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  5. › DSGVO: Trotz massivem Datenleck…

Papiertiger...

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  1. Papiertiger...

    Autor: 43rtgfj5 06.05.22 - 12:45

    Wie es schon vorgesehen wurde, hier ein Bilderbuchfall.
    Ungesicherter SMB Server, von außen erreichbar. Keine Firewall, weder Hardware noch Software, wie es aussieht.
    Das ist mMn. grob fahrlässig, keine Ahnung was das soll.

  2. Re: Papiertiger...

    Autor: Maddix 06.05.22 - 14:48

    Lachhaft, das Ganze. Die DSGVO kann man inzwischen komplett in der Pfeife rauchen.

  3. Re: Papiertiger...

    Autor: tom.stein 06.05.22 - 15:06

    Maddix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lachhaft, das Ganze. Die DSGVO kann man inzwischen komplett in der Pfeife
    > rauchen.

    Angesichts ausgerechnet dieses Streitfalls ist offensichtlich nicht die DSGVO, sondern die Behörde das Problem. Nach übereinstimmenden Berichten, denen auch die Behörde nicht widerspricht, lag ein Verstoß gegen die DSGVO vor. Nur war der (angeblich) nicht ausgenutzt worden, und daher würde kein Bußgeld fällig.

    Ich suche immer noch die Stelle in der DSGVO, in der steht, dass nur bösartig ausgenutzte Datenabflüsse bestraft werden, gutartige dagegen nicht ...

    Tom

  4. Re: Papiertiger...

    Autor: Sharra 06.05.22 - 18:12

    Maddix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lachhaft, das Ganze. Die DSGVO kann man inzwischen komplett in der Pfeife
    > rauchen.

    Die DSGVO ist da eigentlich eindeutig. Versagt hat hier die Behörde, und ich hoffe, da wird gegen geklagt, bis die Verantwortlichen hinter Schloss und Riegel dafür versauern.

  5. Re: Papiertiger...

    Autor: AIM-9 Sidewinder 06.05.22 - 20:18

    Völlig korrekt. Die Behörde ist das Problem. Und muss sich in diesem Fall auch den Vorwurf anhören müssen, "gekauft" worden zu sein.

  6. Re: Papiertiger...

    Autor: Oktavian 06.05.22 - 20:34

    > Die DSGVO ist da eigentlich eindeutig.

    Welchen Artikel der DSGVO findest Du denn in Bezug auf Sanktionen so furchtbar eindeutig?

    Die DSGVO legt in Art. 83 Höchstsätze für Sanktionen fest und sie gibt einen Kriterienkatalog, anhand dessen eine Entscheidung erfolgen soll. Die Formulierung in Abs. 2 "Bei der Entscheidung über die Verhängung einer Geldbuße und über deren Betrag wird in jedem Einzelfall Folgendes gebührend berücksichtigt" sagt aber eindeutig, dass die Aufsichtsbehörde auch zu dem Ergebnis kommen kann, keine Sanktionen zu verhängen.

    Und wenn man mal in andere Länder guckt in der EU, ganz im Sinne des Kohärenzprinzips, dann stellt man fest, Sanktionen gegen die eigene, mittelständische Wirtschaft sind sehr unüblich in der EU. Gerne sanktioniert man die ganz großen Player, aber bei minderschweren Verstößen der eigenen Wirtschaft setzt man eher auf Beratung und Einsicht, zumindest solange das Unternehmen in vollem Umfang kooperiert und nicht vorsätzlich gehandelt hat.

    > Versagt hat hier die Behörde, und
    > ich hoffe, da wird gegen geklagt,

    Als Betroffener stünde es Dir frei, das zu tun.

    > bis die Verantwortlichen hinter Schloss
    > und Riegel dafür versauern.

    Das wiederum ist sehr unwahrscheinlich. Sanktionen gegen Personen sieht die DSGVO nicht vor.

  7. Re: Papiertiger...

    Autor: 486dx4-160 07.05.22 - 01:09

    AIM-9 Sidewinder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Völlig korrekt. Die Behörde ist das Problem. Und muss sich in diesem Fall
    > auch den Vorwurf anhören müssen, "gekauft" worden zu sein.

    Nein, das ist ein Standortvorteil. Genauso wie laxe Steuerfahndung. Race to the bottom!
    Komplett unterbesetzte Aufsichtsbehörden lohnen sich, da muss der Blick nicht erst nach Irland gehen.

  8. Re: Papiertiger...

    Autor: tom.stein 07.05.22 - 11:31

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, das ist ein Standortvorteil. Genauso wie laxe Steuerfahndung. Race to
    > the bottom!
    > Komplett unterbesetzte Aufsichtsbehörden lohnen sich, da muss der Blick
    > nicht erst nach Irland gehen.

    Ob das wirklich ein Standortvorteil ist? Nach unwidersprochenen Statistiken finden Steuerfahnder pro Person und Jahr ca. 1 Mill.¤. Man könnte erwarten, dass faire Bedingungen für alle Unternehmen den Standort stärken, und wenn Steuerfahnder sich mit dem Faktor 5-10 rentieren, dann braucht man davon mehr. So kann man sich irren...

  9. Re: Papiertiger...

    Autor: Kilpikonna 07.05.22 - 11:56

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Versagt hat hier die Behörde, und
    > > ich hoffe, da wird gegen geklagt,
    >
    > Als Betroffener stünde es Dir frei, das zu tun.

    Tja, woher weiß man denn, ob man betroffen ist?
    Theoretisch könnte ich es ja sein, weil ich tatsächlich mal den Fehler begangen hab, bei dem arschgef... Drecksladen ein Fahrzeug zu mieten (passiert mir aber nie wieder). Aber da man ja nicht informiert wird, weiß man ja nicht, ob die eigenen Daten denn betroffen waren.
    Das hat da jemand schon ganz geschickt eingefädelt. Ob das wohl echt die sinnvollste Entscheidung im Sinne der DSGVO war, oder lagen da eventuell andere Gründe vor?

  10. Re: Papiertiger...

    Autor: Oktavian 08.05.22 - 19:48

    > > > Versagt hat hier die Behörde, und
    > > > ich hoffe, da wird gegen geklagt,
    > >
    > > Als Betroffener stünde es Dir frei, das zu tun.
    >
    > Tja, woher weiß man denn, ob man betroffen ist?

    Wenn Du Kunde bei Buchbinder warst, könntest du da nachfragen. Ggf. könntest Du auch beim zuständigen Landesdatenschutz fragen.

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