-
Billigende Inkaufnahme
Autor: pculiar 14.03.17 - 09:28
Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob man hier nicht von einem Betrug ausgehen kann, wenn bekannt ist, dass Fehlmessungen auftreten können und eine Rechnung gestellt wird.
Immerhin findet eine Bereicherung statt. -
Re: Billigende Inkaufnahme
Autor: strx 14.03.17 - 10:09
Ist auch Betrug ... nur muss man es halt auch nachweisen.
Müsste man mehrere Zähler verbauen, aber die beeinflussen sich auch untereinander. -
Re: Billigende Inkaufnahme
Autor: chefin 14.03.17 - 11:52
pculiar schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> Die Frage, die sich mir stellt, ist, ob man hier nicht von einem Betrug
> ausgehen kann, wenn bekannt ist, dass Fehlmessungen auftreten können und
> eine Rechnung gestellt wird.
> Immerhin findet eine Bereicherung statt.
Nein, Betrug ist es nicht. Wir haben Normen, die brauchen wir auch. Weil man nicht jeden Betriebszustand erfassen kann. Strom zählen ist schätzen, nicht wirklich messen. Deswegen muss ein Zähler unter bestimmten Grenzwerten innerhalb einer bestimmten Toleranz arbeiten. So wie der Tacho am Auto ja auch nicht weis, welche Reifen du drauf hast, welchen Luftdruck du fährst und wieviel Profil noch da ist. Diese Punkte beeinflussen aber dein Ergebniss um bis zu 5%. Die Norm sagt dann: der Tacho darf zwischen 0 und 10% vorgehen. Niemals nachgehen. Also nie zuwenig anzeigen, zuviel ja. Man stellt den Tacho also mit hoher Genauigkeit auf +5% ein mit neuen Reifen, Normluftdruck und den zugelassenen Reifen. Sind mehr als eine Größe zugelassen, schaut man nach dem Mittelwert. Der Tacho misst dann nur die Reifendrehzahl. Nicht die Meter die wirklich zurück gelegt sind. Und so wird das Ergebniss immer größer, je mehr die Reifen abgenutzt sind. 7mm Profil macht 5cm mehr Umfang aus. Bei 1m Reifenumfang also 5%, bei 2m noch 2,5%. 2m Umfang ~ 60cm Durchmesser.
Die Physik lässt hier einfach nicht zu, das man es besser macht. Jedenfalls nicht mit diesem Messsystem.
Das selbe gilt nunmal auch für Zähler. Strom ist noch viel komplexer als Autoreifen und Kreisumfang. Ich kann dir jeden Zähler so aus dem Tritt bringen, das du ihn wegschmeisen willst. Wir haben hier ein nettes Labor, das uns solche Spielereien ermöglicht. Aber das heist eben nicht, das der Zähler scheisse ist. Das heist nur, das ein Zähler der das alles aushält nicht mehr bezahlbar ist. Den nicht die da oben zahlen einen 10.000 euro Zähler der alle 2 Jähre geeicht werden muss. Sondern DU. und bei 20 Jahre Lebensdauer wären das 500 euro Zählerabnutzung im Jahr. Ohne ein KW Strom zu haben.
Man geht überall davon aus, das bestimmte Toleranzen da sind und da sie für alle gleich gelten, gleichen sie sich aus.wenn alle 10% mehr verbrauchen, zahlen wir am Ende nicht mehr, weil sich die Kosten pro Einheit reduzieren. Nur wenn ein Monopolist am Werk wäre, würde sich der Preis nicht reduzieren. Das ist aber nicht der Fall.



