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Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

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  1. Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

    Autor: 6502 30.08.22 - 16:21

    Den stelle ich manchmal fest....

    Realität ist, daß es viele für den Endanwender kostenlose Dienste gibt - die sich über Werbung finanzieren.

    Realität ist - meine Vermutung - auch, daß für "anonyme Werbung" (also ohne, daß der Werbende die Zielgruppe genauer kennt) nicht mehr so viel bezahlt wird, daß sich das irgendwie rechnet.

    Alternative wäre: der Anbieter macht aus dem kostenlosen Dienst einen kostenpflichtigen. Paywall.

    Dann jammern auch wieder viele: .... warum kostet das jetzt was?


    Und dann wird vermutlich auch das passieren, was im Zeitungsbereich schon jetzt extremst nervt:

    Man sucht mit einer Suchmaschine noch einem bestimmten Thema. Ich hatte zum Beispiel schon mal nach neuen Umgehungsstraßen am Arbeitsort gesucht. Oder nach einem Vorfall in einem anderen Teil des Landes (weiter weg). .....

    .... und heute st0ße ich dann meistens auf Suchergebnisse von lokalen Zeitungen, die mir gleich ein Monatsabo verkaufen wollen. Besser noch 3 oder 6 oder 12 Monate. Ich BRAUCHE aber keines, weil ich dort nur "Tourist" bin. Weil ich gerade nur etwas über diese konkrete Schließung einer Fabrik von XY in Hintertupfingen wissen will - mich aber keine regelmäßigen Infos der Lokalprominenz in Hintertupfingen interessieren....

    Am Ende des Tages müsste ich dann 10 Abos quer über die Repuplik abgeschlossen haben, damit ich 10 Artikel lesen kann....

    .... und genau das könnte auch bei den kostenlosen Webdiensten passieren: dann gibt es z.B: die runter ladbaren Ferienkalender oder Formulare oder Schriftarten oder Musterbriefe nicht mehr kostenlos - sondern nur noch im Abo. 2 EUR / Monat, Laufzeit 12 Monate. Aber nicht nur 1 mal - sondern für jeden dieser 10, 20 oder 50 Webdienste, die man nur punktuell nutzt.


    Ein Ausweg.... es fehlt, wie im Zeitungsbereich, ein Mikropayment.

    Ich Zeitungsbereich fände ich es ok, wenn ich der loaklen Zeitung in Hintertupfingen dann 5 oder 10 cent zahelen könnte - und dann könnte ich z.B. einen Artikel der heutigen Zeitung dort lesen, wo ich erfahre, wann das dortige Volksfest nächste Woche eröffnet wird. Oder warum dort jetzt ein bestimmtes Geschäft schließen muß. Oder welche Hühner in der Rassegeflügelschau dort prämiert wurden.

    (Aber WENN die Zeitungen sowas machen (Zahlung pro Artikel), wollen sie oft gleich unverschämte 2, 3 oder 4 EUR für so einen profanen Artikel...)

    Was könnte dann im Bereich der kostenlosen Webdienste passieren?

    Es würde ein Mikropayment-Anbieter oder Flatrate-Sammler gegründet. 10 EUR / Monat ... der vergibt eine User-ID mit Passwort ... und damit meldet man sich dann auf jeder dieser vormals kostenlosen Websites an.

    Dann wird man aber von DIESEM Anbieter getrackt ..... und evtl. bekommen die einzelnen vormals kostenlosen Websites dann auch ein prima Identfifizierungsmerkmal..... (wenn nicht irgendwie mit Autorisations-Tokens, die sich jeden Tag ändern, gearbeitet wird...)

  2. Re: Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

    Autor: wo.ist.der.käsetoast 30.08.22 - 18:24

    Nur weil das aktuelle System über Jahre perfide perversiert wurde, heißt das ja nicht, dass ich jetzt diese Datensammelwut und das Profiling fressen muss.


    Dann hat sich die Industrie halt selbst kaputt gemacht, wüsste nicht wieso ich als Bürger dafür mit meinen Daten löhnen soll.

    Selbst schuld.


    Wenn eine Firma ihr gesamtes Geschäftsmodell darauf aubaut, Bürgerinnen und Bürger Stasimäßig zu verfokgen und zu protokollieren, unter dem Deckmantel der "targeted Ads", dann soll der Laden bitte lieber gestern als heute vor die Hunde gehen und am besten noch in Grund und Boden verklagt werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.08.22 18:29 durch wo.ist.der.käsetoast.

  3. Re: Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

    Autor: Termuellinator 30.08.22 - 19:08

    Es hat auch vorher ohne tracking funktioniert, man muss also nich jeden Bloedsinn, den die Werbeindustrie ueber Jahre runtergebetet hat fuer voll nehmen.
    Davon mal abgesehen sind die Webseiten ja durch Werbung nicht kostenlos, die Kosten werden nur durch die Werbung auf alle umgelegt...
    Da waere mir dann ein "Internet-GEZ" deutlich lieber ;P

  4. Re: Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

    Autor: violator 30.08.22 - 21:20

    Personalisierte Werbung funktioniert nur einfach nicht, wer dafür extra Geld verlangt gehört nicht ins Netz.

  5. Re: Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

    Autor: olma 31.08.22 - 09:17

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Personalisierte Werbung funktioniert nur einfach nicht, wer dafür extra
    > Geld verlangt gehört nicht ins Netz.


    +1

  6. Re: Realitätsverlust bei den "Datenschützern"

    Autor: ptepic 01.09.22 - 08:39

    Termuellinator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Da waere mir dann ein "Internet-GEZ" deutlich lieber ;P


    AAALTER

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