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Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

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  1. Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: FunnyGuy 09.09.21 - 08:43

    Mir würde schon ein Zugrifflog reichen welches mir als Patient zeigt wer wann auf einzelne Dokumente meiner Akte zugegriffen hat. Wenn jetzt wie im Beispiel erwähnt die Zahnarzthelferin auf psychiatrische Gutachten zugreift sollte es dafür zumindest eine gute Begründung geben.

    Ich überspitze jetzt Mal:

    Wenn die Gesundsheitsdaten für jede Fake-Apotheke zugänglich sind brauchen wir diese gar nicht mehr schützen und können sie gleich per Social-Media in einem Healthbook teilen.

  2. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: Mel 09.09.21 - 08:53

    Also im Österreichischen System sehe ich das. Auch welcher Arzt wann Zugang hatte bzw. noch hat.

  3. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: 0IO1 09.09.21 - 09:31

    Man muss jeder Stelle einzelnen Zugriff gewähren. Die Fake-Apotheke müsste sich also erstmal die Freigabe erschleichen.
    Wie im Text beschrieben soll die Freigabe einzelner Dokumente ab Dezember möglich werden. Dann kannst du die Röntgenbilder an den Orthopäden geben und den Medikationsplan an die Psychiaterin.

  4. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: peh.guevara 09.09.21 - 09:43

    0IO1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man muss jeder Stelle einzelnen Zugriff gewähren. Die Fake-Apotheke müsste
    > sich also erstmal die Freigabe erschleichen.
    Nein genau das ist ja das Problem entweder alle haben Zugriff oder keiner:
    "Noch hapert es allerdings mit den Zugriffsrechten der Patienten. Zum Start konnten Versicherte ihre Gesundheitsinformationen entweder nur allen Ärzten zugänglich machen oder keinem. Welcher Arzt welche Informationen sieht, können die Versicherten bisher nicht bestimmen. Doch darum geht es dem Bundesdatenschutzbeauftragten Kelber: Die Versicherten sollen selbst entscheiden können, welches Dokument von welchem Arzt sie freigeben und welches sie verbergen wollen."

    > Wie im Text beschrieben soll die Freigabe einzelner Dokumente ab Dezember
    > möglich werden. Dann kannst du die Röntgenbilder an den Orthopäden geben
    > und den Medikationsplan an die Psychiaterin.
    Nein das wünscht sich der Datenschutzbeauftragte so aber die Krankenkassen sagen sie können das nicht:
    "Die Krankenkassen müssten bis spätestens zum 31. Dezember diesen Jahres den Versicherten die Möglichkeit für einen feingranularen Zugriff eröffnen."

  5. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: JuBo 09.09.21 - 10:17

    Sinn und Zweck der ePA war es, dass jeder Arzt ohne (Sprach)(Verständnis)Barrieren jegliche medizinische Vorgeschichte einsehen kann. Wenn jetzt Patienten, selbst entscheiden sollen, welche Informationen, welchem Arzt offen gelegt werden soll, dann führt es die Idee ins Absurdum.
    Es ist rechtlich für die Ärzte sehr schwer gesetzteskonform/richtlinienkonform zu behandeln, wenn die Patientenanamnese schon durch den Patienten skeletiert wurde. Wenn dann doch wichtige Informationen vom Patienten "versteckt" wurden, ist der Artz trotzdem in der Haftung alles zu erfragen und dem Patietnen die Notwendigkeit der Freigabe dieser Daten zu erläutern. Damit kann man die Anamnese keineswegs verkürzen, sondern im Gegenteil: es werden noch mehr Anamnesebögen ausgefüllt und unterschreiben werden müssen, um die Ärzte zu enthaften. Noch witziger wird es, wenn der Patient jeden Abruf von Daten gegen zeichnen (freigeben) muss. Dann hat man einen A4 Anamnese Zettel, gegen eine eGKarte, eine App und trotzdem mindestens eine A4 Seite signierte Enthaftung, plus je einen A4 Zettel für jede Abruffreigabe und kein Verlass auf Vollständigkeit der Akte, getauscht.
    Um bei dem Beispiel vom Artikel zu bleiben: Gerade einen Zahnarzt interessiert die psychiatrische Vorgeschichte sehr wohl. Insebesondere die Dauermedikation mit Psychopharmaka und Phobien sind zu nennen.
    Die ePA sollte jedem Arzt (mit Arztgeheimnis) die Einsicht in die vollständige Vorgeschichte ermöglichen, sonst wird sie nur zu einem überflüssigen Kropf degradiert und kein Behandler kann sich auf die Vollständigkeit der "freigegebenen" Daten verlassen und wird diese selbst nochmal erheben müssen und das meist auf Papier (juristische Gründe) doppelt und dreifach dokumentieren/signieren lassen müssen
    PS: "meiner Akte" Die Dokumentation ist Eigentum des jeweiligen Arztes, als Patient hat man "nur" das Recht auf die Ausgabe einer Kopie OHNE interne Kommentare



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.21 10:19 durch JuBo.

  6. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: bofhl 09.09.21 - 10:39

    Es freut sicher jeden Zahnarzt wenn ihm die Einnahme von Blutverdünnern vorenthalten wird. Oder die Einnahme von opiat-hältigen Medikamenten...
    Denn wenn jemand dies manuell direkt in seiner digitalen Patientenakte verstecken will, wird diese Info auch sicher nicht mündlich mitgeteilt (denn dann wäre das Verstecken unnötig!)

    Ein Logging der Zugriffe wäre sicher nützlicher...

  7. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: JogiBear 09.09.21 - 12:22

    JuBo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PS: "meiner Akte" Die Dokumentation ist Eigentum des jeweiligen Arztes, als
    > Patient hat man "nur" das Recht auf die Ausgabe einer Kopie OHNE interne
    > Kommentare

    Und genau da liegt das größte Problem mit den Patienten Akten. Das die Dokumentation MEINES Körpers, nicht mein Eigentum wird. Und jeder Arzt dieses als sein "Persönliches Eigentum" ansieht. Bestes Beispiel, das ich schon selber erlebt habe: Jahre Lang zu meinem Hausarzt gegangen ca 15+ Jahre. Er hat die kompletten Krankheitsgeschichte von mir und es existiert keine Kopie. Von heute auf morgen, genau genommen war ich ab 18.12 nochmal zum Check und wollte am 14.01 einen neuen Termin machen, war die Praxis auf einmal weg. Ohne Ankündigung bzw. es war nicht absehbar das er die Praxis schließt. Und meine Patientenakte? Natürich war Sie nicht mehr im Zugriff und musste bei 0 anfagen. Natürlich musste ich mir einen neuen Hausarzt suchen und alles haarklein berichten war ich hatte usw. Mit einer digitalen Akte die im Besitz des Patienten bleibt, wäre das nicht passiert.

    Und ganz ehrlich, wenn ich was verstecken will suche ich mir einen neuen Hausarzt und erzähle ihm vom vorigen Hausarzt nichts. Und jedem Arzt ohne, wenn und aber Zugriff auf alles geben? Na klar, sonst noch einen Wunsch? Meinen Psychiater hat bestimmt ein großes Interesse an meinen Finanzdaten, da er davon wahrscheinlich die korrekte Behandlung ableiten kann.

  8. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: peh.guevara 09.09.21 - 13:53

    > Natürich war Sie nicht mehr im Zugriff
    > und musste bei 0 anfagen. Natürlich musste ich mir einen neuen Hausarzt
    > suchen und alles haarklein berichten war ich hatte usw. Mit einer digitalen
    > Akte die im Besitz des Patienten bleibt, wäre das nicht passiert.

    Irgendwie aber auch ein bischen selber Schuld. Ich lasse mir von allen Laborwerten, Röntgenbildern, Arztberichten und allem immer eine Kopie geben, bzw. mache selber eine. Selbst von Rezepten fragt unsere örtliche Apotheke immer ob man eine Kopie möchte.

    Wenn ich einen anderen Arzt aufsuche nehme ich meinen Ordner mit. Fertig. Ich hab meine Daten zusammen.

  9. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: Michael H. 09.09.21 - 14:40

    peh.guevara schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Natürich war Sie nicht mehr im Zugriff
    > > und musste bei 0 anfagen. Natürlich musste ich mir einen neuen Hausarzt
    > > suchen und alles haarklein berichten war ich hatte usw. Mit einer
    > digitalen
    > > Akte die im Besitz des Patienten bleibt, wäre das nicht passiert.
    >
    > Irgendwie aber auch ein bischen selber Schuld. Ich lasse mir von allen
    > Laborwerten, Röntgenbildern, Arztberichten und allem immer eine Kopie
    > geben, bzw. mache selber eine. Selbst von Rezepten fragt unsere örtliche
    > Apotheke immer ob man eine Kopie möchte.
    >
    > Wenn ich einen anderen Arzt aufsuche nehme ich meinen Ordner mit. Fertig.
    > Ich hab meine Daten zusammen.

    Da bist du literally der erste Mensch den ich jemals getroffen habe, der das macht :D
    Das einzige... und das ist wirklich das einzige dass ich so in der Art kenne, ist meine Oma, die von Ihrem Arzt ne Medikamentenliste bekommt, welche sie mit sich rumführt falls mal ein Notfall ist und der Rettungssanitäter wissen muss, was sie alles bekommt. Das wars.

    Dein Ordner bringt dir aber auch nichts, wenn du irgendwo allein im Auto, in einer dir fremden Region einen Unfall hast und nicht ansprechbar bist. Bis die Polizei deine nächsten Angehörigen findet/erreicht, müssen die Sanitäter ggf. schon eine Medikation verabreichen oder dich in ein MRT schieben. Wenn du da jetzt Unverträglichkeiten hast, oder weiss der Geier Granatsplitter aus nem Auslandseinsatz.. bis die Info da ist, kanns zu spät sein. Bei ner digitalen Krankenakte können die das innerhalb von Sekunden alles vorliegend haben.

  10. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: JogiBear 09.09.21 - 17:01

    Ja, also die "Digitale Akte" eher gesagt die Analoge Akte und du entscheidest welche Dokumente dein Arzt sehen kann.

    Super, das du das jetzt machst. Wie alt bist, wenn ich fragen darf? Als dieser passiert war, war ich gerade 19 und habe ganz sicher nicht daran gedacht sowas zu machen. Und selbst heute sträuben sich die Ärzte dies Dokumente rauszugeben bzw. verlangen eine Gebühr.

  11. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: Bubbleman 09.09.21 - 21:54

    JogiBear schrieb:
    > Ohne Ankündigung bzw. es war nicht absehbar das er die Praxis
    > schließt. Und meine Patientenakte? Natürich war Sie nicht mehr im Zugriff
    > und musste bei 0 anfagen. Natürlich musste ich mir einen neuen Hausarzt
    > suchen und alles haarklein berichten war ich hatte usw.

    Wenn eine Praxis schließt, dann müssen und werden die Akten für 15 Jahre bei/durch die KV eingelagert. Das weiß auch dein neuer Hausarzt...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.21 21:55 durch Bubbleman.

  12. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: peh.guevara 10.09.21 - 08:27

    Bin ja nicht gegen die Digitale Version. Ich hab nur gerne zusätzlich eine Kopie und verlass mich nicht drauf dass der Arzt alles sammelt (oder eben nach 10 Jahren Aufbewahrungspflicht einfach entsorgt).

    Außerdem nicht so schlimm wenn denn ich trage einen Organspendeausweis mit mir im Zweifelsfall ende ich als Ersatzteillager :)

  13. Re: Einsehen wer Zugriff auf welche Bereiche meiner Akte genommen hat

    Autor: JuBo 10.09.21 - 11:29

    JogiBear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JuBo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > PS: "meiner Akte" Die Dokumentation ist Eigentum des jeweiligen Arztes,
    > als
    > > Patient hat man "nur" das Recht auf die Ausgabe einer Kopie OHNE interne
    > > Kommentare
    >
    > Und genau da liegt das größte Problem mit den Patienten Akten. Das die
    > Dokumentation MEINES Körpers, nicht mein Eigentum wird. Und jeder Arzt
    > dieses als sein "Persönliches Eigentum" ansieht. Bestes Beispiel, das ich
    > schon selber erlebt habe: Jahre Lang zu meinem Hausarzt gegangen ca 15+
    > Jahre. Er hat die kompletten Krankheitsgeschichte von mir und es existiert
    > keine Kopie. Von heute auf morgen, genau genommen war ich ab 18.12 nochmal
    > zum Check und wollte am 14.01 einen neuen Termin machen, war die Praxis auf
    > einmal weg. Ohne Ankündigung bzw. es war nicht absehbar das er die Praxis
    > schließt. Und meine Patientenakte? Natürich war Sie nicht mehr im Zugriff
    > und musste bei 0 anfagen. Natürlich musste ich mir einen neuen Hausarzt
    > suchen und alles haarklein berichten war ich hatte usw. Mit einer digitalen
    > Akte die im Besitz des Patienten bleibt, wäre das nicht passiert.
    >
    > Und ganz ehrlich, wenn ich was verstecken will suche ich mir einen neuen
    > Hausarzt und erzähle ihm vom vorigen Hausarzt nichts. Und jedem Arzt ohne,
    > wenn und aber Zugriff auf alles geben? Na klar, sonst noch einen Wunsch?
    > Meinen Psychiater hat bestimmt ein großes Interesse an meinen Finanzdaten,
    > da er davon wahrscheinlich die korrekte Behandlung ableiten kann.

    jeder Arzt in DE würde es gerne sehen, wenn die Akte dem Patienten gehört und damit die Ärzte nicht 20 Jahre alles aufbewahren müssen und dafür juristisch gerade stehen müssen. Auch im Ruhestand muss dein Arzt 20 Jahre (Röntgenbilder zB) den Kram aufbewahren - einfach bei der zuständigen Ärztekammer anfragen bevor das Zeug irgendwo in einer Garage vergammelt.
    Auf deiner eGK sind keinerlei Finanzdaten gespeichert - wofür auch?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.09.21 11:32 durch JuBo.

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