1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Elektromobilität: Warum der Ladestrom…

Und die Steuern?

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Und die Steuern?

    Autor: Olliar 11.10.19 - 10:52

    War es nicht so, das der Benzinpreis im wesentlichen aus Steuern besteht?
    Beim Strom nicht. Ja, die Hersteller bekommen noch Asche obendrauf aus der EEG-Umlange.

    Da stimmt doch auch etwas nicht.


    Problem:
    Was wenn wir alle nur noch Strom tanken?
    Dann fehlen diese Einnahmen.
    Wovon werden die Strassen gebaut?

    Irgendwo sitzt doch einer der sich die Taschen vollstopft.
    Oder: Benzin ist viiiiel zu billig.
    (Man muß ja nur ein Loch buddeln und ein Rohr anschließen...)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.19 11:00 durch Olliar.

  2. Re: Und die Steuern?

    Autor: freebyte 11.10.19 - 11:05

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder Benzin ist viiiiel zu billig.

    Macron hat es in Frankreich versucht - Du erinnerst Dich noch auf den "Gelbwesten-Aufstand"?

    Zumal der Versuch, irgendwas über den Kraftstoffpreis zu regeln, nichts ist, was Auswirkungen innerhalb einer Legislaturperiode zeigt.

    Grund ist schlichtweg der gewerbliche Verkehr: wenn die Fahrt von A nach B teurer wird, gibts einen Aufschlag für den Kunden (zb. wie bereits geschehen in Form eines variablen Dieselzuschlags). Der Kunde reicht es solange in der Fresskette weiter bis es den Endverbraucher trifft.

    Pendler werden durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale besänftigt.

    Was bleibt, sind höhere Kosten für "Lustfahrten" wie den Besuch im 40km entfernten Baumarkt, Shoppingtouren, Urlaub im Inland. Wenn mich der Sprit für einen Urlaub an der Nordsee mehr kostet als ein Flug auf eine griechische Insel, dann ist klar wo ich hinreise.

    fb

  3. Re: Und die Steuern?

    Autor: BlindSeer 11.10.19 - 11:07

    Ist ja eines der Probleme, dass solche Maßnahmen die Kleinsten und Ärmsten treffen, die sich sowieso schon wenig leisten können. Daher auch die teileise immense Gegenwehr, wenn sowas gefordert wird.

  4. Re: Und die Steuern?

    Autor: Olliar 11.10.19 - 11:25

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Olliar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oder Benzin ist viiiiel zu billig.
    >
    > Macron hat es in Frankreich versucht - Du erinnerst Dich noch auf den
    > "Gelbwesten-Aufstand"?

    Hat er vielleicht ungeschicktes Marketing gemacht?

    Bei "uns" gehen Leute ja sogar FÜR so eine Erhöhung auf die Strasse.
    Oder habe ich das Ziel von FFF-Demos missverstanden?


    > Zumal der Versuch, irgendwas über den Kraftstoffpreis zu regeln, nichts
    > ist, was Auswirkungen innerhalb einer Legislaturperiode zeigt.
    Aber es funktioniert.

    Vgl. die alkoholischen Getränke, die Kinder an den Alkohol gewöhnen sollen.
    Steuern rauf, Umsatz weg.


    > Grund ist schlichtweg der gewerbliche Verkehr: wenn die Fahrt von A nach B
    > teurer wird, gibts einen Aufschlag für den Kunden (zb. wie bereits
    > geschehen in Form eines variablen Dieselzuschlags). Der Kunde reicht es
    > solange in der Fresskette weiter bis es den Endverbraucher trifft.

    Gab es nicht auch beim Fliegen eine Kerosin-Zuschlag?

    Es muß wohl eine grundsätzliche Änderung geben...
    hoffentlich eine friedliche.

  5. Re: Und die Steuern?

    Autor: SJ 11.10.19 - 11:41

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Strom nicht.

    Falsch.

    https://energiemarie.de/energiepreis/strompreis/zusammensetzung/steuern

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  6. Re: Und die Steuern?

    Autor: violator 11.10.19 - 11:49

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Macron hat es in Frankreich versucht - Du erinnerst Dich noch auf den
    > "Gelbwesten-Aufstand"?

    Sowas würde es in Deutschland aber nie geben. Hier gibts keinen Aufstand oder komplette Blockaden. Die FFF-Demos sind harmlos dagegen und zudem eher ne Ausnahme in Deutschland.

  7. Re: Und die Steuern?

    Autor: freebyte 11.10.19 - 12:10

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei "uns" gehen Leute ja sogar FÜR so eine Erhöhung auf die Strasse.
    > Oder habe ich das Ziel von FFF-Demos missverstanden?

    Definiere "Leute".

    Hatte an einem Freitag für einen Kundentermin eher unfreiwillig bei einer FFF Demo mitlaufen müssen und hatte nicht wirklich den Eindruck, als ob da jemand für seine Markenklamotten und -Smartphones gewinnbringende Arbeit verrichten musste.

    Und ich denke auch nicht, dass irgendeiner der jungen Leute später mal im Arbeitsleben freiwillig lokal produzierte Klamotten und Geräte kaufen wird wenn er dafür woanders Abstriche machen muss.

    > > Zumal der Versuch, irgendwas über den Kraftstoffpreis zu regeln, nichts
    > > ist, was Auswirkungen innerhalb einer Legislaturperiode zeigt.
    > Aber es funktioniert.

    > Vgl. die alkoholischen Getränke, die Kinder an den Alkohol gewöhnen
    > sollen. Steuern rauf, Umsatz weg.

    Siehe Deutscher Bundestag Drucksache 18/13211 Anfrage "Die LINKE", Frage Nr. 30:

    "30. Wie bewertet die Bundesregierung einzelne Maßnahmen wie a) Steuererhöhungen auf alkoholische Produkte, [...]"

    "Die Erfahrungen mit der 2004 eingeführten Alkopopsteuer zeigen, dass es bei einer selektiven Erhöhung von Alkoholsteuern zu Substitutionseffekten kommt und die Konsumentinnen und Konsumenten auf andere alkoholische Getränke oder Selbstmischen ausweichen. Daneben gilt es zu berücksichtigen, dass eine Erhöhung von Steuern auf alkoholische Getränke unerwünschte, gegenteilige Effekte bspw. auf das Ausmaß der illegalen Herstellung von Alkohol, des Alkoholschmuggels und des Kaufs von Alkoholika durch Privatpersonen in anderen EU-Mitgliedstaaten hervorrufen können."

    Anfrage: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/131/1813106.pdf
    Antwort: http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/132/1813211.pdf

    Siehe auch Tabak: Vom zurückgehen der Tabak-Steuereinnahmen auf einen Rückgang des Tabakkonsums zu schliessen geht nicht immer - der Schmuggel von Billigzigaretten aus dem ehemaligen Ostblock floriert.

    > > Grund ist schlichtweg der gewerbliche Verkehr: wenn die Fahrt von A nach
    > > B teurer wird, gibts einen Aufschlag für den Kunden (zb. wie bereits
    > > geschehen in Form eines variablen Dieselzuschlags). Der Kunde reicht es
    > > solange in der Fresskette weiter bis es den Endverbraucher trifft.
    >
    > Gab es nicht auch beim Fliegen eine Kerosin-Zuschlag?

    Ja, aber trifft den einzelnen Fluggast nur anteilig da in einem Flieger meisst mehr als 1-2 "zahlende" Personen sind, genauso wie es beim Transportdienstleister auf die Anzahl der Pakete umgelegt wird.

    > Es muß wohl eine grundsätzliche Änderung geben...

    Die Mittel sind ja da, F&E sind aber durch die jahrelange indoktrination von selbsternannten "Menschheitsschützern" in Deutschland blockiert.

    Frankensteinkomplex halt.

    fb

  8. Re: Und die Steuern?

    Autor: freebyte 11.10.19 - 12:18

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowas würde es in Deutschland aber nie geben. Hier gibts keinen Aufstand
    > oder komplette Blockaden. Die FFF-Demos sind harmlos dagegen und zudem eher
    > ne Ausnahme in Deutschland.

    Frankreich musste 2018 eine allgemeine Preissteigerung von 18% ohne Lohnausgleich verkraften und dann wurden +7ct auf Diesel und +3ct auf Benzin für Januar 2019 geplant.

    Ob da auch in DE die Leute friedlich bleiben werden?

    fb

  9. Re: Und die Steuern?

    Autor: ufo70 11.10.19 - 12:30

    54% des Strompreises besteht aus Steuern und Abgaben. Also ähnlich wie beim Sprit...

  10. Re: Und die Steuern?

    Autor: Quantium40 11.10.19 - 12:31

    Olliar schrieb:
    > War es nicht so, das der Benzinpreis im wesentlichen aus Steuern besteht?
    > Beim Strom nicht. Ja, die Hersteller bekommen noch Asche obendrauf aus der
    > EEG-Umlange.

    Aktuell besteht grob die Hälfte der ca. 30 Cent/kWh Strompreis aus Steuern, Abgaben und der EEG-Umlage. Der Rest verteilt sich auf Netzentgelt (inkl. Zählerkosten) und Beschaffung, Vertrieb und Marge.

    > Was wenn wir alle nur noch Strom tanken?
    > Dann fehlen diese Einnahmen.
    Es fehlen dann allerdings auch die ganzen Ausgaben, die durch Verbrennermotoren indirekt verursacht werden. Zudem generiert der Verkehr vor allem Einnahmen, weil durch den Verkehr die Leute zur Arbeit kommen und die Waren zu den Leuten.

    > Wovon werden die Strassen gebaut?
    Aktuell bringt die Mineralölsteuer/Energiesteuer etwas über 40 Milliarden Euro pro Jahr.
    Dem gegenüber stehen 20 -25 Milliarden, die in Erhaltung und Neubau von Verkehrswegen fliessen (auch Bahn usw.).
    Zudem gibt es externe Kosten des Verkehrs von etwa 150 Milliarden Euro durch Umweltverschmutzung, Klimaveränderungen, Landschaftsverbrauch, Lärm und insbesondere Unfälle, die alleine ca. 60 Milliarden an Kosten jährlich bringen.
    Aber auch Klimaveränderungen und Umweltverschmutzung durch den Verkehr kommen zusammen auf gut 30 Milliarden Euro an Kosten.
    Insofern wird der Verkehrssektor schon längst deutlich bezuschusst. Durch Elektromobilität und damit einhergehende technische Systeme zur Unfallvermeidung lassen sich die Verkehrskosten insgesamt deutlich mehr drücken, als durch die sinkenden Steuereinnahmen verloren geht.

  11. Re: Und die Steuern?

    Autor: ChMu 11.10.19 - 12:43

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > War es nicht so, das der Benzinpreis im wesentlichen aus Steuern besteht?
    > Beim Strom nicht. Ja, die Hersteller bekommen noch Asche obendrauf aus der
    > EEG-Umlange.
    >
    Das ist falsch. Strom kostet im Mittel 6c/kWh und zwar weltweit. Das ist der Mix zwischen subventioniertem Kohle Strom (3c) und noch hoeher subventionierten Atomstrom (4c) Wasser (4c) Solar (5c) Wind (5c) zu offshore Wind (6c) Biomasse (8c) Helio solar (8c) Gas (8c). Exotische Stromerzeuger kosten noch einiges mehr, Gezeiten Kraftwerke laufen mit momentan 15c und auch thermo Tuerme liegen in dem Bereich.
    Dazu kommen Infrastruktur und eventuelle Speicherkosten. Das kann die Kosten fast verdoppeln.
    Alles darueber sind Steuern, Abgaben, Zuschlaege, “solidarische” Beitraege ect.
    Benzin kostet heute ab Raffenerie in Deutschland (und Europa) knapp 54c/l. Diesel ein paar c mehr. Der Endpreis an der Tankstelle wird ebenfalls durch Transport, Steuern, doppel Steuern und weitere Abgaben erreicht.
    Prozentual wird Strom weit hoeher belastet als Benzin. Am wenigsten Diesel, da das noch mal steuersubventioniert wird. Und natuerlich Kerosin, welches teilweise gar nicht besteuert wird.

    Es ist ja nicht so, das man tatsaechlich meint was man verspricht bei den Umwelt Dingen die durchgesetzt werden sollen. ZB werden in anderen Laendern die MwSt (nie verstanden was das ist) auf electrische Autos erlassen, dafuer Verbrenner extreem hoch besteuert. Schon rechnet es sich den Verbrenner zu vergessen. Waere was, electro und Abgas Probleme koennte man in null komma nichts erledigen aber dann waeren ja Ergebnisse zu sehen und die schwarze 0 in Gefahr. Geht gar nicht. Steuern sollen steuern, daher der Name. Wenns nur ums Geld verdienen geht, macht das ganze natuerlich wenig Sinn. Wenn nur erhoeht wird, ohne irgendwo steuernd zur guenstigeren Variante gefuehrt zu werden, ja sogar Steine in den Weg bekommt wenn man sich fuer die Umwelt entscheidet, kann das nichts werden.
    Aber das duerfte den Politikern oder Entscheidungstraegern herzlich egal sein. Die meissten sind ueber 60, juengere haben ja keine “Erfahrung” was das bescheissen angeht, also wird es immer so weitergehen.

  12. Re: Und die Steuern?

    Autor: Olliar 11.10.19 - 13:10

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > "30. Wie bewertet die Bundesregierung einzelne Maßnahmen wie a)
    > Steuererhöhungen auf alkoholische Produkte, [...]"
    >
    > "Die Erfahrungen mit der 2004 eingeführten Alkopopsteuer zeigen, dass es
    > bei einer selektiven Erhöhung von
    > Alkoholsteuern zu Substitutionseffekten kommt

    Das wollen wir doch?

  13. Re: Und die Steuern?

    Autor: freebyte 11.10.19 - 13:49

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Alkoholsteuern zu Substitutionseffekten kommt
    >
    > Das wollen wir doch?

    Entweder verstehe ich Dich nicht oder Du den Begriff "Substitutionseffekt" nicht.

    Erhöhte Alkoholsteuern führen dazu, dass weniger "offizieller" Alkohol getrunken wird und durch Schwarzgebrannten oder Schmuggelware ersetzt wird.

    fb

  14. Re: Und die Steuern?

    Autor: gol 11.10.19 - 14:08

    Olliar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > freebyte schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Olliar schrieb:

    > Bei "uns" gehen Leute ja sogar FÜR so eine Erhöhung auf die Strasse.
    > Oder habe ich das Ziel von FFF-Demos missverstanden?

    Das ist unter dem Strich eine kleine Minderheit.

    Ironie on: Wenn diese dann nur noch alle 5 Jahre ein Smartphone kaufen dürfen oder nicht mehr alle 4 Wochen die neuen Kollektionen Wegwerfklamottten von Primark bekommen, dann stellen die die Demos auch ganz schnell ein : Ironie off

  15. Re: Und die Steuern?

    Autor: Snorr 13.10.19 - 09:47

    freebyte schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Olliar schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Alkoholsteuern zu Substitutionseffekten kommt
    > >
    > > Das wollen wir doch?
    >
    > Entweder verstehe ich Dich nicht oder Du den Begriff "Substitutionseffekt"
    > nicht.
    >
    > Erhöhte Alkoholsteuern führen dazu, dass weniger "offizieller" Alkohol
    > getrunken wird und durch Schwarzgebrannten oder Schmuggelware ersetzt
    > wird.

    Und was wäre beim Verbrennungsmotor zu erwarten?
    Schmuggel? Im großen Stil kaum durchführbar
    Tanken im Ausland? Für Grenzgänger oder grenznahe Bürger denkbar, aber das ist ein verschwindend geringer Anteil
    Heizölbetrug? kann nachgewiesen und geahndet werden

    Umrüstung auf Erdgas? nicht die schlechteste Idee, hat zumindest gewisse Umweltvorteile

    E-Autos? Wasserstoffantrieb? ÖPNV? Fahrrad / E-Bike? kleinere, sparsamere Fahrzeuge?
    Das wären wohl die Ziele...

  16. Sie gehen rauf oder runter ganz wie die Bundesregierung will ..

    Autor: senf.dazu 13.10.19 - 16:25

    Die Bundesregierung hat mit der EEG Umlage&Co beim Sprit schon kräftig vorgearbeitet.

    Mit Benzin braucht's vielleicht 6l/100km * 1.33= 7.98 ¤/100km
    mit Strom vielleicht 20kWh/100km * 0.30= 6¤/100km
    Liegt also fast auf vergleichbarem Niveau.

    Bei Benzin gibt's etwa 60% Steuern und Abgaben
    Bei E inkl. EEG Umlage, Offshore&Co, Konzessionsabgabe zu 55%

    Also liegen wir bei 4,788 (Benzin) zu 3.3 ¤ (Gas) "Steuer"abgaben je 100 km.
    Allerdings bei 6*10= 60 kWh zu 20 kWh je 100km Energieverbrauch.

    Also einfach die Stromkosten noch etwas weiter erhöhen und später nicht vergessen die EEG Umlage zur Energiesteuer umzuerklären und schon bleiben die absoluten Steuereinnahmen beim KFZ Energieverbrauch nach der Auto-energiewende stabil.

    Allerdings wird der größte Teil der Energie, etwa 5x mehr, nicht als Strom sondern in Form fossiler Brennstoffe (Gas, Öl) direkt verbraucht. Und da liegt der Steueranteil bei schlappen 25%. Wenn man diesen Teil also auch von fossil zu Strom wendet - dann hieße das eigentlich das man unter der Annahme konstanter Steuereinahmen per kWh (z.B. für Heizzwecke)

    Gas bei 0.06 ct/kWh und bei Strom bei 0.30 ct/kWh liegen

    dann bei 0.06*25%= 1.5ct je kWh (Gas) vs. augenblicklich 0.3*55%= 16,5 ct je kWh (Strom) an Steuerabgaben landen würden.

    Soll heißen wenn der Strompreis so bleibt wie er ist - auch wenn die Heizmittel wie Gas im Zuge der Energiewende auf Strom umgestellt würden - dann nähme der Staat plötzlich das 10 fache an Steuern ein .. und die Energiewende hätte sich richtig gelohnt. Für den Staat. Also müßte man die Steuern auf Strom auch in der Mischkalkulation Strom/Wärmeverwendung prozentual auf ca. 1/10 reduzieren, statt 55% also 5.5% .. da freu ich mich schon drauf. Man darf ja mal träumen ;)
    Dann wird der Autostrom gleich halb so billig - sprich ca. 15ct/kWh. Es sei denn .. man erfindet getrennte Steuersätze für regenerativen Strom für Auto (55% inkl. MwSt) und für Energieverwendung (5.5% inkl. MwSt) ..

    Vielleicht war die Eingangsfrage "und die Steuern ?" gar nicht so schlecht - bevor die Energiewende fertig ist sollte man auch aus Verbrauchersicht mal vorsorglich drüber nachdenken ..

    Z.B. alle Leute die heute bereits mit Strom heizen (Warmepumpe und so) müßte eigentlich schon lange auf den Barrikaden stehen - weil sie 10x zu viel Stromsteuer für's Heizen bezahlen .. und dem Staat einen wahren Geldsegen verpassen.



    13 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.19 16:43 durch senf.dazu.

  17. Re: Und die Steuern?

    Autor: chefin 14.10.19 - 08:25

    ufo70 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 54% des Strompreises besteht aus Steuern und Abgaben. Also ähnlich wie beim
    > Sprit...


    Jaein. <es sind keine 54%, aber es ist ungefähr 1/3. Nur ist das für die Förderung der Stromerzeugung und Verteilung eingeplant. Zusätzlich zahlen wir Spritsteuer, die für die Erhaltung der Strassen benötigt wird.Fällt die weg, muss sie anderweitig generiert werden. Die Erhöhung der Einnahmen bei den Stromsteuern geht mit der Erhöhung der Ausbaukosten einher. Wir müssen Mehr Strom erzeugen, verteilen, puffern.

    Folglich wird man früher oder später diese Steuern auf Ladestrom drauf schlagen. Deswegen ist es wichtig, das Strom abgerechnet wird und nicht irgendwo im Kämmerchen mit dem Haushaltsstrom gemischt wird. Ein bischen nachladen in der Garage an der Steckdose wird man tolerieren. Und es als "Armenspeisung" verkaufen, nach dem Motto: wir senken die Steuern bei denen die wenig fahren können.

    Es hat 10 Jahre gebraucht bis wir soweit sind, das Ladestationen Geld verdienen können. Der Zug ist in Bewegung, den stoppt man so schnell nicht. Aber am Ende wird uns unsere Mobilität viel mehr kosten als Heute.

  18. Re: Und die Steuern?

    Autor: hl_1001 14.10.19 - 11:23

    Olliar schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > Problem:
    > Was wenn wir alle nur noch Strom tanken?
    > Dann fehlen diese Einnahmen.
    > Wovon werden die Strassen gebaut?
    >

    Das macht dir Sorgen? Wirklich?

    Es toben Kriege ums Öl, es grassieren korrupte Regime, das ist schlimmer als mit Diamanten.

    Und du machst dir Sorgen um die Straßen...

  19. Re: Und die Steuern?

    Autor: laolamia 14.10.19 - 11:46

    du erinnerst dich an 1989? ....wird es NIE geben....sollte man vorsichtig gebrauchen.
    Sicherlich sind wir Deutschen da eher träge. Es könnte aber auch sein das es die breite masse einfach (noch) nicht anhebt.

  20. Re: Und die Steuern?

    Autor: tco 14.10.19 - 20:33

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ufo70 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 54% des Strompreises besteht aus Steuern und Abgaben. Also ähnlich wie
    > beim
    > > Sprit...
    >
    > Jaein. <es sind keine 54%, aber es ist ungefähr 1/3. Nur ist das für die
    > Förderung der Stromerzeugung und Verteilung eingeplant. Zusätzlich zahlen
    > wir Spritsteuer, die für die Erhaltung der Strassen benötigt wird.Fällt die
    > weg, muss sie anderweitig generiert werden. Die Erhöhung der Einnahmen bei
    > den Stromsteuern geht mit der Erhöhung der Ausbaukosten einher. Wir müssen
    > Mehr Strom erzeugen, verteilen, puffern.
    >
    > Folglich wird man früher oder später diese Steuern auf Ladestrom drauf
    > schlagen. Deswegen ist es wichtig, das Strom abgerechnet wird und nicht
    > irgendwo im Kämmerchen mit dem Haushaltsstrom gemischt wird. Ein bischen
    > nachladen in der Garage an der Steckdose wird man tolerieren. Und es als
    > "Armenspeisung" verkaufen, nach dem Motto: wir senken die Steuern bei denen
    > die wenig fahren können.
    >
    > Es hat 10 Jahre gebraucht bis wir soweit sind, das Ladestationen Geld
    > verdienen können. Der Zug ist in Bewegung, den stoppt man so schnell nicht.
    > Aber am Ende wird uns unsere Mobilität viel mehr kosten als Heute.

    Die Argumentation verstehe ich nicht! Wiese sollte die viel mehr kosten?

    Dass am Ende sehr ähnliche Kosten für Straßenbau und Erhaltung notwendig sind? Gekauft. Aber wenn E-Autos wartungsärmer sind und die Energiekosten ähnlich müsste doch in Summe weniger rauskommen, oder?

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. IT-Administrator/IT-Systemen- gineer (m/w/d)
    Step Computer- und Datentechnik GmbH, Lörrach
  2. Sachbearbeiter Laufendhaltung Dokumentenmanagementsystem DMS (m/w/d)
    GDMcom GmbH, Leipzig
  3. IT-Spezialist (m/w/d)
    Lotto Bayern | Abteilung 1 Referat 12 | HR-Marketing & Entwicklung, München
  4. IT-Servicemanager / Bachelor Informatik (m/w/d)
    Elektrizitätswerk Mittelbaden AG & Co. KG, Lahr

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 54,49€
  2. Über 3400 Angebote mit bis zu 90 Prozent Rabatt
  3. 14,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Dragonbox-Pyra-Macher im Interview: Die Linux-Spielekonsole aus Deutschland
Dragonbox-Pyra-Macher im Interview
Die Linux-Spielekonsole aus Deutschland

Mit viel Verspätung ist die Dragonbox Pyra erschienen. Entwickler Michael Mrozek musste ganz schön kämpfen, damit es überhaupt dazu kam. Wir haben ihn in Ingolstadt zum Gespräch getroffen.
Ein Interview von Martin Wolf


    Neues Apple TV 4K im Test: Teures Streaming-Gerät mit guter Fernbedienung
    Neues Apple TV 4K im Test
    Teures Streaming-Gerät mit guter Fernbedienung

    Beim neuen Apple TV 4K hat sich Apple eine ungewöhnliche Steuerung einfallen lassen, die aber im Alltag eher eine Spielerei ist.
    Ein Test von Ingo Pakalski

    1. Shareplay TVOS 15 soll gemeinsame Streaming-Erlebnisse schaffen
    2. Apple TV Farbkalibrierung per iPhone schneidet schlecht ab
    3. Sofasuche beendet Airtag-Hülle für Apple-TV-Fernbedienung

    TECH TALKS: Kann Europa Chips?
    TECH TALKS
    Kann Europa Chips?

    In eigener Sache Die Autobauer leiden unter Chip-Mangel, die EU will mehr Chips in Europa produzieren. Doch ist das realistisch? Über dieses und weitere spannende Themen diskutiert die IT-Branche am 10. Juni bei den Tech Talks von Golem.de und Zeit Online.

    1. TECH TALKS Drohnen, Daten und Deep Learning in der Landwirtschaft
    2. In eigener Sache Englisch lernen mit Golem.de und Gymglish
    3. Tech Talks Eintauchen in spannende IT-Themen und Jobs für IT-Profis