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Failed state

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  1. Failed state

    Autor: LiPo 17.10.19 - 14:44

    Polizei und Justiz können die Gesetze nicht durchsetzen - das ist eigentlich nichts neues, oder? Egal ob jetzt hier DSGVO bezogen oder im Strassenverkehr (Autos/Radfahrer die über rot fahren, wildes Parken…).
    Und alles was den Politikern einfällt: Es müssen *härtere Strafen* her. Auch nichts neues.

    Wie wäre es wenn man entweder den Staatsapparat soweit auffüllt das es seine Arbeit machen kann, oder einfach ein paar dieser dummdreisten Gesetze streicht? Das Cannabisverbot zum Beispiel? Da würde einiges frei werden, und Polizisten hätten auch mal wieder Zeit Über-Rot-Fahrer aus dem Verkehr zu ziehen.

  2. Re: Failed state

    Autor: Oktavian 17.10.19 - 15:05

    > Polizei und Justiz können die Gesetze nicht durchsetzen - das ist
    > eigentlich nichts neues, oder? Egal ob jetzt hier DSGVO bezogen oder im
    > Strassenverkehr (Autos/Radfahrer die über rot fahren, wildes
    > Parken…).

    Ist dem so? Ich empfinde unseren Staat nicht als gesetzlos. Vorgestern bin ich noch geblitzt worden, und ich vermute mal, ich kann der Strafe nicht einfach durch ignorieren entgehen. Das setzen die durch, die 10 EUR werde ich zahlen müssen.

    > Und alles was den Politikern einfällt: Es müssen *härtere Strafen* her.
    > Auch nichts neues.

    Klar, die Forderung kommt immer schnell, es wird selten etwas daraus.

    > Wie wäre es wenn man entweder den Staatsapparat soweit auffüllt das es
    > seine Arbeit machen kann, oder einfach ein paar dieser dummdreisten Gesetze
    > streicht?

    Natürlich, ein paar mehr Staatsbedienstete und eine sinnvolle Ausstattung mit Mitteln wäre sinnvoll. Ein paar Gesetze kann man bestimmt auch streichen.

    > Das Cannabisverbot zum Beispiel? Da würde einiges frei werden,

    Echt? Ist eine Strafverfolgung der Konsumenten tatsächlich so ein Massenphänomen? Cannabis-Delikte machen nach Polizeilicher Kriminalstatistik gerade mal 3,9% aller Delikte aus, und die sind in der Regel vergleichsweise schnell erledigt da Standard.

    Wenn man Cannabis-Besitz entkriminalisieren möchte, dann bitte, weil man es für eine sinnvolle Maßnahme hält, nicht um Geld zu sparen bzw. anderweitig zu verwenden.

    Mit der gleichen Argumentation müsste man sonst einfachen Ladendiebstahl legalisieren. Der Schaden pro Einzelfall ist gering, die Täter meit jung und unbedarft, der Verwaltungsaufwand aber unverhältnismäßig hoch.

    > und Polizisten hätten auch mal wieder Zeit Über-Rot-Fahrer aus dem Verkehr
    > zu ziehen.

    Ganz ehrlich, ich fahre verdammt viel. Autofahrer, die bei "kirsch-gelb" fahren, also bis eine Sekunde nach rot, das sehe ich sehr gelegentlich. Wenn jemand bewusst und vorsätzlich auch ein schon lange leuchtendes Rotlicht ignoriert, dann war es fast immer ein Radfahrer oder ein Fußgänger.

  3. Re: Failed state

    Autor: nf1n1ty 17.10.19 - 15:08

    > Oktavian schrieb:
    > Ganz ehrlich, ich fahre verdammt viel. Autofahrer, die bei "kirsch-gelb"
    > fahren, also bis eine Sekunde nach rot, das sehe ich sehr gelegentlich.
    > Wenn jemand bewusst und vorsätzlich auch ein schon lange leuchtendes
    > Rotlicht ignoriert, dann war es fast immer ein Radfahrer oder ein
    > Fußgänger.

    Ich fahre auch sehr viel und ich sehe das fast täglich. Autos natürlich.
    Fußgänger tatsächlich fast nie.

  4. Re: Failed state

    Autor: eidolon 17.10.19 - 15:26

    Fußgänger gehen auch oft über Rot, aber eher deswegen, weils keine Gelbphase gibt. Da ist Grün, ich trete auf die Straße, zack, Rot. Da geh ich dann halt auch noch rüber, statt schlagartig anzuhalten und wieder zurückzugehen. Sofern ich das überhaupt mitbekomme, es war ja schließlich Grün und hab dann woanders hin geguckt.

  5. Re: Failed state

    Autor: burzum 17.10.19 - 15:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist dem so? Ich empfinde unseren Staat nicht als gesetzlos. Vorgestern bin
    > ich noch geblitzt worden, und ich vermute mal, ich kann der Strafe nicht
    > einfach durch ignorieren entgehen. Das setzen die durch, die 10 EUR werde
    > ich zahlen müssen.

    Der Staat "verdient" jedes Jahr ~850 Millionen mit Blitzern, die oft an Ecken stehen, die 100% nicht der Vekehrssicherheit dienen aber wo es einfach ist in die Falle zu fahren...

    Du kannst dir sicher sein, das überall wo der Staat SEINE Interessen und Gelder davonschwimmen sieht, auch gehandelt wird.

    Wie es aussieht wenn es um Bürger geht kannst du zum Beispiel hier nachlesen... https://www.tagesspiegel.de/politik/justiz-vor-dem-kollaps-wer-in-berlin-straftaten-begeht-hat-nicht-viel-zu-befuerchten/24530786.html

    Wo das Problem mit dem Datenschutz ist erschließt sich mir nicht. Es dürfte relativ einfach sein nachzuweisen was gespeichert wird und dann auch entsprechend schnell eine Strafe zu verhängen. Die Blitzerabzocke geht ja auch innerhalb von Wochen und das Finanzamt, das sich selbst gern viel Zeit läßt, will in der Regel auch immer eine Antwort von mir innerhalb von Wochen. Da funktioniert es plötzlich ganz schnell.

    Wo ein Wille wäre, da wäre auch ein Weg!

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.19 15:39 durch burzum.

  6. Re: Failed state

    Autor: Oktavian 17.10.19 - 15:42

    > Der Staat "verdient" jedes Jahr ~850 Millionen mit Blitzern, die oft an
    > Ecken stehen, die 100% nicht der Vekehrssicherheit dienen aber wo es
    > einfach ist in die Falle zu fahren...

    Ach da bin ich unambitioniert. Polizei und Ordnungsämter sollen blitzen wo auch immer sie wollen. Ich habe mich an die Geschwindigkeitsbegrenzung zu halten. Wenn ich das nicht tue, ist das meine eigene ganz bewusste Entscheidung. Und das wird halt gelegentlich bestraft. Ich hätte mich ja auch einfach an die Regeln halten können.

    > Wo das Problem mit dem Datenschutz ist erschließt sich mir nicht.

    Gar keins. Der OP lamentierte nur allgemein über die Schlechtigkeit der Welt, die Unfähigkeit des Staates, usw. Eigentlich bedeutungslos.

  7. Zahlentrick

    Autor: splash42 17.10.19 - 15:51

    Bei Blitzern gibt es einen totsicheren, geheimen Zahlentrick. IdR. stehen vor den Blitzern Schilder mit Zahlen. Wenn man nicht schneller fährt als das, was die Zahl anzeigt, wird man nicht geblitzt! Wahnsinn, aber das funktioniert wirklich!!

  8. Re: Zahlentrick

    Autor: Oktavian 17.10.19 - 16:01

    > Wahnsinn, aber das
    > funktioniert wirklich!!

    Na meistens zumindest:
    https://www.tag24.de/nachrichten/rolli-fahrerin-rollstuhl-geblitzt-chemnitz-blitzer-sachsen-66000

  9. Re: Failed state

    Autor: User_x 17.10.19 - 16:19

    Es ist ein Unterschied ob man sich als Einzelperson gegen den Staat stellt oder als Unternehmen. Meist wird sehr großzügig geahndet, wenn mit Arbeitsplätzen gedroht wird oder Steuereinnahmen in Gefahr sind.

    Dieses sehr schonende Vorgehen hat man bei VW gesehen und auch allem anderen, was Cash einbringt.

  10. Durchaus korrekt

    Autor: M.P. 17.10.19 - 16:25

    "Sind Fußgänger bereits bei Grün auf die Fahrbahn getreten - und sei es auch nur einen Schritt - ist die Rechtslage eindeutig", erklärt Philipp Kosok, Referent für Verkehrspolitik beim Verkehrsclub Deutschland (VCD). "Sie dürfen die Fahrbahn vollständig überqueren und müssen nicht zurückgehen."

    Ich vermisse den "7 Sinn" und Egon Hoegen, der das immer so schön erklärt hat...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.10.19 16:28 durch M.P..

  11. Re: Failed state

    Autor: LiPo 17.10.19 - 16:48

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz ehrlich, ich fahre verdammt viel. Autofahrer, die bei "kirsch-gelb"
    > fahren, also bis eine Sekunde nach rot, das sehe ich sehr gelegentlich.
    > Wenn jemand bewusst und vorsätzlich auch ein schon lange leuchtendes
    > Rotlicht ignoriert, dann war es fast immer ein Radfahrer oder ein
    > Fußgänger.

    Ich fahre täglich die gleiche ~5km Strecke und sehe regelmäßig Autofahrer die über rot fahren. Die strecken das "dunkelgelb" so weit das es eben rot ist wenn sie drüber fahren.
    Fußgänger und Radfahrer sind da natürlich in der Überzahl - kann ich aber auch verstehen als Radfahrer. Die Ampelschaltungen sind für Autos gemacht, und beachten die Bedürfnisse von Radfahrern und Fußgängern praktisch nicht - das nervt und irgendwann wird halt drauf geschissen.

  12. Re: Failed state

    Autor: LiPo 17.10.19 - 16:51

    burzum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oktavian schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist dem so? Ich empfinde unseren Staat nicht als gesetzlos. Vorgestern
    > bin
    > > ich noch geblitzt worden, und ich vermute mal, ich kann der Strafe nicht
    > > einfach durch ignorieren entgehen. Das setzen die durch, die 10 EUR
    > werde
    > > ich zahlen müssen.
    >
    > Der Staat "verdient" jedes Jahr ~850 Millionen mit Blitzern, die oft an
    > Ecken stehen, die 100% nicht der Vekehrssicherheit dienen aber wo es
    > einfach ist in die Falle zu fahren...

    Ich glaube das ist auch der Grund warum es jetzt eine CO2 Steuer gibt - bringt mehr Geld in die Staatskasse.
    Und weil dem so ist, dürfte die Regierung auch nicht daran interessiert sein den CO2 Ausstoß zu reduzieren.

  13. Re: Zahlentrick

    Autor: Sandeeh 17.10.19 - 17:37

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Blitzern gibt es einen totsicheren, geheimen Zahlentrick. IdR. stehen
    > vor den Blitzern Schilder mit Zahlen. Wenn man nicht schneller fährt als
    > das, was die Zahl anzeigt, wird man nicht geblitzt! Wahnsinn, aber das
    > funktioniert wirklich!!

    Doch manchmal sind diese Zahlen recht ungünstig aufgestellt, z.B. direkt an der Einmündung, wo A-Säule und Dach beim Abbiegevorgang kaum einen Blick auf das Schild erlauben. Dann kommt lange kein Schild mehr und plötzlich so eine Säule.

    Man muss Verkehrszeichen auch so aufstellen, das sie problemlos wahrgenommen werden können, also beispielsweise nach fertig durchgeführtem Abbiegevorgang, wenn das Fahrzeug wieder parallel zum Bordstein sich befindet. Auch könnte man die Zahlen auf die Fahrbahn aufbringen.

    Ansonsten bin ich mir dir d'accord! :-)

    Grüße, Sandeeh

  14. Re: Zahlentrick

    Autor: ldlx 17.10.19 - 18:07

    Zahlen auf der Straße sind nicht zulässig, unter anderem weil die wegen schlechter Witterung nicht lesbar sind (Regen, Schnee, Laub, ungünstiger Winkel der Sonneneinstrahlung, Feenstaub etc.).

    Für die Aufstellung von Schildern gibt es tatsächlich Regeln: in der Regel rechts der Fahrbahn in einer bestimmten Mindest- und Maximalhöhe.

    Hat mir bei einer Fahrt in Halle/Saale (ortsfremd) nur nix genützt, da war an einer 4-spurigen Straße mit zwischendrin verlegter Straßenbahn das Schild, dass ich über die breite Kreuzung bei exklusiver Linksabbiegerampel nicht wenden darf, auch nur über dem linken Ampelmast "unsichtbar" über der Dachkante des Fahrzeugs (ein Kleintransporter) montiert. Die 20 Tacken war ich los, da die Hasen in grün just an dem Tag genau an der gegenüberliegenden Straßenseite standen. Hätte ich mal vorher gewusst, wie die Rechtsnorm für ein ordnungsgemäß montiertes Schild und die Ausnahmen dafür aussehen...

    Davon ab bin ganz eindeutig beim Zahlentrick.

  15. Re: Zahlentrick

    Autor: burzum 17.10.19 - 18:09

    splash42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Blitzern gibt es einen totsicheren, geheimen Zahlentrick. IdR. stehen
    > vor den Blitzern Schilder mit Zahlen. Wenn man nicht schneller fährt als
    > das, was die Zahl anzeigt, wird man nicht geblitzt! Wahnsinn, aber das
    > funktioniert wirklich!!

    Ja, Wahnsinn. Genauso wie diese Drecksdinger hinterlistig in Baustelleneinfahren aufzustellen. Ortsfremd, irgendwo vor Berlin, 60 Statt 80, dreispurige Überleitung der rechten auf der Linken Fahrbahn wegen Baustelle. Ich hatte genug damit zu tun auf den Verkehr zu achten und muß das Schild übersehen haben. Davon ab sind die tollen Blitzer auch sehr häufig nicht korrekt in den Messungen. Wer Rechtschutzversichert ist kann praktisch immer dagegen klagen und hat gute Chancen!

    Genauso Wahnsinn wie einen stationären Blitzer, den eh jeder in der Region bald kennt, genau an das Ende eines Überholstreifens zu stellen wo Überholen noch erlaubt ist, weil ja NIE, NIEMALS, NIEEEE jemand auf die Idee käme noch den LKW dort mit ein paar km/h zu Überholen, außerhalb des Überholverbots. Wofür sie aber immer wieder sorgen: Das irgendein Vollhonk von 80km auf 70 Runterbremst, teils auch richtig heftig, weil er das Ding im letzten Moment sieht.

    Genauo wie so gut wie nie Jemand auf die Idee käme so ein Ding an einer verkehrskritischen (~3 Tote pro Jahr) Kurve aufzustellen, wo der Blitzer aber sichtbar stehen würde.

    Blitzer sind primär asoziale Abzocke, Wegelagerei und verhindern keine Unfälle. Und wenn man nicht gerade knapp bei Kasse ist, den keulen die 20-30¤ als "Strafe" auch nicht gerade.

    LiPo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube das ist auch der Grund warum es jetzt eine CO2 Steuer gibt -
    > bringt mehr Geld in die Staatskasse.
    > Und weil dem so ist, dürfte die Regierung auch nicht daran interessiert
    > sein den CO2 Ausstoß zu reduzieren.

    Die Regierung ist sicher auch nicht daran interessiert, denn dann würde man die größten Erzeuger zur Kasse bitten und sie nicht ausnehmen wie beim EEG. Die Volkszertreter schwallen zwar rum das sie Geringverdiener irgendwie entlasen wollen bei den kommenden Kosten aber das glaube ich erst wenn es passiert ist. Wer genug Geld hat wird sein Verhalten auch nicht ändern. Bestraft wird also der Geringverdiener mit Uraltdiesel wärend jemand der 100k im Jahr heimbringt weiterhin SUV fahren wird ohne einen Cent umdrehen zu müssen.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.

  16. Re: Zahlentrick

    Autor: ldlx 17.10.19 - 18:15

    Befolge einfach den Zahlentrick. Fürs Überholen mal die Geschwindigkeit überschreiten... geschenkt - passiert (hoffentlich) nur in 1/100 Vorgängen, dass genau da ein Blitzer steht. Und wenn du von dem festen Blitzer weißt: nicht überholen.

    Dass es Menschen gibt, die ihren Tacho nicht lesen können (und die Abweichung kennen, sollte ja max 10% sein, also 5 km/h bei 50 km/h Ortsgeschwindigkeit), dagegen hilft auch nicht die pauschale Abschaffung von Blitzern zu fordern.

    Blitzer sind keine Abzocke, sondern sollen bloß mal ein wenig daran erinnern (durchsetzen), dass die Verkehrsregeln auch eingehalten werden.

    Insofern: Bitte viel mehr davon. Bis sich alle daran halten.

  17. Re: Failed state

    Autor: leMatin 17.10.19 - 20:37

    Ich hätte gern statt Geschwindigkeitsmessungen and diskutablen Punkten viel viel viel mehr Abstandsmessungen. Es ist mittlerweile quasi unmöglich mit Abstandsassistenten gemütlich hinter einem vorausfahrenden Fahrzeug hinterher zu tuckern ohne dass sich ein verrückter dazwischen presst, jemand trotz freier Überholspur hinten an der Stoßstange klebt oder schnell noch vor einem auf die linke Spur rüber zieht. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich zuletzt (trotz täglich 35km Pendelstrecke (einfach)) und mehreren Fahrten im Jahr quer durchs Land mal auf den nötigen Abstand kontrolliert wurde - und genau so fahren die Leute auch.

  18. Re: Failed state

    Autor: quineloe 18.10.19 - 03:52

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist dem so? Ich empfinde unseren Staat nicht als gesetzlos. Vorgestern bin
    > ich noch geblitzt worden, und ich vermute mal, ich kann der Strafe nicht
    > einfach durch ignorieren entgehen. Das setzen die durch, die 10 EUR werde
    > ich zahlen müssen.

    https://twitter.com/dummerdesigns/status/1184887563414331392

    Ich kenne hier auch ein Dutzend Stellen, wo genau das gleiche ist und die Polizei sich weigert, tätig zu werden. Auch könnte ich jetzt rausgehen und ohne mich mehr als 50m von meiner Wohnung zu entfernen Fotos von 100 Falschparkern machen.

    Geschwindigkeitskontrollen sind so ziemlich das einzige, was noch halbwegs regelmäßig durchgeführt wird, und selbst das nur an ausgewählten Stellen. Würde man bei meinen Eltern im Dorf einen Blitzer aufstellen um die Tempo 30 Zone zu kontrollieren, würde den jemand vermutlich in der ersten Nacht kaputtschlagen, und niemand hätte was gesehen oder gehört.

    Dazu kommen dann noch Kontrollen von Anwohnerparkplätzen (also richtige Parkplätze, auf die man sich aber nicht stellen darf) in Innenstädten, aber sonst war's das. Solange kein Unfall passiert darfst du dir im Straßenverkehr heute echt alles leisten.

    Verifizierter Top 500 Poster!

  19. Re: Failed state

    Autor: Konphite 18.10.19 - 07:41

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Polizei und Justiz können die Gesetze nicht durchsetzen - das ist
    > > eigentlich nichts neues, oder? Egal ob jetzt hier DSGVO bezogen oder im
    > > Strassenverkehr (Autos/Radfahrer die über rot fahren, wildes
    > > Parken…).
    >
    > Ist dem so? Ich empfinde unseren Staat nicht als gesetzlos. Vorgestern bin
    > ich noch geblitzt worden, und ich vermute mal, ich kann der Strafe nicht
    > einfach durch ignorieren entgehen. Das setzen die durch, die 10 EUR werde
    > ich zahlen müssen.

    Ja, bei den Regeln gegenüber den eigenen Bürgern sind wir Weltmeister. Ansonsten haben Straftaten keine oder kaum nennenswerte Konsequenzen. Siehe nebst den Datenkraken die Umweltskandale durch Ölkonzern in Deutschland oder den illegalern Grenzübertritt ohne Papiere und im Anschluss begangene Straftaten. Unser einer wird hingegen schon vors Gericht gezerrt oder empfindlich sanktioniert und per Gerichtsvollzieher abgefertigt, wenn du den Staatsfunk nicht bezahlst oder du die Meldepflicht beim Umzug versäumst.

    Soetwas nennt man Bananenrepublik. Und es ist nicht mal Polemik. Ich wünscht das wäre es...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.19 07:43 durch Konphite.

  20. Re: Failed state

    Autor: chefin 18.10.19 - 08:43

    LiPo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Polizei und Justiz können die Gesetze nicht durchsetzen - das ist
    > eigentlich nichts neues, oder? Egal ob jetzt hier DSGVO bezogen oder im
    > Strassenverkehr (Autos/Radfahrer die über rot fahren, wildes
    > Parken…).
    > Und alles was den Politikern einfällt: Es müssen *härtere Strafen* her.
    > Auch nichts neues.
    >
    > Wie wäre es wenn man entweder den Staatsapparat soweit auffüllt das es
    > seine Arbeit machen kann, oder einfach ein paar dieser dummdreisten Gesetze
    > streicht? Das Cannabisverbot zum Beispiel? Da würde einiges frei werden,
    > und Polizisten hätten auch mal wieder Zeit Über-Rot-Fahrer aus dem Verkehr
    > zu ziehen.

    Was bitte verbietet das DSGVO?

    Es sagt lediglich, das nur die notwendigen Daten gesammelt werden dürfen. Was notwenig ist, ist nicht beschrieben. Geht auch nicht, da jedes Geschäftsmodell seine eigene Notwendigkeit hat. zB ist eine Informationsseite nicht kostenlos, auch wenn ich nichts dafür bezahle. Dort ist dann die Notwendigkeit, ausreichend Werbung zu verkaufen um sich zu refinanzieren. Gewinn machen ist nicht verboten. Also ist das Tracking notwendig. Und keiner weis wer du bist, ausser du gibst es preis. Und das tust du wenn du etwas einkaufst. Dann hast du das aber auch freigegeben. Auch an die Werbeindustrie, weil auch dieser Händler Werbung machen muss um zu überleben. Du hättest ohne Werbung keine Händler und wenn, dann leben die wohl nicht lange genug um die Gewährleistung und den Service abzuwickeln.

    Also können wir die Werbung auch nicht einfach verbieten. Ohne Verbot muss ihnen aber auch ermöglicht werden effizient arbeiten zu können. Und schon sind alle gesammelten Daten wieder notwendig und du stimmst zu, weil du den Dienst, die Information, das Entertainment nutzen willst.

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