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Das Problem ist nicht das FAX....

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  1. Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: TiTan078 11.05.21 - 13:00

    ... das Problem ist die DSGVO...

    Wenn ein Brief so sicherer sein soll, als ein Fax,- dann sehe ich persönlich doch das größere Risiko beim Brief als beim Faxversand.

  2. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: Sharra 11.05.21 - 13:10

    Wieso? Beim Versand übers Netz kann sich - zumindest rein theoretisch - immer jemand einklinken. Fax ist aber nie dafür konzipiert worden eine verschlüsselte Verbindung aufzubauen, und das kann man auch nicht mehr nachrüsten. (Dann wärs kein Fax mehr)
    Als die Verbindungen für Netz und Telefon noch getrennt waren (Internet und analoges Telefon, bzw. ISDN auf anderen Frequenzen) hätte man schon physischen Zugriff auf die Verbindung Anschluss - Verteiler bekommen müssen.
    Heute läuft Telefonie übers Netz, und ist somit zumindest theoretisch angreifbar.

    Der Brief dagegen. Ja, der geht durch ein paar Finger, das ist richtig. Aber er steckt normalerweise in einem Umschlag, der verschlossen angekommen, zumindest einigermaßen sicherstellt, dass der Inhalt auf dem Transport niemandem bekannt geworden ist.
    Gut, da kann man sich natürlich auch inzwischen drüber streiten. Dank Porto vorab zahlen, Adressinfos nur noch auf dem Anschreiben an sich, und komplett blankem Umschlag lässt sich der Umschlag natürlich entfernen, die Information extrahieren und neu verpacken, und keinem fällt es auf. Aber der Aufwand wäre wieder entsprechend groß. Man muss erst man an diesen einen Brief rankommen.

  3. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: scrumdideldu 11.05.21 - 13:12

    Welches Risiko siehst Du beim Brief?

    In der praktischen Anwendung müsste ein Angreifen an irgendeiner Stelle sitzen, viele, viele Briefe öffnen, den Inhalt duplizieren und dann die Briefe für den Weitertransport wieder so verschließen dass es der Empfänger nicht merkt. Wie soll sowas gehen?

    Bei VoIP kann das alles viel einfacher gemacht werden. Entweder an den Hausanschluß angeklemmt wenn es um einen Angriff gegen eine Person / eine Institution geht oder im großen Stil eben bei Servern.

  4. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: gaciju 11.05.21 - 13:46

    TiTan078 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... das Problem ist die DSGVO...

    ><(((°>

  5. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: 1e3ste4 11.05.21 - 14:06

    TiTan078 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ein Brief so sicherer sein soll, als ein Fax

    Ein Fax wird digital und unverschlüsselt übertragen. Innerhalb der jeweiligen Telkonetze von Empfänger und Sender kann das somit jeder x-beliebiger mit Zugriff auf die Telkosysteme unbemerkt abhören.

  6. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: Michael H. 11.05.21 - 14:49

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso? Beim Versand übers Netz kann sich - zumindest rein theoretisch -
    > immer jemand einklinken. Fax ist aber nie dafür konzipiert worden eine
    > verschlüsselte Verbindung aufzubauen, und das kann man auch nicht mehr
    > nachrüsten. (Dann wärs kein Fax mehr)
    > Als die Verbindungen für Netz und Telefon noch getrennt waren (Internet und
    > analoges Telefon, bzw. ISDN auf anderen Frequenzen) hätte man schon
    > physischen Zugriff auf die Verbindung Anschluss - Verteiler bekommen
    > müssen.
    > Heute läuft Telefonie übers Netz, und ist somit zumindest theoretisch
    > angreifbar.

    Also realistisch betrachtet, halte ich es für wahrscheinlicher, dass jemand der es auf mich/meine Firma etc. abgesehen hätte, irgendwie meinen Hausanschluss anzapft, als dass er einerseits überhaupt eine Möglichkeit findet meinen Datenverkehr abzufangen oder sich in mein System oder auf dem Mailserver einzuschleichen. Weil selbst wenn er an die Datenpakete kommt, sind die zumindest beim Transport zum Server und dann von Server zu Server verschlüsselt.

    Desweiteren könnte ich in jede Arztpraxis mit einem ISDN Anschluss gehen, am Faxgerät ne *lustigezahlenkombin+Rufnummer eintippen und hätte unbemerkt zumindest schonmal eine direkte Weiterleitung aller eingehenden Faxe auf eine von mir festgelegte nummer. Bis die Praxis das Merkt können da gut und gerne schon ein paar Tage ins Land streichen.

    > Der Brief dagegen. Ja, der geht durch ein paar Finger, das ist richtig.
    > Aber er steckt normalerweise in einem Umschlag, der verschlossen
    > angekommen, zumindest einigermaßen sicherstellt, dass der Inhalt auf dem
    > Transport niemandem bekannt geworden ist.

    Wenn mich jemand überwachen will ist ein Stück Papier wohl die kleinste Absicherung. Selbst wenn er es zu mir schafft, braucht nur jemand meinen Briefkasten vor mir zu leeren. Den Klebestreifen kann er mit etwas Dampf öffnen und selbst wenn nicht, reicht es schon, wenn er ihn in einen neuen Umschlag steckt, der genau so aussieht wie der vorherige. Bei klarsichtfenstern braucht er sogar nur ne Briefmarkte draufkleben und ein verwaschenes bisschen vom Poststempel. (wenns überhaupt noch mit ner Briefmarke frankiert wird und nicht aufgedruckt ist)

    > Gut, da kann man sich natürlich auch inzwischen drüber streiten. Dank Porto
    > vorab zahlen, Adressinfos nur noch auf dem Anschreiben an sich, und
    > komplett blankem Umschlag lässt sich der Umschlag natürlich entfernen, die
    > Information extrahieren und neu verpacken, und keinem fällt es auf. Aber
    > der Aufwand wäre wieder entsprechend groß. Man muss erst man an diesen
    > einen Brief rankommen.

    Wenn einer wollte, wäre das alles kein Problem. Wie schaffens denn andere länder? Schweden z.B.... die lachen uns aus wenn wir sagen, wir besitzen überhaupt noch Faxgeräte...

  7. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: to-pse 11.05.21 - 15:05

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieso? Beim Versand übers Netz kann sich - zumindest rein theoretisch -
    > immer jemand einklinken. Fax ist aber nie dafür konzipiert worden eine
    > verschlüsselte Verbindung aufzubauen, und das kann man auch nicht mehr
    > nachrüsten. (Dann wärs kein Fax mehr)

    Natürlich kann man das "nachrüsten" - zumindest um eine equivalente
    Sicherheits-Ebene wie ISDN zu erreichen. Man kann es zwar nicht mit
    Sicherheit transparent "end-to-end" verschlüsseln, aber über RFC7345 &
    RFC 4612 kann man FoIP via T.38 (via Transport UDPTL & RTP) vom Teilnehmer
    zumindest bis zum Carrier absichern.

    Tobias

  8. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: Sharra 11.05.21 - 20:21

    Das ist eine Transportverschlüsselung. Das hat mit Fax nichts zu tun. Du kannst darüber alles verbinden. Ich sagte Fax ist nicht nachrüstbar.

  9. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: Vögelchen 11.05.21 - 21:39

    TiTan078 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... das Problem ist die DSGVO...
    >
    > Wenn ein Brief so sicherer sein soll, als ein Fax,- dann sehe ich
    > persönlich doch das größere Risiko beim Brief als beim Faxversand.

    Du schreibst die Adresse auf den Brief und hast dann noch beliebig Zeit, das zu kontrollieren.
    Beim Fax genügt ein Vertipper, schon geht es falsch raus. Ich kann die Vertipper-Anrufe hier schon nicht mehr zählen. Und auch die Tage mit Vermittlungsfehlern waren früher reichlich. Da gab es tage, da klingelte es alle paar Minuten und irgendwelche Leute, die am anderen Ende der Republik anrufen wollten, kamen hier raus.
    Das falsch adressierte Fax kommt hier auch einfach an und ich muss es erst lesen, um den Fehler überhaupt zu bemerken. Im Gegensatz zum Brief: Den versehentlich eingeworfenen Brief des Nachbarn darf ich nicht öffnen, da würde ich mich strafbar machen. Sehe ich, dass die falsche Adresse drauf steht, geht es entweder in den richtigen Briefkasten, oder mit Adressat unbekannt zurück.

  10. Re: Das Problem ist nicht das FAX....

    Autor: Dystopinator 11.05.21 - 22:23

    du könntest schon ende- zu endeverschlüsselung auch auf T.30 implementieren, bleibt die convinience halt auf der strecke, aber möglich wäre es, quasi wie ein pgp-fähiger email ausdrucker und einscanner ... bzw. solange email und post unverschlüsselt versendet wird steht fax dem in bezug auf den schutz des inhalts theoretisch in nichts nach. das einzige was den beamten daran hindert zur weiteren überstellung bestimmte briefe zu öffnen und zu lesen ist sein amt - ein bindfaden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.21 22:24 durch Dystopinator.

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