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Wieso ist Tracking überhaupt legal?

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  1. Wieso ist Tracking überhaupt legal?

    Autor: Joern4321 28.07.19 - 17:51

    Ich verstehe es wirklich nicht. Wie kann es legal sein, Personen über alle möglichen Webseiten hinweg zu tracken und "anonyme" Profile zu erstellen. Man stelle sich mal vor jemand würde einen von Geschäft zu Geschäft verfolgen und alles aufschreiben was man sich anschaut. Man muss zwar einwilligen, aber das ist doch trotzdem lächerlich.
    Klar würde durch ein Trackingverbot Werbung weniger kosten, aber als ob das die Firmen daran hindert weiterhin Werbung zu schalten, selbst wenn die Preise gleich bleiben würden.

  2. Re: Wieso ist Tracking überhaupt legal?

    Autor: IchBIN 28.07.19 - 19:07

    Eigentlich ist es das laut DSGVO bereits nicht mehr. War es lt. BDSG eigentlich auch nie. Hat nur nie jemanden gekümmert, bzw. ist nicht genügend bekannt, wie umfangreich das Tracking in Wirklichkeit ist. Und in den USA ist es tatsächlich legal, aber darum geht es ja nicht.

    Bleibt zu hoffen, dass die e-Privacy-Richtlinie dem noch etwas mehr einen Riegel vorschieben können wird...

  3. Re: Wieso ist Tracking überhaupt legal?

    Autor: heikom36 28.07.19 - 19:19

    Ehrlich gesagt war das noch nie legal - auf alle Fälle nicht in der BRD. Und ich behaupte mal, ohne jetzt mich genau zu informieren, dass sowas sogar in den USA auch verboten ist.

    Es sind so viele Dinge verboten, die so im Netz gemacht werden. Die illegalen Downloadseiten, wo es eh offensichtlich ist, oder das "Dark Net" klammere ich bewusst aus - ich meine Unternehmen, den Privatmann, den Verein oder den ganz kleinen Gewerbetreibenden.
    Es wird vieles einfach nur geduldet weil man auch abwägt.

    Was mich, der seit vielen Jahren ein Kleingewerbe im Webbereich betreibt, so dermaßen ärgert ist, dass man auf irgendwelche behinderten DatenschutzERKLÄRUNGEN viel mehr Wert legt als auf das, was hinter der Erklärung tatsächlich mit den Daten angestellt wird.
    Ich pflege auch einige Seiten mit einem Newslettersystem.
    Da musste ich jetzt mit meinen Kunden einen Vertrag schließen (Datenverarbeitungsauftrag).
    Ich habe Seminare zur DSGVO besucht und teure Unterlagen gekauft nur um eine beschissene Erklärung schreiben zu können (mit dem Generator das Grundgerüst erstellt und dann fleißig auf den einzelnen Kunden hin angepasst).
    Aber KEINER(!) meiner Kunden macht auch nur ansatzweise was böses mit den Daten. Doch die müssen am meisten zittern.
    Wenn ich ne Erklärung bei den großen lesen will.
    Die können schon von der Erklärung an sich gar nicht DSGVO-Konform sein. Diese gibt ja vor, dass sie LEICHT verständlich sein muss. Guckt mal bei google, amazon, apple, micrsosoft, Facebook,... rein - man braucht ne Horde von guten Juristen um am Ende vielleicht 75% zu verstehen und dann hat man immer noch unzählige Querverweise auf andere Erklärungen - bei google so richtig katastrophal.

    Eigentlich müsste man jeden Tag die US-IT-Großkonzerne mit der maximalen Möglichkeit, die die DSGVO hergibt, bestrafen - 4% vom Umsatz.
    Die geloben immer Besserung, kommen mit nem "Du! Du! Du!" davon um es dann noch ausgefeilter und dreister weiter zu treiben.

    Facebook muss in den USA jetzt 5 Milliarden Dollar Strafe zahlen - das ist lächerlich bei Quartalsgewinnen nach Steuern von knapp 7Milliarden steigend.
    Die machen mit dem Datenklau 7 Milliarden alle 3 Monate. Dann zahlen die 5 und es bleiben noch 2 übrig. Aufs Jahr - 28 Millarden Gewinn - 5 Millarden Strafe = 23 Milliarden Gewinn - Geil, Verbrechen lohnt sich...

  4. Re: Wieso ist Tracking überhaupt legal?

    Autor: 486dx4-160 28.07.19 - 22:50

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ehrlich gesagt war das noch nie legal - auf alle Fälle nicht in der BRD.
    > Und ich behaupte mal, ohne jetzt mich genau zu informieren, dass sowas
    > sogar in den USA auch verboten ist.
    >
    > Es sind so viele Dinge verboten, die so im Netz gemacht werden. Die
    > illegalen Downloadseiten, wo es eh offensichtlich ist, oder das "Dark Net"
    > klammere ich bewusst aus - ich meine Unternehmen, den Privatmann, den
    > Verein oder den ganz kleinen Gewerbetreibenden.
    > Es wird vieles einfach nur geduldet weil man auch abwägt.
    >
    > Was mich, der seit vielen Jahren ein Kleingewerbe im Webbereich betreibt,
    > so dermaßen ärgert ist, dass man auf irgendwelche behinderten
    > DatenschutzERKLÄRUNGEN viel mehr Wert legt als auf das, was hinter der
    > Erklärung tatsächlich mit den Daten angestellt wird.
    > Ich pflege auch einige Seiten mit einem Newslettersystem.
    > Da musste ich jetzt mit meinen Kunden einen Vertrag schließen
    > (Datenverarbeitungsauftrag).
    > Ich habe Seminare zur DSGVO besucht und teure Unterlagen gekauft nur um
    > eine beschissene Erklärung schreiben zu können (mit dem Generator das
    > Grundgerüst erstellt und dann fleißig auf den einzelnen Kunden hin
    > angepasst).
    > Aber KEINER(!) meiner Kunden macht auch nur ansatzweise was böses mit den
    > Daten. Doch die müssen am meisten zittern.
    > Wenn ich ne Erklärung bei den großen lesen will.
    > Die können schon von der Erklärung an sich gar nicht DSGVO-Konform sein.
    > Diese gibt ja vor, dass sie LEICHT verständlich sein muss. Guckt mal bei
    > google, amazon, apple, micrsosoft, Facebook,... rein - man braucht ne Horde
    > von guten Juristen um am Ende vielleicht 75% zu verstehen und dann hat man
    > immer noch unzählige Querverweise auf andere Erklärungen - bei google so
    > richtig katastrophal.
    >
    > Eigentlich müsste man jeden Tag die US-IT-Großkonzerne mit der maximalen
    > Möglichkeit, die die DSGVO hergibt, bestrafen - 4% vom Umsatz.
    > Die geloben immer Besserung, kommen mit nem "Du! Du! Du!" davon um es dann
    > noch ausgefeilter und dreister weiter zu treiben.
    >
    > Facebook muss in den USA jetzt 5 Milliarden Dollar Strafe zahlen - das ist
    > lächerlich bei Quartalsgewinnen nach Steuern von knapp 7Milliarden
    > steigend.
    > Die machen mit dem Datenklau 7 Milliarden alle 3 Monate. Dann zahlen die 5
    > und es bleiben noch 2 übrig. Aufs Jahr - 28 Millarden Gewinn - 5 Millarden
    > Strafe = 23 Milliarden Gewinn - Geil, Verbrechen lohnt sich...

    Bei uns gibt's nicht mal ein Unternehmensstrafrecht, dafür sackweise Vorschrifen, deren Verletzung nicht strafbewehrt ist. Mir kommt's so vor als würden viele Vorschriften nur existieren um zu zeigen, dass man sich gekümmert hat. Deren Einhaltung will man gar nicht kontrollieren weil Kontrollen Geld kosten und die Wirtschaft schreien würde. Auch die deutsche.

    Irgendwann, kurz nach Snowden, war mal die Idee im Gespräch, Europa zu einem sicheren Hafen für persönliche Daten zu machen. Die strengsten Vorschriften sollten da gelten, nach Art des ehemaligen schweizer Bankgeheimnisses. Leider hat der Snowden-Effekt nicht lange angehalten.

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