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Versicherung?

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  1. Versicherung?

    Autor: MarkuusM 13.11.19 - 12:54

    Ich vermisse bei all der Rosa-Wolken-Schloss-Prosa eine Aussage der Bundesregierung wie mit dem Versicherungsschutz umzugehen ist? Bei Verbrennern war das noch einfach, da musste der Tankstellenbetreiber seine Schutzbestimmungen einhalten. Bei der Ladesäulentechnologie sollen dann alle Hausbetreiber die entsprechenden Bestimmungen einhalten? Das ist doch dumm, naiv und nicht durchsetzbar. Wo wir früher an einer zentralen Tankstelle Sicherheit gewährleisten mussten, soll das jetzt mit den - heute durchaus noch sensiblen - Akkumulatoren in jeder feuchtmuffigen Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses funktionieren? Was passiert wenn die erste größere Tiefgarage unter einem Mehrfamilienhaus wegen eines eAuto Defekts abfackelt und vielleicht sogar bis hin zu Kleinkindern zu Tode kommen? Ist das dann wieder ein „bedauerlicher Einzelfall“? Ich vermisse simpelstes Handwerk bei diesen Gesetzesschnellschüssen!

  2. Re: Versicherung?

    Autor: Tuxraxer007 13.11.19 - 13:09

    Die Gefahr sehe ich auch.
    Abbrennde eBike-Akkus lassen schon mächtig Verwüstung hinter sich, möchte mir nicht vorstellen, das ein eAuto-Akku in unserer Tiefgarage abfackelt.

    Kann mir gut vorstellen, das viele Feuerwehren da auch noch Probleme mit haben. Wasser und brennde LiIonen-Akkus verträgt sich nicht gut.

  3. Re: Versicherung?

    Autor: captain_spaulding 13.11.19 - 13:25

    Die Befürchtungen sind lustig. Natürlich erfüllen E-Autos, Batterien und Ladegeräte die Sicherheitsanforderungen. Gut dass hier Probleme ausgedacht werden.
    Mit Benzinern hat man das Problem nicht. Die erfüllen auch die Sicherheitsbestimmungen aber brennen auch ab und zu in Tiefgaragen ab. Das ist aber nicht so spektakulär wie bei E-Autos.

  4. Re: Versicherung?

    Autor: Eheran 13.11.19 - 13:30

    >Wasser und brennde LiIonen-Akkus verträgt sich nicht gut.
    Quelle?
    Da passiert nichts. Das Feuer sich jedoch wieder selbst entfachen, da immernoch irgendwo Kurzschlüsse passieren.

  5. Re: Versicherung?

    Autor: chefin 13.11.19 - 13:57

    MarkuusM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich vermisse bei all der Rosa-Wolken-Schloss-Prosa eine Aussage der
    > Bundesregierung wie mit dem Versicherungsschutz umzugehen ist? Bei
    > Verbrennern war das noch einfach, da musste der Tankstellenbetreiber seine
    > Schutzbestimmungen einhalten. Bei der Ladesäulentechnologie sollen dann
    > alle Hausbetreiber die entsprechenden Bestimmungen einhalten? Das ist doch
    > dumm, naiv und nicht durchsetzbar. Wo wir früher an einer zentralen
    > Tankstelle Sicherheit gewährleisten mussten, soll das jetzt mit den - heute
    > durchaus noch sensiblen - Akkumulatoren in jeder feuchtmuffigen Tiefgarage
    > eines Mehrfamilienhauses funktionieren? Was passiert wenn die erste größere
    > Tiefgarage unter einem Mehrfamilienhaus wegen eines eAuto Defekts abfackelt
    > und vielleicht sogar bis hin zu Kleinkindern zu Tode kommen? Ist das dann
    > wieder ein „bedauerlicher Einzelfall“? Ich vermisse simpelstes
    > Handwerk bei diesen Gesetzesschnellschüssen!


    Garagen müssen heute schon einem Benzinbrand standhalten. Brennbares ist nicht erlaubt. Es gibt keine Garagen die "abfackeln" können in Mietshäusern. Aktuell wird sowas vom Ordnungsamt und vom Bauamt kontrolliert.

    Elektrische Anlagen müssen von einem Elektromeister abgenommen werden. Es gibt ebenfalls die Vorschrift, das der Besitzer die Verantwortung trägt für diese Elektroinstallationen. Versicherungen die das absichern machen regelmässig auch Rundgänge durch die Häuser oder beauftragen Elektrofirmen damit. Das ist in den Versicheungsprämien eingepreist. Irgendwelche Hiwis die da am Strom rumpfuschen führt recht schnell dazu, das die Netzbetreiber den Strom abstellen bzw androhen oder es beheben lassen und die Kosten beim Besitzer reinholen. Hier kommt immer die schöne Tatsache zum tragen das Hausbesitzer per Se nicht arm sein können. Sie haben ja ein Haus.

    Ruft ein Mieter das Ordnungsamt, weil etwas mit der Elektrik nicht so ist wie es sein sollte, kommt das Ordnungsamt auch selbst vorbei und sollte der Verdacht sich erhärten, zahlt der Besitzer ein Bussgeld zusätzlich zur angeordneten Reparatur.

    Die Lücken sind hier praktisch nicht vorhanden. Natürlich müssen auch die Mieter sich korrekt verhalten und nicht die Garage zumüllen mit Sperrmüll, Abfällen, brennbaren Materialien aller Art. Oder falls sie das sehen, Abhilfe beantragen beim Besitzer. Wenn keiner was sagt, kann es schonmal sein, das dort nicht alles korrekt ist. Aber scheinbar sind dann auch alle Benutzer der Garage damit einverstanden. Es würde einer reichen, der es meldet.

    Private Garagen in Holzscheunen etc sind Privatsache. Wenn es abfackelt und die miese E-Installation war schuld, zahlt ihm keine Versicherung eine Cent. Wir reden von einem grundstück mit Haus und/oder Wirtschaftsgebäuden die hohe 5 oder 6 Stellige Summen wert sind. Ich denke nicht, das jemand sowas leichtfertig aufs Spiel setzt. Ebenso sieht es aus, wenn Einfamilienhäuser vermietet sind. Nur das hier der Mieter selbst sorge tragen muss, aber er ist es auch selbst der verbrennt.

    Hier muss auch nichts zusätzlich Versichert werden, da eine Fahrzeugversicherung auch für das Abfackeln aufkommt, wenn dadurch Fremdschaden entsteht. Ob nun die Hütte ganz abfackelt oder nur alle Autos, das zahlt die Versicherung des PKWs.

  6. Re: Versicherung?

    Autor: MarkuusM 13.11.19 - 14:09

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Wasser und brennde LiIonen-Akkus verträgt sich nicht gut.
    > Quelle?
    > Da passiert nichts. Das Feuer sich jedoch wieder selbst entfachen, da
    > immernoch irgendwo Kurzschlüsse passieren.

    Die Lithium-Ionen-Akkumulatioren bestehen aus einer Schichtstruktur von Metalloxiden. Wenn es zu einem Brand und damit hohen Temperaturen kommt, bricht die Schichtstruktur zusammen und setzt dabei elementaren Sauerstoff frei - zusammen mit dem Verdampfen der organischen Elektrolytflüssigkeit. Lithium-Akkumulatoren brennen mit einem sich selbst verstärkenden Prozess und erzeugen den zum Brand nötigen Sauerstoff selber. Löscht man diese Mischung mit Wasser, kommt es in aller Regel dann zu ziemlich bösen Knallgasreaktionen. Ein solcher Brand ist in keiner Weise mit einem Brand eines Benzinautos zu vergleichen!

    Feuer braucht drei Bedingungen: Brennstoff, Sauerstoff und Zündenergie. Löschen kann man einen Brand wenn man mindestens eine der drei Bedingungen unterbindet. Bei Benzinautos ist das relativ einfach, weil man durch Löschwasser oder andere Brandstoffe die Zufuhr von Luftsauerstoff unterbinden kann. Der brennende Lithium-Akku liefert aber alle drei Bedingungen selber mit und kann im wesentlichen nicht(!) wirksam gelöscht werden - denn können wir als Feuerwehr eigentlich nur kühlen und ausbrennen lassen. In einer Tiefgarage würde dies dazu führen, dass alles was an Gebäude darüber steht nach einem Brand für den Abriss fertig ist - was bei Benzinautobränden in Tiefgaragen glücklicherweise oftmals nur die direkte Decke betrifft. Unser Löschfahrzeughersteller spricht aus den Experimenten von ca 10.000 bis 15.000 Liter Wasser die zum Kühlen beim Abbrand eines Tesla-S benötigt werden, um Schäden im Umfeld zu vermeiden. Unsere Fahrzeuge haben maximal ca. 2.000 Liter Wasser an Bord - deswegen brauchen wir bei eAuto Bränden zwingend die Hydranten am Strassenrand.

  7. Re: Versicherung?

    Autor: captain_spaulding 13.11.19 - 14:19

    Empfohlenes Löschmittel für E-Autos ist Wasser.
    Ja, es ist nicht wirklich löschbar aber es ist auch nicht gefährlich wenn es auf kleiner Flamme kontrolliert abkühlt. Tiefgaragen ohne erreichbare Hydranten gibt es nicht. Daher ist es egal ob genug Wasser im Löschwagen ist.

  8. Re: Versicherung?

    Autor: acl 13.11.19 - 15:07

    Immer wieder amüsant auf was für "interessante Ideen" die FUD-Anhänger so kommen.

  9. Re: Versicherung?

    Autor: Eheran 13.11.19 - 18:57

    >Wenn es zu einem Brand und damit hohen Temperaturen kommt, bricht die Schichtstruktur zusammen und setzt dabei elementaren Sauerstoff frei
    Quelle....?!
    Bitte diesmal endlich eine Quelle nachliefern. Nicht noch mehr Aussagen, die haltlos sind.

  10. Re: Versicherung?

    Autor: bofhl 14.11.19 - 13:35

    captain_spaulding schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Befürchtungen sind lustig. Natürlich erfüllen E-Autos, Batterien und
    > Ladegeräte die Sicherheitsanforderungen. Gut dass hier Probleme ausgedacht
    > werden.
    > Mit Benzinern hat man das Problem nicht. Die erfüllen auch die
    > Sicherheitsbestimmungen aber brennen auch ab und zu in Tiefgaragen ab. Das
    > ist aber nicht so spektakulär wie bei E-Autos.

    Blöderweise brennen Akkus nach dem alles gelöscht wurde unkontrolliert immer wieder!

    Ein Grund warum solche Fahrzeuge generell auf offene Plätzen, weit weg von allem anderen, abgestellt werden und noch monatelang dort herumstehen und überwacht werden! In Österreich steht da aktuell ein abgebranntes Tesla Model S seit zig Monaten - auch weil niemand in ganz Europa so ein Wrack einem Recycling zuführen will bzw. kann! Alle sagen es wäre schlicht zu gefährlich auch nur das Teil anzugreifen!

  11. Re: Versicherung?

    Autor: captain_spaulding 14.11.19 - 16:50

    Genau!
    Aber findige Forscher haben die Möglichkeiten erkannt:
    E-Auto-Kraftwerke laufen ewig mit nur einem brennenden E-Auto. Energie im Überfluss!

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