1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › eFail: Was tun ohne E-Mail…

Was soll die Panikmache?

  1. Thema

Neues Thema


  1. Was soll die Panikmache?

    Autor: Fregin 15.05.18 - 13:04

    Grob geschätzt 99,999 % aller Mails werden so oder so unverschlüsselt übertragen. Ich habs ne zeitlang mal versucht, aber bis auf ein paar Nerds in meiner Kontaktliste nutzt keine Sau eine Verschlüsselung bei Mails.

    Davon ab frage ich mich, wie praktikabel ein Angriff ist. Dazu muss doch die Mail verändert werden, sie muss also irgendwo abgegriffen werden, wo sie "unverschlüsselt" liegt - bis auf den PGP bzw. S/MIME-Teil eben. Da Mailserver heutzutage normalerweise eine Transportverschlüsselung verwenden, kann also nicht mal eben irgendwo z.B. im Internetcafe mitgehorcht werden. Das dürfte die Möglichkeiten für einen Angreifer schon arg einschränken. Oder seh ich das falsch?

    Nicht falsch verstehen, dass das gefixt wird sehe ich durchaus als wichtig an, aber auf den einschlägigen Seiten klingts momentan nach Weltuntergang...

  2. Re: Was soll die Panikmache?

    Autor: freebyte 15.05.18 - 13:38

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grob geschätzt 99,999 % aller Mails werden so oder so unverschlüsselt
    > übertragen.

    Problem sind die 0,001%, die auf eine vollwertige End-To-End verschlüsselung angewiesen sind weil sie sonst bald keine Kopfschmerzen mehr haben. Ok - wer in dieser Risikogruppe seinem MUA erlaubt, in einer E-Mail externe Inhalte nachzuladen der hat schon vorher keinen Kopf gehabt.

    > Davon ab frage ich mich, wie praktikabel ein Angriff ist. Dazu muss doch
    > die Mail verändert werden, sie muss also irgendwo abgegriffen werden, wo
    > sie "unverschlüsselt" liegt - bis auf den PGP bzw. S/MIME-Teil eben.

    3 Angriffspunkte: Auf dem Rechner des Absenders, auf dem Mailserver, auf dem Rechner des Empfängers.

    "Aber da kann man gleich einen Trojaner ..." gilt nicht; Programme die ausserhalb der Reihe "nachhause telefonieren" werden von jeder billigen "personal firewall" erkannt - ein MUA, der Zeug von Port 80 nachlädt ist unauffälliger.

    > Da Mailserver heutzutage normalerweise eine Transportverschlüsselung
    > verwenden, kann also nicht mal eben irgendwo z.B. im Internetcafe
    > mitgehorcht werden.

    Durch die flächendeckende Einführung von TLS bei Web und Mail werden die Anwender täglich mit kaputten und abgelaufenen Zertifikaten konfrontiert so dass sie auch offensichtliche Fälschungen abnicken, "Man in the middle Attacks" erfahren gerade eine Renaissance.

    > Nicht falsch verstehen, dass das gefixt wird sehe ich durchaus als wichtig
    > an, aber auf den einschlägigen Seiten klingts momentan nach Weltuntergang...

    Ist ja sonst nichts los auf der Welt ^^

    fb

  3. Re: Was soll die Panikmache?

    Autor: Fregin 15.05.18 - 14:46

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Problem sind die 0,001%, die auf eine vollwertige End-To-End
    > verschlüsselung angewiesen sind weil sie sonst bald keine Kopfschmerzen
    > mehr haben. Ok - wer in dieser Risikogruppe seinem MUA erlaubt, in einer
    > E-Mail externe Inhalte nachzuladen der hat schon vorher keinen Kopf
    > gehabt.

    Naja, die werden kaum ein Problem haben auf andere Wege auszuweichen. Dem letzten Satz kann ich ansonsten nur zustimmen, selbst wenn man in keiner "Risikogruppe" ist, sollte das Nachladen externer Inhalte per Default aus sein.

    > 3 Angriffspunkte: Auf dem Rechner des Absenders, auf dem Mailserver, auf
    > dem Rechner des Empfängers.

    Ich sag ja... Die Angriffsfläche ist jetzt nicht sooooo riesig, wie in den diversen Artikeln getan wird.

    > "Aber da kann man gleich einen Trojaner ..." gilt nicht; Programme die
    > ausserhalb der Reihe "nachhause telefonieren" werden von jeder billigen
    > "personal firewall" erkannt - ein MUA, der Zeug von Port 80 nachlädt ist
    > unauffälliger.

    Prinzipiell ja.

    > Durch die flächendeckende Einführung von TLS bei Web und Mail werden die
    > Anwender täglich mit kaputten und abgelaufenen Zertifikaten konfrontiert so
    > dass sie auch offensichtliche Fälschungen abnicken, "Man in the middle
    > Attacks" erfahren gerade eine Renaissance.

    Von der Transportverschlüsselung bekommt der Anwender erstmal nix mit. Die läuft zwischen den Mailservern. Allenfalls bei der Kommunikation des MUA mit dem eigenen Mailserver könnten Zertifikatsfehler aufpoppen. Aber wer seine Mails verschlüsselt und in so einem Fall nicht hellhörig wird... Der hat ganz andere Probleme.

  4. Re: Was soll die Panikmache?

    Autor: freebyte 15.05.18 - 19:31

    Fregin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Problem sind die 0,001%, die auf eine vollwertige End-To-End
    > > verschlüsselung angewiesen sind weil sie sonst bald keine Kopfschmerzen
    > > mehr haben.
    >
    > Naja, die werden kaum ein Problem haben auf andere Wege auszuweichen.

    Aus eigener, jahrelanger Anschauung: der übliche "kritische" und/oder "investigative" Journalist hat den technischen Sachverstand einer ordinären Ringelblume - es wird nicht das genommen, was hochgradig sicher ist sondern was auf einem Apple-Gerät läuft und von dem er gehört hat, dass es sicher ist.

    > > 3 Angriffspunkte: Auf dem Rechner des Absenders, auf dem Mailserver, auf
    > > dem Rechner des Empfängers.
    >
    > Ich sag ja... Die Angriffsfläche ist jetzt nicht sooooo riesig, wie in den
    > diversen Artikeln getan wird.

    Stimmt - es kann ja nur auf 100% des gesamten Transportweg dazwischengefunkt werden.

    > > Durch die flächendeckende Einführung von TLS bei Web und Mail werden die
    > > Anwender täglich mit kaputten und abgelaufenen Zertifikaten konfrontiert
    >
    > Von der Transportverschlüsselung bekommt der Anwender erstmal nix mit. Die
    > läuft zwischen den Mailservern.

    Die fängt schon beim MUA an (sofern der Mailserver das anbietet).

    > Aber wer seine Mails verschlüsselt und in so einem Fall nicht hellhörig wird...
    > Der hat ganz andere Probleme.

    Wie gesagt: die User drücken mittlerweile Zertifikatsfehler einfach weil sie so häufig vorkommen.

    fb

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Sachbearbeiter ERP System (m/w/d)
    riha WeserGold Getränke GmbH & Co. KG, Rinteln
  2. Technikerin / Techniker (w/m/d) im operativen Betrieb der Rechenzentren
    Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund), Berlin
  3. System Engineer (m/w/d) Berechtigungsmanagement
    Hannover Rück SE, Hannover
  4. Linuxadministrator (m/w/d)
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. basierend auf Verkaufszahlen
  2. basierend auf Verkaufszahlen


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


.Net, Ubuntu, Github: Github erfindet sich neu und Ubuntu meißelt Container klein
.Net, Ubuntu, Github
Github erfindet sich neu und Ubuntu meißelt Container klein

Dev-Update Microsoft baut einen .Net-Stack für die Cloud, Canonical erstellt kleine Cloud-Angebote, Angular erfindet sich neu und Github treibt die Copilotisierung auf die Spitze.
Von Sebastian Grüner

  1. Rust, Python, Oxide Eigene Cloud-Hardware und Rust ohne Betriebssystem
  2. KI, Rust, Git KI für Datenbanken und Training für Rust
  3. KI, Linux, Honeycode Reichlich Programmier-KIs vor- und Honeycode eingestellt

Mit praktischen Übungen und Videos: Powershell für Einsteiger - Teil 1
Mit praktischen Übungen und Videos
Powershell für Einsteiger - Teil 1

Powershell-Tutorial
In einer neuen Reihe führen wir praxisnah in die Windows-Powershell ein. Dabei ist das Motto: Learning by Doing - mit Übungsblöcken, die aufeinander aufbauen, und mit Lösungsvideos.
Von Holger Voges


    7590 AX, 7530 AX UND 7510: Drei Fritzboxen für VDSL im Reichweitenvergleich
    7590 AX, 7530 AX UND 7510
    Drei Fritzboxen für VDSL im Reichweitenvergleich

    Kann ein starker WLAN-Router eine komplette Wohnung lückenlos mit WLAN versorgen? Wir prüfen, wie gut drei aktuelle Wi-Fi-6-Fritzboxen mit DSL-Modem diese Aufgabe meistern.
    Von Harald Karcher

    1. 1200 AX, 3000 AX und 6000 Drei Fritz-Repeater im Reichweitenvergleich
    2. Wi-Fi 6, nur 95 Euro, aber... Für wen ist die Fritzbox 7510 gedacht?
    3. DSL-Router von AVM im Test Die Fritzbox 7530 AX mit Wi-Fi 6 ist immer noch gut