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Es geht um das Netz - Piraten fragen?

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  1. Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: ArneBab 20.05.14 - 15:09

    Wenn eine Partei zum Thema Netzpolitik Expertise aufgebaut hat, dann sind das die Piraten. Wenn eine Partei Netzpolitik zu ihrem Kernthema gemacht hat, dann sind das die Piraten.

    Warum werden sie dann in dem Artikel nicht erwähnt?

  2. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: Beobachter 20.05.14 - 15:11

    Die Piraten sind dermaßen nach einseitig links geschwenkt und fast schon extrem links populistisch, dass sie für mich nicht mehr wählbar sind!

  3. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: Ork 20.05.14 - 15:29

    Sie werden erwähnt, sogar mit guten Gründen (kein Ordnungsgemässer BuVo, kein besonders aktuelles Europawahlprogramm), weshalb sie nicht befragt werden.

    Ich finde es ja schade, dass sie sich selbst so dekonstruiert haben, aber im Moment sind sie einfach nicht mehr relevant.
    Twitter-Schlachten und Blog-Shitstorms halte ich nicht für gute Politik.

  4. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: ArneBab 20.05.14 - 16:06

    Was ist denn hier nicht aktuell? https://wiki.piratenpartei.de/Europawahl_2014/Wahlprogramm#Digitales_Leben

  5. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: ArneBab 20.05.14 - 16:07

    @Beobachter: Was hat dein Beitrag damit zu tun, ob die Piraten zum Thema Netz gefragt werden sollten?

  6. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: Yash 20.05.14 - 16:29

    Beobachter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Piraten sind dermaßen nach einseitig links geschwenkt und fast schon
    > extrem links populistisch, dass sie für mich nicht mehr wählbar sind!
    Extrem links? Wollen die Piraten jetzt neuerdings das sozialistisch-kommunistische Deutschland?

  7. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: Yash 20.05.14 - 16:37

    Meiner Meinung nach haben sich die Piraten im Moment selbst zerlegt. Ich weiß nicht, ob ich die je wieder wählen werde. Zumindest im aktuellen Zustand nicht. Was ich von den Piraten in Zukunft erwarte:
    - Seriöses Auftreten. Da sind ein paar Leute öffentlich aufgetreten, das ist nur noch zum Fremdschämen. Wenn man so zu irgendeinem Hobbytreffen geht, ok. Aber wenn ich so bei Kunden auftreten würde, dann müsste ich mich auch nicht wundern, wenn ich keine Aufträge bekomme. Und der IT Sektor ist da noch sehr schmerzfrei, aber irgendwo hat es Grenzen.
    - Umfassend ausgearbeitetes Gesamtkonzept. Ja, die Piraten behandeln nicht nur Netzthemen. Aber wenn die Piraten z.B. mit dem BGE werben (mit was ich sympathiere), dann möchte ich hier ein ausgereiftes, nachvollziehbares und umsetzbares Konzept sehen und kein "ja wir wollen, aber umsetzen solls dann bitte jmd anderes". Das gilt auch für andere netzfremde Themen.
    - Klare Distanzierung von Hardlinern, so dass diese erst gar nicht auf die Idee kommen, bei den Piraten Mitglied zu werden. Das gilt sowohl für links- als auch für rechtsextreme und irgendwelche Esoterikspinner und Verschwörungstheoretiker.

  8. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: janitor 20.05.14 - 16:40

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beobachter schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Piraten sind dermaßen nach einseitig links geschwenkt und fast schon
    > > extrem links populistisch, dass sie für mich nicht mehr wählbar sind!
    > Extrem links? Wollen die Piraten jetzt neuerdings das
    > sozialistisch-kommunistische Deutschland?
    Ich habe eher den Eindruck, dass sich der politische Kompass vieler Montagsdemo/Anonymous.Kollektiv/Pi-News/Islamkritiker/neue Rechte/AfD/Verschwörungstheoretiker/Esoterik-Affinen in letzter Zeit sehr nach rechts verschoben hat. Da wird ja sogar schon die SPD als linksradikal beschimpft und die Grünen werden als kinderfressende Linksterroristen gesehen. Damit meine ich jetzt ausdrücklich nicht Beobachter, sondern die Kommentatoren in den News-Bereichen der Zeit/Spon/Süddeutsche/Welt/... und auf Facebook in letzter Zeit.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.05.14 16:42 durch janitor.

  9. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: Ork 20.05.14 - 17:17

    Da muss ich mich wohl entschuldigen, da hab ich dem Artikel geglaub und nicht genau nachgesehen. Das hab ich jetzt allerdings auch nicht, weil sie sich aus meiner Sicht abseitig von Wahlprogrammen komplett disqualifiziert haben.
    Ich kann Titten-Raus und anderen seltsamen Aktionen nichts abgewinnen. Auch wenn das vielleicht nicht die Mehrheit der Piraten ist, so höre ich doch keine deutlichen Gegenstimmen. Vorallem nicht vom Bundesvorstand, der sich auch formal zur Zeit nicht gerade mit Ruhm gekleckert.
    Man muss es ja nicht übertreiben, aber man könnte wenigstens vor den EU-Wahlen nen Ordentlichen Vorstand haben...

  10. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: wako 20.05.14 - 18:02

    Schade, ich hätte gedacht, dass zu einer Wahl das Programm und die Kandidaten im Vordergrund stehen und nicht irgendwelche überwiegend verwaltend tätigen Vorstände.

  11. Re: und trotzdem reicht es nicht

    Autor: testtester 20.05.14 - 18:40

    1. weil kontroverslos
    2. weil andere politische Themen nicht zur Genüge publiziert werden

    Es muss eine Kontroverse geben.
    Allerdings braucht diese Kontroverse erst einmal einen völlig austausch der Verantwortlichen, w.bspw. vom BND, AA, BKA. Mit diesen Hohlköppen dort oben kommen wir nicht weiter und wird sich der Rechtsstaat nicht wieder herstellen lassen.

    Den zweiten Punkt muss man nicht nur allein den Piraten anlasten, wenn auch zum Teil gerechtfertigt. Hier hat auch die Presse versagt.
    Heute zählt irgendeine aufgezogene "Story" mehr als wirklich ehrlicher informativer Journalismus. Da geht zuviel verloren, gerade was die größten Medien, inkl. der ÖR, betrifft. Hat schon etwas von Verfassungsfeindlichkeit was dort geliefert wird.

    Ich hoffe nicht dass die Rechtskonservativen die Gewinner sein werden, denn diese werden den USA noch weiter in den Allerwertesten kriechen als es jetzt schon der Fall ist. Leider sehe ich auch bei den genannten Linken keine Besserung, weil es denen Häufig an der Bereitschaft zur Kontroversen fehlt und wenn diese da ist, diese nicht anders ausschaut als der der Rechtskonservativen.

    Was wirklich fehlt sind wirklich fähige Politiker.
    Nur dann müssten wir auch einmal damit leben dass diese auch mal Fehler machen, welche diese dann aber auch bereit wären wieder zu korrigieren.

    Derweil kann ich auf allen Fronten nur selbstberäucherte Selbstgefälligkeit und Schönredner sehen, welche mit ihren leeren Versprechungen letztendlich nur für weitere Instabiltät und aufkommenden Rechtsradikalismus sorgen.

    Man muss sich schon fragen ob jene von solchen Rechtsradikalen schon bezahlt werden... So blind wie diese kann nicht einmal ein Maulwurf sein.

  12. Re: und trotzdem reicht es nicht

    Autor: ArneBab 21.05.14 - 16:50

    Was passiert, wenn eine Partei kontroversen lostritt sieht man ja an den Argumenten, die hier gegen die Piraten gebracht werden.

    Linksradikal — von wegen. Die Piraten stehen deutlich weiter im konservativen Lager als die Linke. Vielleicht nicht, was Netzpolitik angeht, aber dafür bei dem meisten anderen, das ich gesehen habe.

    Gesamtkonzept: Es gab letztens eine Präsentation, in der die Ziele der Piraten von außen analysiert wurden. Sie hat deutlich gezeigt, dass BGE, Datenschutz, transparenter Staat und legale Privatkopie eine konsistente Linie verfolgen und damit ein sehr gutes Gesamtkonzept ergeben. Natürlich sind dabei nicht alle Details festgezurrt, aber das ist erstens bei anderen Parteien genauso und zweitens wäre es nutzlos, weil in der Politik nunmal nicht ein perfektes Konzept umgesetzt wird, sondern ein für alle Beteiligten tragbarer Kompromiss. Und zum BGE gibt es seit Jahren mehrere von Wirtschaftswissenschaftlern durchgerechnete, finanzierbare Konzepte. Da müssen die Piraten nicht das Rad neu erfinden.

  13. Re: Es geht um das Netz - Piraten fragen?

    Autor: ArneBab 21.05.14 - 16:51

    @wako: Seh… ich auch so. Vielleicht werden da Strukturen von anderen Parteien auf die Piraten projeziert.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.05.14 16:51 durch ArneBab.

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