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  5. › EU-Urheberrechtsreform: Abmahnungen…

Was ist das Problem am Urheberrecht?

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  1. Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: HoffiKnoffu 15.01.18 - 12:16

    Kann mit mal einer Erklären, wo das Problem liegt, das viele mit dem Urheberrecht haben?

    Wenn ich einen Song aufnehme, um damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen...
    ...darf es nicht rechtens sein, dass es Menschen gibt, die meinen Song beliebig kopieren und verbreiten, ohne dass ich einen Cent damit verdiene...

    Wenn ich ein Ölgemälde erschaffe, um damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten...
    ...darf es nicht rechtens sein, dass es Menschen gibt, die das Gemälde abmalen/abfotografieren, um es auszustellen/zu verkaufen und damit Geld verdienen, ohne dass ich einen Cent sehe....

    Wenn ich ein Buch schreibe, um damit meinen Lebensunterhalt zu bestreiten...
    ...darf es nicht rechtens sein, dass dieses Buch auf welche Art auch immer vervielfältigt und verkauft/verschenkt wird, ohne dass ich einen Cent damit verdiene....

    Wenn ich im Büro einen Verbesserungsvorschlag einreiche, in der Hoffnung mir ein paar Kröten zusätzlich zu verdienen...
    ...darf es nicht rechtens sein, dass der Vorschlag erst abgelehnt und nach einer Weile von einem Anderen als eigener Vorschlag eingereicht und bewilligt wird, ohne dass ich einen Cent bekomme.

    Wenn ich eine CD/DVD/BlueRay/Buch oder generell urheberrechtlich Geschütztes Material kaufe, erwerbe ich damit lediglich die Nutzungsrechte. Die Urheberrechte werden damit nicht übereignet. Wenn ich ein Buch kaufe, dann erwerbe ich auch dann nur die Nutzungsrechte und eine Weitergabe gegen Geld (Verkauf auf dem Flohmarkt zum Beispiel) ist, wenn das Urhberrecht umgesetzt wird, auch nicht statthaft, ohne ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers.

    Ich sehe absolut kein Problem mit dem Urheberrecht. Das Internet ist halt kein rechtsfreier Raum. Wer bei Wikimedia/Wikipedia Artikel veröffentlichen will _muss_ sich halt im Vorfeld darüber den Kopf zerbrechen, ob er für das Material nicht doch die schriftliche Erlaubnis des Rechteinhabers einholen muss. Bekommt man für die Medien keine Freigabe, dann ist das zwar ärgerlich, man kann sich dann wie ein Kleinkind auf den Boden werfen mit den Füßen strmpeln und fürchterlich Zetern....aber es ist halt nun mal so. Man sollte auch bei Rot an der Ampel halten....man muss nicht...nur dann hat man halt mit der ggf. verhängten Strafe zu leben.

    Das sind die Regeln in unserer Gesellschaft. MAn kann ise nicht gut finden, ok...man muss sich nur dran halten. Will man dies nicht, so steht es jedem frei sich einen Staat zu suchen, dessen Gesetzte und Regeln einem besser liegen, um dann dorthin auszuwandern.

    So lange man aber hier in Deutschland lebt, hat man sich an die hier geltenden Gesetze zu halten. Punkt.

    Man hat durchaus die Möglichkeiten an Veränderungen mitzuwirken. Aber einfach hergehen und willentlich und wissentlich Gesetze brechen...das geht nun mal gar nicht.
    Gruß
    Ralph



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 15.01.18 12:23 durch HoffiKnoffu.

  2. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: Atomic 15.01.18 - 12:45

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kann mit mal einer Erklären, wo das Problem liegt, das viele mit dem
    > Urheberrecht haben?
    gerne.

    > Ich sehe absolut kein Problem mit dem Urheberrecht. Das Internet ist halt
    > kein rechtsfreier Raum. Wer bei Wikimedia/Wikipedia Artikel veröffentlichen
    > will _muss_ sich halt im Vorfeld darüber den Kopf zerbrechen, ob er für das
    > Material nicht doch die schriftliche Erlaubnis des Rechteinhabers einholen
    > muss.
    Du verkennst das Problem. Z.B. jeder kann bei Wikipedia editieren. Wie soll jetzt Wikipedia bei jedem Inhalt sicherstellen, das nicht irgendwer Anspruch hat? Und es ist ja nicht so, das auf der einen Seite die bösen Raubkopierer, die den Autoren ihre Einnahmen wegnehmen sind und auf der anderen die Gutmenschen, die die Rechte der Autoren verteidigen. Mindestens in meinem Universum, gibt es auch Anwälte die gewerbsmäßig nach "Verstößen" aller möglichen Art suchen bis hin zu provozieren.
    Es kann sein, das du da eine einfache Lösung siehst, falls ja kannst du mal auf die Politik zugehen.

    >Bekommt man für die Medien keine Freigabe, dann ist das zwar
    > ärgerlich, man kann sich dann wie ein Kleinkind auf den Boden werfen mit
    > den Füßen strmpeln und fürchterlich Zetern....aber es ist halt nun mal so.
    Wie gesagt, du verkennst die Problematik. Es sei denn du möchtest das nur noch ganz wenige Seiten Content anbieten, die sich entsprechende Rechtsabteilungen leisten können.

    > Das sind die Regeln in unserer Gesellschaft. MAn kann ise nicht gut finden,
    > ok...man muss sich nur dran halten. Will man dies nicht, so steht es jedem
    > frei sich einen Staat zu suchen, dessen Gesetzte und Regeln einem besser
    > liegen, um dann dorthin auszuwandern.
    Abgesehen davon, dass dieses Argument schon immer Schwachsinn war ("geh doch rüber, wenn's dir hier nicht passt") ist es nicht ganz einfach einen Staat ohne Internet zu finden.... Und Gesetze sind von Menschen gemacht, die Interesse haben. Du siehst z.B. in der Türkei gerade was man mit Gesetzen machen kann. Um es auf die Spitze zu treiben, war von Stauffenberg aus deiner Sicht ein Verbrecher? Was ist gerade mit Glyphosat, wo die "Studie" zu großen Teilen wortgleich von Monsanto stammt?

    > So lange man aber hier in Deutschland lebt, hat man sich an die hier
    > geltenden Gesetze zu halten. Punkt.
    Gilt das auch für die Spitzen unserer Gesellschaft, die Steuern hinterziehen (geschätzt könnte man die Rentenversicherung um 1& senken wenn es keine Steuerhinterziehung gäbe) oder auch für multinationale Konzerne?

    Es wäre echt toll, wenn die Welt so einfach wäre, wie du sie hier darstellst. Es gibt Weiss, es gibt Schwarz und jeder mit gesundem Menschenverstand (also du) kann dann ganz leicht entscheiden. Ist aber nicht, mindestens in meinem Universum. Und ich bin übrigens genauso dafür das Autoren ihre Vergütung bekommen.

  3. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: derdiedas 15.01.18 - 13:04

    Weil wir dieses Urheberrecht überstrapazieren. Und zwar soweit das es sogar unsere Kultur zerstört.

    Früher etwa gab es auch bei uns etliche Kneipen mit Live Musik - bei uns ist diese Kultur aufgrund extrem komplizierter und teurer Urheberrechtsverfahren (GEMA Vermutung) faktisch ausgestorben. In UK und den USA auch mit zunehmenden Verwertungsdurchsetzung auch auf dem Rückzug. Selbst wenn ein Künstler zu 100% eigene Musik präsentiert ist es kompliziert.

    Da werden Kindergärten (nachweislich war dieses sogar betrug, da Warner das Recht nie besessen hat) für das singen von Happy Birthday abkassiert oder Bildungseinrichtungen zahlen Unsummen für sowas triviales wie Notenblätter.

    Oder die Kultur des "Weiter Erzählens" - geht nicht. Denn das Urheberrecht verbietet es ja auch neue Geschichten (etwa Herr der Ringe) zu bekannten Büchern rauszubringen.

    Das beste aber sind die GEMA Gebühren für IT - sie entbehren jeder Grundlage, da heute kaum noch Erschöpftes Kulturgut (etwa CD oder Musikkassette) verkauft wird. Die DRM freien MP3's unterliegen nicht dem Recht auf Privatkopie sondern den AGBs der Händler (iTunes, Amazon etc.) - sprich es gibt nur eine Lizenz und die ist halt nicht erschöpft.
    Sprich wer keine CD's, Schallplatten oder Musikkassetten kauft (und das sind nur noch wenige) kann das recht auf Privatkopie für Audio/Video gar nicht nutzen. Muss aber trotzdem GEMA gebühren für seine Hardware bezahlen.

    Und warum ist ein Musikstück schützenswerter als ein Patent deren Erstellung evtl Milliarden gekostet hat?

    Ich bin dafür das Urheberrecht dem Patentrecht anzugleichen. Sprich wer Schutz für sein "Kunstwerk" haben will muss das anmelden und auch bezahlen. Ist ein Werk nicht in der Datenbank eingetragen ist es öffentlich und besitzt keinen Schutz.

    Aktuell aber TÖTET das Urheberrecht unsere Kultur. Und die Auswirkungen kann jeder an einem Samstag Abend (selbst hier in München) erleben. Stille oder Musik aus der "Konserve". Darum fühlen wir uns auch so wohl im Urlaub - denn überall dort wo man auf das Urheberrecht pfeift - herrscht in den Lokalen und auf den Straßen das Leben.

    Gruß DDD

  4. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: Nudelarm 15.01.18 - 15:57

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin dafür das Urheberrecht dem Patentrecht anzugleichen. Sprich wer
    > Schutz für sein "Kunstwerk" haben will muss das anmelden und auch bezahlen.
    > Ist ein Werk nicht in der Datenbank eingetragen ist es öffentlich und
    > besitzt keinen Schutz.
    >

    Das wäre ja eine absolute Katastrophe. Dann hätten wir ja noch mehr Verwaltungsaufwand, mehr kosten und keinen Nutzen. Das Urheberrecht funktioniert wunderbar, so wie es ist. Was du erschaffst ist auch deins. Wäre ja absolut kontraproduktiv mein Werk erst irgendwo anmelden zu müssen, bevor ich es ruhigen Gewissens jemanden zeigen kann.

    Aber auch der Rest deines Kommentars ist ziemlich aus dem Zusammenhang gerissen. Du vermischt GEMA, Urheberrecht und Patente. Das sind komplett unterschiedlich Dinge mit unterschiedlichen Zwecken.

  5. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: derdiedas 15.01.18 - 16:42

    Nein alle haben ein Zweck - Kohle kassieren - und allen ist gemein das das Urheberrecht komplett aus dem Ruder gelaufen ist.

    Wer Schutz durch das Urheberrecht benötigt soll auch dafür Zahlen - Punkt. Es gibt keinerlei Unterschied zum Patentschutz - den muss auch jemand beantragen.

    Wer meint das sein Werk so viel Arbeit war das es Schutz vor Nachahmern benötigt ist auf der absolut gleichen Stufe wie ein Ingenieur oder Erfinder Energie und Lebenszeit in diese Erfindung investiert hat. Und nun nenn mir einen einzigen Grund warum die Lebenszeit eines Ingenieur weniger wert sein soll als eines Autors oder Komponisten?

    Wer diesen Schutz beantragt, und bezahlt bekommt für maximal 20 Jahre Schutz. Diese Zeit muss dem Erfinder ausreichen, warum als nicht dem allgemeinen Urheber?

    Und jaulen über den Aufwand? WTF - was ist das für ein millionenfacher Aufwand die Urheberrechtsabgaben auf Hardware einzutreiben. Was ist es für ein Milliardenfacher Aufwand sich mit Kopierschutz herumzuschlagen.

    Du verkennst das die Allgemeinheit DEINE Aufwände kompensiert - nur damit Du Kohle bekommst.

    Nirgends - wirklich nirgends gibt es solch ein Geschäftsmodell, wo man etwas erschafft und alle Anderen dafür sorgen das man entlohnt wird. Die Krönung der Frechheit ist das Städte und Gemeinden verpflichtet sind einen gewissen Anteil des Haushaltes für Kunst auszugeben - egal wie Pleite eine Gemeinde ist, egal wie Marode die Schule der Kinder ist. Hauptsache geschissene "Künstler" können weiterhin abkassieren.

    Das Urheberrecht ist:
    - hochgradig undemokratisch
    - unfair
    - Und vor allem entgegen aller Menschlichen Natur die Kunst zeigen und teilen will

    Gruß ddd

  6. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: SJ 17.01.18 - 13:13

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ...darf es nicht rechtens sein, dass es Menschen gibt, die meinen Song
    > beliebig kopieren und verbreiten, ohne dass ich einen Cent damit
    > verdiene...
    >
    > ...darf es nicht rechtens sein, dass es Menschen gibt, die das Gemälde
    > abmalen/abfotografieren, um es auszustellen/zu verkaufen und damit Geld
    > verdienen, ohne dass ich einen Cent sehe....
    >
    > ...darf es nicht rechtens sein, dass dieses Buch auf welche Art auch immer
    > vervielfältigt und verkauft/verschenkt wird, ohne dass ich einen Cent damit
    > verdiene....

    Wieso nicht?

    > Wenn ich eine CD/DVD/BlueRay/Buch oder generell urheberrechtlich
    > Geschütztes Material kaufe, erwerbe ich damit lediglich die Nutzungsrechte.

    Auch das ist eine Fehlentwicklung.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  7. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: bombinho 17.01.18 - 22:02

    Hier muss ich ddd zustimmen, wer sich ordentlich etwas dazuverdienen will, der soll auch investieren. Ein schuetzenswertes Werk zu schuetzen, sollte doch nun wirklich noch drin sein. Oder wieviele schuetzenswerte Buecher schreibst Du am Tag? Oder hast schuetzenswerte Songs pro Tag komponiert?

    Wer Kunst der Kunst wegen macht, sollte darin nicht eingeschraenkt werden.
    Wer Kunst zum Geldverdienen macht, sollte sich auch an uebliche Geschaeftsgebahren halten koennen.

    Und Beides wird vom derzeitigen Urheberrecht nicht gewaehrleistet.

  8. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: bombinho 18.01.18 - 09:00

    Und zu allem Verdruss kommt noch hinzu, dass die Kuenstler gar nicht diejenigen sind , welche vom derzeitigen System gut leben koennen.

  9. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: SJ 18.01.18 - 09:03

    Das Urheberrecht war ja nicht für die Künstler gedacht...

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  10. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: Trips 18.01.18 - 10:32

    Durch die Abgabe auf HDDs, Druckern, CD-Rohlingen usw. usf. bekommen die Urheber genug Geld von mir. Ebenso sieht es bei Filmen und Serien aus. Die bezahle ich über die Rundfunkgebühr und über die Werbekosten der Privaten. Wenn ich mir also den einen oder anderen Film runterlade, oder ein Album habe ich kein schlechtes Gewissen dabei.

  11. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: SJ 18.01.18 - 10:55

    Ne ne ne, die Urheber bekommen dafür nicht unbedingt etwas.... die Rechteinhaber bekommen was.

    --
    Wer all meine Fehler findet und die richtig zusammensetzt, erhält die geheime Formel wie man Eisen in Gold umwandeln kann.

  12. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: HoffiKnoffu 19.01.18 - 20:39

    Atomic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HoffiKnoffu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kann mit mal einer Erklären, wo das Problem liegt, das viele mit dem
    > > Urheberrecht haben?
    > gerne.
    >
    > > Ich sehe absolut kein Problem mit dem Urheberrecht. Das Internet ist
    > halt
    > > kein rechtsfreier Raum. Wer bei Wikimedia/Wikipedia Artikel
    > veröffentlichen
    > > will _muss_ sich halt im Vorfeld darüber den Kopf zerbrechen, ob er für
    > das
    > > Material nicht doch die schriftliche Erlaubnis des Rechteinhabers
    > einholen
    > > muss.
    > Du verkennst das Problem. Z.B. jeder kann bei Wikipedia editieren. Wie
    > soll jetzt Wikipedia bei jedem Inhalt sicherstellen, das nicht irgendwer
    > Anspruch hat? Und es ist ja nicht so, das auf der einen Seite die bösen
    > Raubkopierer, die den Autoren ihre Einnahmen wegnehmen sind und auf der
    > anderen die Gutmenschen, die die Rechte der Autoren verteidigen. Mindestens
    > in meinem Universum, gibt es auch Anwälte die gewerbsmäßig nach
    > "Verstößen" aller möglichen Art suchen bis hin zu provozieren.
    > Es kann sein, das du da eine einfache Lösung siehst, falls ja kannst du mal
    > auf die Politik zugehen.
    >
    Nein, ich glaube Du verkennst das Problem. Wikipedia ist quasi die Zeitung ohne Chef. Dort kann jeder Artikel schreiben, wie jeder es auch auf der eigenen Homepage machen kann. Damit ist jeder, der dort Artikel veröffentlicht oder editiert, selber dafür verantwortlich, ob das Urheberrecht eingehalten wird.

    Warum sollte Wikipedia die Veröffentlichungen auf Einhaltung des Urheberrechtes überprüfen? Nur weil Wikipedia die Artikel im Großen und Ganzen lediglich Hostet? Die Wikipedia Foundation stellt lediglich das Fundament. Mehr nicht. Nach Deiner Argumentation, müsste ja selbst der Hoster, der Wikipedia Hostet Veröffentlichungen prüfen.

    Stell dir vor, Wikipedia wäre lediglich eine Linksammlung. Alle Artikel liegen physikalisch auf der eigenen Homepage der jeweiligen Autoren. Müsste Wikipedia Deiner Meinung nach auch für die Einhaltung des Urheberrechtes sorgen? Nur weil Wikipedia diese Artikel, wie Google News aggregiert? Muss Google, alle aggregierten Artikel auf Einhaltung des Urheberrechtes hin überprüfen? Nein.

    Man mag über das Urheberrecht trefflich streiten, ob es in der aktuellen Fassung noch zeitgemäß ist. Aber solange es in der aktuellen Form gilt, muss jeder sich dran halten.


    > >Bekommt man für die Medien keine Freigabe, dann ist das zwar
    > > ärgerlich, man kann sich dann wie ein Kleinkind auf den Boden werfen mit
    > > den Füßen strmpeln und fürchterlich Zetern....aber es ist halt nun mal
    > so.
    > Wie gesagt, du verkennst die Problematik. Es sei denn du möchtest das nur
    > noch ganz wenige Seiten Content anbieten, die sich entsprechende
    > Rechtsabteilungen leisten können.

    Wenn es darauf hinausläuft, ja. Aber daraus wird es nicht hinaus laufen, wenn jeder selber recherchiert und abklopft, ob er Urheberrechte schneidet.

    >
    > > Das sind die Regeln in unserer Gesellschaft. MAn kann ise nicht gut
    > finden,
    > > ok...man muss sich nur dran halten. Will man dies nicht, so steht es
    > jedem
    > > frei sich einen Staat zu suchen, dessen Gesetzte und Regeln einem besser
    > > liegen, um dann dorthin auszuwandern.

    > Abgesehen davon, dass dieses Argument schon immer Schwachsinn war ("geh
    > doch rüber, wenn's dir hier nicht passt") ist es nicht ganz einfach einen
    > Staat ohne Internet zu finden.... Und Gesetze sind von Menschen gemacht,
    > die Interesse haben. Du siehst z.B. in der Türkei gerade was man mit
    > Gesetzen machen kann. Um es auf die Spitze zu treiben, war von Stauffenberg
    > aus deiner Sicht ein Verbrecher? Was ist gerade mit Glyphosat, wo die
    > "Studie" zu großen Teilen wortgleich von Monsanto stammt?
    >
    Jetzt wirst du polemisch. Es sind nun mal die Regeln. Genauso, wie in der Innenstadt maximal mit Tempo 50 Unterwegs sein zu dürfen. Passt Dir das nicht, kannst du gerne schneller unterwegs sein, muss dann aber die Verantwortung und die Konsequenzen tragen.

    Ja Gesetze sind von Menschen gemacht und können auch jederzeit von Menschen geändert werden. Wenn Dir das Urheberrecht in der jetzigen Fassung nicht gefällt, trommel Gleichgesinnte zusammen und macht....Politik(!) für ein neues Urheberrecht. Solange es aber kein anderes Urheberrecht gibt musst Du dich dran halten....oder ggf. mit den Kosequenzen leben.

    Nur weil Dir ein Gesetz nicht passt, darfst Du es brechen. Wenn mir das Gesetz des Eigentums nicht gefällt, darf ich auch nicht hergehen, Dir einen über den Schädel ziehen und dich aus deiner Wohnung/Haus schmeißen, weiß. Ihr deine Bleibe gefällt. Dann müsste ich hergehen und dafür sorgen, das Gesetz zu ändern, so, dass ich oben genanntes darf.

    > > So lange man aber hier in Deutschland lebt, hat man sich an die hier
    > > geltenden Gesetze zu halten. Punkt.
    > Gilt das auch für die Spitzen unserer Gesellschaft, die Steuern
    > hinterziehen (geschätzt könnte man die Rentenversicherung um 1& senken wenn
    > es keine Steuerhinterziehung gäbe) oder auch für multinationale Konzerne?
    >
    Ja, das gilt auch für „die da Oben“. Wer von ‚denen‘ sich nicht dran hält muss sich verantworten. Wenn sich die da oben nicht verantworten ist das noch lange kein Freibrief für andere ebenfalls Gesetze zu brechen. Nur weil jeman Autos klaut und nicht zur Rechenschaft gezogen wird, darf ich fair deinen Wagen nicht auch klauen.


    > Es wäre echt toll, wenn die Welt so einfach wäre, wie du sie hier
    > darstellst. Es gibt Weiss, es gibt Schwarz und jeder mit gesundem
    > Menschenverstand (also du) kann dann ganz leicht entscheiden. Ist aber
    > nicht, mindestens in meinem Universum. Und ich bin übrigens genauso dafür
    > das Autoren ihre Vergütung bekommen.

    Im Gegenteil. Es gibt nicht nur Schaüwarz/Weiß. Du machst es dir einfach. Du stellst dich hin, sagst: „Wenn andere Gesetze brechen, oder mir Gesetze nicht gefallen, breche ich sie halt auch.“

    Mit Menschenverstand würde Dir auffallen, dass es solltest du zur Einsicht kommen, dass, wenn Du Deine Einstellung zu Gesetzen überdenken solltest. So lange Du ein Teil der Gesellschaft in Deutschland sein willst, musst Du dich an dies Gesetze halten. Passt Dir das nicht, dann zieh in die Wüste.

    Viele Grüße
    Ralph

  13. Re: Was ist das Problem am Urheberrecht?

    Autor: bombinho 23.01.18 - 18:02

    HoffiKnoffu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit Menschenverstand würde Dir auffallen, dass es solltest du zur Einsicht
    > kommen, dass, wenn Du Deine Einstellung zu Gesetzen überdenken solltest. So
    > lange Du ein Teil der Gesellschaft in Deutschland sein willst, musst Du
    > dich an dies Gesetze halten. Passt Dir das nicht, dann zieh in die Wüste.
    >
    > Viele Grüße
    > Ralph

    Hallo Ralph,

    prinzipiell hast Du Recht. Wenn allerdings eine erhebliche Mehrheit der Bevoelkerung ein bestimmtes Gesetz bricht, dann ist das aus demokratischer Sicht durchaus als Willensbekundung des Volkes zu werten. Noch viel praeziser kann ein Volk nicht ausdruecken, dass ein bestimmtes Gesetz nicht mit den Gepflogenheiten der jeweiligen Demokratie uebereinkommt.

    Das ist ein sehr klares Signal fuer die jeweils demokratisch gewaehlte Regierung, dass dieses Gesetz nicht demokratisch vertretbar ist und andere Mittel und Wege gefunden werden muessen um den jeweiligen gewuenschten Effekt zu erzielen.

    Eine kuenstliche Verknappung von Guetern durch eine kleine Minderheit, die die Aufsicht ueber die Gueter bekommen hat, zum Wohl des Volkes uebrigens, welche schlussendlich dazu fuehrt, dass sich das Volk diese Gueter mehrheitlich anders beschafft, ist ein Bilderbuchzeichen fuer einen Missstand.

    Insofern ist eine einzelne Gesetzesuebertretung durchaus klar strafwuerdig aber eine massenhafte Uebertretung von Gesetzen durchaus demokratisch notwendig. Fuer solche Entscheidungen gibt es im Uebrigen in unserer Demokratie eigentlich geeignete Instanzen (Juristen), welche getrennt von der Gesetzgebung agieren muessen und sollen.

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