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"Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

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  1. "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: RaphaeI 14.01.18 - 12:04

    Ja und welches?

    Da wird gefühlt über die ganze Welt berichtet, WIE toll sie das können und für Deutschland: "Ja, wir könnens auch", wow. Und wie? Welches System? Name?

    > Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen wie ungewöhnliche Wetterereignisse über ein entsprechendes System verbreitet werden.

    Bitte keine Antworten wie Threema-AMBER, NINA und Co. - das sind alles Angebote, wo man selbst aktiv werden muss. Die aufgezählten Sachen im Ausland funktionieren ohne zutun eines Nutzers.

    > Für die Warnungen an lokale Smartphones wird ein bundesweites System verwendet, dass Nachrichten an alle in der entsprechenden Funkzelle befindlichen Smartphones und Handys verschickt (Cell Broadcast).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.18 12:07 durch RaphaeI.

  2. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: jayjay 14.01.18 - 12:05

    RaphaeI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja und welches?
    >
    > Da wird gefühlt über die ganze Welt berichtet, WIE toll sie das können und
    > für Deutschland: "Ja, wir könnens auch", wow. Und wie? Welches System?
    > Name?
    >
    > > Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen wie ungewöhnliche
    > Wetterereignisse über ein entsprechendes System verbreitet werden.

    Telefax

  3. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: Topf 14.01.18 - 12:18

    Nunja Golem schreibt von einem "entsprechenden System" in Dtld. Wie Du da jetzt Threema und Co reininterpretierst ist das viel größere Rätsel...

    Ich verstehe den Artikel so, dass man hierzulande ebenfalls über Funkzellen Nachrichten versenden kann.

  4. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: RichardEb 14.01.18 - 12:23

    In der Türkei machen alle möglichen Läden Werbung per Cell Broadcast

  5. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: RaphaeI 14.01.18 - 12:28

    Topf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nunja Golem schreibt von einem "entsprechenden System" in Dtld. Wie Du da
    > jetzt Threema und Co reininterpretierst ist das viel größere Rätsel...
    >
    > Ich verstehe den Artikel so, dass man hierzulande ebenfalls über Funkzellen
    > Nachrichten versenden kann.

    Nur aus Vorsicht schon mal solche (Troll-)Kommentare entgegenkommen mit, dass wir doch NINA und all solche Systeme haben. All das kenn' ich schon, muss ich aber selbst für aktiv werden.

  6. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: nmSteven 14.01.18 - 12:37

    Nein eben nicht. Ich habe mal eine Petition an alle 16 Länder geschickt, dass man die Cell Broadcast Funktion doch für sowas nutzen möchte, da Nina, Katwarn und co. eben nicht ohne Zutun des Nutzers funktionieren.

    Das Petitionsverfahren wurde in allen 16 Ländern mit dem Wortlaut eingestellt, dass dies technisch nicht möglich sei, weil die Mobilfunkanbieter in Deutschland Cell Broadcast numicht unterstützen und es angeblich im LTE Standard gar nicht mehr vorhanden wäre.

    Es wurde grundsätzlich auf Katwarn oder Nina verwiesen je nach Land und je nach dem welche der beiden Apps die nutzen. Außerdem soll es Bemühungen im Innenminesterium geben etwas gemeinsames zu entwickeln, man kann aber kein Land dazu verpflichten, weil Bevölkerungsschutz Aufgabe der Länder und nicht des Bundes sei.

  7. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: Sharra 14.01.18 - 13:30

    Und genau da liegt doch schon das Problem. Nehmen wir mal an, die BASF hat einen gravierenden Störfall in Ludwigshafen. Lu ist RLP, Mannheim, auf der anderen Seite des Rheins, aber schon BaWü. Betroffen sind aber alle im Umkreis.

    Die einen bekommen also über ein System eine Warnung, die anderen vielleicht nicht, weil dort noch gepennt wird. Totaler Föderalismusirrsinn.

  8. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: ChMu 14.01.18 - 13:32

    RaphaeI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja und welches?
    >
    > Da wird gefühlt über die ganze Welt berichtet, WIE toll sie das können und
    > für Deutschland: "Ja, wir könnens auch", wow. Und wie? Welches System?
    > Name?
    >
    Nein, gibt es nicht in Deutschland. Erstens gibt es keine Bundesweite Cooperation, Alerts sind Laendersache ausserdem wuerde beim ersten Amber Alert sofort jemand klagen das er ungewollt Nachrichten auf sein Handy bekommen haette ohne vorher seine Zustimmung gegeben zu haben.
    Das System ist genial, die Nachricht kommt ja nicht nur ueber cell phones, Smart phones und watches, sie wird auf allen TV Sendern eingeblendet, alle Autobahnschilder im Bereich zeigen die Nachricht, sie erscheint im Navi und auf vielen Radio Stationen.
    Wird aber auch nur bei entsprechenden Situationen angewendet, sonst stumpfen die Leute ab.
    Also generell Evakuierungen, wie hier die nuklear Warnung, entfuehrte Kinder, Gefaengnis Ausbrueche (wenns gefaehrlkche Taeter sind) Amok Laeufe, Tsunamis ect.

    In Deutschland nicht moeglich. Da muss man eine App installieren (was alle Handys ausschliesst) man darf sich registrieren, man muss die Gegend eingeben in der man sich benachrichtigen lassen will und hat generell nur Arbeit damit. Eben gut Deutsch durchdacht.

  9. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 14.01.18 - 13:39

    RaphaeI schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > All das kenn' ich schon, muss ich aber selbst für aktiv
    > werden.

    Wenn du so gut informiert bist, dann kennst du doch die Antwort schon: Ob es in deiner Region ein Zivilschutzbenachrichtigungsverfahren gibt und falls ja, wie dieses aussieht, musst du vor Ort erfragen.

    In meiner Ecke ist es die klassische Dachsirene, elektrisch und mechanisch auslösbar.
    Warnt zuverlässig und annähernd störungsfrei vor Feuer, Sturm und Wind, und Menschen, die Halunken sind.
    Allerdings ist es dabei enorm hilfreich, die Signale zu kennen, damit man nicht versucht, einem Tsunami durch Duck & Cover zu entgehen oder bei Luftangriffen aufs Hausdach flüchtet.

    So eine SMS im Klartext hat da natürlich was, allerdings haben Tests ergeben, dass es in Deutschland etliche Stunden dauert, damit selbst in einer nur mittelgroßen Stadt alle Mobilfunkgeräte eine Mitteilung erhalten haben. Daher ist es vermutlich zweckdienlicher, wenn alle Beamten und Behördenmitarbeiter mit Megaphonen durch zugewiesene Areale laufen/fahren und die frohe Botschaft verkünden.

    Außerdem gibt es in Deutschland keine plötzlichen Katastrophenfälle, denn Naturkastastrophen und nukleare Angriffe sind anmeldepflichtig und werden mit ausreichend Vorlauf im Amtsblatt angekündigt. Ordnung muss sein!

  10. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: burzum 14.01.18 - 13:40

    nmSteven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es wurde grundsätzlich auf Katwarn oder Nina verwiesen je nach Land und je
    > nach dem welche der beiden Apps die nutzen. Außerdem soll es Bemühungen im
    > Innenminesterium geben etwas gemeinsames zu entwickeln, man kann aber kein
    > Land dazu verpflichten, weil Bevölkerungsschutz Aufgabe der Länder und
    > nicht des Bundes sei.

    Heißt also WENN das jemals passiert, dann 16x zum doppelten Preis weil wir es selber machen MÜSSEN und dauert vermutlich 10 Jahre in der Entwicklung + 5 weitere den Rechtlichen Rahmen hinterher zu klären...

    Der Förderalismus bei fast allen Themen in Deutschland ist der letzte Scheiß. Wenn es ja darum ging wie die Blumenkübel bepflanzt werden müssen in den Dörfern - OK! - aber bei Polizei, Heimatschutz, Bildung und Co???

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.18 13:41 durch burzum.

  11. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: jake 14.01.18 - 13:43

    alle vorhandenen ansätze in deutschland kann man vergessen. die beiden apps (katwarn/nina) sind nur für handynutzer, welche diese auch erstmal installieren müssen. weiterhin brauchen die apps eine verbindung zum internet. selbst wenn das alles gegeben sein sollte, zeigen bisherige situationen, dass das system schnell überlastet ist (wenn die handynetze überhaupt noch gehen).

    alternativ gibt es dann noch sirenen und radio. aufgrund der allgemeinen massenparanoia heulen die sirenen hier mittlerweile min. 1x pro woche (test oder alarmierungen). wir haben vor einer woche abends mal das radio angemacht, da kam einfach gar nichts.

    => von den schwersten katastrophen erfährt man in deutschland erst was, wenn es zu spät ist.

  12. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: Arystus 14.01.18 - 14:22

    Jup im Falle des Falles bekommt kaum einer Was mit es sei den es passiert vor seinen Augen. Viele hören im Auto und zuhause kaum noch Radio, mit glück läuft der Fernsehr. Sollte eine Katastrophe sei sie von der Hörern Gewalt, der Industrie, des Terrorismuses oder gar Militärischer Natur ist. Ist es sehr schwer die Deutsche Bevölkerung zu Warnen.

    Das Alarmieren über Sirenen diente Lange zeit für alle Fälle Feuer Katastrophenschutz und dann Entwarnung. Mit dem Digitalfunk und Meldern wurden die Sirenen nach und nach abgebaut weil sie ja nicht mehr Benötigt werden. Zu diesem Zeitpunkt dachte niemand an eine größere Katastrophe die man nicht mit Streifenwagen und Feuerwehr Lautsprecher durchsagen könnte. Erst als sie die Letzten Jahre wieder verstärkt die Terror Anschläge häuften und sich die Beziehungen zwischen der Nato und Russland so wie deren Verbündeten verschlechtert haben, dachte man in Deutschland wieder erstmals seit langem wieder an ein Katastrophenschutz konzept für die Bevölkerung.

    Hatte Golem nicht auch drüber berichtet? habe jetzt nur den Nachweis:
    https://www.focus.de/politik/deutschland/erstmals-seit-kalten-krieg-bundesregierung-fordert-bevoelkerung-auf-vorraete-fuer-den-notfall-anzulegen_id_5845252.html

    Und was ich dann etwas als Witz empfinde ist die Leute die sich ernsthaft darauf vorbereiten werden natürlich unter (General-)verdacht gestellt:
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/innenminister-nehmen-szene-der-prepper-in-den-blick-15329254.html
    (Natürlich gibt es solche und solche)
    Aber der Größte Kritik punkt ist dieser das sich die Leute auch darum Gedanken machen wie sie ihre Vorräte verteidigen wenn die Öffentliche Ordung zusammenbricht. Da wird unser Staat etwas sauer weil es aus sich des Staates "unmöglich" ist das er mit seiner nicht Exekutive eingreift.
    Bei einer Lokalen Katerstrophe die ein Bundesland nicht überschreitet bin ich durchaus geneigt dem zuzustimmen. Aber schon angekündigte Ereignisse (z.B. Eröffnung EZB, G20) wo Brandstiftung und Plünderungen nicht abgewendet werden Konnten und wo auf Grund dieser Ereignisse Fußballspiele nicht stattfinden konnten, wegen Einsatzkräftemangel. Lässt mich doch zweifeln ob bei einer Unangekündigten Länger anhaltende Katastrophe die ein Ganzes oder gar mehrere Bundesländer Betrift dies überhaupt möglich ist.

    Ich würde den Status: "Zusammenbruch der Öffentlichen Ordnung" an zwei Faktoren festmachen.
    1. (etwas Schwammig *)Die Leitstelle Schickt keine Einsatzkräfte mehr, sonder Be-/Empfiehlt die Evakuierung in ein Sicheres Gebiet.
    2. (Absolut/Definitif) Einsatz der Bundeswehr im Inneren zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Ordnung mit oder Ohne Einsatz Tödlicher Gewalt, da Grundgesetzsbruch. (Nicht zum Sandsackschaufel oder Rettung Hilfloser Personen aus Kata-Bereichen)

    * Warum Schwamming? Wenn in einem Bereich die Volle Evakuierung der Bevölkerung angeordnet wird (z.B. Industireunfall >100km oder ein anderer Größter Anzunehmender Unfall (GAU)) ist in diesem Gebiet die Aufrechterhaltung der Öffentlichen Ordung per Definition nicht möglich da Sich nur die Einstatzkräfte nur mit Spezialeinheiten (ABC-Trupp) um sich selbst zu schützen vor ort sind.
    Natürlich ist es eigene schuld in so einem Bereich zu Bleiben, der evakuiert wird. Da die Gefahr für Leib und Leben besteht. Aber sollte man Bleiben, und man wird von anderen überfallen ist der Staat nicht da, oder besser gesagt er kommt wenn die Gefahr soweit vorüber ist um Gefahrlos Einsatzkräfte hineinzuschicken (Wenn es überhaut je wieder Möglich ist). Um dann beiden Parteien Täter wie Opfer den Prozess zu machen, vorausgesetzt eine oder beide Parteien leben noch. Aber hier ist denke ich mal deutlich das die Öffen.Ordnung Temporär nicht existent war.

    Um noch Kurz den Kriegsfall mit abzudecken:
    Fragt euch wo ihr euch Hinbegebt wenn die Völkerrechtswidrigen Bombardierungen von Zivil-Zielen einsetzt (Dörfer Städte etc.) siehe hierzu vorallem den Abschnitt nach dem 2ten Weltkrieg, das das auch noch in der "Moderne" der Fall ist.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Fl%C3%A4chenbombardement

    Den Luftschutzbunker (Korrekt: Öffentliche Schutzräume) werden seit 2007 rück gebaut(Abgerissen) oder Verkauft: https://www.bbk.bund.de/DE/AufgabenundAusstattung/BaulicherBevoelkerungsschutz/Schutzr%C3%A4ime/schutzbau_node.html

    Und wenn ihr das Pech habt in einem Neubau Gebiet zu sein wo auf Keller verzichtet wurde. Dann habt ihr hoffentlich Freies Feld oder Wald in der Nähe um den Flächen Bombardements in einem selbst gegrabenem Loch zu entkommen.

    Fakt ist das Sich kaum einer Heute auf eine Ernsthafte länger anhaltende Bedrohung sei sie von der Natur oder vom Menschen eingestellt ist. Und damit sie auf die Staatliche vorsorge(**) vertrauen oder halt von ihr abhängig sind, je nach Sichtweise.
    Meiner Meinung nach sollte jeder einen Vollen Vorratsschrank haben der auch 14-31 Tage haltbar ist. Ich Persönlich habe Haferflocken, Mehl, Eingemachtes Gemüse, Trockenobst, Wasser, Konserven und einen Plan zur strengen Rationierung um 60 Tage auszuhalten wenn ich normal esse sind es ca. 20. Und das ist nicht viel platz den ich dafür Brauche. Ich rechne ehrlich gesagt damit das man innerhalb dieses Zeitraums Evakuiert oder durch Vater Staat versorgt wird. Einen Generator für die Heizung habe ich auch, um die 1-4 Wochen zu überbrücken wenn es Tatsächlich mal dazu Kommen sollte das Strom länger wie 1nen Tag ausfällt ("längern" Stromausfall hatte ich schon 2 Mal Baum in Leitung oder Leitungsmast umgeknickt waren zwischen 8-12 Stunden da wird die Bude etwas kalt. Ich Warmduscher ich :D .)

    ** Es gibt Speicher mit Vorräten um bei Länger anhaltenden Katastrophen die Bevölkerung zu ernähren. Den Artikel im Focus habe ich jetzt leider nicht mehr dazu gefunden. Nur stand da auch nicht genau wie viel oder für welche Größe diese Ausgelegt sind.

    Ein Paar Zahlen und Daten:

    Anzahl Polizisten in Deutschland: 220.813
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/516101/umfrage/polizisten-in-deutschland-nach-bundeslaendern/

    Anzahl Feuerwehrleute in Deutschland: (2010)

    Bezeichnung-Anzahl der Feuerwehren-Anzahl der Mitglieder
    Berufsfeuerwehr---------107---------27.816
    Pflichtfeuerwehr---------3------------nicht bekannt
    Freiwillige Feuerwehr--23.995----1.036.746
    Jugendfeuerwehr--------17.977----238.190
    Werkfeuerwehr-----------784--------32.694
    https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerwehr_in_Deutschland

  13. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: Arystus 14.01.18 - 14:24

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (..)
    > Außerdem gibt es in Deutschland keine plötzlichen Katastrophenfälle, denn
    > Naturkastastrophen und nukleare Angriffe sind anmeldepflichtig und werden
    > mit ausreichend Vorlauf im Amtsblatt angekündigt. Ordnung muss sein!

    YMMD! :D Tränen gelacht.

  14. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: Der Held vom Erdbeerfeld 14.01.18 - 14:32

    Arystus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was ich dann etwas als Witz empfinde ist die Leute
    > die sich ernsthaft darauf vorbereiten werden natürlich
    > unter (General-)verdacht gestellt:
    > http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/innenminister-nehmen-szene-der-prepper-in-den-blick-15329254.html
    > (Natürlich gibt es solche und solche)

    Danke, dass du es selbst relativierst. Die Szene der Prepper ist tatsächlich sehr inhomogen: Von Leuten, die das Ganze als reines Gedankenexperiment aus Spaß an der Freud durchexerzieren über einfach nur sachlich-vorsichtige Bürger bis hin zu reichsbürgerartigen Doomsday-Spinnern ist da die ganze Bandbreite vertreten.

    Was ich so mitbekommen habe, sind die meisten Prepper harmlos und eine gute Quelle für Vorräte, wenn ich nach dem Zusammenbruch der Zivilisation mit meiner Bande kannibalischer Plünderer durchs deutsche Ödland marodiere, mwuharharrharrr! ;-)

  15. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: nicoledos 14.01.18 - 14:36

    Deutschland ist auch realtiv dicht besiedelt, vernetzt und durch Medien. Irgendeiner im Bekanntenkreis ist immer beim KatSchutz (Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei, ...) und sei es über drei Ecken. Der Informationsfluss ist somit beim Großteil der Bevölkerung geben.

    Es muss nur eine kritische Masse erreicht werden können.

  16. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: bombinho 14.01.18 - 14:52

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ich so mitbekommen habe, sind die meisten Prepper harmlos und eine gute
    > Quelle für Vorräte, wenn ich nach dem Zusammenbruch der Zivilisation mit
    > meiner Bande kannibalischer Plünderer durchs deutsche Ödland marodiere,
    > mwuharharrharrr! ;-)

    Deswegen wird also eine Liste der Prepper erstellt? Du steckst dahinter!

    (Ich nehme an, die Innenminister wurden mit dem Versprechen gekoedert, nicht als Mahlzeit abzuenden.)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.18 14:55 durch bombinho.

  17. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: RaphaeI 14.01.18 - 17:20

    Der Held vom Erdbeerfeld schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > RaphaeI schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > All das kenn' ich schon, muss ich aber selbst für aktiv werden.
    >
    > Wenn du so gut informiert bist, dann kennst du doch die Antwort schon: Ob
    > es in deiner Region ein Zivilschutzbenachrichtigungsverfahren gibt und
    > falls ja, wie dieses aussieht, musst du vor Ort erfragen.

    Nah, nicht ganz. Neu dazugelernt habe ich zum Beispiel, dass das Ländersache ist und es wirklich kein "vergleichbares" System in Deutschland gibt.

    Die Sirenen gibt es übrigens auch wieder bei uns, aber wird nicht mehr so wirklich wahrgenommen. Seit Ewigkeiten laufen hier Tests, weil sie mal hier zu laut und leise sind, dann springt zuletzt einfach die Sirene an und die Stadt streitet ab, dass es ihn überhaupt gegeben hat und all solche Sachen. Im wirklichen Ernstfall wird die Sirene dann hier wahrscheinlich niemand mehr für voll nehmen...

  18. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: DerSchwarzseher 14.01.18 - 23:12

    Die rufen jeden an kurz

  19. Re: "Auch in Deutschland können Katastrophenschutzwarnungen [...] verbreitet werden."

    Autor: tg-- 15.01.18 - 04:36

    Ich finde es bemerkenswert, dass nun die Kritik kommt wir hätten kein vergleichbares System.
    Bei jeder blinden Form von Aktionismus kommen die üblichen Nörgler und beschweren sich wie rückständig Deutschland doch immer sei.

    Aber sehen wir das Ganze doch einfach mal realistisch: Wirken diese Systeme, und wenn ja, in welchen Situationen?
    Nehmen wir einfach 3 übliche Szenarien für die solche Systeme in den USA eingesetzt werden:

    Fall A: Warnung vor einem militärischen Angriff
    Das Szenario scheint weit hergeholt, weil militärische Angriffe in den USA seit dem 2. Weltkrieg nicht stattgefunden haben - aber sollte es eintreffen und die Bevölkerung per Handynachricht gewarnt werden: Was hilft es den Leuten? Bleiben die Leute wegen einer ungewissen Bedrohung alle zu Hause und sind sie da sicherer? Decken sich die Menschen mit Lebensmitteln und ähnlichem ein und riskieren Massenpaniken? Es ist schwer zu sehen wie die schnelle Benachrichtigung wirklich helfen kann.
    Die korrekte Reaktion ist keine aktionistische Kurznachricht, sondern solide Information. Die kann aus TV, Radio, Internet kommen und wird in relativ kurzer Zeit bei entsprechender Dringlichkeit auch die gesamte Bevölkerung erreichen.

    Fall B: Warnung vor Naturkatastrophen
    Die meisten Naturkatastrophen kommen nicht unerwartet. Unwetter, Tornados, Flächenbrände sind alle Tage vor der konkreten Bedrohung bekannt.
    Was bringt eine schnelle Benachrichtigung per Kurznachricht? Konkrete Orte, konkrete Zeiten, konkrete Verhaltenshinweise? Natürlich nicht.
    Die korrekte Reaktion ist gut überlegte und gut kommunizierte Information. Die hat ein paar Stunden Zeit. Oder auch ein paar Tage. Massenhysterie hilft niemandem.

    Fall C: AMBER Alerts
    Ein Kind wird entführt. Im seltensten Fall gibt es Zeugen, mit allen Problemen der Zuverlässigkeit von Zeugen.
    Nun wird auf Grund einer Zeugenaussage eine Alarmierung herausgegeben nach sehr unspezifischen Details Ausschau zu halten, oder im Regelfall gar auf "ungewöhnliches Verhalten" zu achten.
    Wird auf Grund dieser Alarmierung ein Täter gefasst? Es gibt eine Hand voll Fälle in denen dem AMBER System ein Beitrag zur Rettung zugeschrieben wird. Ebenso gibt es eine Hand voll Fälle in welchen dem System ein Beitrag zur Eskalation einer eigentlich weniger kritischen Situation zugeschrieben wird.

    Je mehr die Systeme genutzt werden, desto geringer wird der Nutzen, und desto mehr Leute werden von ihrem Opt-Out Recht gebrauch machen (oder die Nachrichten einfach ignorieren).

    Letztlich ist der Fall in Hawaii interessant weil - wie andere schon angemerkt haben - man nun prüfen kann ob dieser unfreiwillige Test des Systems die gewünschten Resultate erbracht hat.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass das jemandem geholfen hätte ist gering, die Wahrscheinlichkeit, dass es zu kontraproduktiven Panikreaktionen geführt hat größer.

    Letzten Endes aber sind alle diese Systeme Aktionismus, also einfach Sicherheitstheater.
    Wenn der Fall Hawaii zeigen sollte, dass das System hier kontraproduktiv war kann das allerdings nicht mehr dazu führen, dass es geändert oder abgeschafft wird. Die Bevölkerung will Aktionismus. Kein Politiker kann sich erlauben auch nur eine 1:1000000 Chance zu bieten, dass er ein System abgeschafft hat das auch nur den winzigsten Beitrag geleistet hat. Niemand wird dafür kritisiert werden ein solche System eingeführt zu haben und damit eine Massenhysterie mit Toten verursacht zu haben, denn immerhin hat man ja etwas gemacht.

    Die Ressourcen sind besser darin investiert funktionierende Systeme zu finden oder zu schaffen, und in eine funktionierende Rettungskette.
    Man sollte sich lieber Gedanken machen wie man die überwiegend freiwilligen und unterfinanzierten Feuerwehren besser aufstellt.
    Immerhin sterben jedes Jahr über 300 Menschen in Bränden. Das sind 2 Größenordnungen mehr als durch Naturkatastrophen, Entführungen, militärische Auseinandersetzungen zusammen.

    Was in solchen Fällen wirklich hilft ist keine Cell Broadcast Nachricht; was hilft sind entsprechend ausgestattete Rettungsdienste und Einsatzkräfte.

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