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Ich halte es für legitim...

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  1. Ich halte es für legitim...

    Autor: tasm 14.09.11 - 19:14

    Bonitätsinformationen zu sammeln. Niemand möchte einen Nichtzahler als Kunden. Und sein wir mal ehrlich- ohne Scoring würde das Bankensystem im Privatkundenbereich zusammenbrechen. Ich möchte jedenfalls nicht, dass jeder Idiot eine Kreditkarte oder Girocard erhält- die Zeche im Überschuldungsfall zahlen nämlich alle (ja, mir ist die Situation bewusst, die wir momentan mit dem Euro erleben).

    Nichtsdestotrotz muss Easycash für die Weitergabe realer Bankkontodaten bluten.

  2. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: Martin F. 14.09.11 - 19:43

    tasm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bonitätsinformationen zu sammeln. Niemand möchte einen Nichtzahler als
    > Kunden.

    Dafür gibt es ja Schufa & Co., bei denen man dem zustimmt.

    Im übrigen sollten doch geringe Angaben reichen, wie z. B. „in den letzten 3 Jahren gab es bei 50 bis 100 Transaktionen über insgesamt 5000 bis 10000 ¤ 0 Zahlungsausfälle in einer Gesamthöhe von 0 ¤“. Dafür muss man nicht jede einzelne Transaktion im Detail speichern.

    --
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  3. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: tasm 14.09.11 - 19:59

    Die Schufa ist aber (glücklicherweise) nicht allwissend. Easycash ist -zumindest im Einzelhandel- (wir sprechen hier natürlich nicht von Immobilienfinanzierungen, etc.) näher an der Materie. Über die Speicherpraxis lässt sich streiten, allerdings sehe ich es sehr kritisch, wenn -wie golem schreibt- gespeichert wird "wann und wo WAS zu welchem Preis gekauft hat".
    Mir ist es -zugegebenermaßen- relativ egal, ob easycash weiß, dass ich bei real einkaufe und für wie viel (mehr aber auch nicht). Ich sehe in diesem Verlust an Privatssphäre den Tribut, den ich für die praktische Kartenzahlung (ich zahle alles mit Karte) eben aufbringen muss und die gleichzeitige Absicherung für den Händler.

    Nur frage ich mich, wie easycash bei derartigen Verstößen ein TÜV-Siegel für Datenschutz erhalten kann (s.: http://www.easycash.de/de/unternehmen/aktuelles/datenschutz-audit-tuev-rheinland.html).

  4. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: iu3h45iuh456 14.09.11 - 21:42

    tasm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bonitätsinformationen zu sammeln. Niemand möchte einen Nichtzahler als
    > Kunden.

    Nein. Aber dennoch ist dieser Datenmissbrauch auf dem kleinen Dienstweg nicht legitim.
    Den Bürgern wird Recht und Ordnung gepredigt aber Politik und Wirtschaft halten sich nur daran, wenn sie Lust haben.

  5. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: tblar 14.09.11 - 22:37

    > Ich möchte jedenfalls nicht, dass jeder Idiot eine Kreditkarte oder Girocard erhält

    Fast jeder erhält ein Girokonto http://de.wikipedia.org/wiki/Jedermann-Konto

  6. Re: Vo*******

    Autor: Anonymer Nutzer 14.09.11 - 23:10

    Ich werde dir auch schreiben warum.

    1. Jeder kann schnell zu einem, wie du diese nennst, Nichtzahler werden. Dazu reicht eine Fehlinvestition, Scheidung - kann auch eine Fehlinvestition sein - oder Anlagen mit falscher Beratung, wie die Invesments von denen noch vor nicht allzulanger Zeit die Rede war.

    2. Es ist nichts neues das mit diesen Daten von Personen die es getroffen, erwischt hat oder es vielleicht auch selbst verschuldet haben - alles ein Topf, ähnlich dem Rassenhass von damals - im Netz verkauft werden. Zum Teil unter Beteiligung von Presse-Verlagen wie der FAZ. www.genios.de ist so ein asozialer Wichsladen.

    3. Wenn du Menschen aufgrund solcher Sachen vorverurteilen tust, bist du kein Stück besser als jene die hier schon einmal die Herrschaft hatten. Das solltest Du bedenken bevor du solchen asozialen Mist auch noch verteiligen tust.

    4. Hinzu muss man noch schreiben dass nicht alles mit Geld umgehen können und anfällig, naiv oder wie auch immer für mediale Werbung sind. Und die Presse/Medien leben ja vor was Geil sein soll und was nicht.

    So und nun darfst du gerne noch einmal darüber nachdenken ob du der Titel von oben, ausgeschrieben, wirklich sein willst. Ich denke und hoffe nicht.

    Eine Giro-Konto/-Card kann oder wird auch meistens von den Banken ohne Dispo eingerichtet, wenn ein Eintrag vorliegt. Aber es ist auf jeden Fall einfacher, wenn man so schreibt wie du dies getan hast. Zumal du dies auch nur aus deiner gegenwärtigen Situation beurteilen tust.


    tasm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bonitätsinformationen zu sammeln. Niemand möchte einen Nichtzahler als
    > Kunden. Und sein wir mal ehrlich- ohne Scoring würde das Bankensystem im
    > Privatkundenbereich zusammenbrechen. Ich möchte jedenfalls nicht, dass
    > jeder Idiot eine Kreditkarte oder Girocard erhält- die Zeche im
    > Überschuldungsfall zahlen nämlich alle (ja, mir ist die Situation bewusst,
    > die wir momentan mit dem Euro erleben).
    >
    > Nichtsdestotrotz muss Easycash für die Weitergabe realer Bankkontodaten
    > bluten.

  7. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: Anonymer Nutzer 14.09.11 - 23:23

    Martin F. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tasm schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bonitätsinformationen zu sammeln. Niemand möchte einen Nichtzahler als
    > > Kunden.
    >
    > Dafür gibt es ja Schufa & Co., bei denen man dem zustimmt.
    >

    Zustimmt???

    Ach ja... ich habe schon gehört... völlig unbefangen und zwanglos. Die eigentliche Frage wird dann auch umformiert: "Wollen sie weiterleben, dann unterschreiben sie hier. Andernfalls sind sie raus aus dem System und dürfen selbst shene wie sie klar kommen."

    Es soll einmal jemand so mutig gewesen sein und nicht unterschrieben haben. Und eines Tages, an einem kalten Winterabend, sah man ihn vor dem
    Zigaretten-Automaten stehen ;)



    > Im übrigen sollten doch geringe Angaben reichen, wie z. B. „in den
    > letzten 3 Jahren gab es bei 50 bis 100 Transaktionen über insgesamt 5000
    > bis 10000 ¤ 0 Zahlungsausfälle in einer Gesamthöhe von 0 ¤“. Dafür
    > muss man nicht jede einzelne Transaktion im Detail speichern.

    Ich würde es gut finden wenn die SCHUFA erst ab einem Betrag von 20000 Euro greift oder zur Einsicht vorliegt. Das würde vielen Menschen die von der Schufa mit weitaus geringeren Beträgen in der Scheiße stecken das Leben erleichten. Und alles was darunter ist lässt sich irgendwie auch begleichen. Zumal im Fall dass man in diese Situation kommt mehr als die Hälfte der Kosten/Schulden den Abzockern zu zuschreiben sind.

    Achso... etwas hatte ich vergessen. Abzocke Internet. Auch damit kann man schnell in dieser SCHUFA landen.

  8. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: Icestorm 15.09.11 - 10:23

    tasm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mir ist es -zugegebenermaßen- relativ egal, ob easycash weiß, dass ich bei
    > real einkaufe und für wie viel (mehr aber auch nicht). Ich sehe in diesem
    > Verlust an Privatssphäre den Tribut, den ich für die praktische
    > Kartenzahlung (ich zahle alles mit Karte) eben aufbringen muss und die
    > gleichzeitige Absicherung für den Händler.
    Das beruht aber auf Gegenseitigkeit.
    Was würde denn bei uns alles NICHT verkauft werden, wenn die Leute beim Blick in den leeren Geldbeutel mit saurer Miene abziehen und zuhause erkennen, dass sie das neue Spielzeug eigentlich doch nicht kaufen würden.

  9. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: Lawelyan 15.09.11 - 10:36

    Das Problem an diesem ganzen Scoring ist die Art wie diese Daten erhoben werden.

    Zahlungsausfall = Negativ

    Grund für den Zahlungsausfall, egal.

    Ich bin zb. beruflich viel unterwegs, habe Reisekosten in bereich von 2000 bis 3000 Euro / Monat.
    Dementsprechend auch ein hohen Umsatz auf meinem Girokonto.

    Jetzt kam es zu einem unglücklichen Zufall, das meine Firma bei der überweisung der Reisekosten einen Fehler gemacht hat. Mein Vermieter die Miete doppelt abgebucht (auch ein Fehler) und das ich in der Woche so beschäftigt war, das ich es nicht mitbekommen habe.

    Schon sind 4 Zahlungen geplatzt, Hotel (EC Karte), Mietwagen (EC Karte), privater Telefonanschluss und eine Zahlung mit EC-Karte im Lastschriftverfahren.

    Ich setzte jeden Monate über 3.000 Euro mit diesem Konto um, habe normalerweise zu Monatsbegin rund 5.000 Euro auf dem Konto und das läuft schon seit Jahren problemlos.

    Aber jetzt habe ich negative Schufa EInträge. Die sind zwar als erledigt gekenntzeichnet aber der Zahlungsausfall wurde gemeldet. Der DIenstleister von dem Hotel hat das direkt gemacht und die Angestellten haben keine Ahnung wie sie das wieder ändern können.

    Ich renne jetzt seit 3 Monaten dem Mist hinterher, ärger ohne ende...

    Dabei habe ich alle Zahlungsausfälle nach kenntnissnahme direkt beglichen.
    Und eine Zahlungsunfähigkeit liegt definitiv nicht vor.. nicht wegen ein paar hundert Euro.....

    Das ganze Scoringsystem hat noch extreme Lücken...

  10. Re: Ich halte es für legitim...

    Autor: TimBln 15.09.11 - 13:43

    Lawelyan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dabei habe ich alle Zahlungsausfälle nach kenntnissnahme direkt beglichen.
    > Und eine Zahlungsunfähigkeit liegt definitiv nicht vor.. nicht wegen ein
    > paar hundert Euro.....
    >
    > Das ganze Scoringsystem hat noch extreme Lücken...
    Wie ist denn dein Scoring jetzt? Wenn es da um kleiner Beträge (<1000 Euro) ging, ist das doch kein Problem. Das jemand sofort einen Schufa-Eintrag bei Zahlungsausfall meldet ist auch eher die Ausnahme. Ihr Scoring dürfte wohl immer noch deutlich über 90 liegen. Damit haben Sie kein Problem ein Kredit aufzunehmen und irgendwelche Verträge abzuschließen. Wenn das natürlich öfter passieren sollte, würde das Scoring weiter sinken und das ja wohl zurecht. Die Gläubiger, die mit ihren Zahlungsausfällen leben müssen, können jedenfalls nichts für den Fehler ihres Arbeitgebers und Vermieters. Wie gesagt, es ist ja auch nicht üblich einen Zahlungsausfall direkt an die Schufa zu melden.

    Ich halte es für sehr sinnvoll, dass bei konsequenter Schufa-Abfrage es eigentlich nicht möglich sein sollte, dass ein Hartz-4-Empfänger Schulden >1000 Euro macht.

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