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  5. › Elektronische Patientenakte…

idk

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  1. idk

    Autor: mxcd 19.08.20 - 16:00

    Manchmal denke ich, der Datenschutz richtet mehr Schaden an, als dass er Nutzen produziert.

    Ganz viele Ärzte fangen bei komplizierten Pattienten immer wiedr ganz von vorne an, weil ältere Testergebnisse nicht vorliegen. Eine sinnvolle Patientengeschichte ist so immer ausschließlich auf die lückenhaften Erinnerungen des Patienten oder seiner Angehörogen angewiesen.

    Auch Übermittlungsfehler innerhalb von Krankenhäusern werden ernorm vermehrt, wenn der Patient nicht eine einheitliche Verlaufsakte hat, die ihn immer begleitet. (Nein, das kriegen nicht alle Häuser intern hin!)

    Die Patientin ist gerade an einer Krebsart gestorben, die gut operabel gewesen wäre, das ist uns leider zu spät aufgefallen. Aber die gute Nachricht: das wird keiner erfahren, denn die Daten sind sicher.

  2. Re: idk

    Autor: \pub\bash0r 19.08.20 - 16:29

    Ist halt zweischneidig. Es ist halt auch doof, wenn du dann in 10 Jahren aus dem Job fliegst oder eine neue Stelle nicht bekommst, weil deine Akte geleakt wurde und der AG nun (inoffiziell natürlich) sieht, was für ein Risiko du (gesundheitlich oder geistig) mitbringst.

    Oder was, wenn der Staat mal nicht so schön demokratisch ist wie jetzt? Und dann - à la China - Sozialpunkte eingeführt werden? Dann interessieren die sich schon für deine Vorgeschichte. Medikamentenmissbrauch? Ganz ganz schlecht.

    Ja, eine ePA ist sehr hilfreich. Aber sie muss gegen solche Szenarien geschützt sein. Und das ist sehr sehr schwierig. Und wenn man da jetzt schlampt, ist es zu spät. Unsichere Daten, die einmal irgendwo liegen, bleiben für immer unsicher. Deine Gesundheitsdaten verfallen ja auch nicht. Die verschlüsselte Chat-Unterhaltung von vor zwei Jahren ... egal. Wenn die jetzt jemand knackt, was solls. Die Gesundheitsdaten von vor zwei Jahren (die ja dann deine gesamte Historie bis dahin beinhalten) sind aber immernoch relevant.

  3. Re: idk

    Autor: Neremyn 19.08.20 - 16:35

    https://forum.golem.de/kommentare/security/elektronische-patientenakte-datenschuetzer-wollen-gegen-krankenkassen-vorgehen/hinterwaeldler/137070,5729206,5729252,read.html#msg-5729252
    Wieso sollte Datenschutz den Nutzen in irgendeiner Form beeinträchtigen?
    Richtig es gibt keinen Grund.
    Datenschutz, Nutzen und Kampfort sind möglich, zusammen!
    Genauso wie Freiwillige Organ oder Blutspende funktioniert(ja könnte besser sein aber das system ist auch nicht perfekt bzw. zu weit davon entfernt).

  4. Re: idk

    Autor: User_x 19.08.20 - 16:38

    Wenn sämtliche Daten vorliegen, kann sich das aber auch negativ auswirken, denn auch bei Ärzten greift psychologie und was der Vordoktor für eine Mutmaßung hatte, kann dadurch auch intensiviert werden ohne dass man auf eine andere idee kommt - und gerade bei Ärzten und Krankheiten ist das eben der Fall, dass man eine zweite unabhängige Meinung haben möchte. Ist der durch die Akte getriggert, plappert er nach.

  5. Re: idk

    Autor: thinksimple 19.08.20 - 19:59

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist halt zweischneidig. Es ist halt auch doof, wenn du dann in 10 Jahren
    > aus dem Job fliegst oder eine neue Stelle nicht bekommst, weil deine Akte
    > geleakt wurde und der AG nun (inoffiziell natürlich) sieht, was für ein
    > Risiko du (gesundheitlich oder geistig) mitbringst.
    >
    > Oder was, wenn der Staat mal nicht so schön demokratisch ist wie jetzt? Und
    > dann - à la China - Sozialpunkte eingeführt werden? Dann interessieren die
    > sich schon für deine Vorgeschichte. Medikamentenmissbrauch? Ganz ganz
    > schlecht.
    >
    > Ja, eine ePA ist sehr hilfreich. Aber sie muss gegen solche Szenarien
    > geschützt sein. Und das ist sehr sehr schwierig. Und wenn man da jetzt
    > schlampt, ist es zu spät. Unsichere Daten, die einmal irgendwo liegen,
    > bleiben für immer unsicher. Deine Gesundheitsdaten verfallen ja auch nicht.
    > Die verschlüsselte Chat-Unterhaltung von vor zwei Jahren ... egal. Wenn die
    > jetzt jemand knackt, was solls. Die Gesundheitsdaten von vor zwei Jahren
    > (die ja dann deine gesamte Historie bis dahin beinhalten) sind aber
    > immernoch relevant.

    Leaken können auch die welche deinem AG erzählen was du hast. Oder du stehst eh auf der Kippe. Wer dich loswerden will schaffts auch so. Ich hab seit 2Jahren ne ePA. Die Ärzte freuts. Nicht immer alles erzählen und erklären müssen, alles beieinander.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  6. Märchengeschichte.

    Autor: grutzt 21.08.20 - 10:59

    Da wo heute analoge Daten nicht vorliegen, wird man das später auch digital nicht hinbekommen. Und der Quatsch von wegen Erinnerung sagt nur aus, dass du gar nicht weißt, wovon du redest. Patientenakte und Historie gehört zum Hausarzt. Deswegen geht man ja auch nicht ohne dessen Überweisung zum Facharzt. Da gibt der einem alle nötigen Infos mit.

  7. Re: idk

    Autor: User_x 21.08.20 - 12:31

    ich wechsel ständig meinen Hausarzt bzw. habe gar keinen festen, und keiner hat mir je eine historie oder akte ausgehändigt...

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