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"Konzernsicherheit"

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  1. "Konzernsicherheit"

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 11:36

    "Konzernsicherheit" ist wohl das privatwirtschaftliche pendant zu "aus gründen der nationalen sicherheit" - erlaubt auch das unerlaubte, weil es ja einem guten zweck dient!!!!!

  2. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: p4m 06.04.18 - 12:39

    LiPo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Konzernsicherheit" ist wohl das privatwirtschaftliche pendant zu "aus
    > gründen der nationalen sicherheit" - erlaubt auch das unerlaubte, weil es
    > ja einem guten zweck dient!!!!!

    Wo wird denn in diesem Fall "unerlaubt" gehandelt? Man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Da löscht jemand auf seiner eigenen Plattform seine eigenen Nachrichten und gibt dafür auch nen Grund an. So what?

    Dieser Konzern bietet mehr als genug Angriffsfläche, aber über sowas wird sich aufgeregt? Warum? Weil ein normaler Nutzer seine Nachrichten nicht löschen kann? Wow. Ist halt kein Mod/Admin, die Struktur gibt's in jedem Forum.

  3. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: MrAnderson 06.04.18 - 12:59

    Lach ... gehörst du auch zur "ich habe nichts zu verbergen"-Fraktion?

    Ich musste gerade wirklich laut lachen, als die Überschrift und dann den Artikel gelesen habe. Aufräumen bevor der große Sturm weiterrollt und noch mehr "dumb fucks" von ihm gefunden werden. Das ist so durchschaubar.

    Natürlich, darf er das auf seiner eigenen Plattform. Aber deutliche kann er ja wohl nicht machen, dass er sich selbst über den Rest der Welt stellt. Well done!

  4. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: stuempel 06.04.18 - 13:01

    p4m schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo wird denn in diesem Fall "unerlaubt" gehandelt? Man muss auch mal die
    > Kirche im Dorf lassen. Da löscht jemand auf seiner eigenen Plattform seine
    > eigenen Nachrichten und gibt dafür auch nen Grund an. So what?

    Rechtlich total okay. Aber eben insofern aberwitzig, als dass Facebook das für seine Nutzer um jeden Preis vermeiden würde, da die alten Metadaten ja wertvoll sind.

    Wie gesagt: Rechtlich einwandfrei - vor dem Kunden hingegen eine Kapitulationserklärung des eigenen Geschäftsmodells.

  5. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: MrAnderson 06.04.18 - 13:06

    > Wie gesagt: Rechtlich einwandfrei - vor dem Kunden hingegen eine Kapitulationserklärung des eigenen Geschäftsmodells.

    Ersetzte "Kunden" durch "Ware", denn seinen Kunden ist das wahrscheinlich recht egal.

  6. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: p4m 06.04.18 - 13:09

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lach ... gehörst du auch zur "ich habe nichts zu verbergen"-Fraktion?

    Nö, wie kommst Du dazu? Die Frage war, wo "unerlaubt" gehandelt wurde.

    > Ich musste gerade wirklich laut lachen, als die Überschrift und dann den
    > Artikel gelesen habe. Aufräumen bevor der große Sturm weiterrollt und noch
    > mehr "dumb fucks" von ihm gefunden werden. Das ist so durchschaubar.

    Aus Konzernperspektive mehr als verständlich.

    > Natürlich, darf er das auf seiner eigenen Plattform.

    Na bitte, darauf wollte ich hinaus.

    >Aber deutliche kann er ja wohl nicht machen, dass er sich selbst über
    > den Rest der Welt stellt.
    > Well done!

    Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Für mich nicht mehr oder weniger als jeder Admin in 'nem Hobbyforum, der sich mal verplappert hat.

  7. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: p4m 06.04.18 - 13:12

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wie gesagt: Rechtlich einwandfrei - vor dem Kunden hingegen eine
    > Kapitulationserklärung des eigenen Geschäftsmodells.
    >
    > Ersetzte "Kunden" durch "Ware", denn seinen Kunden ist das wahrscheinlich
    > recht egal.

    Das ist nun aber auch nichts neues. Ebenso wenig, dass der FB-Konzern einzig und allein mit personalisierter Werbung und den Daten der Nutzer sein Geld macht. Und jetzt soll genau das ein Skandal sein? Ebenso, dass da ein CEO seine Nachrichten löschen lässt - welch' Wunder. Hat auch nichts mit dem Geschäftsmodell zu tun, da ist netzwerkintern eine Person mit Sonderrechten und nutzt diese. Wer sich ernsthaft aufregt sollte ich einfach mal fragen, ob der den Dienst überhaupt nutzen will. Macht's ggf. einfacher.

  8. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: Icestorm 06.04.18 - 14:10

    p4m schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LiPo schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > "Konzernsicherheit" ist wohl das privatwirtschaftliche pendant zu "aus
    > > gründen der nationalen sicherheit" - erlaubt auch das unerlaubte, weil
    > es
    > > ja einem guten zweck dient!!!!!
    >
    > Wo wird denn in diesem Fall "unerlaubt" gehandelt? Man muss auch mal die
    > Kirche im Dorf lassen. Da löscht jemand auf seiner eigenen Plattform seine
    > eigenen Nachrichten und gibt dafür auch nen Grund an. So what?
    >
    > Dieser Konzern bietet mehr als genug Angriffsfläche, aber über sowas wird
    > sich aufgeregt? Warum? Weil ein normaler Nutzer seine Nachrichten nicht
    > löschen kann? Wow. Ist halt kein Mod/Admin, die Struktur gibt's in jedem
    > Forum.

    Glaubst Du wirklich, hier ginge es um die Sicherheit des Konzerns?
    "Sicher" allenfalls im Sinne von "Sicher, dass verfängliche Äußerungen Zuckerbergs nicht Facebook nicht auf die Füße fallen."

  9. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: sofries 06.04.18 - 14:41

    Die perfekten Menschen hier im Thread haben sicher noch nie eine Nachricht geschickt, die ihnen evtl schaden könnte, wenn sie an die Öffentlichkeit gelangt.
    Man sieht doch ganz genau wie die Leaks von Sonynachrichten und Mails der Hilary Clinton Kampagne massive Schäden angerichtet haben. Da ist es doch legitim ältere Nachrichten löschen zu lassen, bevor irgendein Chatpartner diese Jahre später dann doch den Medien zuspielt oder sie zu Erpressungsversuchen nützt. Das können auch normale Bemerkungen sein, die dann in einem aufgeladenen Kontext plötzlich eine harsche Bedeutung bekommen.

  10. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: MrAnderson 06.04.18 - 14:56

    Streich den blöden Einstieg, sry.

    > Das liegt wohl im Auge des Betrachters. Für mich nicht mehr oder weniger als
    > jeder Admin in 'nem Hobbyforum, der sich mal verplappert hat.

    Aber damit beschreibst du genau das Problem. Im Hobbyforum ist das egal. Facebook und Co. haben sich aber zu einem Teil der Infrastruktur entwickelt, der sich nicht mehr so leicht entfernen lässt (ob einem das passt oder nicht). Und da sehe ich schon einen Unterschied. Der Anbieter behauptet, sein System sei sicher, löscht aus Sicherheit aber doch mal lieber seine eigenen Sachen. Hmm? System doch unsicher oder Betreiber nur paranoid?

  11. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: Icestorm 06.04.18 - 14:56

    sofries schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die perfekten Menschen hier im Thread haben sicher noch nie eine Nachricht
    > geschickt, die ihnen evtl schaden könnte, wenn sie an die Öffentlichkeit
    > gelangt.
    > Man sieht doch ganz genau wie die Leaks von Sonynachrichten und Mails der
    > Hilary Clinton Kampagne massive Schäden angerichtet haben. Da ist es doch
    > legitim ältere Nachrichten löschen zu lassen, bevor irgendein Chatpartner
    > diese Jahre später dann doch den Medien zuspielt oder sie zu
    > Erpressungsversuchen nützt. Das können auch normale Bemerkungen sein, die
    > dann in einem aufgeladenen Kontext plötzlich eine harsche Bedeutung
    > bekommen.

    Genau ...
    Zuckerberg meinte ja schon vor Längerem, Privatsphäre wäre out.
    Wenn dann noch so andere Perlen in Zuckerbergs Chathistorie lauern, dass bspw. es völlig legitim sei, wenn Firmen Privates der Facebooknutzer wüssten und verwenden, dass Facebook als Diensteanbieter zum Finanzieren seiner Leistungen auf den gesamten Datensatz der Nutzer zwecks Umsatzgenerierung zugreifen dürfe, dann wäre das sehr brisant und gefährlich für FB und ZB, und zwar nicht weil da irgendjemand FB erpressen könnte.

  12. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: MrAnderson 06.04.18 - 15:03

    Etwas Neues ist das überhaupt nicht. Aber um die Problematik von Big Data (um die es ja letztendlich geht) genauer zu erfassen, ist es glaub schon wichtig, Kunde und Ware besser zu definieren. Schließlich sind es ja die Kunden (die bezahlen), die das System nutzen und groß machen.

    Also ist die Frage vllt. auch: Müssen wir uns nicht nur gegen Datenerfasser/-Händer zur Wehr setzten, sondern eventuell auch gegen die Nutznieser und Motoren des Systems.

    Eine schwierige Problematik, denn die Frage führt sehr schnell zum vom User nicht akzeptierten "Paid Content".

  13. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: p4m 06.04.18 - 15:19

    MrAnderson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Etwas Neues ist das überhaupt nicht. Aber um die Problematik von Big Data
    > (um die es ja letztendlich geht) genauer zu erfassen, ist es glaub schon
    > wichtig, Kunde und Ware besser zu definieren. Schließlich sind es ja die
    > Kunden (die bezahlen), die das System nutzen und groß machen.
    >
    > Also ist die Frage vllt. auch: Müssen wir uns nicht nur gegen
    > Datenerfasser/-Händer zur Wehr setzten, sondern eventuell auch gegen die
    > Nutznieser und Motoren des Systems.

    Zur Wehr setzen muss man sich in dem derzeitigen "Skandal" gegen niemanden. Nichtnutzung eines Services, dessen Bedingungen einem nicht passen, ist die einzig vernünftige Reaktion auf persönlicher Ebene.

    Lt. Tagesschau vom 06.04.18 wendet sich allerdings kaum jemand von dem Netzwerk ab. Demnach ist das Verhalten von der Nutzerbasis akzeptiert. Much ado about nothing.

  14. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: MrAnderson 06.04.18 - 15:20

    Ach ... eigentlich passt die Meldung doch super zum Troll-Freitag.

    Da erklärt einer sein System wäre total sicher, zumindest in Kürze, demnächst. Löscht selbst aber vorsorglich mal sein eigenes Zeug, weil ja nobody knows.

    Als ich heut morgen die Überschrift gelesen hab, hat man mich aus dem Nachbarbüro gefragt, warum ich so laut lach. Auf der einen Seite Dreistigkeit, auf der anderen Ignoranz und dazwischen irgendwo Hilflosigkeit. Ist irgendwie zum Lachen, wenn man das Netz und seine Akteure seit ein paar Jahrzehnten begleitet.

    So ... ich log jetzt mal kurz bei FB ein um zu melden, dass ich wieder daheim bin. :D

  15. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: MrAnderson 06.04.18 - 16:04

    p4m schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Zur Wehr setzen muss man sich in dem derzeitigen "Skandal" gegen niemanden.
    > Nichtnutzung eines Services, dessen Bedingungen einem nicht passen, ist die
    > einzig vernünftige Reaktion auf persönlicher Ebene.

    Aber kann man das? Überall laufen Skripte, die Profile anlegen.
    Für mich ist der aktuelle "Skandal" nur ein Synonym und Facebook nur ein Datenaggregator. Ich finde wir sollten viel mehr über die Verknüpfung der Daten reden. Letztendlich ist die Big Data-Diskussion damit abgeschlossen worden, dass man Cambridge Analytica als Kriminell einordnet. Thema beendet. :/

    >
    > Lt. Tagesschau vom 06.04.18 wendet sich allerdings kaum jemand von dem
    > Netzwerk ab. Demnach ist das Verhalten von der Nutzerbasis akzeptiert. Much
    > ado about nothing.
    Ich glaube das Suchtargument ist da gar nicht so falsch. Glückshormon gegen Likes, gegen New.

  16. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: das_mav 06.04.18 - 16:29

    p4m schrieb:
    Warum? Weil ein normaler Nutzer seine Nachrichten nicht
    > löschen kann? Wow. Ist halt kein Mod/Admin, die Struktur gibt's in jedem
    > Forum.

    Schubladenmedien. Sobald wegen einem "Skandal" aufgestoßen muss in Negativer oder Positiver Richtung alles berichtet werden was da ist. Hetze eben, leben die Medien seit Jahren von.

    Dass das Dass mit das verwechselt wird, führt irgendwann dazu, dass das Dass das nicht mehr erträgt und dass das Dass das Das dann tötet.

  17. Re: "Konzernsicherheit"

    Autor: 1ras 07.04.18 - 03:45

    Icestorm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaubst Du wirklich, hier ginge es um die Sicherheit des Konzerns?

    Natürlich geht es um die Sicherheit des Konzerns.

    > "Sicher" allenfalls im Sinne von "Sicher, dass verfängliche Äußerungen
    > Zuckerbergs nicht Facebook nicht auf die Füße fallen."

    Und genau darum geht es. Datenreichtum wird in Firmen nicht gerne gesehen, wenn es um die eigenen Daten geht. Denn irgend wann fallen einem diese auf die Füße. Also besser löschen, sobald dies gesetzlich möglich ist. Hierfür gibt es üblicherweise eigens entwickelte Strategien und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter.

    Man stelle sich nur einmal vor, bei einer der Hausdurchsuchungen des VW-Konzerns wäre ein alter Chat-Mitschnitt oder eine E-Mail aufgetaucht, in welcher der Vorstand über die Abgasmanipulationen informiert worden wäre... Spätestens jetzt sollte klar sein, warum es in der Tat um die Sicherheit des Konzerns geht.

    Gut finde ich es auch nicht, besonders wenn dieses Konzept der Risikominimierung auch noch von einer Firma angewandt wird, welche selbst für Datenreichtum steht und davon lebt. Mich erinnert dies irgendwie an einen Metzger, der selbst kein Fleisch isst.

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