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Videoüberwachung ist gut

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  1. Videoüberwachung ist gut

    Autor: gnomefresser 14.09.09 - 08:16

    Es ist ja erstaunlich, daß Beiträge, die darauf hinweisen, daß hier "Videoüberwachung" stattfand, sofort auf der Trollwiese landen, während sonst jeder noch so große Unsinn etwa der Piratenpartei unwidersprochen so stehenbleibt und zur großen, fundierten Systemkritik gerät.

    Der Hinweis, daß man sich hier selbst der Mittel bedient, welche man kritisiert, ist zumindestens statthaft. Wie vielfach richtig bemerkt wurde, verhindert etwa eine Videoüberwachung so gut wie keine Straftat. Allerdings ist sie der Tataufklärung dienlich, beim Münchner U-Bahnschläger genauso wie beim Berliner Polizisten.

  2. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: Wilbert Z. 14.09.09 - 08:34

    Liegt womöglich daran, dass hier niemand eine systematische Videoüberwachung betreibt, sondern dass eben einfach zufällig gefilmt wurde.

    Vergleichbar wäre das mit Schäuble, der einmal pro Jahr die Kamera aus seinem Büro hält und dabei zufällig nen Fahrraddieb filmt.
    Nicht vergleichbar ist es z.B. mit gefühlten 26 Milliarden Überwachungskameras in London.

  3. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: gnomefresser 14.09.09 - 08:45

    Darin kann ich kein Argument erkennen. Natürlich macht der Staat quantitativ mehr Überwachung. Weiterhin geschieht beides, also öffentliche Videoüberwachung und "Videobegleitung" durch Dritte, nicht "zufällig". Beides erfüllt einen Zweck und beides berührt ebenso die Belange anderer, etwa das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

  4. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: Bimbo .Karl 14.09.09 - 09:04

    gnomefresser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darin kann ich kein Argument erkennen. Natürlich macht der Staat
    > quantitativ mehr Überwachung. Weiterhin geschieht beides, also öffentliche
    > Videoüberwachung und "Videobegleitung" durch Dritte, nicht "zufällig".
    > Beides erfüllt einen Zweck und beides berührt ebenso die Belange anderer,
    > etwa das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

    --------------------

    Wieviele Jahre bekommt man den(o) wenn man Undercover für einen anderen Verlag Arbeitet.?.oder gezielt.. Meinungen anderer Leser Aut..zerstört!Und was macht ihr so... ;-)

    Mfg.

    war ein Witz(nein)

    ;-)

  5. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: lapazza 14.09.09 - 10:57

    Was ist daran gefährlich, wenn Kameras Verbrechen filmen... schau mal,was am Wochenende in München los war (Stichwort S-Bahn).

  6. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: qwertz21 14.09.09 - 11:14

    lapazza schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist daran gefährlich, wenn Kameras Verbrechen filmen... schau mal,was
    > am Wochenende in München los war (Stichwort S-Bahn).


    Tja auch mit 1000 Kameras wär der Kerl noch zusammengeschlagen worden. Und gefunden hat man die Typen auch ohne Kameraauswertung.

  7. VIDEO ist gut! ÜBERWACHUNG ist SCHLECHT!

    Autor: /mecki78 14.09.09 - 11:28

    gnomefresser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja erstaunlich, daß Beiträge, die darauf hinweisen, daß hier
    > "Videoüberwachung" stattfand, sofort auf der Trollwiese landen, während
    > sonst jeder noch so große Unsinn etwa der Piratenpartei unwidersprochen so
    > stehenbleibt und zur großen, fundierten Systemkritik gerät.

    Niemand, wirklich niemand in dtl. hätte etwas gegen Videoüberwachung bei Kameras, die sich immer dann automatisch einschalten, wenn ein Verbrechen passiert, um nur diese kriminelle Handlung zu filmen. Aber so funktionieren Kameras ja nicht.

    Kameras filmen 365 Tage im Jahre, 24 Stunden am Tag, alles, wirklich alles. Wer wohin geht, wer was macht, was er trägt, wo er eingekauft hat, wen er trifft, mit wem er sich unterhält. D.h. 99,99999% nehmen Kameras Dinge auf, die niemanden was angehen, dringen damit tief in jegliche Privatsphäre einer jeden Person ein. Und die Tatsache, dass sie dann 0,00001% der Zeit mal etwas filmen, was hilft ein Verbrechen aufzuklären, steht in keinem Verhältnis zu den Schaden, den sie die komplette übrige Zeit anrichten.

    Wenn du ein Verbrechen beobachtest und hast eine Kamera dabei und filmst die, dann hat niemand was dagegen. Gut so! Das ist ein wichtiger Beweis. Ich finde jede Polizeitstreife aus mindestens zwei Mann sollte eine Digicam mit im Auto haben. Das sollte Grundausstattung sein, so wie Handschellen, Funkgerät, Taschenlampe und eine Dienstwaffe. Und diese Kamera sollte sowohl Fotos machen, als auch Videos aufnehmen können. Bin ich absolut dafür. Aber das ist was anderes als eine stationäre Kamera.

    Ich bin auch dafür dass es bei jeder Demo oder Veranstaltung einige unabhängige Kameramänner gibt, die das Verhalten der Polizei und der Demonstranten filmen, damit, wenn etwas passiert, man später die Sache auch vor Gericht klären kann: Wer hat was gemacht? Wer hat überhaupt angefangen? usw. Jedem muss klar sein, gehst du auf so eine Demo, wirst du gefilmt und das ist okay.

    Aber mir muss nicht klar sein, dass ich 365 Tage im Jahr gefilmt werde, nur weil ich mal irgendwo das Haus verlasse!

    /Mecki



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.09.09 11:28 durch /mecki78.

  8. Re: VIDEO ist gut! ÜBERWACHUNG ist SCHLECHT!

    Autor: Tantalus 14.09.09 - 11:40

    Tja, dem kann ich mal voll und ganz zustimmen. Mit einer kleinen Ergänzung:

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde jede Polizeitstreife aus mindestens zwei Mann sollte eine Digicam
    > mit im Auto haben. Das sollte Grundausstattung sein, so wie Handschellen,
    > Funkgerät, Taschenlampe und eine Dienstwaffe. Und diese Kamera sollte
    > sowohl Fotos machen, als auch Videos aufnehmen können. Bin ich absolut
    > dafür. Aber das ist was anderes als eine stationäre Kamera.

    Ich hatte mal die Idee, Streifenwagen generell mit Digicams auszustatten, welche permanent eine 20min-Endlosschleife aufnehmen. Auf Knopfdruck wird dann die Schleife abgebrochen, man hat also die letzten 20min vor plus nochmal so 10-20min nach Auslösung auf Band. Hintergrund war einfach die Überlegung, in dem Moment, wo man sieht, dass etwas passiert, ist es schon passiert. Und oft ist es dann wichtig, zu sehen, was war in den Sekunden / Minuten davor.

    > Aber mir muss nicht klar sein, dass ich 365 Tage im Jahr gefilmt werde, nur
    > weil ich mal irgendwo das Haus verlasse!

    Volle Zustimmung.

    Gruß
    Tantalus

  9. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: Wilbert Z. 14.09.09 - 12:10

    gnomefresser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Darin kann ich kein Argument erkennen.
    > Natürlich macht der Staat
    > quantitativ mehr Überwachung.

    Nein, in diesem Fall überwacht _nur_ der Staat.
    Wenn ich als Tourist irgendwo eine Sehenswürdigkeit filme, dann ist das eben keine Überwachung. Und wenn ich irgendwo auf einer Demo (oder im Fußballstaion) die Stimmung einfange, damm ist auch das keine Überwachung.

    > Weiterhin geschieht beides, also öffentliche
    > Videoüberwachung und "Videobegleitung" durch > Dritte, nicht "zufällig".

    Wenn das kein abgekartetes Spiel war, dann war das sehr wohl zufällig.

    > Beides erfüllt einen Zweck und beides berührt > ebenso die Belange anderer

    Schon möglich dass es Gemeinsamkeiten gibt, aber das ist keine Rechtfertigung für staatliche Überwachung. Nur weil die Leute nachts im Schlafzimmer pimpern, muss es keine staatlichen Profi-Popper geben.

  10. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: petameter 14.09.09 - 12:20

    gnomefresser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist ja erstaunlich, daß Beiträge, die darauf hinweisen, daß hier
    > "Videoüberwachung" stattfand, sofort auf der Trollwiese landen, während
    > sonst jeder noch so große Unsinn etwa der Piratenpartei unwidersprochen so
    > stehenbleibt und zur großen, fundierten Systemkritik gerät.
    >
    > Der Hinweis, daß man sich hier selbst der Mittel bedient, welche man
    > kritisiert, ist zumindestens statthaft. Wie vielfach richtig bemerkt wurde,
    > verhindert etwa eine Videoüberwachung so gut wie keine Straftat. Allerdings
    > ist sie der Tataufklärung dienlich, beim Münchner U-Bahnschläger genauso
    > wie beim Berliner Polizisten.

    Man bedients sich nicht der Mittel die man kritisiert. Kritisiert wird nämlich nicht die pöse pöse Videotechnik, sondern vielmehr die zentral kontrollierte Überwachung die selbst keiner Überwachung durch die Bevölkerung unterliegt.

    Es ist ein beträchtlicher Unterschied ob es sich um eine zentralistische Videoüberwachung handelt oder ob es die individuelle Bewachung durch den Einzelnen ist. Die zweite Variante ist ein Segen für die Demokratie, die erstgenannte dagegen ein Fluch.
    Was ist demokratischer als die Überwachung des Staates durch die Bevölkerung? Nichts! Von daher kann ich nur jeden bekräftigen so oft wie möglich Gebrauch von Kameras zu machen.

    Grüße

  11. Falsch

    Autor: rambo 14.09.09 - 12:26

    Mit Videoüebrwachung wird die kontrolleirte udn Dauerhafte Überwachung gemeint. Das hier waren wohl eher Zufallsaufnahmen.

    Wetten das die bald verboten werden;)

  12. Re: Falsch

    Autor: Tantalus 14.09.09 - 12:29

    Ich glaube nicht, dass die Aufnahmen zufällig gemacht wurden, es war mMn eher so, dass gezielt Bereiche der Demonstration (hier die anwesenden Polizisten und ihr Verhalten) gefilmt wurde. Das hat aber ebenfalls rein gar nichts mit einer permanenten, Verdachts- und Anlassunabhängigen Video-Vollüberwachung zu tun, die von manchen hier als die Lösung aller Kriminalitätsprobleme propagiert wird.

    Gruß
    Tantalus

  13. Re: Videoüberwachung ist gut

    Autor: 2laky 14.09.09 - 13:22

    gnomefresser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Der Hinweis, daß man sich hier selbst der Mittel bedient, welche man
    > kritisiert, ist zumindestens statthaft.

    Die Überwachungsgegner kritisieren meines Wissens nicht die Kameras auf öffentlichen Plätzen, Bahnhöfen und Parkhäusern etc. sondern deren Vernetzung zu Überwachungssystemen, welche zu dem Zweck zu dem die Kameras ursprünglich aufgestellt wurden unnötig sind. Würde es sich bei den Überwachungskameras um geschlossene Systeme handeln, bei denen der Zugriff erst auf Richterlichen Beschluss möglich ist, und es sonst nur die Möglichkeit gibt, einen Wachmann vor die Bildschirme zu setzen, damit der die Polizei alarmieren kann, wenn er was sieht, dann hätte auch keiner nen Grund was dagegen zu sagen. Aber darauf will sich Stasi2.0 nicht beschränken.

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