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Bundesnetzargentur reagiert träge

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  1. Bundesnetzargentur reagiert träge

    Autor: Steven Lake 07.07.22 - 09:01

    Was bringt es einem wenn man eine Nummer meldet und die läuft noch Ewigkeiten weiter.
    Ich hatte ein paar Monate lang immer ein Anruf von der gleichen Nummer bekommen und im Internet stand was von Betrug. Bin dann mal dran gegangen, um die Nummer wahrheitsgemäß melden zu können. Danach habe ich noch einen weiteren Anruf der Nummer bekommen, gut 1 Monat später. Ich weiß nicht ob die anderen die Nummer tatsächlich gemeldet haben, aber so etwas ist einfach nur traurig.

    Man muss da viel schneller sein und es sollte richtig fette Strafen geben. Hilft natürlich nichts, wenn die Leute einfach eine andere Nummer weitergeben, wenn sie anrufen. Diese Anrufe sollten einfach erst gar nicht durch gehen.

  2. Re: Bundesnetzargentur reagiert träge

    Autor: Trymon 07.07.22 - 09:21

    Ich hatte das Vergnügen mit solchen Europol Anrufen.
    Habe die Nummern der Bundesnetzargentur mitgeteilt und nach einiger Zeit kam sinngemäß, danke für die Meldung, doch diese Nummern sind höchst wahrscheinlich gefälscht und daher können wir da absolut nichts machen.

    Dabei wäre doch der erste Schritt nach Meldung sofort an den eigenen Provider die Anrufer Informationen weiter leiten. Mit diesen kann der schon im eigenen Netz schauen wo der Anruf her kommt. Dann beim nächsten Provider anfragen und so weiter bis man den Ursprung hat. Das Zeitfenster dafür ist aber sehr klein. Je nach Provider 24 oder 48 Stunden.

    Darf das beruflich oft genug machen, wenn es Probleme gibt und Anrufe falsch geroutet werden. Allerdings ist es leider auch nicht unbedingt das leichteste Unterfangen. Da muss die ganze Kette an Providern zeitnah mitspielen bis man zu einer Lösung kommt.

    Eigentlich wäre der erste Schritt um das zu bekämpfen, dass unsere Provider in Deutschland mal die Metadaten nutzen, welche die Politik so gerne sammeln würde.
    Caller ID ist eine Deutsche, kommt aber nicht aus dem eigenen Netz sondern aus dem Ausland. Drop Call. Schon wäre das Spoofing aus dem Ausland zumindest nicht mehr möglich.
    Mobiltelefonie aus dem Ausland wäre dann weiterhin möglich. Wenn die Caller ID zur SIM passt ist alles in Ordnung.
    Holt man sich SIM Karten in Deutschland für Betrugsanrufe auch kein Problem. Dann kann die Bundesnetzagentur eine Sperre verordnen für die gemeldeten Nummern.
    Doch dafür müssten wohl an vielen Stellen erst mal die Personaldecke aufgestockt werden und das möchte wohl auch niemand von denen.

  3. Re: Bundesnetzargentur reagiert träge

    Autor: Muhaha 07.07.22 - 11:12

    Trymon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Eigentlich wäre der erste Schritt um das zu bekämpfen, dass unsere Provider
    > in Deutschland mal die Metadaten nutzen, welche die Politik so gerne
    > sammeln würde.

    Die Provider dürfen das aus gutem Grund nicht "einfach so" nutzen. Die verantwortlichen Behörden müssen schneller werden. Was übrigens möglich ist.

    Ich habe früher beruflich mit polizeilichen Anfragen zu Belästigungen per Mail bekommen, da gab es Dienststellen, die haben innerhalb von 24h nach Eingang einer Anzeige reagiert und konnten so die IPs sicherstellen, damit zum Provider hinter der IP gehen. Da gab es Dienststellen, die haben richtig Terz gemacht, wenn es bei uns ein paar Stunden länger gedauert hat. Was übrigens richtig ist! So dass wir irgendwann eine 24/7-Auskunftsbereitschaft für Behörden hatten.

    Andere hingegen haben sich erst nach Wochen gemeldet, wo es natürlich keine verwendbaren Infos mehr gab.

    > Doch dafür müssten wohl an vielen Stellen erst mal die Personaldecke
    > aufgestockt werden und das möchte wohl auch niemand von denen.

    DAS ist eines der Hauptprobleme. Die Gesetzeslage ist bereits mehr als ausreichend, es fehlt nur an geschultem Personal.

    Deswegen sind vor allem Konservative auch so scharf auf Videoüberwachung und Vorratsdatenspeicherung und schärfere Gesetze. Weil sie damit dem ahnungslosen Bürger gegenüber zeigen können, dass sie "doch was" tun, derweil sie aber den Personalhaushalt der Behörden sogar noch weiter abbauen.

    Da stehen dann also tausende von Kameras in der Gegend, deren Feed niemand auswertet und es gurken Terabyte von Verbindungsdaten auf Festplatten, die niemand abruft. Aber Hauptsache, man hat dem Wähler erfolgreich eine Sicherheitsillusion verkauft.

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