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Ladeleistung
Autor: dasbinich 18.11.21 - 13:11
Mit wieviel kW kann man da je Ladepunkt rechnen? Ich vermute mal stark, dass das nicht 11kW pro Laterne werden können.
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Re: Ladeleistung
Autor: Eheran 18.11.21 - 13:18
Wenn es 500 W sind, reicht es schon.
Das sind bei 12 h Ladezeit dann 6 kWh, genug für ~200 km pro Woche. Es entspricht grob der durchschnittlichen Fahrleistung in Deutschland. -
Re: Ladeleistung
Autor: Screeny 18.11.21 - 13:20
6kwh für 200km? Mit was? Einem eBike?
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Re: Ladeleistung
Autor: robinx999 18.11.21 - 13:27
dasbinich schrieb:
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> Mit wieviel kW kann man da je Ladepunkt rechnen? Ich vermute mal stark,
> dass das nicht 11kW pro Laterne werden können.
11kW ist wohl nur bei sehr wenigen möglich bei den meisten dürften es 3,6kW sein was Übernacht sicherlich gute Ergebnisse Erzielen würde, darf dann halt keine Blockiergebühren oder ähnliches geben -
Re: Ladeleistung
Autor: kayozz 18.11.21 - 13:39
Screeny schrieb:
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> 6kwh für 200km? Mit was? Einem eBike?
6kWh * 7 Tage = 42 kWh
Ich würde eher von 15 bis 18 kWh Strom pro 100km ausgehen, da in der Stadt ja eher kleine e-Autos gefahren werden, macht sogar mehr als 200 km Reichweite.
Ich würde aber tatsächlich davon ausgehen, dass die Straßenlaternen mit deutlich mehr Strom versorgt werden als 500 Watt versorgt werden. Ich habe schon öfters gesehen zu haben, dass die für Volksfeste "angezapft" werden und da dann ein paar Buden dran hängen. Und ich denke nicht, dass bei den Straßenlaternen 1,5mm² Kabel verlegt wurden.
Lt. der Quelle hier: https://www.mobilegeeks.de/news/ubitricity-macht-aus-jeder-strassenlaterne-eine-ladestation/
sind es 4,6 kW max.
Wenn man dann noch ein wenig weiterdenkt könnte man für die Zukunft sogar so was realisieren:
* Jede Laterne bekommt einen 4m hohen Akku verpasst, der tagsüber geladen wird und abends, wenn alle Laden wollen, den Strom wieder abgibt
* Smart-Grid: Die Autos laden mal schneller, mal langsamer, je nach dem wann der Besitzer den vollen Akku benötigt oder speisen sogar wieder Strom ein. -
Re: Ladeleistung
Autor: ArneB 18.11.21 - 13:43
robinx999 schrieb:
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>
> 11kW ist wohl nur bei sehr wenigen möglich bei den meisten dürften es 3,6kW
> sein was Übernacht sicherlich gute Ergebnisse Erzielen würde, darf dann
> halt keine Blockiergebühren oder ähnliches geben
Also bei uns sind die Straßenlaternen mit 6A abgesichert. Wenn man davon ausgeht, dass der Leitungsquerschnitt dementsprechend ist, liegst du eher bei Ladeleistungen von 1,3kW. -
Re: Ladeleistung
Autor: emilsen 18.11.21 - 13:48
3,6 bzw. 3,7 kW Ladeleistung wird europaweit aktuell an Laternen realisiert.
Fürs über die Nacht laden vollkommen ausreichend. Wenn jede bzw. jede zweite Laterne ausgestattet ist, dann braucht sich auch der Mieter keine Gedanken mehr machen.
Mein Stadtflitzer wird regelmäßig mit 10A geladen, damit ich nur überschüssigen Strom der PV Anlage verwende. -
Re: Ladeleistung
Autor: Tantalus 18.11.21 - 13:51
ArneB schrieb:
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> Also bei uns sind die Straßenlaternen mit 6A abgesichert. Wenn man davon
> ausgeht, dass der Leitungsquerschnitt dementsprechend ist, liegst du eher
> bei Ladeleistungen von 1,3kW.
Reicht doch locker um über Nacht genug für die tägliche Pendelstrecke zu laden.
Gruß
Tantalus
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Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen. -
Re: Ladeleistung
Autor: ArneB 18.11.21 - 13:55
kayozz schrieb:
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> Ich würde aber tatsächlich davon ausgehen, dass die Straßenlaternen mit
> deutlich mehr Strom versorgt werden als 500 Watt versorgt werden. Ich habe
> schon öfters gesehen zu haben, dass die für Volksfeste "angezapft" werden
> und da dann ein paar Buden dran hängen. Und ich denke nicht, dass bei den
> Straßenlaternen 1,5mm² Kabel verlegt wurden.
Dann ist die Laterne aber speziell ausgestattet. An den "normalen" Laternen kannst du nicht so viel Leistung beziehen. Hier sind die Laternen mit 6A abgesichert und der ganze Straßenzug auf die Gesamtlast ausgelegt. Natürlich liegen da mehr als 1,5mm². Aber es hängen dafür alle Laternen an einem Kabel. Es geht nicht vom Schaltkasten zu jeder Laterne ein eigenes Kabel. Und wenn du dann einen Straßenzug mit 15 Laternen hast und jede mit zusätzlich 3,6kW versehen willst, dann brauchst du... 54kW und der Leitungslänge (15 Laternen? 450m?) ...120mm². Und das liegt nicht im Boden... Vielleicht kommst du auch mit 95mm² hin. Aber auch damit sind die Laternen nicht angeschlossen... -
Re: Ladeleistung
Autor: Elkarlo 18.11.21 - 13:58
kayozz schrieb:
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> Screeny schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > 6kwh für 200km? Mit was? Einem eBike?
>
> 6kWh * 7 Tage = 42 kWh
>
> Ich würde eher von 15 bis 18 kWh Strom pro 100km ausgehen, da in der Stadt
> ja eher kleine e-Autos gefahren werden, macht sogar mehr als 200 km
> Reichweite.
>
> Ich würde aber tatsächlich davon ausgehen, dass die Straßenlaternen mit
> deutlich mehr Strom versorgt werden als 500 Watt versorgt werden. Ich habe
> schon öfters gesehen zu haben, dass die für Volksfeste "angezapft" werden
> und da dann ein paar Buden dran hängen. Und ich denke nicht, dass bei den
> Straßenlaternen 1,5mm² Kabel verlegt wurden.
>
> sind es 4,6 kW max.
>
> Wenn man dann noch ein wenig weiterdenkt könnte man für die Zukunft sogar
> so was realisieren:
>
> * Jede Laterne bekommt einen 4m hohen Akku verpasst, der tagsüber geladen
> wird und abends, wenn alle Laden wollen, den Strom wieder abgibt
> * Smart-Grid: Die Autos laden mal schneller, mal langsamer, je nach dem
> wann der Besitzer den vollen Akku benötigt oder speisen sogar wieder Strom
> ein.
Ein echtes Smartgrid wird problematisch, ansonsten gibt es noch eine Lösung,die im Asiatischen Raum genutzt wird: Den Laternen eine Solarkrone verpassen mit 1,5m² Solarfläche. Das sind zwar nur 100-200 Watt Leistung aber eine Straße kann dann schon 2-3kW leisten.
Alles Strom was nicht über die Leitung fließen muss.
Ich würde von einem Akku in der Laterne absehen, aber man könnte an Kreuzungen einen 20kWh Puffer aufstellen um die Leitungen zu entlasten. Ich würde davon absehen, da ich genügend angefahrene Laternen gesehen habe und dann gibt es Feuerwerk auf der Straße.
Dann eine Smartgrid ähnliche Funktion: Die erste Stunde erhält das KFZ die vollen 3,7KW Ladeleistung, danach nur das was auf der Leitung verfügbar ist, Steuerung über die Pufferbatterie am Bürgersteig.
Damit müsste man eine Dauerladegeschwindigkeit von
2KW im Straßenzug erreichen können.
Was bei 100km bei 20kWh Ladung an der Steckdose immerhin reicht um City Fahrzeuge über Nacht wieder aufzuladen.
Die Bevorzugung von frisch eingesteckten Autos halt dafür das sie wenigstens 20km Reichweite in der ersten Stunde bekommen, ausreichend um zu einem Schnelllader zu kommen. -
Re: Ladeleistung
Autor: mj 18.11.21 - 14:01
wenn ich hier so aus fenster schaue, dann stehen die laternen rechts vom gehweg.
ein kabel müsste also über den gehweg gelegt werden. damit scheidet jede laterne schonmal aus -
Re: Ladeleistung
Autor: Bepewe 18.11.21 - 14:06
Es liegen standartmäßig 10-16mm2 im Boden. Die Leitungen sind bis zu 450m lang. Manchmal auch länger.
Die Laternen werden im Wechsel 1phasig betrieben. Es sind aber 400V verfügbar.
Abhängig von der Leitungslänge dürften so 20 - 40 KW maximal möglich. Davon brauchen die Lampen nur einen, wenn LED schon Standart ist.
Ich finde die Idee gut, so je Strang bis zu 15 Autos mit je 1kW zu laden. Die Autos stehen da 12h. Für Pendler mit Tagesleistungen unter 100km ist das völlig ausreichend.
Aber soll es jetzt wirklich an der VDE ARN 4100 scheitern, weil ein Zähler in einer Laterne dort nicht definiert ist? Da sollten die Stadtwerke sich mal zügig was überlegen.
Auch wenn die Norm gut ist, ist deren Einhaltung nicht in Stein gemeißelt solange das Ziel des gefahrlosen Netzbetriebs aufrecht erhalten wird.
So wie bei allen technischen Normen darf man es anders machen, solange es besser oder gleichwertig ist. -
Re: Ladeleistung
Autor: MarcusK 18.11.21 - 14:15
Bepewe schrieb:
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> Es liegen standartmäßig 10-16mm2 im Boden. Die Leitungen sind bis zu 450m
> lang. Manchmal auch länger.
sicher? Ich habe zwar noch keine angeschlossen, aber die Kabel sehen mir wie 6mm² aus.
16mm² dürfte man kaum in den winzigen Kasten anklemmen können, dafür sind die Radien viel zu groß.
Ich sehe auch kein Grund für solche Querschnitte, selbst bei 500m und aller 25m eine 100Watt Lampe sind nur 2kW. -
Re: Ladeleistung
Autor: Bepewe 18.11.21 - 14:40
Ist der Kabel Querschnitt zu klein und die Leitungslänge zu lang lösen die Sicherungen bei kleinen Kurzschluss strömen nicht mehr aus.
Daher auch der große Leiterquerschnitt bei nur 6A Absicherung.
Mit Elektroautos sollten hier dann auch Leistungsschutzschalter verbaut werden die den Überstrom messen und passend auslösen. Mit LS-Automaten sind die Strecken schlecht handlebar.
Spannend ist auch noch: für die Beleuchtung wird eigentlich einfach das Kabel an und abgeschaltet.
Will da jemand am helligten Tag Laden muss die neue Ladestation auch für die Steuerung des Lichts zuständig sein.
Die Leuchte gehört aber den Stadtwerken, die Steckdose irgendwem anderen. Das ist doch das eigentliche Problem.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.21 14:44 durch Bepewe. -
3,7 kW
Autor: Steffo 18.11.21 - 14:43
3,7 kW mit der Lösung vom Berliner Hersteller laut Video im Artikel
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Re: Ladeleistung
Autor: Eheran 18.11.21 - 14:45
>bei kleinen Kurzschluss strömen
Vielleicht noch ergänzend: Die sind gerade wegen der Leitungslänge niedrig, da diese dann zum Widerstand wird. Man will aber ein möglichst schnelles Ansprechen des Leitungsschutzschalters, da muss der Strom entsprechend hoch sein, dass der "sofort" magnetisch auslöst (statt thermisch). -
Re: Ladeleistung
Autor: Bepewe 18.11.21 - 14:58
Deswegen ja auch der einstellbare Leistungsschutzschalter der nach einem berechneten Wert sofort auslösen kann.
Für Lampen unnötig, wenn da 10 Autos dranhängen aber Sinnvoll. Weil der Kurzschlussstrom kaum höher ist als die benötigte Leistung.
Hier gibt es meiner Meinung nach kein Problem in der Tab, sondern sehr viele Probleme bei den Besitzverhältnissen zwischen Trafostation, Absicherung, Kabel, Laterne und neu: Steckdose irgendwo dazwischen mit Zähler inkl. freier Providerwahl. -
Re: Ladeleistung
Autor: MarcusK 18.11.21 - 15:14
Bepewe schrieb:
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> Deswegen ja auch der einstellbare Leistungsschutzschalter der nach einem
> berechneten Wert sofort auslösen kann.
Habe ich noch nie gesehen, oder meinst du Motorschutzschalter?
> Für Lampen unnötig, wenn da 10 Autos dranhängen aber Sinnvoll. Weil der
> Kurzschlussstrom kaum höher ist als die benötigte Leistung.
das kann kaum sein. Wenn der Kurzschlussstrom so klein ist hat man viel zu viel Verlustleistung im Kabel. Da würde ja die Spannung schon bei den Lampen nicht mehr ausreichen.
Mehr als 5% Spannungsverlust bis zum Verbraucher ist nicht zulässig - damit muss der Kurzschlussstrom zwangsläufig deutlich größer als der Nennstrom sein. -
Re: Ladeleistung
Autor: dummzeuch 18.11.21 - 15:25
MarcusK schrieb:
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> Ich sehe auch kein Grund für solche Querschnitte, selbst bei 500m und aller
> 25m eine 100Watt Lampe sind nur 2kW.
Haben die (vor LED-)Straßenlaterenen wirklich nur 100 Watt? Ich hätte da mit mehr gerechnet.
(Hier steht 125 Watt: https://www.lvz.de/Region/Borna/Groitzsch-halbiert-Stromverbrauch-mit-LED-Strassenlaternen , keine Ahnung, wie repräsentativ das ist.) -
Re: Ladeleistung
Autor: MarcusK 18.11.21 - 15:36
dummzeuch schrieb:
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> MarcusK schrieb:
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> > Ich sehe auch kein Grund für solche Querschnitte, selbst bei 500m und
> aller
> > 25m eine 100Watt Lampe sind nur 2kW.
>
> Haben die (vor LED-)Straßenlaterenen wirklich nur 100 Watt? Ich hätte da
> mit mehr gerechnet.
ja, es sind ja keine Glühlampen.
Es sind meist Metalldampflampen die haben zwischen 60 und 150 Watt. ( klar gibt es auch noch mehr). Deswegen finde ich die Rechnung die gemacht werden wieviel Strom LED's sparen oft sehr merkwürdig.
Vom Wirkungsgrad sind die gar nicht so viel schlechter also LED - nur sind sie glaube ich etwas giftiger und machen halt mehr gelbes Licht. (was mir aber gefällt)



