Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Dynamics 365: Microsoft verteilt…

Support-Wüste Grosskonzern

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: ffx2010 08.12.17 - 13:52

    So sieht es leider aus. Genauso leider auch bei Apple. Was da in letzter Zeit für Bugs auftauchen, und welche Antworten man bekommt, wenn man dort einen Bugreport schreibt... Haarsträubend. Neulich auch: Bug-Fixing wurde zurück gestellt, Apple will erst mehr Systemberichte von den Benutzern sammeln... Die könnten auch einfach selbst testen auf den entsprechenden Maschinen.

    Einerseits soll Software heute beim Kunden reifen, andererseits sind die Bugreport-System grottenschlecht. Die Unternehmen sollten dankbar sein für jeden einzelnen Report. Es macht auch keinen Sinn, den Endbenutzer irgendeinem internen Standard-Schema unterwerfen zu wollen. Das müssen die Unternehmen schon selbst leisten, und nicht irgendwelche Bugreports - mit wohlmöglich wichtigen Informationen - einfach deswegen ablehnen.

    Die Unternehmensberater, die diese Verfahren den Grossunternehmen aufgeschwatzt haben, irren sich gewaltig. Vielleicht steigt der Profit kurzfristig, langfristig ist so etwas doch eine Katastrophe für das Ansehen des Unternehmens.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.17 13:55 durch ffx2010.

  2. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: 486dx4-160 08.12.17 - 14:21

    ffx2010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So sieht es leider aus. Genauso leider auch bei Apple. Was da in letzter
    > Zeit für Bugs auftauchen, und welche Antworten man bekommt, wenn man dort
    > einen Bugreport schreibt... Haarsträubend. Neulich auch: Bug-Fixing wurde
    > zurück gestellt, Apple will erst mehr Systemberichte von den Benutzern
    > sammeln... Die könnten auch einfach selbst testen auf den entsprechenden
    > Maschinen.
    >
    > Einerseits soll Software heute beim Kunden reifen, andererseits sind die
    > Bugreport-System grottenschlecht. Die Unternehmen sollten dankbar sein für
    > jeden einzelnen Report. Es macht auch keinen Sinn, den Endbenutzer
    > irgendeinem internen Standard-Schema unterwerfen zu wollen. Das müssen die
    > Unternehmen schon selbst leisten, und nicht irgendwelche Bugreports - mit
    > wohlmöglich wichtigen Informationen - einfach deswegen ablehnen.
    >
    > Die Unternehmensberater, die diese Verfahren den Grossunternehmen
    > aufgeschwatzt haben, irren sich gewaltig. Vielleicht steigt der Profit
    > kurzfristig, langfristig ist so etwas doch eine Katastrophe für das Ansehen
    > des Unternehmens.

    Das Ansehen des Unternehmens ist egal, es gibt kaum nennenswerte Konkurrenzunternehmen die besser wären, und der Markt ist aufgeteilt. Ist wie mit den deutschen Telkos. Oligopol. Feierabend.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.12.17 14:22 durch 486dx4-160.

  3. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Anonymer Nutzer 08.12.17 - 14:40

    Ich arbeite selbst in der IT und werde da manchmal mit (internen) Supportfällen konfrontiert (bei uns macht der Second Level Support, der bei uns der SLS und TLS ist, regelmäßig auch First Level Support damit man aus erster Hand die Probleme erfährt und nicht immer nur das gefilterte Zeugs vom First Level Support bekommt). Da kommt manchmal vor, dass man Tickets einfach zu macht weil das so verworren ist oder sich erstmal nach einem Einzelfall anhört oder erstmal auf "wartend" gesetzt weil man gerade wichtigeres zu tun hat.
    Manchmal gibt man dann auchmal den Rat, die Kiste einfach mal neu zu starten oder ggf. sogar neu zu installieren.
    Das ist dann nicht böse gemeint sondern einfach Erfahrung oder Priorisierung. Da wird dann rumgemeckert, dass der PC zu laut ist und man bei diesem Lärm nichtmehr arbeiten kann und bitte sofort jemand vorbeikommen soll. Da hat man Angst um den PC, geht schnell dahin und was ist? Da steckte ein Radio in der Steckdosenleiste wo auch der PC dran hing und die Putzfrau o.ä. hatte den Sender verstellt wodurch es dann rauschte ...
    Auch versucht man Fehlermeldungen von Kunden dann nachzustellen, kann das Problem aber nicht nachvollziehen. Da muss man dann halt entscheiden ob das ein individuelles Problem ist und evtl. eine Neuinstallation hilft oder ob das Problem evtl. noch von weiteren Mitarbeitern gemeldet wird. Evtl. hat der eine Benutzer es aber auch komplett falsch beschrieben.
    Ich hatte neulich erst, dass behauptet wurde, der PC würde keine Updates mehr bekommen und der Benutzer würde sich weigern, bei den Sicherheitsproblemen ohne Updates weiter zu arbeiten. Eine Überprüfung ergab dann, dass alle Updates installiert waren was der Benutzer aber nicht glaubte. Am Ende kam dann raus, dass der Mitarbeiter in 99% der Fälle seinen PC anmacht, sich einloggt und dann erstmal Kaffee macht und holt und mit Kollegen qautscht. In den 2 Tagen pro Jahr, wo er beim Loginvorgang am PC blieb wurden zufällig Updates für installierte Software über die Softwareverteilung eingespielt, diese Meldung kam an dem Tag aber nicht weshalb der Anwender Angst hatte ... also am Ende absolut harmlos.
    Auch melden Leute oft einen Virenbefall weil ein Fenster oder Popup kam, was sie vorher nochnie gesehen haben.

    Auch kommen ständig Tickets rein, dass eine unterstützte und installierte Software nichtmehr geht oder weg ist. Teilweise ist dann beispielsweise ein befristeter Zugriff auf Programm X abgelaufen weshalb dieses deinstalliert wurde und deshalb nichtmehr da war. Oder die Mitarbeiter haben bei einer Routinearbeit die sie seit Jahren täglich mehrfach machen einen entscheidenen Schritt vergessen weshalb sie am Ende was anderes rausbekommen haben oder das Fenster anders aussag als sonst. Da sucht man ann teilweise lange bis man den Layer 8-Fehler gefunden hat. Erstens will man nicht sofort dem Benutzer unterstellen, dass er Schuld ist und zweitens wenn man das dann mal versucht, sind sie sich immer 100%ig sicher, es genau so wie sonst auch immer gemacht zu haben. Wenn man sie am Ende dann drauf hinweisen will, dass sie doch was falsch gemacht haben, wird oft behauptet, dass das garnicht sein kann und wir heimlich was repariert haben als sie kurz weg waren oder weggeguckt haben usw.
    Natürlich kann man auch nicht 100%ig ausschließen, dass die Software mal einen Bug hat aber wenn alle anderen damit diesen Arbeitsschritt problemlos erledigen und es nachvollziehbar an einem falschen Klick lag ist das Layer 8-Problem deutlich warscheinlicher.
    Manchmal kommts auch vor, dass man einige Arbeitstage mit einem Problem verbringt nur um dann am Ende die Kisten einfach mal neu zu installieren weil man den Fehler nicht findet und man zum ersten mal davon hört und selbst Google dazu nichts findet außer evtl. mal "Habs neu installiert, dann gings wieder".


    Fazit:
    Als Kunde ist das oft nervig wenn man vom Support nicht ernst genommen wird. Wenn man sich aber mal die andere Seite anguckt, den Support, so muss auch dieser viel aushalten. Und wenn man schon 20 Tickets geschlossen hat weil es ein Benutzerfehler war, kanns beim 21. sein, dass man auch dort vorschnell auf den Benutzer schließt.
    Wenn man dann noch wo arbeitet, wo der Support Quoten erfüllen muss, macht er lieber das Ticket zu und hat dadurch mehr Zeit für andere Tickets als Stundenlang rumzusuchen nur um dann seine Wochenquote nicht zu erreichen und erstmal beim Chef antanzen muss.

  4. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Kakiss 08.12.17 - 15:01

    Eines der Probleme größerer Firmen sind auch die Mitarbeiter.
    Ab einer gewissen Größe kommt es irgendwann dazu, dass viele sich denken :"Mir doch egal".

    Die einen schei*en dann auf Dinge, die anderen fühlen sich nicht verantwortlich und Vorgesetzte fühlen sich als zu erhaben, sich der Sache anzunehmen.

    Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem:
    Liegt ein Obdachloser bewusstlos am Straßenrand, gehen viele auch vorbei.

    Je nach Position, kann ich es manchen aber auch garnicht so verdenken, man ist eh nur eine Nummer.
    Dass der Kunde und die Kollegen sowas oft ausbaden müssen, ist dann das wo ich mir aber denke, dass Verantwortliche abgestraft werden müssen.

  5. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Anonymer Nutzer 08.12.17 - 15:29

    Kakiss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem:
    > Liegt ein Obdachloser bewusstlos am Straßenrand, gehen viele auch vorbei.
    Das ist aber auch ein schlicht nich lösbares Problem.
    Am Beispiel des Obdachlosen. Ich bin nur mit Bus und Bahn unterwegs und sehe daher gerade Nachts oder auch morgens öfter Leute in der Ecke liegen.

    Ich kann nun aber nicht zu jedem liegenden Obdachlosen gehen und seinen Puls fühlen. Man geht einfach davon aus, dass er nur schläft. Dazu kommt der Ekel, teilweise richen die aus 5 Meter Entfernung schon extrem ekelhaft.

    Am Wochenende kommen dann noch die Betrunkenen Kidds dazu welche vollgekotzt in der Ecke liegen/sitzen.

    Übrigens habe ich als Jugendlicher im Sommer auch gelegentlich mal an Hauswänden oder auf dem Gehweg gepennt weil ich betrunken und saumüde war. Wurde zumindest nie geweckt von Leuten oder Sanitätern.

    Ich selbst habe in meinem Leben zugegebendermaßen erst einmal den Krankenwagen gerufen und das war als jemand, normal gekleidet, nicht ekelhaft richend, mitten in der Fußgängerzone lag (war aber wohl nicht der erste wie man mir dann am Telefon mitteilte).

    Wie oben schon steht, ist das Problem aber in meinen Augen nicht lösbar, es kann nicht jeder Passant für jeden Obdachlosen ständig einen Krankenwagen rufen und die Krankenhäuser können auchnicht alle Obdachlosen immer in Zimmer unterbringen.

  6. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: zufälliger_Benutzername 08.12.17 - 17:04

    Besser hätte man es nicht beschreiben können!

    Ich bin froh, dass ich damit nichts mehr zu tun habe.
    Anfangs (wenn man neu ist) versucht man natürlich alles richtig zu machen, aber wenn man dann Dinge wie den "Schweigenden Excel Speicherfehler(Scheiß Microsoft!!!)" gelöst hat, indem man seinem Kunden mitteilt, dass sein Gegenüber nie die richtigen Daten erhalten wird, wenn er "Kopie von Abbrechung(5).xlsx" bearbeitet, aber "Kopie von Abbrechung(6).xlsx" als Mail-Anhang versendet.

    Dann wird ( völlig berechtigt) erwartet dass man beim nächsten wieder geistig zurück auf 0 geht, weil er natürlich nichts dafür kann wenn sein Vorgänger nicht fit mit Computern ist, und vielleicht ein echtes Problem zu melden hat.

    Da geht schon leicht mal ein Problem durch die Lappen, oder das Mosaik setzt sich erst nach und nach zusammen (Wenn plötzlich 5 ähnliche Tickets reinkommen könnte es ein größeres Problem sein, wofür man im 1st Level Support dann wieder gar nicht zuständig ist...)

  7. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: ffx2010 08.12.17 - 17:22

    Hm, also Dein Vergleich hinkt doch etwas.

    In meinem beschriebenen Fall geht es ja ausschliesslich um macos (oder windows). Wenn ich da einen Bugreport einreiche, der eine step-by-step Anleitung enthält, wie man das Problem reproduzieren kann, sollte das doch eigentlich dankbar aufgenommen werden?

    Nun bekomme ich stattdessen dann Mails: Bitte den und den Systembericht/Dump anhängen. Offenbar also Text nicht einmal gelesen und nachvollzogen vor Ort. Einfach stumpf Schema F. Und ich spreche von Fehlern, die viele User betreffen, über die zahlreich in Foren geschrieben wird. Und die dann einfach in macos drin bleiben. Manchmal erhalte ich auch sage und schreibe 5 Jahre nach dem Report Fragen zum Bugreport.

    Warum sollte ich als ENDBENUTZER auch noch einen Systembericht anhängen? Bin ich ein von Apple bezahlter Beta-Tester oder arbeite bei deren Qualitätssicherung?

    Nein, da spare ich mir doch die Mühe. Mein Bugreport geht sowieso in den Müll.

  8. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Eheran 08.12.17 - 18:21

    Als ich "zuletzt" (bislang erster Fall) bei einem völlig betrunkenen Obdachlosen den Notruf getätigt habe, kannten die 2 Rettungskräfte den schon... und meinten, dass an dem Abend sicher noch 5 weitere solche Fälle rein kommen werden. Der Mann hat sich in die Hose gepinkelt und war so heftig dicht, dass er in 30min nicht ein Wort rausbringen konnte. Ich würde für solche Leute jedenfalls nicht noch mal den Notruf holen - die Rettungskräfte/Schwestern haben es nicht verdient, jeden Abend solche Leute aufsammeln und pflegen zu müssen. Zumal es auch nichts ändert, weil er ein paar Tage später wieder irgendwo so rumliegt.

  9. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: dNsl9r 08.12.17 - 18:26

    ffx2010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Warum sollte ich als ENDBENUTZER auch noch einen Systembericht anhängen?
    > Bin ich ein von Apple bezahlter Beta-Tester oder arbeite bei deren
    > Qualitätssicherung?
    >
    > Nein, da spare ich mir doch die Mühe. Mein Bugreport geht sowieso in den
    > Müll.

    Was meinst du wofür der Bericht da ist? Stell dir vor, du schreibst Apple, Microsoft wem auch immer eine Schritt für Schritt Anleitung. Nun irrst du dich bei einem Schritt. Der Supportmitarbeiter baut sich also eine Maschine zum testen auf, basierend auf deiner (hoffentlich zu 100%) genauen Beschreibung. Testet deine Schritte. Kann den Fehler nicht nachstellen. Bedeutet? Einige Stunden verbraten, warum ist erstmal nicht klar. Da ist ein Fehlerbericht, der vom System erzeugt wird, deutlich effektiver. Vielleicht, weil in dem Bericht schon wichtige Informationen stehen um eine Maschine aufzusetzen. Vielleicht auch einfach nur, um menschliche Fehler auszuschließen.
    Was ich bei meinen support Kollegen mitbekomme - da verstehe ich so ein Verhalten nach Schema F.

  10. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Vash 09.12.17 - 11:24

    Ich arbeite auch für einen Großkonzern, zwar nur als Externer, aber wir nutzen seine Ressourcen wie auch das interne Ticketsystem (eines von vielen). Das bedeutet wir haben zunächst nur interne Kunden.

    Hier stellen sich die gleichen Probleme wie bereits beschrieben ein. Dazu kommen noch hunderte an Haupt- mit jeweils mehreren Nebenkategorien. Wer sich für eine der zahlreichen Kategorien entschieden hat ist meist bereits so genervt, dass seine Fehlerbeschreibung nur noch umso knapper ausfällt.

    Die Existenz eunes Supports ist zwar richtig und wichtig, aber die Kommunikation zum Kunden beginnt bereits bei der Gestaltung Bedienungsfreundlicher Software. Welche es dann auch erlaubt sich nicht nur selbst zu helfen sondern auch den richtigen Supportmitarbeiter zu finden. Und diesem die wesentlichen Informationen auf Knopfdruck weiterleiten kann.

    Das erfordert viel Vorarbeit. Zugegeben will die kaum einer leisten. Umgekehrt ärgern sich aber Projektleiter, Kunden und Supporter gleichermaßen über die ausufernden Supportleistungen. Nur oftmals lernen die meisten nicht daraus und wiederholen die Fehler beim nächsten Projekt oder Ticket erneut

  11. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: 486dx4-160 09.12.17 - 14:35

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als ich "zuletzt" (bislang erster Fall) bei einem völlig betrunkenen
    > Obdachlosen den Notruf getätigt habe, kannten die 2 Rettungskräfte den
    > schon... und meinten, dass an dem Abend sicher noch 5 weitere solche Fälle
    > rein kommen werden. Der Mann hat sich in die Hose gepinkelt und war so
    > heftig dicht, dass er in 30min nicht ein Wort rausbringen konnte. Ich würde
    > für solche Leute jedenfalls nicht noch mal den Notruf holen - die
    > Rettungskräfte/Schwestern haben es nicht verdient, jeden Abend solche Leute
    > aufsammeln und pflegen zu müssen. Zumal es auch nichts ändert, weil er ein
    > paar Tage später wieder irgendwo so rumliegt.

    "Solche Leute" haben sich ihr Leben sicher auch anders vorgestellt.
    Der Beruf des Sanitäters schließt es mit ein, auch diesen Menschen zu helfen. Zur Not auch täglich. Auf der Autobahn kracht's auch jeden Tag, und trotzdem fahren sie hin. Wenn die sich nur um schöne, gut riechende und nicht eklige Fälle kümmern würden dann bräuchte man sie nicht. Ebenso braucht man keinen Staat, wenn der sich nicht um die kümmert, die durchs gesellschaftliche Raster gefallen sind.

  12. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Eheran 09.12.17 - 15:03

    >Auf der Autobahn kracht's auch jeden Tag, und trotzdem fahren sie hin.
    Wie genau will man das vergleichen? Einzelner Unfall <-> wiederholt absichlich
    >Wenn die sich nur um schöne, gut riechende und nicht eklige Fälle kümmern würden dann bräuchte man sie nicht
    Klar, aber ich würde sie halt nicht mehr rufen. Soll er halt da rumliegen und pennen, stört doch auch nicht großartig.

  13. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: Der schwarze Ritter 10.12.17 - 21:59

    Ich arbeite als Entwickler und in den meisten Fällen ist es völliger Mist, wenn wir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu einem Fehler bekommen, da in dem Programm so viele Einstellungen und Switches vorhanden sind, dass man das oft überhaupt nie selbst nachvollzogen bekommt. Ein Speicherdump, den man mit den korrektden Debug-Symbolen anschauen kann, führt mich aber in Sekunden zu der Quelle des Problems (mal von jenen abgesehen, die einem gleich den Stack mit zerballern) und ich kann mich um die Lösung kümmern.

    Und ja, das kann auch mal etwas länger dauern, vor allem bei eher unwichtigen und unkritischen Fehlern. Wenn ein Button mal eine falsche Farbe hat, sieht das blöd aus, ist aber erst mal nicht weiter dramatisch. Wenn das Programm aber völlig falsche Summen errechnet, das aber so falsch macht, dass es beim groben Überfliegen überhaupt niemandem auffällt, dann ist das eine Vollkatastrophe und muss sofort angegangen werden. Zwischen größeren Entwicklungsprojekten schaut man sich dann mal die kleineren Unschönheiten an. Dass das 5 Jahre dauert ist jetzt nicht der Brüller, aber bei so richtig unwichtigen Sachen, die aber schwer zu fixen sind, würde es mich auch nicht weiter wundern.

  14. auch bei AVM

    Autor: quark2017 13.12.17 - 09:17

    So groß muss der "Konzern" gar nicht sein.

    Ich hab vor einigen Wochen einen Bug-Meldung zum DynDNS Client von FritzOS an AVM geschickt.

    Hatte mir richtig Mühe gegeben und das Problem einmal knapp und danach nochmal ausführlicher beschrieben.
    Im Anhang noch folgende Hilfsmittel beigefügt:
    - Paket-Mitschnitt der relevanten TCP-Pakete (dort sieht man das Problem und die Ursache bereits eindeutig)
    - Auszug aus dem FritzOS-Debug Log
    - Auszug aus Log-Files meines DynDNS Servers
    - Auszug aus Log-Files meiner FritzBox


    Zunächst wurde das Problem offensichtlich nicht verstanden. Mit der zweiten Mail von AVM wurde auf deren FAQ hingewiesen (das die nicht zutrafen, hatte ich bereits in meiner ersten Nachricht geschildert). Und in der dritten E-Mail von denen wurde ich aufgefordert noch mehr Log-Files einzusenden - allerdings musste ich diese Aufforderung erst interpretieren, denn der Mail-Text war in Laien-Kauderwelsch geschrieben.

    Der Witz daran war, dass aus diesen angeforderten Log-Files rein gar nichts bezüglich des betroffenen Dienstes hervorgeht - das hatte ich geprüft. Und noch schlimmer: in den von mir bereitgestellten Logs/Paket-Traces ging so eindeutig die Ursache hervor, dass ein Entwickler das Problem in kurzer Zeit fixen könnte.

    Da wundert es einem nicht, was diesem Sicherheitsforscher passiert ist.
    Die meisten Unternehmen scheinen strikte Anweisungen für ihren 1st-Level-Support zu haben, dass dieser nur für bestimmte (whitelist) Probleme höher eskalieren darf.

    Alles was unklar ist, muss mit irgendwelchen dummen Textbausteinen beantwortet werden, damit das Ticket geschlossen wird.

  15. Re: Support-Wüste Grosskonzern

    Autor: quark2017 13.12.17 - 09:25

    Der schwarze Ritter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich arbeite als Entwickler und in den meisten Fällen ist es völliger Mist,
    > wenn wir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu einem Fehler bekommen, da in
    > dem Programm so viele Einstellungen und Switches vorhanden sind, dass man
    > das oft überhaupt nie selbst nachvollzogen bekommt.

    Und was tut ihr bzw. dein Unternehmen, wenn der Nutzer keinen Speicherdump mitschickt? Das Problem ignorieren?

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Fraunhofer-Institut für Software- und Systemtechnik ISST, Dortmund
  2. operational services GmbH & Co. KG, Berlin, Dresden, Frankfurt
  3. DURAG GROUP, Hamburg
  4. OPERATIONAL SERVICES GMBH & CO. KG, Berlin, Dresden, Frankfurt

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. 19,99€
  3. 69,95€
  4. 49,95€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Nach Skandal-Rede: Verschwörungstheoretiker Maaßen in den Ruhestand versetzt
Nach Skandal-Rede
"Verschwörungstheoretiker" Maaßen in den Ruhestand versetzt

Aus dem Wechsel ins Innenministerium wird nun doch nichts. Innenminister Seehofer kann an Verfassungsschutzchef Maaßen nach einer umstrittenen Rede nicht mehr festhalten.

  1. Geheimdienstkontrolle Maaßens Rede wurde von Whistleblower geleakt
  2. Koalitionsstreit beendet Maaßen wird Sonderberater Seehofers
  3. Nach Chemnitz-Äußerungen Seehofer holt sich Verfassungsschutzchef Maaßen

Geforce RTX 2070 im Test: Diese Turing-Karte ist ihr Geld wert
Geforce RTX 2070 im Test
Diese Turing-Karte ist ihr Geld wert

Die Geforce RTX 2070 ist die günstigste oder eher am wenigsten teure Turing-Grafikkarte von Nvidia. Sie ist schneller und sparsamer als eine Geforce GTX 1080 oder Vega 64 und kostet je nach Modell fast genauso viel. Wir haben zwei Geforce-RTX-2070-Varianten von Asus und MSI getestet.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Turing-Grafikkarten Geforce RTX werden sparsamer bei multiplen Displays
  2. Turing-Grafikkarten Nvidias Founder's Editions gehen offenbar reihenweise kaputt
  3. Nvidia Turing Geforce RTX sollen Adobe Dimension beschleunigen

Agilität: Wenn alle bestimmen, wo es langgeht
Agilität
Wenn alle bestimmen, wo es langgeht

Agiles Arbeiten ist, als ob viele Menschen gemeinsam ein Auto fahren. Aber wie soll das gehen und endet das nicht im Riesenchaos?
Von Marvin Engel

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

  1. Stan Lee ist tot: Excelsior!
    Stan Lee ist tot
    Excelsior!

    Stan Lee ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Der langjährige Chef und Verleger von Marvel Comics war maßgeblich an der Schöpfung populärer Superhelden wie Spider-Man, Hulk, den X-Men und Black Panther beteiligt. In den letzten Jahren wurden seine Figuren vor allem im Kino erfolgreich wiederbelebt.

  2. Tweether: Empfangsmodul für 94 GHz kommt aus Kassel
    Tweether
    Empfangsmodul für 94 GHz kommt aus Kassel

    Ein Unternehmen aus Kassel baut ein Empfangsmodul im Frequenzbereich um 94 Gigahertz. Das soll die Richtfunkversorgung von Mobilfunk-Stationen erheblich verbessern.

  3. PC Gaming: Xbox-Chef will Windows Store für Spieler verbessern
    PC Gaming
    Xbox-Chef will Windows Store für Spieler verbessern

    Im Windows Store kauft vermutlich kaum jemand gerne ein - aber einige Spiele für Spiele-PCs gibt es nur dort. Jetzt hat der für Gaming bei Microsoft zuständige Manager Phil Spencer die Probleme eingeräumt und Besserung versprochen.


  1. 20:22

  2. 18:38

  3. 17:23

  4. 17:12

  5. 17:04

  6. 16:49

  7. 16:11

  8. 15:56