des Patents steht auch auf der Seite.

    Zudem muss man zwischen Profiling und Fingerprinting unterscheiden. Technisches Fingerprint bist für Google vollkommen uninteressant, weil Google nicht daran interessiert ist ein Gerät zu identifizieren sondern Nutzer über mehrere Geräte mithilfe von Useraccounts

  14. Re: Komischer Beitrag. Sind bei euch im Haus Redaktion und Vermarktung..

    Autor: negiup 10.11.21 - 16:43

    Neue Dokumentation zum Thema: Made To Measure (in ARD-Mediathek)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.11.21 16:44 durch negiup.

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  2. Merck Von der Apotheke zum zweitbesten IT-Arbeitgeber

Sportuhr im Hands-on: Garmin Fenix 7 mit Touchscreen und Saphirglas-Solarstrom
Sportuhr im Hands-on
Garmin Fenix 7 mit Touchscreen und Saphirglas-Solarstrom

Bis zu 37 Tage Akku und erstmals ein Touchscreen: Golem.de hat bereits die Outdoor-Smartwatch-Reihe Fenix 7 von Garmin ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Garmin Fenix 7X offenbar mit bis zu 37 Tagen Akku

Activision Blizzard: Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?
Activision Blizzard
Was passiert mit Call of Duty, Diablo und Xbox Game Pass?

Playstation als Verlierer und Exklusivspiele für den Xbox Game Pass: Golem.de über die bislang größte Übernahme durch Microsoft.
Eine Analyse von Peter Steinlechner

  1. Microsoft Sony äußert sich zur Übernahme von Activision Blizzard
  2. Spielebranche Microsoft will Activision Blizzard übernehmen
  3. Activision Blizzard Doug Bowser versus Bobby Kotick