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  5. › Einigung auf EU-Datenschutzreform…

Geforderte Löschung kann teuer werden..

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  1. Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: JouMxyzptlk 15.12.15 - 23:26

    Den Fall hatten wir gerade:
    Bewerber, wurde abgelehnt, will dass seine (elektronisch) zugesandten Daten vernichtet werden.
    Müssen jetzt auch Backups, welche gesetzlich für 10 Jahre unveränderbar sein müssen, im Nachhinein gesäubert werden?
    Welches Gesetz gilt denn nun bei solchen Wiedersprüchen....

  2. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: caldeum 15.12.15 - 23:33

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den Fall hatten wir gerade:
    > Bewerber, wurde abgelehnt, will dass seine (elektronisch) zugesandten Daten
    > vernichtet werden.
    > Müssen jetzt auch Backups, welche gesetzlich für 10 Jahre unveränderbar
    > sein müssen, im Nachhinein gesäubert werden?
    > Welches Gesetz gilt denn nun bei solchen Wiedersprüchen....
    Den nächsten Artikel scheint es auch in sich zu haben: Recht auf Datenportabilität (Artikel 18)

    "Letzteres soll es den Verbrauchern ermöglichen, ihre Daten beispielsweise von einem sozialen Netzwerk in ein anderes mitzunehmen. Dazu müssen die Firmen die gespeicherten Daten "in einem interoperablen gängigen elektronischen Format" zur Verfügung stellen."

    Wow. Erstmal: was sind Daten? Nur Text? Auch Bilder/Icons? Auch logische Verknüpfungen? Wenn ja: auch die Daten dieser Verknüpfen wie Freunde, Gruppen usw.? Wie tiefreichend sollen die Verknüpfen exportierbar sein? Ab welcher Userzahl/Aufrufe-pro-Monat/whatever sind Netzwerke groß genug, um diese Bestimmung einhalten zu müssen? Fragen über Fragen.

    Ich würde mir gern mal das Original-Papier anschauen. Mir schwant, dass man da wieder mal keine Ahnung hatte, welch ein immensen technischen Aufwand das bedeutet, sofern es denn überhaupt in einem sinnvollen Rahmen machbar ist. Sicher trägt mein heruntergeschraubtes Grundvertrauen in die EU-Legislative dabei ihre Früchte aber dieser Artiel 18 klingt schonmal echt irre.

  3. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: Turner 15.12.15 - 23:33

    Ich wuerde sagen aus der Datenschutzanforderung ergibt sich das die E-Mail samt Anhang nie haette im Backup landen duerfen. Zumindest nicht der Anhang mit den eigentlichen Unterlagen. Sehe hier kein Problem.

  4. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: HKeiner 15.12.15 - 23:37

    Was haben Bewerbungsunterlagen in einem Backup(Archiv?) das einer Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren unterliegt zu suchen?

    https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/die-aufbewahrungsfristen-von-bewerberdaten/

  5. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: JouMxyzptlk 15.12.15 - 23:42

    HKeiner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was haben Bewerbungsunterlagen in einem Backup(Archiv?) das einer
    > Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren unterliegt zu suchen?
    >
    > www.datenschutzbeauftragter-info.de

    Genau deshalb wurde das "Bewerbung@" Postfach jetzt abgetrennt und ist aus den Archivregeln draußen.
    Wir hatten da Glück, die Email ist nicht im "Jährlichen backup" mit drin.

  6. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: kvoram 16.12.15 - 00:06

    caldeum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Den nächsten Artikel scheint es auch in sich zu haben: Recht auf
    > Datenportabilität (Artikel 18)
    >
    > "Letzteres soll es den Verbrauchern ermöglichen, ihre Daten beispielsweise
    > von einem sozialen Netzwerk in ein anderes mitzunehmen. Dazu müssen die
    > Firmen die gespeicherten Daten "in einem interoperablen gängigen
    > elektronischen Format" zur Verfügung stellen."
    >
    > Wow. Erstmal: was sind Daten? Nur Text? Auch Bilder/Icons? Auch logische
    > Verknüpfungen? Wenn ja: auch die Daten dieser Verknüpfen wie Freunde,
    > Gruppen usw.? Wie tiefreichend sollen die Verknüpfen exportierbar sein? Ab
    > welcher Userzahl/Aufrufe-pro-Monat/whatever sind Netzwerke groß genug, um
    > diese Bestimmung einhalten zu müssen? Fragen über Fragen.
    >
    > Ich würde mir gern mal das Original-Papier anschauen. Mir schwant, dass man
    > da wieder mal keine Ahnung hatte, welch ein immensen technischen Aufwand
    > das bedeutet, sofern es denn überhaupt in einem sinnvollen Rahmen machbar
    > ist. Sicher trägt mein heruntergeschraubtes Grundvertrauen in die
    > EU-Legislative dabei ihre Früchte aber dieser Artiel 18 klingt schonmal
    > echt irre.

    Ich finde das gut. Die Technik sollte nicht den Datenschutz/Dateneigentum diktieren, sondern umgekehrt.
    Klar ist das erstmal ein ziemlicher Aufwand die Möglichkeit im jeweiligen System zu etablieren. aber das zielt ja nicht auf einen kleinen Forenbetreiber ab. Und die großen sozialen Netzwerke etc. haben für die Realisierung des ganzen nun wirklich mehr als ausreichend Mittel zur Verfügung.

  7. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: Ruo 16.12.15 - 00:09

    JouMxyzptlk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Müssen jetzt auch Backups, welche gesetzlich für 10 Jahre unveränderbar
    > sein müssen, im Nachhinein gesäubert werden?
    > Welches Gesetz gilt denn nun bei solchen Wiedersprüchen....

    BDSG §35:
    (3) An die Stelle einer Löschung tritt eine
    Sperrung, soweit
    [...]
    3. eine Löschung wegen der besonderen
    Art der Speicherung nicht oder nur mit
    unverhältnismäßig hohem Aufwand mög-
    lich ist.
    Das Backup dürfte i.a.R. gegen "Bearbeitung" und "Einsichtnahme" und gegen "Veränderung" sowieso gesperrt sein.
    Insofern sehe ich das nicht wirklich als Problem. Ich vermute eigentlich auch nicht, dass sich hieran ewas ändert.

  8. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: LordGurke 16.12.15 - 02:54

    Wir hatten auch schon so Spezialexperten die ihre Daten gelöscht haben wollten, dann aber total pikiert waren wenn wir erklärten, dass das nur in Teilen möglich ist, solange da Rechnungen liegen die a) noch nicht bezahlt sind und b) ohnehin 10 Jahre aufbewahrt werden müssen...
    Ob die nun ernsthaft gehofft haben dass dabei die unbezahlten Rechnungen verschwinden weiß ich natürlich nicht.

    Man sollte aber trotzdem mal eine verständliche "Infotafel" rausbringen - für Kunden und für Anbieter, wo klar und Interpretationsfrei steht was geht und was nicht.

  9. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: schap23 16.12.15 - 06:58

    Und dann klagt der abgelehnte Bewerber wegen Diskriminierung. Die Firma hat aber alle Unterlagen wegen Datenschutz vernichtet ...

  10. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: Nemorem 16.12.15 - 07:43

    caldeum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich würde mir gern mal das Original-Papier anschauen. Mir schwant, dass man
    > da wieder mal keine Ahnung hatte, welch ein immensen technischen Aufwand
    > das bedeutet, sofern es denn überhaupt in einem sinnvollen Rahmen machbar
    > ist. Sicher trägt mein heruntergeschraubtes Grundvertrauen in die
    > EU-Legislative dabei ihre Früchte aber dieser Artiel 18 klingt schonmal
    > echt irre.

    Wenn etwas nicht genau ausformuliert ist, kann man es immer erstmal interpretieren. Aber ehrlich gesagt glaube ich, du überschätzt den Aufwand ein wenig, obwohl auch das mein erster Gedanke war. Man kann sowieso immer nur die eigenen Daten exportieren, sprich eigene Postings und Benutzerprofil. Ein Script um das von der Datenbank in eine sagen wir xml Datei zu exportieren ist in spätestens 2 Stunden fertig. Sicher wird man es dann noch intensiv testen, aber nach spätestens einer Woche wirds arg langweilig.

    Ein bisschen mehr Arbeit hat sicher derjenige, de die Daen dann in sein System überführen soll, der Teil ist aber sowieso frei und nur im eigenen Interesse des jeweiligen Unternehmens. Und mehr als 1 Tag sollte das dann sicher auch wieder nicht dauern, exklusive testing.

  11. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: plastikschaufel 16.12.15 - 08:29

    caldeum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JouMxyzptlk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Den Fall hatten wir gerade:
    > > Bewerber, wurde abgelehnt, will dass seine (elektronisch) zugesandten
    > Daten
    > > vernichtet werden.
    > > Müssen jetzt auch Backups, welche gesetzlich für 10 Jahre unveränderbar
    > > sein müssen, im Nachhinein gesäubert werden?
    > > Welches Gesetz gilt denn nun bei solchen Wiedersprüchen....
    > Den nächsten Artikel scheint es auch in sich zu haben: Recht auf
    > Datenportabilität (Artikel 18)
    >
    > "Letzteres soll es den Verbrauchern ermöglichen, ihre Daten beispielsweise
    > von einem sozialen Netzwerk in ein anderes mitzunehmen. Dazu müssen die
    > Firmen die gespeicherten Daten "in einem interoperablen gängigen
    > elektronischen Format" zur Verfügung stellen."
    >
    > Wow. Erstmal: was sind Daten? Nur Text? Auch Bilder/Icons? Auch logische
    > Verknüpfungen? Wenn ja: auch die Daten dieser Verknüpfen wie Freunde,
    > Gruppen usw.? Wie tiefreichend sollen die Verknüpfen exportierbar sein? Ab
    > welcher Userzahl/Aufrufe-pro-Monat/whatever sind Netzwerke groß genug, um
    > diese Bestimmung einhalten zu müssen? Fragen über Fragen.
    >
    > Ich würde mir gern mal das Original-Papier anschauen. Mir schwant, dass man
    > da wieder mal keine Ahnung hatte, welch ein immensen technischen Aufwand
    > das bedeutet, sofern es denn überhaupt in einem sinnvollen Rahmen machbar
    > ist. Sicher trägt mein heruntergeschraubtes Grundvertrauen in die
    > EU-Legislative dabei ihre Früchte aber dieser Artiel 18 klingt schonmal
    > echt irre.

    Natürlich haben die keine Ahnung. Ist doch immer so. Die Stellen können die sich doch frei aussuchen, egal wie viel Ahnung die von der Materie haben.

  12. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: Moe479 16.12.15 - 08:57

    bei unbezahlten benötigt man zumindest die kontaktdaten um ggf. die forderung eintreiben zu können ... das sieht denke ich auch jedes gericht so, aber warum genau muss für bezahlte rechnungen der kontaktdatensatz 10 jahre erhalten bleiben, reicht da nicht ein annomymer datensatz, dass es eine rechnung dann und wan in höhe von x gab und der flag, dass diese beglichen wurde aus?

    im falle eine finanzprüfung frage ich mich, was man mit den kontaktdaten von längst beglichenen rechnungen soll, mehr rechnungen als tatsächlich gestellt und bezahlt wurden aufzulisten ergibt keine vorteile, erhöht ggf. nur die eigene steuerschuld bzw. fragen wo das liebe geld verblieben ist, oder?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.15 08:59 durch Moe479.

  13. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: ChevalAlazan 16.12.15 - 09:10

    caldeum schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Letzteres soll es den Verbrauchern ermöglichen, ihre Daten beispielsweise
    > von einem sozialen Netzwerk in ein anderes mitzunehmen. Dazu müssen die
    > Firmen die gespeicherten Daten "in einem interoperablen gängigen
    > elektronischen Format" zur Verfügung stellen."
    >
    > Wow. Erstmal: was sind Daten? Nur Text? Auch Bilder/Icons? Auch logische
    > Verknüpfungen? Wenn ja: auch die Daten dieser Verknüpfen wie Freunde,
    > Gruppen usw.? Wie tiefreichend sollen die Verknüpfen exportierbar sein? Ab
    > welcher Userzahl/Aufrufe-pro-Monat/whatever sind Netzwerke groß genug, um
    > diese Bestimmung einhalten zu müssen? Fragen über Fragen.

    Frage 1:
    Für die Datenverarbeitung und (Wirtschafts-)Informatik werden Daten als Zeichen (oder Symbole) definiert, die Informationen darstellen und die dem Zweck der Verarbeitung dienen.

    Übrigens kommt das Wort "Daten" schon seit Jahren in allen Datenschutzgesetzen vor. Tue also doch nicht so, als wäre das jetzt was Neues.

    Frage 2:
    Lesen hilft, im Artikel steht, dass das eigene Profil umziehen kann. Wieso bringst Du da Freunde mit rein? Wenn Du vergleichend mit deiner Rufnummer zu einem neuen Provider umziehst, hast Du dann den Anspruch das deine Freunde das auch machen müssen, oder woher kommt diese Frage?

    Frage 3:
    Ab welcher Größe wird noch ausgearbeitet, aber wieso sollte ein NEtzwerk mit 400 Personen ein eigenes Süppchen kochen dürfen? Wieder das Beispiel mit der Rufnummer: Nur weil der kleine Billiganbieter nur 10,00 Kunden hat, schützt ihn das nicht vor der Rufnummernmitnahme.

    MEINE FRAGE
    Wieso sollen sich eigentlich immer Gesetze und Rechte den Gegebenheiten anpassen und nicht umgekehrt? Die Unternehmen wollten Monopole und sich abschotten und jetzt kommen Parlamente die den Bürgern wieder mehr Freiheiten und Rechte verschaffen wollen. Und hier jammern alle, was das für ein Aufwand ist...

    Unfassbar.
    Aber wieso wundert mich das, hier im Forum wird ja schon damit argumentiert, dass die Wirtschaft leidet, wenn Amazon gezwungen wird, die Arbeitnehmerrechte zu berücksichtigen. Offenbar müssen wir hier vor allem die Unternehmen vor den Bürgern schützen, scheint der tenor zu sein.

  14. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: bofhl 16.12.15 - 09:37

    Die meisten großen Firmen haben für so was in der Regel bereits jetzt schon entsprechende Methoden zur Verfügung gestellt (und verbergen sie sehr oft ;-))

  15. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: bofhl 16.12.15 - 09:42

    Nemorem schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > caldeum schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich würde mir gern mal das Original-Papier anschauen. Mir schwant, dass
    > man
    > > da wieder mal keine Ahnung hatte, welch ein immensen technischen Aufwand
    > > das bedeutet, sofern es denn überhaupt in einem sinnvollen Rahmen
    > machbar
    > > ist. Sicher trägt mein heruntergeschraubtes Grundvertrauen in die
    > > EU-Legislative dabei ihre Früchte aber dieser Artiel 18 klingt schonmal
    > > echt irre.
    >
    > Wenn etwas nicht genau ausformuliert ist, kann man es immer erstmal
    > interpretieren. Aber ehrlich gesagt glaube ich, du überschätzt den Aufwand
    > ein wenig, obwohl auch das mein erster Gedanke war. Man kann sowieso immer
    > nur die eigenen Daten exportieren, sprich eigene Postings und
    > Benutzerprofil. Ein Script um das von der Datenbank in eine sagen wir xml
    > Datei zu exportieren ist in spätestens 2 Stunden fertig. Sicher wird man es
    > dann noch intensiv testen, aber nach spätestens einer Woche wirds arg
    > langweilig.
    >
    > Ein bisschen mehr Arbeit hat sicher derjenige, de die Daen dann in sein
    > System überführen soll, der Teil ist aber sowieso frei und nur im eigenen
    > Interesse des jeweiligen Unternehmens. Und mehr als 1 Tag sollte das dann
    > sicher auch wieder nicht dauern, exklusive testing.
    Mir ist eigentlich kaum eine Firma bekannt die es erlaubt, komplexe Datenpakete einer fremden Firma -in welcher Form auch immer - für einen Nutzer direkt einzuspielen. Und ich denke mal die werden das auch kaum so einbauen. (Ausnahme sind hier z.B. Kalender oder email-Daten, da gibt es ja bereits verbreitete Formate!)
    Da wird jeder Nutzer seine Daten von Hand eintragen müssen - wie bisher!

  16. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: bofhl 16.12.15 - 09:49

    ChevalAlazan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > caldeum schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > "Letzteres soll es den Verbrauchern ermöglichen, ihre Daten
    > beispielsweise
    > > von einem sozialen Netzwerk in ein anderes mitzunehmen. Dazu müssen die
    > > Firmen die gespeicherten Daten "in einem interoperablen gängigen
    > > elektronischen Format" zur Verfügung stellen."
    > >
    > > Wow. Erstmal: was sind Daten? Nur Text? Auch Bilder/Icons? Auch logische
    > > Verknüpfungen? Wenn ja: auch die Daten dieser Verknüpfen wie Freunde,
    > > Gruppen usw.? Wie tiefreichend sollen die Verknüpfen exportierbar sein?
    > Ab
    > > welcher Userzahl/Aufrufe-pro-Monat/whatever sind Netzwerke groß genug,
    > um
    > > diese Bestimmung einhalten zu müssen? Fragen über Fragen.
    >
    > Frage 1:
    > Für die Datenverarbeitung und (Wirtschafts-)Informatik werden Daten als
    > Zeichen (oder Symbole) definiert, die Informationen darstellen und die dem
    > Zweck der Verarbeitung dienen.
    >
    > Übrigens kommt das Wort "Daten" schon seit Jahren in allen
    > Datenschutzgesetzen vor. Tue also doch nicht so, als wäre das jetzt was
    > Neues.
    >
    > Frage 2:
    > Lesen hilft, im Artikel steht, dass das eigene Profil umziehen kann. Wieso
    > bringst Du da Freunde mit rein? Wenn Du vergleichend mit deiner Rufnummer
    > zu einem neuen Provider umziehst, hast Du dann den Anspruch das deine
    > Freunde das auch machen müssen, oder woher kommt diese Frage?
    >
    > Frage 3:
    > Ab welcher Größe wird noch ausgearbeitet, aber wieso sollte ein NEtzwerk
    > mit 400 Personen ein eigenes Süppchen kochen dürfen? Wieder das Beispiel
    > mit der Rufnummer: Nur weil der kleine Billiganbieter nur 10,00 Kunden hat,
    > schützt ihn das nicht vor der Rufnummernmitnahme.
    >
    > MEINE FRAGE
    > Wieso sollen sich eigentlich immer Gesetze und Rechte den Gegebenheiten
    > anpassen und nicht umgekehrt? Die Unternehmen wollten Monopole und sich
    > abschotten und jetzt kommen Parlamente die den Bürgern wieder mehr
    > Freiheiten und Rechte verschaffen wollen. Und hier jammern alle, was das
    > für ein Aufwand ist...

    Wie die "Antwort" der Firmen sein wird dürfte alle bereits vollkommen klar sein! Und da es sich um "Gesetze" handelt, sind die wieder so formuliert - nämlich "schwammig", dass man entweder alles rein wortwörtlich umsetzen muss oder eben gar nichts
    >
    > Unfassbar.
    > Aber wieso wundert mich das, hier im Forum wird ja schon damit
    > argumentiert, dass die Wirtschaft leidet, wenn Amazon gezwungen wird, die
    > Arbeitnehmerrechte zu berücksichtigen. Offenbar müssen wir hier vor allem
    > die Unternehmen vor den Bürgern schützen, scheint der tenor zu sein.

    Nicht vor den Bürgern - vor den Politikern! Und hier vor allem vor den EU-Politikern, die von anderen Politikern und nicht direkt von den Bürgern der EU gewählt wurden!

  17. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: violator 16.12.15 - 09:58

    ChevalAlazan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lesen hilft, im Artikel steht, dass das eigene Profil umziehen kann. Wieso
    > bringst Du da Freunde mit rein?

    Weil die Freunde ein Teil der Daten in einem Netzwerk sind. Ein Netzwerk ist mehr als nur das eigene Profil.

  18. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: Sharra 16.12.15 - 10:17

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > im falle eine finanzprüfung frage ich mich, was man mit den kontaktdaten
    > von längst beglichenen rechnungen soll, mehr rechnungen als tatsächlich
    > gestellt und bezahlt wurden aufzulisten ergibt keine vorteile, erhöht ggf.
    > nur die eigene steuerschuld bzw. fragen wo das liebe geld verblieben ist,
    > oder?

    Nein, nicht ganz. Denn wenn die Rechnung auf Papier gesplittet wurde, damit es auf 2 Jahre abgerechnet werden kann (Stichwort maximale Absetzbarkeit pro Jahr), aber tatsächlich doch auf einen Sitz bezahlt wurde, wird das durchaus relevant.

  19. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: AlainFontaine 16.12.15 - 11:17

    Frage 2 finde ich nicht uninteressant. Was genau ist ein 'Profil' im Kontext eines sozialen Netzwerks? Es wäre meiner Meinung nach nicht komplett falsch zu sagen dass ein 'soziales Profil' auch Informationen beinhaltet wie Freundeslisten, Interaktionen mit anderen Nutzern, Fotos, und so weiter.

    In der IT ist ein 'User Profile' ja oft auch mehr als nur Name, Login und Passwort.

    Allerdings habe ich persönlich je nach sozialem Netzwerk ein komplett anderes Profil. Vergleiche ich zB mein Facebook Account mit meinem LinkedIn Account so sehe ich klar zwei verschiedene Profile (sprich Foto, Kontakte, Posts...). Sicher interessant Facebook später zu fragen mein Profil nach LinkedIn zu exportieren.. :-/

    Ich bin kein Experte aber die Frage ist meiner Ansicht nach berechtigt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.12.15 11:21 durch AlainFontaine.

  20. Re: Geforderte Löschung kann teuer werden..

    Autor: LordGurke 16.12.15 - 14:20

    Moe479 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bei unbezahlten benötigt man zumindest die kontaktdaten um ggf. die
    > forderung eintreiben zu können ... das sieht denke ich auch jedes gericht
    > so, aber warum genau muss für bezahlte rechnungen der kontaktdatensatz 10
    > jahre erhalten bleiben, reicht da nicht ein annomymer datensatz, dass es
    > eine rechnung dann und wan in höhe von x gab und der flag, dass diese
    > beglichen wurde aus?

    Aber zumindest die Rechnungen inklusive der vollständigen Anschrift müssen wir ja dennoch aufbewahren. Wir können ja schlecht nachträglich den Namen aus allen erzeugten Rechnungen entfernen ;-)

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