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Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

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  1. Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: goldesel 19.05.22 - 14:40

    Kommt mir das nur so vor, oder gibt es wirklich eine bevorzugung bei Firmen bei Betrugsaktionen?

    Beispiel:
    wenn ich privat ein zb. Handy im Dreiecksbetrug verschickt habe, muss ich das Geld an den Geschädigten zurückzahlen - Handy ist weg.

    wenn ich Waren von z.B. Zalando zugeschickt bekomme, muss ich die Ware an Zalando zurückschicken und mein Geld ist weg.

    Warum darf ich in dem Fall nicht die Ware von Zalando behalten?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.22 14:48 durch goldesel.

  2. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: MarcusK 19.05.22 - 14:44

    goldesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt mir das nur so vor, oder gibt es wirklich eine bevorzugung bei Firmen
    > bei Betrugsaktionen?
    >
    > Beispiel:
    > wenn ich privat ein zb. Handy im Dreiecksbetrug verschickt habe, muss ich
    > das Geld an den Geschädigten zurückzahlen - Handy ist weg.

    du musst überhaupt kein Geld zurückzahlen. Wenn dir jemand Geld aufs Konto überweist, besteht keine Pflicht der Rückzahlung. Du hast überhaupt keine "Geschäftsbeziehung" mit dem Überweiser.

    Hier wird nur ausgenutzt, das PayPal das Geld von dir zurücknimmt. Das ist aber mit einer Banküberweisung nicht vergleichbar.

  3. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: goldesel 19.05.22 - 14:45

    Leider nein, man muss es zurücküberweisen
    https://koeln.polizei.nrw/artikel/dreiecksbetrug-achtung-bei-perfider-betrugsmasche

    > Herr A. muß das ihm zu Unrecht überwiesene Geld komplett zurück zahlen, da lässt das Gesetz keine Fragen offen. Ansonsten würde es sich um eine sogenannte ungerechtfertigte Bereicherung handeln und Herr A. sich selbst strafbar machen. Herr C. erhält folglich sein Geld zurück.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.22 14:46 durch goldesel.

  4. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Teeklee 19.05.22 - 14:48

    goldesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kommt mir das nur so vor, oder gibt es wirklich eine bevorzugung bei Firmen
    > bei Betrugsaktionen?
    >
    > Beispiel:
    > wenn ich privat ein zb. Handy im Dreiecksbetrug verschickt habe, muss ich
    > das Geld an den Geschädigten zurückzahlen - Handy ist weg.
    >
    > wenn ich Waren von z.B. Zalando zugeschickt bekomme, muss ich die Ware an
    > Zalando zurückschicken und mein Geld ist weg.
    >
    > Warum darf ich in dem Fall nicht die Ware von Zalando behalten? Oder warum
    > bekomme ich nicht das Handy im ersten Fall zurückgeschickt?

    Klar kannst du das Handy (theoretisch) zurück bekommen, wenn du den Empfänger kennst und anzeigen kannst und der Empfänger von Deutschland aus Strafrechtlich verfolgt werden kann. Aber genau da ist der Hacken.

    Zalando kann aber problemlos gegen dich vorgehen weil du in Deutschland bist und man ohne größere Probleme gegen dich vorgehen kann.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.22 14:50 durch Teeklee.

  5. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: MarcusK 19.05.22 - 14:50

    goldesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Leider nein, man muss es zurücküberweisen
    > koeln.polizei.nrw
    >
    > > Herr A. muß das ihm zu Unrecht überwiesene Geld komplett zurück zahlen,
    > da lässt das Gesetz keine Fragen offen. Ansonsten würde es sich um eine
    > sogenannte ungerechtfertigte Bereicherung handeln und Herr A. sich selbst
    > strafbar machen. Herr C. erhält folglich sein Geld zurück.

    merkwürdig, ich hatte in Erinnerung das jemand das Geld behalten durfte, das ihm die Bank fälschlicherweise zugebucht hatte.

  6. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: goldesel 19.05.22 - 14:50

    Sorry Handy zurück war dämlich von mir. Das hat dann ja der Betrüger.

    Wenn der Betrüger von mir Geld bekommen hat und Zalando beauftragt an mich auf Rechnung Waren zu liefern - dann hab ich ja keine Geschäftsbeziehung mit Zalando. Ich habe es nie bestellt. Aber Zalando darf die Waren zurückfordern.

    Bedeutet in dem Fall: wenn zwei Private geschädigt werden, hat der Mittlere den Schaden. wenn ein Gewerbe dabei ist, hat der Letztere den Schaden.

    Das ist irgendwie hart ungerecht, oder?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.22 14:52 durch goldesel.

  7. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Teeklee 19.05.22 - 14:58

    MarcusK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > merkwürdig, ich hatte in Erinnerung das jemand das Geld behalten durfte,
    > das ihm die Bank fälschlicherweise zugebucht hatte.

    Darfst du auch, bis die Bank es wieder zurück haben will. Dann musst du es zurück geben. Nachdem die Sache verjährt ist darfst du theoretisch das Geld auch ausgeben.

  8. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: narfomat 19.05.22 - 15:04

    >du musst überhaupt kein Geld zurückzahlen. Wenn dir jemand Geld aufs Konto überweist, besteht keine Pflicht der Rückzahlung.
    hahaa, das wäre ja toll (für den empfänger)... hast du eine vorstellung davon wie viele fehlüberweisungen es täglich gibt? =)
    allerdings kannst du theoretisch eine bearbeitungsgebühr geltend machen, weil du aufwand damit hast, das geld zurück zu überweisen.

    >Leider nein, man muss es zurücküberweisen
    wieso leider... ZUM GLÜCK! stell dir vor du überweist an irgendwen 50.000euro und die IBAN ist falsch!!

  9. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: MarcusK 19.05.22 - 15:09

    narfomat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >du musst überhaupt kein Geld zurückzahlen. Wenn dir jemand Geld aufs Konto
    > überweist, besteht keine Pflicht der Rückzahlung.
    > hahaa, das wäre ja toll (für den empfänger)... hast du eine vorstellung
    > davon wie viele fehlüberweisungen es täglich gibt? =)
    > allerdings kannst du theoretisch eine bearbeitungsgebühr geltend machen,
    > weil du aufwand damit hast, das geld zurück zu überweisen.
    >
    > >Leider nein, man muss es zurücküberweisen
    > wieso leider... ZUM GLÜCK! stell dir vor du überweist an irgendwen
    > 50.000euro und die IBAN ist falsch!!

    Stell dir vor ich verliere 50.000¤ - die sind dann auch weg.

    Wenn ich so viel Geld überweise - schauen ich 3 Mal die Bankverbindung an.

  10. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: narfomat 19.05.22 - 15:10

    es geht nicht darum das DU die dir übermittelte IBAN richtig ein tippst, sondern das die IBAN nicht zum erwünschten empfänger gehört und dir "falsch" übermittelt wurde! =)

    >Stell dir vor ich verliere 50.000¤ - die sind dann auch weg.
    ? was soll das mit einer fehlüberweisung zu tun haben...
    nebenbei, wenn du irgendwo (einen koffer mit) 50.000euro "verlierst" hat der finder gleichfalls kein recht, die zu behalten. das diesbezüglich kein recht gesprochen werden kann, weil der "täter" (finder) vermutlich nicht ermittelt werden kann, hat damit nichts zu tun.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 19.05.22 15:13 durch narfomat.

  11. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Teeklee 19.05.22 - 15:24

    goldesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry Handy zurück war dämlich von mir. Das hat dann ja der Betrüger.
    >
    > Wenn der Betrüger von mir Geld bekommen hat und Zalando beauftragt an mich
    > auf Rechnung Waren zu liefern - dann hab ich ja keine Geschäftsbeziehung
    > mit Zalando. Ich habe es nie bestellt. Aber Zalando darf die Waren
    > zurückfordern.
    >
    > Bedeutet in dem Fall: wenn zwei Private geschädigt werden, hat der Mittlere
    > den Schaden. wenn ein Gewerbe dabei ist, hat der Letztere den Schaden.
    >
    > Das ist irgendwie hart ungerecht, oder?

    Naja es hat immer der den Schaden, der etwas irgendwo hin schickt, wo er es nicht zurück bekommen oder fordern kann. Ob du dein Handy weg schickst oder Geld ist egal. Wenn Zalando dir was schickt, dann weiß Zalando wo du bist.

    Theoretisch könntest du von Zalando den Kaufvertrag verlangen und um einen Nachweis bitten, dass sie wirklich mit dir einen Vertrag geschlossen haben und nicht mit jemanden der deine Identität gestohlen hat. Wird aber vermutlich vor Gericht enden. Solltest du gewinnen, darfst du die Ware soweit ich das verstanden habe behalten.

  12. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Potrimpo 20.05.22 - 08:28

    Da trügt Dich Deine Erinnerung und es stehen 812 ff. BGB dagegen.

    Die einzige Ausnahme ist die "Entreicherung", d.h. das Fehlen einer ungerechtfertigten (weil ohne Rechtsanspruch, z.B. wg. versehentlich Überweisung, Zahlendreher) Bereicherung folgend aus 812 BGB.

    Eine Entreicherung kann vorliegen, wenn Dir z.B. 50 Euro unverhofft und ungewollt zukommen, und Du Dir davon Hummer kaufst, den Du Dir möglicherweise nicht normal kaufst, und bereits verspeist hast. Davon abzuziehen wären Deine tatsächlichen Aufwendungen für den Lebensunterhalt bei dieser Speisung, z.B. Brot, die Du ja gespart und Dich darum bereichert hast.

    Bei Deinem nachfolgenden Post mit den 50.000 verlorenen Euro, muss auch der Finder, so er denn bekannt ist, zurückgeben. Bei einer Überweisung ist der Empfänger immer bekannt.

  13. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Potrimpo 20.05.22 - 08:36

    Natürlich muss man unverlangtes Geld zurückzahlen, s.u..

  14. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Potrimpo 20.05.22 - 09:07

    Weiss nicht, ob ich Deinen Beitrag verstehe.

    Wenn Du unverlangte Ware erhalten hast, bist Du verpflichtet, diese auf Verlangen zurückzusenden. Das darf Dich pekuniär nichts kosten, z.B. Porto - falls dem so wäre, dürftest Du die Ware sogar behalten. 241a BGB. Zeitlicher Aufwand wird leider nicht zusätzlich berücksichtigt, Du hättest das Paket auch nicht annehmen brauchen. Bezahlen musst Du jedenfalls nix.

    Da ist der Verbraucher gegenüber Firmen besser gestellt. Zu und mit recht. Glaube seit ca. 2002 gesetzlich verankert - böse Regierung -, vorher durch Rechtsprechung - böse Gerichte.

    Oder hast Du was anderes gemeint? Im Artikel geht es ja um Betrug, da sehe ich in Deinem Beitrag nix zu.
    Oder nur gegen die böse Bevorzugung von "den Großen Firmen gegen die armen kleinen Bürger" wettern?

    PS: Fazit: Kein Geld weg! (Woher auch)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.05.22 09:12 durch Potrimpo.

  15. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Potrimpo 20.05.22 - 09:08

    Haken

  16. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: schueppi 20.05.22 - 10:18

    Meiner Mutter wurden mal 20'000.- überwiesen. Eine Fehlbuchung der Bank. Die Bank darf sich das Geld nicht wieder vom Konto holen. Meine Mutter wurde von freundlichen Polizisten zur Bank begleitet für die Rücküberweisung... Das ging alles zu schnell um irgendwie auf stur zu stellen... ^^

  17. Re: Frage: Dreiecksbetrug - warum werden hier Firmen bevorzugt?

    Autor: Potrimpo 20.05.22 - 12:20

    Die Bank darf nicht von sich aus. Der Bereicherte muss das machen.

    Ohne Polemik mit der "bösen" Polizei, sie hätte das immer zurückgeben müssen. Ohne wenn und aber.

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