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  5. › Europol und FBI: 34 jugendliche DDoS…

Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

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  1. Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: dgultsch 14.12.16 - 08:22

    Auch wenn es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, wird es Zeit das diesen Verbrechern mal gezeigt wird was sie da eigentlich tun. Am Besten auch noch auf Schadensersatz verklagen damit sie das die nächsten 25 Jahre mal abbezahlen können.
    DDos einzukaufen hat auch absolut nichts mit Können zu tun. Das kann jeder der einen Onlineshop benutzen kann.
    Jeder der hier im Forum diese Leute mit Demonstranten gleichsetzt hat absolut keine Ahnung wovon er redet. Wer schon mal auf der anderen Seite stand wird wissen wie machtlos man DDos Angriffen ausgeliefert ist. Die Kosten für Angriff und Verteidigung stehen absolut in keinem Verhältnis.

  2. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: wbemtest 14.12.16 - 08:28

    Sind solche Attacken eigentlich im Mittelstand auch schon üblich? Man hört ja immer nur davon, wenn es Namen, wie Sony oder DYNDNS, Fressenbuch und so ist.

  3. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: dgultsch 14.12.16 - 08:34

    wbemtest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind solche Attacken eigentlich im Mittelstand auch schon üblich? Man hört
    > ja immer nur davon, wenn es Namen, wie Sony oder DYNDNS, Fressenbuch und so
    > ist.

    Ja. Und gerade als kleines Unternehmen kannst du halt absolut nichts dagegen machen. Wenn du HTTP anbietest kannst du dich vielleicht noch hinter Cloudflare verstecken aber das ist auch nicht in allen Situationen benutzbar und natürlich nur HTTP.

  4. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: wbemtest 14.12.16 - 08:38

    Ja, ich kanns mir Bildlich vorstellen. Ich war als IT im Mittelstand ein wenig unterwegs. Ich glaube wir brauchen einfach mehr IOT *augenroll* Arbeit 4.0 kann dann kommen. Irgendwann greift dann jeder jeden an.

  5. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: chefin 14.12.16 - 08:52

    Es ist faktisch egal, wer Angegriffen wird. Wir haben nicht unbegrenzte Bandbreiten. Wenn ein Angriff mit 1000Gbit gegen Sony läuft fehlen am Backbone nach Asien 1000Gbit Bandbreite. Dort sind aber keine 1000Gbit Reserve in Stosszeiten.

    Und selbst wenn da nun Loadbalancing stattfindet, die Server überall verteilt stehen und sich nur untereinander syncen, so fehlt eben denen die Bandbreite. Einige wenige die gut verdienen, können sich leisten, Bandbreite so hoch priorisiert zu buchen, das alles andere weggeblockt wird. Und dann kommen wir zu denen die drunter leiden. Die kleineren, die sich das nicht leisten können. Und trotz der hohen Priorität ihres traffics knacken dann deren Server weg (oder eben weil deren Angriffspakete massiv durchkommen, statt dort schon wegzubrechen).

    DDoS stört alle. So als würden 3 Leute mit ihrem Auto mit 30 über die Autobahn schleichen. Sie stören zwar die, welche sie treffen wollen, aber viele tausend andere als Kollateralschaden.

    Allerdings gehe ich nicht konform mit dem threadstarter, hier bis in alle Ewigkeit durch Schadenersatz zu bestrafen. Schadenersatz würde ich hier generell ablehen, Strafe ja, das muss aber auch reichen. Sonst produzieren wir uns Soziale fracks, die ihre Schäden doch nicht bezahlen, statt dessen aber aufgrund ihrer fehlenden Motivation zu Arbeiten zusätzliche Schäden erzeugen. Sei es nur der Allgemeinheit auf der Tasche liegen, sei es das sie nicht mehr aus dem kriminellen Sumpf rauskommen und noch merh Schaden anrichten.

  6. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: wbemtest 14.12.16 - 10:47

    Ich denke, das bringts gut auf den Punkt. Danke Chefin.

  7. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: Tuxianer 14.12.16 - 11:05

    +1

    Einzige Kritik: Strafe muss strafen. Kuscheljustiz hat nur zur Folge, dass die Kriminalität ansteigt. Wenn man jeden mit dem Argument, dass er später dem Sozialsystem auf der Tasche liegt, weil er nicht motiviert ist, zu arbeiten, wenn man ihn jetzt bestraft, freispricht, dann wird er weiter kriminell sein - und am Ende doch den Steuerzahlern auf der Tasche liegen, dann halt im Gefängnis.

    Lieber das Sozialsystem anpassen, damit Personen, die strafrechtsbedingt verschuldet sind, eben deutlich weniger an Grundsicherung erhalten und so vielleicht ganz auf natürlichem Wege - in der Natur nennt man das Hunger - Arbeitsmotivation entsteht.

    "Bis in alle Ewigkeit" ist eh unpraktikabel; nach 30 Jahren verjährt auch der dickste Titel. Aber wenn die jungen Damen und Herren Sachbeschädiger(-innen) - das ist es, was DDoS hervorruft - mit empfindlichen geldwerten Strafen belegt werden, die sie, wenn sie sich zur Abwechslung mal sinnvoll um etwas bemühen und somit auch Geld verdienen, auch abbezahlen können, dann bleiben sie auch für einige Zeit daran erinnert, was für einen Bockmist sie gemacht haben. Und können vielleicht ihre Freunde von ebensolchem Mist abhalten.

    Es ist leider so: Erfahrung lehrt, wenn sie belohnt oder bestraft. Und nur dann; das ist die Grundlage der Evolution des Lebens von den ersten Zellen an, und davon haben wir Menschen uns auch im ach so digitalen Zeitalter nicht ein µ weit entfernt. So mal nebenbei einmal monatlich beim Sozialarbeiter herumjammern ... fragen Sie mal einen Sozialarbeiter nach der Erfolgsquote solcher Kuscheljustiz: Gleich Null. Daher: Strafe, die die Täter deutlich spüren.

    -----

    Befugnis kann man delegieren. Kompetenz muss man erlangen.

  8. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: freebyte 14.12.16 - 11:10

    wbemtest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind solche Attacken eigentlich im Mittelstand auch schon üblich?

    Nicht "auch", die "Kleinen" haben es zuerst gespürt. Ich habe hier zb. kleine Online Warenwirtschaftssysteme die pro Tag für 10-20 Bestellungen genutzt werden und daher entsprechend wenig Reserven haben.

    Wenn da paar Bots die Verarbeitungsthreads auf der Stufe "SYN_RECV" festtackern geht für die legitimen User nichts mehr.

    Aber das ist Alltagsgeschäft und nix für die Presse.

    fb

  9. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: wbemtest 14.12.16 - 13:17

    Tuxianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    >
    > Einzige Kritik: Strafe muss strafen. Kuscheljustiz hat nur zur Folge, dass
    > die Kriminalität ansteigt. Wenn man jeden mit dem Argument, dass er später
    > dem Sozialsystem auf der Tasche liegt, weil er nicht motiviert ist, zu
    > arbeiten, wenn man ihn jetzt bestraft, freispricht, dann wird er weiter
    > kriminell sein - und am Ende doch den Steuerzahlern auf der Tasche liegen,
    > dann halt im Gefängnis.
    >
    > Lieber das Sozialsystem anpassen, damit Personen, die strafrechtsbedingt
    > verschuldet sind, eben deutlich weniger an Grundsicherung erhalten und so
    > vielleicht ganz auf natürlichem Wege - in der Natur nennt man das Hunger -
    > Arbeitsmotivation entsteht.
    >
    > "Bis in alle Ewigkeit" ist eh unpraktikabel; nach 30 Jahren verjährt auch
    > der dickste Titel. Aber wenn die jungen Damen und Herren
    > Sachbeschädiger(-innen) - das ist es, was DDoS hervorruft - mit
    > empfindlichen geldwerten Strafen belegt werden, die sie, wenn sie sich zur
    > Abwechslung mal sinnvoll um etwas bemühen und somit auch Geld verdienen,
    > auch abbezahlen können, dann bleiben sie auch für einige Zeit daran
    > erinnert, was für einen Bockmist sie gemacht haben. Und können vielleicht
    > ihre Freunde von ebensolchem Mist abhalten.
    >
    > Es ist leider so: Erfahrung lehrt, wenn sie belohnt oder bestraft. Und nur
    > dann; das ist die Grundlage der Evolution des Lebens von den ersten Zellen
    > an, und davon haben wir Menschen uns auch im ach so digitalen Zeitalter
    > nicht ein µ weit entfernt. So mal nebenbei einmal monatlich beim
    > Sozialarbeiter herumjammern ... fragen Sie mal einen Sozialarbeiter nach
    > der Erfolgsquote solcher Kuscheljustiz: Gleich Null. Daher: Strafe, die die
    > Täter deutlich spüren.

    Bin ich nur bedingt mit einverstanden. Strafe, die den Eindruck macht es tut nicht weh wird bei einigen (eben nicht allen) nichts bringen. Diese DDOS Heinies sind keine Gewaöt-Mord-Attentäter oder aus dem Drogenbereich und würde diese auch nicht gern auf dieser Stufe sehen, das halte ich für völlig überzogen. Verbaue ich diesen Jugendlichen aber die Zukunft durch zu hohe, spürbare Strafen, wie z.B. finanziell dann gibt es für Sie auch keine Zukunft. Wer keine Zukunft hat und das spürt dem ist im schlimmsten Falle alles egal ist vielleicht auch noch isoliert und wird dann auch eventuell kriminell oder beteiligt sich nicht mehr. Also nicht das, was wir für einen Gemeinschaftlichen zusammenhalt brauchen. Wir müssen lernen, dass wir Menschen offensichtlich sehr unterschiedlich im Verhalten sind. Dort eine Strafe zu vereinheitlichen ist Falsch, weder in die eine Richtung, also lascher oder noch härter.

    Die Erfahrung z.B. in den USA zeigt, dass härte Bestrafung mit nichten zu weniger Kriminalität führt. Dort wird die Kriminalität sogar noch schlimmer und das trotz Privatisierung der Gefängnisse... oder vielleicht auch eben deswegen.

    Wenn weiterhin ignoriert wird, wie wir mit derartigen Problemen umgehen, alle über einen Kamm scheren und einfach nur bestrafen, wird unsere Welt problematischer, Chaotischer und ungerechter.

    Kleines Beispiel? Die Gewerkschaft der Polizei hat in Großstädten eine Studie in auftrag gegeben, wie viel Einsatzkräfte zusätzlich in den nächsten Jahren benötigt werden, wieviel man denn so theoretisch für die Beseitigung der kriminellen Bezirke benötigt und was es denn so für gemeinsame Indikatoren in von Verbrechen geplagten Bezirken gibt.
    Das Ergebnis, man müsste (ich glaube es war) 4 Mal mehr Polizei mit erhöhter Präsenz und unheinlich hohen Kosten in den Bezirken habem, worauf sich die Kriminalität dann nur verteilen würde und nur wenig sinken und der Kostenfaktor wäre unbezahlbar ODER jetzt kommts: die Armut dort beseitigen. Bei den ungleichen Verhältnissen von Bargeldvorkommen ist das also schon ein Politisches Thema. Eigentlich ein einfaches Prinzip, wenn die Menschen was zu verlieren haben, dann werden weniger kriminell. Deswegen stimme ich in dem Punkt nicht zu härter zu bestrafen, sondern mit Augenmaß. Niemand sagt, dass das einfach und billig ist. Mehr Polizei oder Organe, die sich damit beschäftigen dürfen aber auch nicht und
    JA, es ist auch nicht einfach. Aber wessen Job hat sich heutzutage schon vereinfacht.

    Ergebnis der Studie war übrigens im Land Berlin...öööh ja: wir werden dann nur noch mit aussicht auf Erfolg ermitteln (vorbild Hamburg oder so) m(
    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/polizei/taschendiebe--berliner-polizei-ermittelt-nur-noch-bei-aussicht-auf-erfolg--24863318

    Die Erfolgsaussicht auf Wiedereingliederung von Ex-Sträflingen ist übrigens leider nicht sehr hoch, unter anderem, weil diese völlig allein der Welt ausgesetzt werden. Prima, da können Sie ja wieder Straffällig werden, die haben ja eh nichts mit den "Normalos" da draussen am Hut. Das halte ich für einen völlig falschen Ansatz, Psychologen, also dementsprechende Experten (keine Fernsehexperten) übrigens auch...aber is doch zu teuer. Super, stimmt is leider zu teuer, muss ja jeder verstehen, dass man eine übern Schädel gezogen bekommt. Die Kosten für die Krankenkasse Polizeiermittlung Wiedereinweisung des Täters werden eben nicht gegengerechnet.
    Socialworker sind übrigens keine tröster oder Kindergärtner, das wird immer gerne verwechselt oder so dargestellt. Die braucht man im Sozialen kaputten Milieu, weil die das Wissen und Kontakte haben, (was die Polizei oder Richter niemals haben werden) viel mehr als wir jetzt haben. Die helfen übrigens bei der Eingliederung und gibt es mit Dipl. oder heutzutage Master, die verstehen tatsächlich was von Ihrem Job. Aber die sind ja leider zu teuer, mann muss ja teure Flughäfen bauen, oder Bahnhöfe.

  10. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: Trockenobst 14.12.16 - 15:04

    wbemtest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Erfolgsaussicht auf Wiedereingliederung von Ex-Sträflingen ist übrigens
    > leider nicht sehr hoch, unter anderem, weil diese völlig allein der Welt
    > ausgesetzt werden.

    Man muss hier unterscheiden: es gibt Leute, die suchen sich den geringsten Weg des Widerstandes (etwa harte Bankräuber-Karrieren) die wirst du nie mehr dazu bekommen irgendwo bei McD einen Hamburger zu braten. Die werden immer irgendwo in den Schatten arbeiten. Hartgesottene Kriminelle sind meist psychologisch nicht ganz sauber und die muss man irgendwann hart wegsperren.

    Bei jungen Leuten ist es so, dass einige erst weit mit 18-20 genügend vorhandene Hirnmasse haben, einen akuten Aktion auf ihre langfristige Wirkung zu verstehen und zu verinnerlichen. D.h. bis zu einem gewissen Grad haben da viele ab 14 "nach mir die Sintflut" und mit 20 kommen sie dann an und sagen "Ja, ich war dumm, aber das könnt ihr mir jetzt nicht die nächsten 60 Jahre dranhängen".

    So sieht das auch das Jugendstrafrecht vor.

    Aber es ist so wie wir es vorleben, viel zu lasch. In Kanada bedeutet eine Fraust in die Fresse eines Erwachsenen ohne Grund 24h Arrest, im Wiederholungsfall bis zu 72h.
    In Deutschland kannst du einem ins Gesicht treten und bist in 2h grinsend aus der Wache raus. In 3 Monaten vor Gericht hat der andere deine Mutter beleidigt, Aussage gegen Aussage, nichts passiert.

    So funktioniert dies schon sehr lange. Jugendliche die z.T. 20 kleine Vergehen auf der Bank haben und merken: hey, die Erwachsenen tun eh nichts.

    Bei solchen Skriptkiddie-Fällen braucht man beißende Reaktionen vor den Bug. Wer mal kein Smartphone für 3 Monate nutzen darf - da gab es schon sehr heftige Reaktionen von Internet-Süchtls.

    Das wird hier alles bis zum nächsten GAU ausgesessen, oder man prügelt sich Jahre sehr teuer vor Gericht, weil die Amis einen ausliefern wollen.

  11. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: wbemtest 14.12.16 - 16:19

    da bin ich voll bei dir trockenobst. wer ist Wiederholungsfall usw. dort muss eine andere strafe hin. in der politik und hier hört man dann immer den ansatz härtere, undifferenzierte Strafen. Die Kammern und Richter haben aber immer weniger Zeit differenziert zu entscheiden und was Du geschrieben hast anzuwenden.

  12. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: Komischer_Phreak 15.12.16 - 09:39

    Tuxianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > +1
    >
    > Einzige Kritik: Strafe muss strafen. Kuscheljustiz hat nur zur Folge, dass
    > die Kriminalität ansteigt. Wenn man jeden mit dem Argument, dass er später
    > dem Sozialsystem auf der Tasche liegt, weil er nicht motiviert ist, zu
    > arbeiten, wenn man ihn jetzt bestraft, freispricht, dann wird er weiter
    > kriminell sein - und am Ende doch den Steuerzahlern auf der Tasche liegen,
    > dann halt im Gefängnis.
    >
    > Lieber das Sozialsystem anpassen, damit Personen, die strafrechtsbedingt
    > verschuldet sind, eben deutlich weniger an Grundsicherung erhalten und so
    > vielleicht ganz auf natürlichem Wege - in der Natur nennt man das Hunger -
    > Arbeitsmotivation entsteht.
    >
    > "Bis in alle Ewigkeit" ist eh unpraktikabel; nach 30 Jahren verjährt auch
    > der dickste Titel. Aber wenn die jungen Damen und Herren
    > Sachbeschädiger(-innen) - das ist es, was DDoS hervorruft - mit
    > empfindlichen geldwerten Strafen belegt werden, die sie, wenn sie sich zur
    > Abwechslung mal sinnvoll um etwas bemühen und somit auch Geld verdienen,
    > auch abbezahlen können, dann bleiben sie auch für einige Zeit daran
    > erinnert, was für einen Bockmist sie gemacht haben. Und können vielleicht
    > ihre Freunde von ebensolchem Mist abhalten.
    >
    > Es ist leider so: Erfahrung lehrt, wenn sie belohnt oder bestraft. Und nur
    > dann; das ist die Grundlage der Evolution des Lebens von den ersten Zellen
    > an, und davon haben wir Menschen uns auch im ach so digitalen Zeitalter
    > nicht ein µ weit entfernt. So mal nebenbei einmal monatlich beim
    > Sozialarbeiter herumjammern ... fragen Sie mal einen Sozialarbeiter nach
    > der Erfolgsquote solcher Kuscheljustiz: Gleich Null. Daher: Strafe, die die
    > Täter deutlich spüren.

    Klingt grandios. Außer, man weiß, wie Pädagogik funktioniert.

    Und, ganz nebenbei, wenn Firmen ein System nutzen, das ein paar Kids auseinandernehmen können, dann wäre es möglicherweise an der Zeit, das System anzupassen. Und nicht ein paar sinnlose Strafen auszusprechen. Ein weltweites Verbot von IP-Spoofing in Kombination mit der Möglichkeit, Leitungen abzuklemmen, wäre wesentlich hilfreicher. Im Gegensatz zu diesem Law & Order - Ansatz hilft das nämlich.

  13. Re: Wer schon mal Opfer wurde wird diese Aktion gutheißen

    Autor: Tuxianer 15.12.16 - 17:17

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Klingt grandios. Außer, man weiß, wie Pädagogik funktioniert.

    "Pädagogik" wird gerne von Leuten mal so hingeschrieben, die damit Kuscheljustiz und Verharmlosung von Straftaten meinen. Pädagogik, die keine Grenzen setzt, ist keine. Sagen zumindest Pädagogen, die ihr Handwerk verstehen. Also keine Bücherschreiber und Theoretiker, sondern die, die den Job seit 20 Jahren oder so ausüben. Kennen Sie so jemanden? Lehrer in einer Problemschule? Falls nicht: Unbedingt den Bekanntenkreis erweitern! Es ist ungemein lehrreich, was man von aktiven Pädagogen über Pädagogik lernen kann!

    > Und, ganz nebenbei, wenn Firmen ein System nutzen, das ein paar Kids
    > auseinandernehmen können, dann wäre es möglicherweise an der Zeit, das
    > System anzupassen.

    Wenn mein Nachbar also eine schlechte Haustür hat, darf ich einbrechen - der Depp hat mich ja geradezu eingeladen mit seiner lächerlichen Holztür!

    Wenn der Lahmsack vor mir sich kein anständiges, fettes, übermotorisiertes Auto leisten kann, darf ich ihn mitsamt seiner Spielzeugkarre von der Straße putzen - ich fahre ein richtiges Auto, darf also in Deutschland fahren wie ich will, weil Gewicht und Motor Vorfahrt bedeuten; da brauche ich doch keine Rücksicht zu nehmen auf so ein Dingsda, so einen Spurverderber!

    Oder, um Ihre etwas krude Ansicht auf den Punkt zu bringen: Wer keine größere Wumme trägt als ich, denn darf ich umnieten.

    Sonderbares Rechtsverständnis, das Sie da bezeugen ... erinnert mich doch irgendwie an billige Wild-West-Filme ... aber heute? Und in der Realität?


    > Und nicht ein paar sinnlose Strafen auszusprechen.

    Wenn eine Strafe a) wirklich verhängt und nicht nur diskutiert und dann wegen "schwerer Jugend" und sonstigen Ausreden wieder in die Schublade versenkt wird und wenn sie b) vom Täter auch als solche wahrgenommen wird - also wirkt -, dann ist sie nicht sinnlos. Sondern erzieherisch wirksam. Ist übrigens einer der zwei Ansätze von Pädagogik: Strafe und Belohnung. Ohne Strafe wird Belohnung nicht als solche wahrgenommen, ohne Grenzen werden Freiheiten weder geschätzt noch gewürdigt. Schon mal davon gehört? Pädagogik, erstes Semester.


    > Ein weltweites Verbot von IP-Spoofing

    Uuuh, jaaah, bitte immer alles weltweit ... das ist das beste Totschlag-Argument gegen alles.

    Wer soll das bitte weltweit jedem Staat vorschreiben?

    Wer soll es kontrollieren?

    Ein Weltgericht?

    Wenn schon in so modernen Ländern wie D eine Regierung im Jahr 2015 erklären lässt, dass die Entwicklung des Internets "in den Jahren 2000 bis 2012 nicht absehbar war" - der Mann wusste es wirklich nicht besser und weiß es wohl auch heute nicht besser; er sprach über eine Entwicklung, die in den frühen 80-er-Jahren begann, spätestens in den späten 80-er-Jahren flächendeckend wirkte und bis zur Mitte der 90-er-Jahre faktisch abgeschlossen war; seitdem ist nur etwas mehr an Tempo drin, aber inhaltlich nichts Neues - dann sollen es doch lieber die Regierungen der wirklich armen Länder und der Krisenregionen lösen! Die haben da sicher mehr Ahnung, und auch sonst nichts Wichtiges zu tun.


    > in Kombination mit der Möglichkeit, Leitungen abzuklemmen,
    > wäre wesentlich hilfreicher.

    Wäre. Wenn die Welt flach wäre und alle Menschen an einem Draht hängen würden, den jemand steuern dürfte, der gerecht und allwissend wäre. Und wenn der Mond festgeschraubt wäre, wie auch die anderen Lampen am Firmament. So mit Zahnrädern und so.

    Leider ist die Realität eine andere. Willkommen in der Welt! Hier hat niemand eine weltweite Abschaltmöglichkeit, es kann ja noch nicht mal eine einzige, beliebig verhunzte Domain aus dem Ausland oder gar eine Top-Level-Domain blockiert werden, weil die Provider es nicht können (behaupten sie jedenfalls, was zumindest für die, die die Backbones betreiben, nicht zutrifft) und die Staaten dafür keine Gesetze haben.

    Aber Sie sind hier ja der Macher mit pädagogisch umfassendem Wissen und Können; Sie wollen sicher nach Australien, nach Indien, nach China, nach Russland und sonst wohin in der Welt reisen und da Leitungen abklemmen ... oh, oh, ... what a phantasm ...


    > Im Gegensatz zu diesem "Law & Order"-Ansatz hilft das

    ... Ihnen und in Phantasien vielleicht. In dieser Welt leider nicht und daher auch niemandem. Weil es nämlich - im Unterschied zu Gesetzen und deren Anwendung - nicht funktionieren kann. Und zwar aus ganz einfachen Gründen:

    1. Weil es nämlich keine globalen Gesetze gibt, auf die irgendeine Exekutive sich stützen könnte - und Sie wären doch der erste, der sich lautstark dagegen wehren würde, so von wegen law = schlecht, gelle?

    2. Weil es auch keine irgendwie demokratisch oder anderweitig weltweit anerkannt befugte internationale Legislative gibt, die solche Gesetze erlassen könnte - und wären nicht wieder Sie in der ersten Reihe der Lauthals-Dagegen-Schreier? Weil doch jedes Gesetz schlecht ist, das nicht mit globalem Freispruch als einziger "Strafe" formuliert ist, weil nur pädagogisch wertvoll ist, was per so schwere Kindheit und chancenarme Jugend der Täter auch aus wohlhabendem Haus strafvermeidend berücksichtigt?

    3. Weil es auch keine irgendwie demokratisch oder anderweitig weltweit anerkannt befugte globale Judikative gibt, die über solche Taten urteilen und demnach eine weltweit agierende oder auch eine regional oder national aktive Exekutive anweisen könnte, irgendwo irgendwem eine Leitung zu kappen. Und auch gegen die müssten Sie sein, wenn die auch nur ein einziges Verfahren gegen die Ihrer Meinung nach ja unschuldigen, durch die Nachlässigkeit der anderen verleiteten Jugendlichen eröffnet.

    Zumal Ihr Ansatz, Leitungen zu kappen, so dermaßen ins Leere läuft, wenn Ihr beliebter aus pädagogischer Kompetenz heraus per se unschuldiger Nicht-Täter nämlich mit seinem tragbaren Gerät via offenen oder nicht brachial geschützten WLans oder von der Uni oder vom Bahnhof oder vom Café oder von der Bibliothek oder von der Mensa oder aus dem Zug oder via Mobilfunkverbindung ... genau denselben Mist anstellen kann wie an einem festen Kabel! Ihn also zu entkabeln ... merken Sie was?

    Oder wollten Sie gleich alle Firmen, Universitäten, Bibliotheken usw. entkabeln, die ihre Netzwerke nicht so hermetisch abdichten, wie Sie das verlangen? Also eine harte Strafe ... pädagogisch irgendwie brutal hart, finden Sie nicht?

    Außerdem können Sie dann mal bei Sich selber anfangen mit dem Entkabeln: Sie verwenden garantiert ein nicht garantiert sicheres Betriebssystem - weil sie gar kein anderes finden. Oder haben Sie Ihres komplett selber programmiert? Garantiert fehlerfrei, mathematisch vollständig und beweisbar korrekt? Und nutzen Sie auch nur und ausnahmslos solche Hardware, beweisbar korrekte, vollständig spezifizierte, fehlerfreie? Äh: Nein. Das haben Sie nicht zur Verfügung.

    Es ist verdammt leicht, mit ausgestecktem Finger auf all die zu zeigen, die sich an die Regeln - im Internet gibt es keine Gesetze, aber einige Regeln, wie etwas funktioniert - halten und dabei nicht zu merken, dass man mit drei Fingern auf sich selber zeigt ... und dann zu verlangen, dass die sich zu ändern haben, die sich bemühen, es korrekt zu machen, und zugleich unter dem Deckmäntelchen einer angeblichen Pädagogik die in Schutz zu nehmen, die mit Vorsatz das Gegenteil tun!

    Kriminelles Verhalten mit "Pädagogik" zu bemänteln, ist nicht mal mehr naiv. Es ist krank.

    -----

    Befugnis kann man delegieren. Kompetenz muss man erlangen.

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