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Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

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  1. Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: Husten 31.07.12 - 09:38

    ... dass er nix Besonderes ist. Die irische Datenschutzbehörde kümmert sich drum, fertig aus. Dass der bub hier versucht sich einen Namen in den Medien zu machen nervt uns hier alle. Und dass er meint als Jura-Student über die fachliche Kompetenz der Behörde urteilen zu können, sagt ja schon alles.

    Allein der Name seiner Aktion "Europa vs. Facebook" zeigt doch, dass es ihm um die reine Medienwirksamkeit geht. Weder führt hier einer Krieg gegen Facebook, noch hat er irgendeinen Auftrag von "Europa" oder irgendeine Legimitation im Namen Europas irgendwas zu machen. Burschi du wohnst in einem Land, in dem die meisten Einwohner am liebsten aus der EU austreten würden.

    Aber ich schätze mal er musste "Europe" im Titel wählen, weil "Austria" einfach keiner kennt ;) Und "Student" klingt halt so unwichtig wie es ist ;)

  2. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: divStar 31.07.12 - 09:58

    Und du bist schlicht neidisch, weil du nichts anderes kannst, als höchstens hier solche vor Neid nur so strotzenden Kommentare abzugeben.

    Ich finde, dass der "Bub" das sehr gut macht. Recht - ganz gleich welches - darf nicht selektiv angewandt werden, sondern muss gleichermaßen für alle gelten. Tut es das nicht, muss dies mit aller Kraft deutlich UND öffentlich gemacht werden.

    Dass sich "die irische Datenschutzbehörde" darum kümmert, ist in etwa so wahrscheinlich, wie dass die Bundesregierung endlich mal für die Menschen, die sie gewählt haben, regiert. In Wirklichkeit wird nämlich die Behörde kaum etwas tun, da Facebook gute "Lobbyarbeit" (read: gute Schmierarbeit) daran leistet. Bei der Bundesregierung ist es sogar wahrscheinlicher, dass sie auch mal etwas zugunsten von - möglichst allen - Menschen tut, wobei für mich die Bundesregierung eher negative Schlagzeilen mit Änderungen des Meldegesetzes und einigen "Überwachungs- und Filterungsvorstößen" gemacht hat.

    Ich kann auch über die fachliche (In)Kompetenz von Behörden urteilen - dafür kann man die Unterlagen entsprechend einfordern und sie einem Rechtsanwalt und einer Behörde vorlegen. Wenn es Unstimmigkeiten gibt - und einen Rechtsanwalt braucht der Jura-Student wohl kaum, da er selbst (bald) einer ist - dann gehört der Fall untersucht.

    Im übrigen geht es ihm wohl kaum darum, ob man aus der EU austreten sollte oder nicht (wobei ich ebenfalls eher aus der EU austreten würde, denn ich habe keine Lust den Staaten unendlich viel Geld zu leihen, von dem ich weiß, dass es doch wieder verzockt wird und die Verluste sozialisiert, die Gewinne hingegen privatisiert werden). Es geht darum, dass es eine Europa-weite Regelung zum Datenschutz gibt - und diese nicht eingehalten wird. Sie ist aber geltendes europäisches Recht - ganz gleich, ob die Bürger seines Heimatlandes nun austreten wollen oder nicht.
    Was nützen Rechte, wenn sie nicht umgesetzt werden? Wenn ich das so sehe, dann gäbe es wohl einen weiteren Grund am Sinn von europäischen Rechten zu zweifeln - immerhin werden sie selektiv umgesetzt und angewandt.

    Deine Verallgemeinerungen im Bezug auf "Student" sind erstaunlich und zeugen von großen Vorurteilen. Ich würde mal gerne wissen was DU in deinem Leben geschafft hast bzw. wofür du dich - medienwirksam oder nicht - eingesetzt hast. Meckern kann jeder, machen - nicht.

    Edit:
    [quote=Husten]nervt uns hier alle[/quote]
    Mich persönlich nervt es nicht - vielmehr nerven mich Menschen wie du, die einen darum beneiden wie aktiv man ist und etwas macht/erreichen will, weil sie gerne selbst so wären, es aber nicht sind.
    Mit alle kannst du also allenfalls nur "manche" meinen.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.07.12 10:07 durch divStar.

  3. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: Mingfu 31.07.12 - 10:00

    Die Vermutung liegt zumindest nahe. Einige Leute können bei bestimmten Themen eine Penetranz entwickeln, die nur noch lästig ist, aufhält und stört. Wenn man bei einer Behörde etwas zur Anzeige gebracht, Nachfragen beantwortet, Belege überstellt hat, dann ist der Vorgang für denjenigen persönlich eigentlich beendet - es sei denn, die Behörde kommt zwecks weiterer Fragen auf ihn zu. Wer dort meint, er wäre nach wie vor entscheidender Teil des Verfahrens, liegt vollkommen daneben.

    Andererseits muss man natürlich auch sehen: Irland ist nicht umsonst Sitz vieler US-Unternehmen in Europa. Das liegt nicht nur an unverschämten Steuersparmöglichkeiten, sondern auch daran, dass viele entscheidende Gesetze recht lasch formuliert sind und auch so umgesetzt werden.

    Die irische Datenschutzbehörde wird sich deshalb hüten, dort irgendeine härtere Gangart einzuschlagen - will man doch US-Unternehmen nicht verschrecken. Denn würden die auch noch gehen, würde die Arbeitslosigkeit enorm ansteigen und man könnte nicht einmal mehr über Einkommens- und Verbrauchsumsatzsteuern irgendwelche Steuereinnahmen generieren (von den Unternehmen nimmt man sowieso nichts). Dann könnte sich Irland mit seinem maroden Bankensektor und der dann extrem einbrechenden Konjunktur direkt neben Griechenland stellen. Irland ist so ein typisches Beispiel von einem Land, welches für ein paar Unternehmensansiedlungen sich selbst verkauft. Und die zahnlose Datenschutzbehörde ist da nur ein einziger Puzzlestein.

    Würde Facebook seinen Sitz in Kiel haben, sähe die Welt eventuell anders aus - und das obwohl europaweit zumindest die Grundlage der Datenschutzgesetze auf Grund der entsprechenden Richtlinien identisch ist.

  4. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: a.nym 31.07.12 - 10:12

    Hat er deswegen Unrecht ?

    Wen es ein Gesetzt gibt muss sich jeder daran halten, ob Bürger, FB oder Staat.
    Geschieht das nicht gib es Richter die das klären sollten.

    Es ist nur Typisch das große Organisation, meinen alles zu dürfen siehe FB. wen man fies wird könnte man auf FB mit den Banken vergleichen ;) aber das will ja keiner.

    Genau wie kein Politiker oder Staats Organisation genug Arsch in der Hose haben gegen solche Firmen was zu unternehmen.

    und ganz ehrlich 40 Mitarbeiter die sich mit der Juristen u. Informatikern von FB auseinander setzen sollen ? ist echt Lachhaft, zu mal sich FB ein großes Thema ist aber sicher nicht das EINZIGE in dieser Behörde sein wird.

    Ein Schelm wer da böses denkt

  5. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: Muhaha 31.07.12 - 10:15

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Vermutung liegt zumindest nahe. Einige Leute können bei bestimmten
    > Themen eine Penetranz entwickeln, die nur noch lästig ist, aufhält und
    > stört.

    Genau. Was erlaube Bürger. Soll gefälligst die Fresse halten und nicht aufmucken ...

  6. Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: Mingfu 31.07.12 - 11:03

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. Was erlaube Bürger. Soll gefälligst die Fresse halten und nicht
    > aufmucken ...

    Sorry, aber er würde mit seinen Ansichten auch in Deutschland absolut "auf die Fresse fliegen". Er hat eine völlig falsche Vorstellung des Verfahrensablaufes und verkommt zu einem reinen Störfaktor.

    Er glaubt, es würde eine Art Gerichtsverfahren vor dem irischen Datenschutzbeauftragten stattfinden - er gegen Facebook. Aber das ist vollkommener Blödsinn, ein solches Verfahren existiert überhaupt nicht und wäre - wenn man es so durchführen würde - ohne jede gesetzliche Grundlage. Demzufolge argumentiert er völlig absurd mit der europäischen Menschenrechtskonvention und dem dortigen Recht auf ein faires Verfahren (Artikel 6). Er verlangt Zugang zu Dokumenten, um sich verteidigen zu können und die Gegenseite zu widerlegen - alles vollkommener Unfug, weil der irische Datenschutzbeauftragte kein Gericht ist.

    Der irische Datenschutzbeauftragte führt bei Facebook ein Datenschutzaudit durch. Das ist ein reines Verfahren zwischen der Datenschutzbehörde und dem Unternehmen bei dem überprüft wird, inwieweit die Datenschutzgesetze eingehalten werden und entsprechende Vorkehrungen getroffen sind. Bei diesem Verfahren geht der Datenschutzbeauftragte auch auf die bei ihm eingetroffenen Beschwerden ein (u. a. von Maximilian Schrems, aber auch von anderen Bürgern) und wird prüfen, inwieweit diese berechtigt sind und Facebook Änderungen vornehmen muss. Das ist alles - mehr ist nicht, mehr kann der Datenschutzbeauftragte überhaupt nicht machen. Wenn Schrems ein direktes Verfahren gegen Facebook möchte, kann er dies nur selbst vor einem Gericht austragen (das wäre in Deutschland nicht anders).

    Eigentlich sollte man von einem Jurastudenten erwarten können, dass er derart elementare Dinge in der Lage ist zu begreifen. Offenbar ist er es selbst nach mehrfacher Erklärung nicht und glaubt weiter, vor dem Datenschutzbeauftragten einen Gerichtsprozess aufzuführen. Irgendwann bleibt dann nur noch Ignoranz übrig, wenn Erklärungen nicht fruchten.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 31.07.12 11:09 durch Mingfu.

  7. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: Husten 31.07.12 - 11:31

    +1 mingfu, es ist immer wieder schön zu lesen, das hier noch jemand mitdenkt und überhaupt versucht zu verstehen, was ein anderer meint, anstatt gleich mit "bist doch nur neidisch" und "du hast nur voruteile gegenüber studenten" rumzuschimpfen.

  8. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: pythoneer 31.07.12 - 11:32

    Ich fasse zusammen:
    -Der Bürger hat die Fresse zu halten
    -Er darf Unrecht melden, wenn dem aber nicht nachgekommen wird, hat er die Fresse zu halten
    -Unrecht ist zwar schlimm sichert aber Arbeitsplätze, wer dagegen ist, soll die Fresse halten
    -Wer meint sich dagegen zu engagieren, der weiß einfach nicht wie das hier "läuft" und sollte die Fresse halten

    Tut mir leid aber du siehst die Probleme ja selber, sagst dann aber es ist halt so, weil es ja schon immer so war - "das ist halt so". Ich kann leider die "das ist halt so" Leute nicht richtig verstehen. Es mag sein, dass es bequemer ist - aber ist das nicht eine Vergewaltigung an sich selbst und seinem eigenen Verstand? (Oder ist das halt so?)

  9. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: Husten 31.07.12 - 11:45

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fasse zusammen:
    > -Der Bürger hat die Fresse zu halten

    Nein, der Burger hat sich an Gesetze und Abläufe zu halten. zb Strafanzeige:

    Wenn ich was zur Anzeige bringe, also Strafanzeige, dann hat sich der Staat darum zu kümmern. Und wenn da dann irgendeine Kacke rauskommt, dann kann ich immer noch auf die Barikaden gehen.

    Aber ich kann nicht jeden Tag bei der Staatsanwaltschaft anrufen, verlangen auf dem neusten Stand des laufenden Verfahrens gebracht zu werden, und dann auch noch in den Medien gross rumjammern, wenn ich erst einen Tag vor der Veröffentlichung irgendwelcher Ergebnisse erhalte.

    Auch der Bürger der das ganze in Gang setzt ist weiterhin nur ein einfacher Bürger. Er hat überhaupt kein Recht irgendwo begleitend eingebunden zu werden.

    Und gerade weil er Jurist ist und das alles wissen sollte, werfe ich ihm hier Mediengeilheit vor, um sich für die Zukunft einen Namen zu machen. Und seine Titelwahl "Europe vs. Facebook" sehe ich als Beweis für meine These.

  10. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: Mingfu 31.07.12 - 11:51

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fasse zusammen:
    > -Der Bürger hat die Fresse zu halten
    > -Er darf Unrecht melden, wenn dem aber nicht nachgekommen wird, hat er die
    > Fresse zu halten

    Er hat sich an die gesetzlichen Regelungen zu halten, wie wir alle. Das Wort wird ihm ja auch nicht verboten - er kann auf seiner Website schreiben, was er will. Er wurde ebenfalls darauf hingewiesen, dass er ggf. ein normales Gerichtsverfahren gegen Facebook anstrengen kann. Wenn er das nicht macht und stattdessen sich einen völlig absurden Verfahrensweg erdenkt, der nicht existiert, dann kann man ihn auf diesen Fehler hinweisen. Aber man kann deswegen nicht das von ihm ersponnene Verfahren ohne jede gesetzliche Grundlage durchführen.

    > Es mag sein, dass es bequemer ist - aber ist das nicht eine Vergewaltigung an sich
    > selbst und seinem eigenen Verstand? (Oder ist das halt so?)

    Ob das so bequem ist, weiß ich nicht. Offenbar scheint es ja noch viel bequemer zu sein, auf Grund subjektiven Unrechtsempfindens nach Konsequenzen und Strafen zu rufen.

    Ich würde es auf jeden Fall als eine viel schlimmere "Vergewaltigung" - nicht nur des eigenen Verstandes - empfinden, wenn in Zukunft ohne gesetzliche Grundlage Verfahren abgewickelt und Strafen verhängt werden. Das wäre eine reine Willkürherrschaft.

    Wenn man die momentanen gesetzlichen Regelungen und vorgesehenen Verfahren als ungenügend ansieht (gerade im Bereich Datenschutz sind sie es auch - das sagen selbst die Datenschützer, dass ihnen teilweise die Mittel fehlen), dann ist es das gute Recht, sich für eine Änderung einzusetzen, um derartige Unzulänglichkeiten in Zukunft zu vermeiden. Allerdings existiert kein Recht zu sagen, dass wir die momentanen Gesetze deshalb komplett ignorieren und nach eigenen Maßstäben und Gutdünken derartige Verfahren durchführen, nur weil das für die Erreichung eines "höheren Zieles" gerade opportun erscheint.

    Der Rechtsstaat ist auf jeden Fall ein Wert, von dem ich nicht abrücken möchte. Dass es immer mal wieder ärgerliche Fälle gibt, die ungerecht erscheinen, ist leider eine Kehrseite - aber die Alternative mit reiner opportunistischer Willkür wäre noch fataler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.07.12 12:08 durch Mingfu.

  11. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: hubie 31.07.12 - 11:52

    warum nervt euch das? Wenns interessiert lesen, wenn nicht überlesen. Wenigstens hat er die Eier was gegen den Datenhunger und den Missbrauch durch facebook zu unternehmen, und dafür sollten wir eigentlich alle dankbar sein, oder? ;-)

  12. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: Wechselgänger 31.07.12 - 11:57

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fasse zusammen:
    > -Er darf Unrecht melden, wenn dem aber nicht nachgekommen wird, hat er die
    > Fresse zu halten

    Nein.
    Wenn er mit dem (vorläufigen?) Ergebnis, zu dem die irische Datenschutzbehörde gekommen ist, nicht einverstanden ist, dann soll er den richtigen Weg einhalten.
    Also: Selber klagen, anstatt von der Datenschutzbehörde Dinge zu verlangen, die zu verlangen er nicht das Recht hat.

  13. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: cryptic 31.07.12 - 12:47

    pythoneer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich fasse zusammen:
    > -Der Bürger hat die Fresse zu halten
    > -Er darf Unrecht melden, wenn dem aber nicht nachgekommen wird, hat er die
    > Fresse zu halten
    > -Unrecht ist zwar schlimm sichert aber Arbeitsplätze, wer dagegen ist, soll
    > die Fresse halten
    > -Wer meint sich dagegen zu engagieren, der weiß einfach nicht wie das hier
    > "läuft" und sollte die Fresse halten

    Made my day :D
    Schön auf den Punkt gebracht.

  14. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: mochiman 31.07.12 - 12:47

    hubie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum nervt euch das? Wenns interessiert lesen, wenn nicht überlesen.
    > Wenigstens hat er die Eier was gegen den Datenhunger und den Missbrauch
    > durch facebook zu unternehmen, und dafür sollten wir eigentlich alle
    > dankbar sein, oder? ;-)

    Definitiv! Aber blinder Gehormsam ist ja eh sone deutsche Eigenart. Hauptsache regiert werden und genug zu fressen bzw. zu spielen haben.

  15. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: Maxiklin 31.07.12 - 13:27

    @Mingfu

    Toller Beitrag, Hut ab. Ich weiß ja nicht in welchem Semester der Max S. gerade ist, aber nach allem, was ich gelesen habe, höchstens im ersten oder er sollte schnell die Studienrichtung ändern :P

    ER selbst hat sowieso keinerlei Recht auf Akteneinsicht, selbst wenn er selbst Facebook verklagen würde, das hat AUSSCHLIESSLICH (!) der von ihm beauftragte Rechtsanwalt und sonst niemand. Daß er mediengeil ist und offenbar hofft, das sei nach dem Studium förderlich ist, steht wohl außer Frage, der Schuß kann aber sehr schnell nach hinten losgehen und ihn in juristischen Kreisen bis auf die Knochen blamieren für alle Zeit.

    Er sollte erstmal den irischen Datenschützern ihre Arbeit machen lassen, ist er mit dem Ergebnis unzufrieden, kann er ja gegen die Behörde klagen oder direkt gegen FB. Aber dann wird er wohl noch paar 100 Jahre Geld sammeln müssen, weil für 100.000 Dollar geht Zuckerberg nicht mal ausm Haus :P Und wie es ausgehen wird, wenn ein Privatmann gegen eine europäische Datenschutzbehörde (!) klagt, dürften wir alle wissen.

  16. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: Husten 31.07.12 - 13:27

    mochiman schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Definitiv! Aber blinder Gehormsam ist ja eh sone deutsche Eigenart.
    > Hauptsache regiert werden und genug zu fressen bzw. zu spielen haben.

    Wobei das meiner Meinung nicht mit "Deutsch" zu tun hat, sondern mit einer grossen Arbeiterschicht. Deren Hauptprobleme sind halt "Geld und Freizeit" bzw. "Hunger und Gemütlichkeit". Nach dem Krieg war diese Schicht recht gross, da die interlektuellen zumeist entweder tot oder geflohen waren. Heutzutage ist es so, dass die aufgrund des Arbeitsmarktes auch Akademiker schnell von dieser "Geld und Freizeit"-Angst geplagt werden.

    Erst wenn man über diese Ängste hinweg ist, kann man die Perspektive ändern und auch an andere bzw. das System denken.

    Jetzt nur meine Meinung, bin weder Soziologe noch hab ich irgendeine Ausbildung in diese Richtung :)

  17. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: a.nym 31.07.12 - 14:10

    Wechselgänger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Also: Selber klagen, anstatt von der Datenschutzbehörde Dinge zu verlangen,
    > die zu verlangen er nicht das Recht hat.


    Naja Recht haben Recht bekommen ist fast über all an etwas gebunden, was man Geld nennt ...

    Das kann sich jeder ausrechnen wem wohl die Puste eher ausgehen würde ;)
    Falls man das "Start" KAPITAL überhaupt hat ..

    In dem vermutlichen Falle, wird es mangels Geldes wohl beim Fresshalten bleiben ...

    Kann ja auch nicht sein das Bürger ihre Rechte einfordern /klagen wollen.

  18. Re: Der kleine Junge ist nur eingeschnappt...

    Autor: PhilSt 31.07.12 - 14:25

    hubie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum nervt euch das? Wenns interessiert lesen, wenn nicht überlesen.
    > Wenigstens hat er die Eier was gegen den Datenhunger und den Missbrauch
    > durch facebook zu unternehmen, und dafür sollten wir eigentlich alle
    > dankbar sein, oder? ;-)

    Es kommt nicht darauf an, ETWAS (in diesem Fall völlig sinnloses) zu tun, sondern darauf, das RICHTIGE zu tun.

    Das sollte er gerade als Jurist in spe eigentlich wissen. Wenn es ihm nur um seine 15 minutes of being famous geht kann er das auch anders haben. So macht er sich imho zumindest bei etwas weiter denkenden Mitbürgern zum Affen.

  19. Re: Schrems liegt einfach vollkommen daneben

    Autor: StefanKehrer 31.07.12 - 14:39

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Genau. Was erlaube Bürger. Soll gefälligst die Fresse halten und nicht
    > > aufmucken ...
    >
    > Sorry, aber er würde mit seinen Ansichten auch in Deutschland absolut "auf
    > die Fresse fliegen". Er hat eine völlig falsche Vorstellung des
    > Verfahrensablaufes und verkommt zu einem reinen Störfaktor.
    >
    > Er glaubt, es würde eine Art Gerichtsverfahren vor dem irischen
    > Datenschutzbeauftragten stattfinden - er gegen Facebook. Aber das ist
    > vollkommener Blödsinn, ein solches Verfahren existiert überhaupt nicht und
    > wäre - wenn man es so durchführen würde - ohne jede gesetzliche Grundlage.
    > Demzufolge argumentiert er völlig absurd mit der europäischen
    > Menschenrechtskonvention und dem dortigen Recht auf ein faires Verfahren
    > (Artikel 6). Er verlangt Zugang zu Dokumenten, um sich verteidigen zu
    > können und die Gegenseite zu widerlegen - alles vollkommener Unfug, weil
    > der irische Datenschutzbeauftragte kein Gericht ist.
    >

    Wo steht da was von einem Gerichtsverfahren, und wo beruft er sich auf den Artikel 6?

    Was ich gelesen habe beruft er sich auf seine Grundrechte, und als Beteiligter an einem Verwaltungsverfahren hat er Recht auf Einsicht in die Dokumente des Verfahrens.

    Und da die Behörde das weiß, streitet sie ab das er Beteiligter am Verfahren ist. Was für mich nicht schlüssig ist. Scheinbar hat sie sonst keine brauchbaren Argumente eine Akteneinsicht abzulehnen.

    Nicht das es in solchen Fällen in Deutschland grundsätzlich besser läuft, aber dafür wurden vom Europäischen Menschengerichtshof schon Urteile gefällt, die die Rechte eindeutig gestärkt haben. Und es gibt seit 2006 ein Informationsfreiheitsgesetz, das allerdings alles andere als zufriedenstellend umgesetzt wurde bisher.

  20. Schrems liegt vollkommen richtig

    Autor: StefanKehrer 31.07.12 - 14:58

    Mingfu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Genau. Was erlaube Bürger. Soll gefälligst die Fresse halten und nicht
    > > aufmucken ...
    >
    > Sorry, aber er würde mit seinen Ansichten auch in Deutschland absolut "auf
    > die Fresse fliegen". Er hat eine völlig falsche Vorstellung des
    > Verfahrensablaufes und verkommt zu einem reinen Störfaktor.
    >
    > Er glaubt, es würde eine Art Gerichtsverfahren vor dem irischen
    > Datenschutzbeauftragten stattfinden - er gegen Facebook. Aber das ist
    > vollkommener Blödsinn, ein solches Verfahren existiert überhaupt nicht und
    > wäre - wenn man es so durchführen würde - ohne jede gesetzliche Grundlage.
    > Demzufolge argumentiert er völlig absurd mit der europäischen
    > Menschenrechtskonvention und dem dortigen Recht auf ein faires Verfahren
    > (Artikel 6). Er verlangt Zugang zu Dokumenten, um sich verteidigen zu
    > können und die Gegenseite zu widerlegen - alles vollkommener Unfug, weil
    > der irische Datenschutzbeauftragte kein Gericht ist.

    Ich habe noch mal nachgelesen, und er kann sich durchaus auf den Artikel 6 berufen, das kann man hier nachlesen:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Right_to_a_fair_trial#The_right_to_a_fair_trial_in_administrative_proceedings


    Wobei ich zugeben muss, dass wenn man sich den Artikel 6 selbst anguckt, dieser als im Deutschen schlecht formuliert gelten muss, da dort explizit von einem Gericht die Rede ist, und der erste Halbsatz nicht klar abgegrenzt ist.

    Im englischen Text ist die Formulierung immerhin etwas weitläufiger, wenn auch nicht wirklich eindeutig.

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