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  5. › Facebook: Warum Kinderbilder nicht in…

Oder anders gesagt

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  1. Oder anders gesagt

    Autor: Keridalspidialose 20.06.12 - 12:44

    DIe Schule will Eltern und Schüler zwingen die Bilder der Kinder bei Facebook und/oder einer Internetseite eines Dritten zu veröffentlichen, damit die Kinder am Unterricht (an dieser Unterrichtsstunde) teilnehmen dürfen.

    Der zuständige Lehrer samt Rektor, der das entscheiden haben - die gehören doch beide entlassen oder (wegen Beamtenstatus) zum Hausmeister degradiert. Unfassbar, sowas!

    ___________________________________________________________



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.12 12:47 durch Keridalspidialose.

  2. Re: Oder anders gesagt

    Autor: SaSi 20.06.12 - 12:53

    warum regt ihr euch alle auf?

    wer nicht möchte, muss nicht. wie so oft im leben ganz oder gar net.

    würde im umkehrschluss bedeuten, dass ich ein anrecht hätte ein ipad mit windows 8 kaufen zu können.

  3. Re: Oder anders gesagt

    Autor: 1st1 20.06.12 - 12:58

    Wer nicht möchte, muss nicht. Das ist durchaus richtig. Das nicht möchten darf aber nicht den Ausschluss aus dem Unterricht zur Folge haben. Das darf nicht sein!

  4. Re: Oder anders gesagt

    Autor: nille02 20.06.12 - 13:05

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wer nicht möchte, muss nicht. wie so oft im leben ganz oder gar net.

    Nur das die 6 Kinder ( von 45 aus der ersten und zweiten Klasse ) eben ausgeschlossen wurden. Es ging übrigens nicht um die Bilder sondern darum das auch die Veranstaltung gefilmt werden sollte und es angeblich schwer gewesen wäre die Kinder unkenntlich zu machen.

    Zitat der Rektorin Wöhler: "die Kinder, die nicht gezeigt werden dürfen, da herauszusortieren, ist doch recht schwierig".

  5. Re: Oder anders gesagt

    Autor: SaSi 20.06.12 - 13:11

    war ja kein unterricht, sondern eine vorführung...

  6. Re: Oder anders gesagt

    Autor: Keridalspidialose 20.06.12 - 13:11

    Du hast schon kapiert dass es hier nicht um den Kauf eines Produktes geht, sondern um den Ausschluss vom Schulunterricht? Nein, hast du offenbar nicht.

    Viel Spaß noch bei Facebook und beim hemmunglosen konsumieren.

    ___________________________________________________________

  7. Re: Oder anders gesagt

    Autor: nille02 20.06.12 - 13:15

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > war ja kein unterricht, sondern eine vorführung...

    Ja und? Zum Unterricht gehört so etwas halt auch.

  8. Re: Oder anders gesagt

    Autor: SaSi 20.06.12 - 13:20

    ich glaube, ich befinde mich in einem shitstorm???

    ich geh dann mal lieber um nicht angekackt zu werden...

    trotzdem bleib ich bei meiner meinung: ganz oder gar net :P

  9. Re: Oder anders gesagt

    Autor: nille02 20.06.12 - 13:28

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich glaube, ich befinde mich in einem shitstorm???

    Nicht wirklich aber Unterricht ist halt mehr als nur das Pauken von Fakten.

    > trotzdem bleib ich bei meiner meinung: ganz oder gar net :P

    Ist ja dein gutes Recht bei deiner Meinung zu bleiben. Ob sie nun richtig ist oder falsch ist ja erst mal egal ;)
    Es ist nur so das es hier um die Schule geht und da sollte kein Kind benachteiligt werden. Wenn das jetzt eine 0815 Veranstaltung gewesen wäre würde ich das auch so sehen wie du.

  10. Re: Oder anders gesagt

    Autor: =HAL-9000= 20.06.12 - 13:32

    > Du hast schon kapiert dass es hier nicht um den Kauf eines Produktes
    > geht, sondern um den Ausschluss vom Schulunterricht? Nein, hast du
    > offenbar nicht.

    Offenbar hast du nicht kapiert um was für eine Veranstaltung es sich hier handelt. Es handelt sich hier _nicht_ um Schulunterricht sondern um eine Veranstaltung die von der Schule organisiert wurde. Die Teilnahme ist _nicht_ verpflichtend. Um allerdings teilnehmen zu können, muss man sich bereit erklären Bestandteil einer Aufzeichnung zu sein, die ggf. auch bei Facebook landet. Das ist ein absolut normaler Vorgang, es ist weder ungewöhnlich das man einer Veröffentlichung seiner Person auf Bild- und Filmmaterial zustimmt, genauso wenig ist es ungewöhnlich das ein "Geschichtenerzähler" zum Zwecke der Eigenwerbung Bild- oder Filmaufnahmen seines Schaffens veröffentlicht. Das man für Werbung eine Reichweiten starke Plattform wählt ist auch keine Raketenwissenschaft.

    Statt reflexartig bei den Worten Kindern, Facebook, Schule auf zu schreien und gleich die große soziale Ungerechtigkeit-, Datenschutz-, KiPo-Keule zu schwingen, sollte man das ganze vielleicht mal ein Stück fundierter und vor allem objektiver betrachten.

    MfG =HAL-9000=

  11. Re: Oder anders gesagt

    Autor: ruamzuzler 20.06.12 - 13:41

    =HAL-9000= schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Du hast schon kapiert dass es hier nicht um den Kauf eines Produktes
    > > geht, sondern um den Ausschluss vom Schulunterricht? Nein, hast du
    > > offenbar nicht.
    >
    > Offenbar hast du nicht kapiert um was für eine Veranstaltung es sich hier
    > handelt. Es handelt sich hier _nicht_ um Schulunterricht sondern um eine
    > Veranstaltung die von der Schule organisiert wurde. Die Teilnahme ist
    > _nicht_ verpflichtend. Um allerdings teilnehmen zu können, muss man sich
    > bereit erklären Bestandteil einer Aufzeichnung zu sein, die ggf. auch bei
    > Facebook landet. Das ist ein absolut normaler Vorgang, es ist weder
    > ungewöhnlich das man einer Veröffentlichung seiner Person auf Bild- und
    > Filmmaterial zustimmt, genauso wenig ist es ungewöhnlich das ein
    > "Geschichtenerzähler" zum Zwecke der Eigenwerbung Bild- oder Filmaufnahmen
    > seines Schaffens veröffentlicht. Das man für Werbung eine Reichweiten
    > starke Plattform wählt ist auch keine Raketenwissenschaft.
    >
    > Statt reflexartig bei den Worten Kindern, Facebook, Schule auf zu schreien
    > und gleich die große soziale Ungerechtigkeit-, Datenschutz-, KiPo-Keule zu
    > schwingen, sollte man das ganze vielleicht mal ein Stück fundierter und vor
    > allem objektiver betrachten.
    >
    > MfG =HAL-9000=

    Ok, objektiv betrachtet:
    - Kinder haben ein Recht auf ihre Privatsphäre bzw. am eigenen Bild
    - Ein Ausschluss aus einer Veranstaltung der Schule wegen berechtigter Bedenken der Eltern ist Diskriminierung.
    - Es ist absolut nicht notwendig, die Kinder zu filmen, bzw. so zu filmen, dass sie erkennbar sind. Wenn der Heini schon Eigenwerbung mit der Veranstaltung machen will, sollen sie gefälligst auf ihn draufhalten und nicht auf das Publikum.
    - Ich gehe davon aus, der Mensch wurde für seine Dienste mit Steuergeld entlohnt. Über die vereinbarte Entlohnung hinaus gehende Vorteile unter Ausschluss und Diskriminierung von Teilnehmern zu schöpfen ist unlauter.

  12. Re: Oder anders gesagt

    Autor: Local_Horst 20.06.12 - 13:43

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > [...]
    > Es ist nur so das es hier um die Schule geht und da sollte kein Kind
    > benachteiligt werden. Wenn das jetzt eine 0815 Veranstaltung gewesen wäre
    > würde ich das auch so sehen wie du.

    Das ist nicht nur einfach Benachteiligung, sondern Ausgrenzung. Wäre ähnlich, wenn die Kinder nicht teilnehmen dürfen, weil die Eltern die falsche Religion haben oder Arbeitslos sind. Das mit der Qualität der Veranstaltung wenig zu tun.

    Als Lernerfolg nimmt so ein Kind aus der Schule auch gleich mit, lieber auf Rechte, hier das am eigenen Bild, zu verzichten, sonst wird man ausgeschlossen. So züchtet man Ja-Sager. Die Rektorin dieser Schule, die so etwas zulässt, hat null Sozialkompetenz oder es faustdick hinter den Ohren.

  13. Re: Oder anders gesagt

    Autor: SoniX 20.06.12 - 13:47

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum regt ihr euch alle auf?
    >
    > wer nicht möchte, muss nicht. wie so oft im leben ganz oder gar net.

    Häh?

    Aber das ist noch lange kein Grund die Schüler vom Unterricht auszuschliessen!
    Hast du gelesen was im Artikel steht?

    Kinder wurden vom Unterricht ausgeschlossen, weil Ihre Eltern nicht einverstanden waren, dass man Bilder von Ihren Kindern auf Facebook hochlädt!

    Die Lehrer müssten eher verbieten Fotos von Kindern auf Facebook hochzuladen (wie es an unseren Schulen hier auch gemacht wird). Meine Freundin hat gerade Ihre Ausbildung als Lehrerin abgeschlossen und es wurde Ihr alle Nase lang eingetrichtert "Nichts auf Facebook! Ladet ja nichts auf Facebook hoch!". Und sie haben Recht damit.

    > würde im umkehrschluss bedeuten, dass ich ein anrecht hätte ein ipad mit
    > windows 8 kaufen zu können.

    Wie bitte?

  14. Re: Oder anders gesagt

    Autor: =HAL-9000= 20.06.12 - 13:52

    > - Kinder haben ein Recht auf ihre Privatsphäre bzw. am eigenen Bild

    Soweit, so gut. Ist juristisch nicht hundertprozentig richtig da die Eltern das Recht besitzen und nicht die Kinder, aber ändert nicht unbedingt etwas am Grundsatz.

    > - Ein Ausschluss aus einer Veranstaltung der Schule wegen berechtigter Bedenken der Eltern ist Diskriminierung.

    Es ist kein Ausschluss, es geht um ein Kriterium zur Teilnahme, das ist ein großer Unterschied.

    > - Es ist absolut nicht notwendig, die Kinder zu filmen, bzw. so zu filmen, dass sie erkennbar sind. Wenn der Heini schon Eigenwerbung mit der Veranstaltung machen will, sollen sie gefälligst auf ihn draufhalten und nicht auf das Publikum.

    Das ist nicht objektiv sondern subjektiv. Objektiv ist der positive Einfluss von Kindern in der Werbung für die Verkaufssteigerung eines Produktes belegbar. Wenn es sich dann auch noch um ein Produkt für Kinder handelt, sind glückliche und lachende Kinder bei einer solchen Veranstaltung sehr wohl ein starkes Motiv das sich sehr gut für die Werbung eignet.

    > - Ich gehe davon aus, der Mensch wurde für seine Dienste mit Steuergeld entlohnt. Über die vereinbarte Entlohnung hinaus gehende Vorteile unter Ausschluss und Diskriminierung von Teilnehmern zu schöpfen ist unlauter.

    Wiederum nicht objektiv sondern hochgradig subjektiv. Effektiv weißt du nämlich gar nicht mit welchen Geldern das ganze finanziert wurde, üblich bei solchen Veranstaltungen sind z.B. Fördervereine oder Sponsoring lokaler Firmen, der Beweis dass die Veranstaltung durch Steuergelder finanziert wurde musst du erst noch erbringen. Solange hat das nichts mit dem Tatbestand der Diskriminierung zu tun (selbst bei Steuergeldern ist der Nachweis von Diskriminierung gar nicht so einfach).

    MfG =HAL-9000=

  15. Re: Oder anders gesagt

    Autor: nille02 20.06.12 - 13:57

    =HAL-9000= schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wiederum nicht objektiv sondern hochgradig subjektiv. Effektiv weißt du
    > nämlich gar nicht mit welchen Geldern das ganze finanziert wurde, üblich
    > bei solchen Veranstaltungen sind z.B. Fördervereine oder Sponsoring lokaler
    > Firmen,

    Die Veranstaltung wurde von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig finanziert.
    Aber ich bin auch der Meinung das die Schule hier falsch gehandelt hat. Man hätte dann einfach die Kinder nur undenklich machen müssen auf den Bildern und Videos.

  16. Re: Oder anders gesagt

    Autor: ssssssssssssssssssss 20.06.12 - 14:00

    > ich glaube, ich befinde mich in einem shitstorm???

    lol, und die Erkenntnis kommt dir erst 2 Posts, nachdem du ihn selbst angezettelt hast?

  17. Re: Oder anders gesagt

    Autor: Tiberius Kirk 21.06.12 - 03:53

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > warum regt ihr euch alle auf?
    > wer nicht möchte, muss nicht. wie so oft im leben ganz oder gar net.

    Das ist eine grobe Verharmlosung. Näher betrachtet erfüllt es den Straftatbestand (!) der Nötigung, und das gegenüber Schutzbefohlenen! Sowas geht gar nicht -da würde mir eine Aufsichtsbeschwerde nicht genügen.

    > würde im umkehrschluss bedeuten, dass ich ein anrecht hätte ein ipad mit
    > windows 8 kaufen zu können.

    Unfug, da vergleichst Du Äpfel mit Heringen. Oder so ähnlich, jedenfalls hat beides nicht das geringste miteinander zu tun.

    Gruß
    Tiberius

  18. Re: Oder anders gesagt

    Autor: Tiberius Kirk 21.06.12 - 03:54

    nille02 schrieb:

    > Zitat der Rektorin Wöhler: "die Kinder, die nicht gezeigt werden dürfen, da
    > herauszusortieren, ist doch recht schwierig".

    Wenn sie es nicht kann, muss sie es eben lassen, so einfach ist das. Das Recht ist an dieser Stelle eindeutig. Wowereit.

    Gruß
    Tiberius

  19. Re: Oder anders gesagt

    Autor: Tiberius Kirk 21.06.12 - 03:56

    SaSi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > war ja kein unterricht, sondern eine vorführung...

    Ich zitiere einfach mal den Artikel:

    "Eine Grundschule hat Kinder deswegen jetzt von einer Unterrichtsstunde ausgeschlossen. "

    Das sagt das Gegenteil.

    Gruß
    Tiberius

  20. Re: Oder anders gesagt

    Autor: Tiberius Kirk 21.06.12 - 03:59

    =HAL-9000= schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Offenbar hast du nicht kapiert um was für eine Veranstaltung es sich hier
    > handelt. Es handelt sich hier _nicht_ um Schulunterricht sondern um eine
    > Veranstaltung die von der Schule organisiert wurde.

    Ich lese den Artikel anders. Zitat:

    "Eine Grundschule hat Kinder deswegen jetzt von einer Unterrichtsstunde ausgeschlossen. "


    > Statt reflexartig bei den Worten Kindern, Facebook, Schule auf zu schreien
    > und gleich die große soziale Ungerechtigkeit-, Datenschutz-, KiPo-Keule zu
    > schwingen, sollte man das ganze vielleicht mal ein Stück fundierter und vor
    > allem objektiver betrachten.

    Wenn man Facebook wirklich so behandeln würde wie alle Anderen, müsste man es sofort schließen. Tut man wohl nur deshalb nicht, weil man es in der Praxis nicht durchsetzen könnte. Aber das Recht ist hier eindeutig, kann eben nur nicht durchgesetzt werden. Und nein: das ist kein Reflex.

    Gruß
    Tiberius

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