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Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

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  1. Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: toastedLinux 11.05.21 - 08:55

    Scheinbar scheint es ja ein riesiges Bedürfnis an Faxgeräten zu geben. Warum baut niemand einfach ein FAX2.0?

    Also eigentlich einfach einen Scanner, der das gescannte als Anhang per verschlüsselter E-Mail an einen Empfänger schickt?

    Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail Adresse.

    Löst natürlich das eigentliche Problem nicht, aber wenn die Leute von diesem Prinzip nicht weg wollen. Gebt ihnen halt eine alternative mit der die arbeiten können.

  2. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: IMM0rtalis 11.05.21 - 10:06

    toastedLinux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scheinbar scheint es ja ein riesiges Bedürfnis an Faxgeräten zu geben.
    > Warum baut niemand einfach ein FAX2.0?
    >
    > Also eigentlich einfach einen Scanner, der das gescannte als Anhang per
    > verschlüsselter E-Mail an einen Empfänger schickt?
    >
    > Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail Adresse.
    >
    > Löst natürlich das eigentliche Problem nicht, aber wenn die Leute von
    > diesem Prinzip nicht weg wollen. Gebt ihnen halt eine alternative mit der
    > die arbeiten können.

    Das Problem ist hier weiterhin die Empfangsbestätigung :/

  3. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 10:35

    toastedLinux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail Adresse.

    Und woher nimmtst du den Schlüssel zum Verschlüsseln?

  4. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 10:37

    IMM0rtalis schrieb:

    > Das Problem ist hier weiterhin die Empfangsbestätigung :/
    Nein ist sie nicht, du forderst eine Empfangsbestätigung an, wenn du eine bekommst ist gut. Wenn du keine bekommst gilt es als nicht zugestellt. Ganz einfach wie beim Einschreiben auch. Wenn der Empfänger nicht anzutreffen ist oder verweigert bekommst du auch keine Empfangsbestätigung und es gilt als nicht zugestellt.

  5. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: Tantalus 11.05.21 - 10:40

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz
    > einfach wie beim Einschreiben auch. Wenn der Empfänger nicht anzutreffen
    > ist oder verweigert bekommst du auch keine Empfangsbestätigung und es gilt
    > als nicht zugestellt.

    Und genau das ist eben falsch:
    Im Prinzip können Empfänger, Ehegatten, Empfangsbevollmächtigte und Postempfangsbeauftragte die Annahme eines Einschreibens verweigern. Lediglich Ersatzempfänger sind dazu nicht berechtigt. Trotz einer Annahmeverweigerung kann ein Schreiben aber als zugestellt gelten. Es schützt also unter Umständen nicht vor rechtlichen Konsequenzen, wenn man ein Einschreiben nicht annimmt.

    Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) verstößt der Empfänger eines Einschreibens mit der grundlosen Zurückweisung gegen Treu und Glauben.

    https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/08312/

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  6. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: toastedLinux 11.05.21 - 10:57

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > toastedLinux schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail Adresse.
    >
    > Und woher nimmtst du den Schlüssel zum Verschlüsseln?

    Wie wäre es mit einem öffentlichen Verzeichnis? - Das Thema hat man ja eh, also nicht nur bei meiner imaginären FAX2.0 Box, sondern auch bei normaler E-Mail.

    Man könnte hier natürlich einen Schritt weiter gehen und verzahnt alles miteinander. Es wäre ja z.B. möglich einen Hardware-Schlüssel auf den "Fax-Geräten" zu hinterlegen. Wie es bei einem YubiKey gemacht wird. Dann weißt man dem "Fax-Gerät" eine feste "E-Mail Adresse" zu und sendet immer auch den öffentlichen Schlüssel mit, also so in der Art ähnlich wie bei TLS.

    im Grunde gibt es all diese Möglichkeiten ja, nutzt halt irgendwie kaum jemand.

  7. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 11:21

    Tja das Problem mit öffentlichen Schlüssel-Servern ist ja hinlänglich bekannt. Jeder kann da Schlüssel hochladen. Wie verifiziert denn der Schlüssel-Server, dass der Schlüssel auch zu deiner Fax-Nummer/E-Mail-Addresse gehört?
    Bei den Key-Servern kann ich prinzipiell einen Key für deine E-Mail-Adresse erzeugen und hochladen. Wenn den jemand benutzt fange ich die Mail an dich ab und kann sie entschlüsseln.

  8. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: toastedLinux 11.05.21 - 11:32

    Wie wäre es denn wenn man einfach mal E-Mail überarbeitet, dass der Schlüsselaustausch so funktioniert wie bei TLS?

    Du hinterlegst dann deinen öffentlichen Schlüssel einfach auf deinem E-Mail Server, derjenige der dir eine Nachricht schreiben will holt ihn sich dort und verschlüsselt dann den Inhalt der Nachricht mit deinem öffentlichen Schlüssel?

    Es wundert mich ein wenig, dass niemand mal das E-Mail Protokoll überarbeitet. Gefühlt ist da doch totaler Stillstand seit April 2001 RFC2822. Und ja DANE, SPIF... ok, aber das hat ja alles nichts mit Verschlüsselung zu tun.

  9. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: peh.guevara 11.05.21 - 11:49

    Zumindest die Clients müsste man sowieso irgendwie überarbeiten, weil verschlüsselte mails nicht mehr vom Server vervielfältigt und versendet werden können sondern der Client die Mail an jeden Absender getrennt verschlüsseln und versenden muss (außer der Server kennt deinen Private-Key was das ganze dann wieder absurd macht).

  10. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: toastedLinux 11.05.21 - 11:52

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zumindest die Clients müsste man sowieso irgendwie überarbeiten, weil
    > verschlüsselte mails nicht mehr vom Server vervielfältigt und versendet
    > werden können sondern der Client die Mail an jeden Absender getrennt
    > verschlüsseln und versenden muss (außer der Server kennt deinen Private-Key
    > was das ganze dann wieder absurd macht).

    Man sollte das ganze echt mal überarbeiten.,. aber das wird wohl nicht passieren.

  11. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: ikhaya 11.05.21 - 12:27

    Es gibt SMIME und es gibt PGP.
    Es gibt DNS Records und automatischen Import von Anhängen mit Schlüsselmaterial.
    Es geht, wenn man wollen würde.

    und für die ganze Verrückten gäbe es auch
    https://darkmail.info/spec
    als neuen Standard. Allerdings hat man von Ladar Levison, Snowdens altem Mailprovider Besitzer schon lange nix mehr gehört zu dem Vorhaben.

  12. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: gaciju 11.05.21 - 13:38

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > toastedLinux schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail Adresse.
    >
    > Und woher nimmtst du den Schlüssel zum Verschlüsseln?

    Woher nimmst du heute die Faxnummer?

    Selbe Quelle: die Gegenseite. Problem geloest.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.21 13:38 durch gaciju.

  13. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: gaciju 11.05.21 - 13:41

    toastedLinux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie wäre es denn wenn man einfach mal E-Mail überarbeitet, dass der
    > Schlüsselaustausch so funktioniert wie bei TLS?

    Dazu braucht man nichts zu ueberarbeiten, weil man das genau so machen koennte.
    Damit TLS funktioniert braucht man trust-anchors in Form von CA Zertifikaten im System. Wenn man die hat kann man sie genausogut fuer S/MIME oder PGP Infrastruktur nutzen.

    Oder man nimmt GNU WKD, wenn dem Domaininhaber vertraut wird.

  14. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: toastedLinux 11.05.21 - 13:42

    ikhaya schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt SMIME und es gibt PGP.
    > Es gibt DNS Records und automatischen Import von Anhängen mit
    > Schlüsselmaterial.
    > Es geht, wenn man wollen würde.
    >
    > und für die ganze Verrückten gäbe es auch
    > darkmail.info
    > als neuen Standard. Allerdings hat man von Ladar Levison, Snowdens altem
    > Mailprovider Besitzer schon lange nix mehr gehört zu dem Vorhaben.

    Das sind alles tolle Dinge, aber halt eigentlich eigene Tools die drangeflanscht wurden. Ich fände es besser wenn man einfach den RFC überdenkt und eventuell direkt in den E-Mail Versand eine E2E Verschlüsselung einbaut.

  15. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: gaciju 11.05.21 - 13:45

    Entweder arbeitest du mit zentralen, vertrauenswuerdigen Instanzen, das will man aber eigentlich aus Datenschutzgruenden nicht oder du kommst um die manuelle Verifikation des Schluesselmaterials nicht herum. Dagegen hilft kein neues RFC.

  16. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: toastedLinux 11.05.21 - 13:54

    gaciju schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entweder arbeitest du mit zentralen, vertrauenswuerdigen Instanzen, das
    > will man aber eigentlich aus Datenschutzgruenden nicht oder du kommst um
    > die manuelle Verifikation des Schluesselmaterials nicht herum. Dagegen
    > hilft kein neues RFC.

    Ich finde hier werden gerade zwei Themen vermischt. Ich will die Daten verschlüsseln und nicht 100% wissen ob ich wirklich sicherbin, dass ich mit der richtigen Person rede.

    Mir würde es im ersten Schritt echt reichen, wenn mein Client automatisch den öffentlichen Schlüssel des Empfängers raussucht. Ich möchte, dass dies über den im DNS hinterlegten Schlüsselaustauschserver läuft. Das kann natürlich gerne auch der E-Mail Server sein.

    Von einer Chain of Trust habe ich nichts gesagt. Wäre in dem Szenario, aber natürlich recht simple zu integrieren. Allerdings sehe ich dadurch keinen Vorteil.

    Und ja das gibt es bereits alles, aber ich verstehe einfach nicht, warum das nicht Teil des RFC für E-Mail gemacht wird? Ganz offensichtlich schafft es z.B. Google RFCs zu erweitern. Wie z.B. bei HTTP2 (SPDY) oder Brodli. Warum basiert E-Mail noch immer auf einem RFC von 2001?

  17. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: gaciju 11.05.21 - 14:03

    toastedLinux schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > gaciju schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Entweder arbeitest du mit zentralen, vertrauenswuerdigen Instanzen, das
    > > will man aber eigentlich aus Datenschutzgruenden nicht oder du kommst um
    > > die manuelle Verifikation des Schluesselmaterials nicht herum. Dagegen
    > > hilft kein neues RFC.
    >
    > Ich finde hier werden gerade zwei Themen vermischt. Ich will die Daten
    > verschlüsseln und nicht 100% wissen ob ich wirklich sicherbin, dass ich mit
    > der richtigen Person rede.
    >
    > Mir würde es im ersten Schritt echt reichen, wenn mein Client automatisch
    > den öffentlichen Schlüssel des Empfängers raussucht. Ich möchte, dass dies
    > über den im DNS hinterlegten Schlüsselaustauschserver läuft. Das kann
    > natürlich gerne auch der E-Mail Server sein.

    Wie schon an anderer Stelle gesagt: das geht mit WKD. Ist dann halt ein kleiner Web-, kein Mailserver, ist aber organisatorisch kein Problem und IMHO auch sinnvoller als aus einem SMTP Server einen Fileserver zu machen. Klar, gehen wuerde es natuerlich, nur wie? Dein Client spricht idR. nicht mit dem SMTP Server des Empfaengers sondern mit dem deines Providers.
    Du muesstest also erstmal abwarten bis die MTAs das ausgehandelt und dir hoffentlich den Schluessel zurueckgemeldet haben. Da kommt nicht nur Freude auf, wenn der Versand ein paar Sekunden dauert - und das ist ja noch milde. Schlimmer wenn das Fenster einfach weggeklickt wird oder wenn der MTA des Empfaengers gerade greylisting macht und/oder gewartet wird - ist ja kein Problem bei SMTP, kommt dann halt spaeter an, du hast sie deinem MTA schon uebergeben - hier aber nicht und es bricht das ganze System.

    Stattdessen kann dein Client aber auch vor dem Versand einfach schnell per https den Key abholen, was auch insgesamt weniger Last erzeugt und den MTA schmal haelt. Mail Clients koennen dagegen ja (leider) eh meist schon HTTP weil sie im Grunde Webbrowser sind damit man die bunten Newsletter und sonstigen Spamscheiss nachladen und anzeigen kann.


    > Und ja das gibt es bereits alles, aber ich verstehe einfach nicht, warum
    > das nicht Teil des RFC für E-Mail gemacht wird? Ganz offensichtlich schafft
    > es z.B. Google RFCs zu erweitern. Wie z.B. bei HTTP2 (SPDY) oder Brodli.
    > Warum basiert E-Mail noch immer auf einem RFC von 2001?

    s.o.


    Hier zwei Links falls WKD unbekannt:
    https://wiki.gnupg.org/WKD
    https://www.kuketz-blog.de/gnupg-web-key-directory-wkd-einrichten/



    9 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.21 14:15 durch gaciju.

  18. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: Michael H. 11.05.21 - 14:27

    IMM0rtalis schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > toastedLinux schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Scheinbar scheint es ja ein riesiges Bedürfnis an Faxgeräten zu geben.
    > > Warum baut niemand einfach ein FAX2.0?
    > >
    > > Also eigentlich einfach einen Scanner, der das gescannte als Anhang per
    > > verschlüsselter E-Mail an einen Empfänger schickt?
    > >
    > > Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail Adresse.
    >
    > >
    > > Löst natürlich das eigentliche Problem nicht, aber wenn die Leute von
    > > diesem Prinzip nicht weg wollen. Gebt ihnen halt eine alternative mit
    > der
    > > die arbeiten können.
    >
    > Das Problem ist hier weiterhin die Empfangsbestätigung :/

    Ein weiteres Problem hierbei ist, wie willst du es verschlüsseln.
    Also auf welchen Standard soll man sich einigen.
    Und wie werden die Schlüssel ausgetauscht für eine sichere E2E Verschlüsselung.

    Daran scheitert heutzutage ja quasi jede verschlüsselte Mail Kommunikation.
    Ich kann nicht einfach irgendwem eine Mail schreiben, weil der den Schlüssel nicht hat um sie zu öffnen. Dazu kommt noch, dass derjenige die Schlüssel auf all seinen Endgeräten immer mitführen müsste. Und welcher Verschlüsselungsstandard wird hergenommen?

    Ganz so trivial isses ja nich. Die meisten Lösungen sehen so aus, dass ne unverschlüsselte Mail mit ner Benachrichtigung erscheint und man die Mail dann online abrufen kann mit bestimmten logindaten (DATEV macht das z.B. so, wie auch einige Versicherungsgesellschaften).

    Aber gäbe es ne "einfache" und Massentaugliche Lösung, würde jeder E2E Verschlüsselung haben.

    Dass es beim Fax ne Zustellbestätigung gibt find ich genau so schwachsinn. Lass den Druckkopf kaputt gehen und das Fax wird angenommen und offiziell ausgedruckt, aber das Blatt Papier bleibt weiss.

    Da müssen einfach neue Methoden her, sowie n paar neue Gesetze.

  19. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: gaciju 11.05.21 - 14:47

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein weiteres Problem hierbei ist, wie willst du es verschlüsseln.
    > Also auf welchen Standard soll man sich einigen.
    > Und wie werden die Schlüssel ausgetauscht für eine sichere E2E
    > Verschlüsselung.
    >
    > Daran scheitert heutzutage ja quasi jede verschlüsselte Mail Kommunikation.

    Also hier nicht.

    > Ich kann nicht einfach irgendwem eine Mail schreiben, weil der den
    > Schlüssel nicht hat um sie zu öffnen.

    Das ist jetzt doch eine sehr merkwuerdige Darstellung der Dinge. Wenn es keinen Schluessel gibt kannst du schlicht nicht verschluesseln.

    > Dazu kommt noch, dass derjenige die
    > Schlüssel auf all seinen Endgeräten immer mitführen müsste.

    Wieso sollte das ein Problem sein? Weil der Arzt gerne im Internetcafe seine Mails abrufen will? Sorry, das ist doch Quatsch.

    > Und welcher Verschlüsselungsstandard wird hergenommen?

    So viele gibt's nicht zur Auswahl. PGP und/oder S/MIME, beides funktioniert.

    > Ganz so trivial isses ja nich. Die meisten Lösungen sehen so aus, dass ne
    > unverschlüsselte Mail mit ner Benachrichtigung erscheint und man die Mail
    > dann online abrufen kann mit bestimmten logindaten (DATEV macht das z.B.
    > so, wie auch einige Versicherungsgesellschaften).

    Das ist keine Loesung, sondern Schrott. Und uebrigens auch nicht besser als einfach dem MTA zu sagen, dass er nicht ohne TLS verschicken darf, dann sind wir wieder gleich weit.


    > Aber gäbe es ne "einfache" und Massentaugliche Lösung, würde jeder E2E
    > Verschlüsselung haben.

    Stimmt ueberhaupt nicht, es fehlt einfach nur am Willen.

    WhatsApp war sehr lange nicht verschluesselt, hat troztdem ganz viele Nutzer gewonnen. Heute benutzen es die Leute auch immer noch - aber nicht wegen sondern trotz E2EE. Wer auf Datenschutz und -sicherheit aus ist benutzt aber im Umkehrschluss kein WhatsApp.

  20. Re: Wenn der Bedarf doch so groß ist warum nicht FAX 2.0?

    Autor: Grimreaper 11.05.21 - 15:15

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > IMM0rtalis schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > toastedLinux schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Scheinbar scheint es ja ein riesiges Bedürfnis an Faxgeräten zu geben.
    > > > Warum baut niemand einfach ein FAX2.0?
    > > >
    > > > Also eigentlich einfach einen Scanner, der das gescannte als Anhang
    > per
    > > > verschlüsselter E-Mail an einen Empfänger schickt?
    > > >
    > > > Gibt man halt keine Nummer mehr ein, sondern einfach eine E-Mail
    > Adresse.
    > >
    > > >
    > > > Löst natürlich das eigentliche Problem nicht, aber wenn die Leute von
    > > > diesem Prinzip nicht weg wollen. Gebt ihnen halt eine alternative mit
    > > der
    > > > die arbeiten können.
    > >
    > > Das Problem ist hier weiterhin die Empfangsbestätigung :/

    Ich finde die Idee eines Fax 2.0 super, gerade weil man super einfach und praktisch z.B. Bilder und ausgefüllte Formulare verschicken/empfangen kann.

    Es müsste halt ein neues Übertragungsprotokoll definiert werden. Als Empfangsbestätigung muss das Empfangs-Faxgerät (kann auch ein Internet-Router sein) einfach eine entsprechende Antwort bei erfolgreicher Übertragung senden.

    > Ein weiteres Problem hierbei ist, wie willst du es verschlüsseln.
    > Also auf welchen Standard soll man sich einigen.
    > Und wie werden die Schlüssel ausgetauscht für eine sichere E2E
    > Verschlüsselung.
    Warum nicht einfach eine PGP Verschlüsselung mit einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel verwenden?

    > Daran scheitert heutzutage ja quasi jede verschlüsselte Mail Kommunikation.
    Ich glaube das liegt eher an der Faulheit der Leute, was zu ändern.

    > Ich kann nicht einfach irgendwem eine Mail schreiben, weil der den
    > Schlüssel nicht hat um sie zu öffnen. Dazu kommt noch, dass derjenige die
    > Schlüssel auf all seinen Endgeräten immer mitführen müsste. Und welcher
    > Verschlüsselungsstandard wird hergenommen?
    Du kannst heute auch nicht einfach jedem ein Fax schicken. Dazu musst du halt schon die Faxnummer raussuchen. Genauso könnte es man mit den öffentlichen Schlüsseln machen, die man vom Empfänger braucht um ihm ein (verschlüsseltes) Fax 2.0 zu schicken. Den öffentlichen Schlüssel kann man dann auf dessen Webseite, in seinen Emails, auf pgp-Keyservern (mit Vertrauensstatus) , als gedruckten QR-Code oder sonstwo finden, das heißt, fast überall wo man bisher auch Telefon-Faxnummern findet. Seinen privaten Schlüssel muss man dann auf seinem eigenen "Fax2.0" Gerät haben.

    > Ganz so trivial isses ja nich. Die meisten Lösungen sehen so aus, dass ne
    > unverschlüsselte Mail mit ner Benachrichtigung erscheint und man die Mail
    > dann online abrufen kann mit bestimmten logindaten (DATEV macht das z.B.
    > so, wie auch einige Versicherungsgesellschaften).
    >
    > Aber gäbe es ne "einfache" und Massentaugliche Lösung, würde jeder E2E
    > Verschlüsselung haben.
    Eine "Fax2.0" übertragung wäre mit PGP-Verschlüsselung (oder ähnlichen Verslüsselungen mit Schlüsselpaar) nicht wirklich komplizierter als eine bisherige Faxübertragung.

    > Dass es beim Fax ne Zustellbestätigung gibt find ich genau so schwachsinn.
    > Lass den Druckkopf kaputt gehen und das Fax wird angenommen und offiziell
    > ausgedruckt, aber das Blatt Papier bleibt weiss.
    Also bei Faxgeräten ist das doch simpel festzustellen. Entweder das Fax wird direkt beim Empfang schon ausgedruckt und es tritt dabei ein Fehler auf: dann kann dem Sender sofort ein Fehler statt eine Bestätigung gesendet werden. Wird es nicht sofort ausgedruckt, dann ist es ja noch im Speicher vorhanden und kann später ausgedruckt oder digital verwendet werden.

    > Da müssen einfach neue Methoden her, sowie n paar neue Gesetze.
    Nein. Nur ein neues Übertragungsprotokoll.

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