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  5. › Gaia-X: Gründungsmitglied tritt…

das kommt halt dabei raus

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  1. das kommt halt dabei raus

    Autor: Termuellinator 19.11.21 - 12:25

    Wenn die Politik "irgendwas mit Cloud" anstrebt und das ganze dann so lange totbürokratisiert und am Ende auch noch Google, Amazon und Microsoft mit ins Boot holt, wo ein ganz großes Argument für eine EU-Cloud doch gerade die Unabhängigkeit von genau diesen ist...

  2. Re: das kommt halt dabei raus

    Autor: hudi 19.11.21 - 13:34

    Nö - das kommt dabei raus, wenn Firmen "heulen", dass man für eine Entwicklung Geld ausgeben muss und die Politik nicht den wünschen "nachkommt" über Studien und Piloten die Kosten der Entwicklung zu tragen.
    Mal davon ab, dass der Rahmen durchaus schon steht und niemand ein Unternehmen aufhalten wird, auf Basis der Architekturen und Prozesse zumindest kompatible Angebote und Produkte zu entwickeln... Aber stimmt - dafür braucht es ja einen Invest... Und Invest ohne direkten Kundenauftrag... Das bekommt man immer so schön genehmigt...

    Es sollte jedem klar sein, das ein "Equivalent" zu AWS, Google Cloud... was auch immer in einer europäischen Größenordnung nicht geben wird. Es gibt KEINEN Konzern der das stemmen kann. Und ein reine IaaS / PaaS - selbst wenn in der EU betrieben - ist ewig entfernt von dem, was Gaia-X eigentlich ausmacht.

    Was die Beteiligung der nicht-europäischen Firmen angeht:
    Man lese mal die Konzepte bzw. technische Architektur.... Dann kann man villeicht auch verstehen warum Gaia-X nicht vergleichbar ist mit bekannten Angeboten und warum es kein Problem ist, wenn auch etablierte Anbieter hier mitspielen...

  3. Re: das kommt halt dabei raus

    Autor: Extrawurst 19.11.21 - 14:52

    hudi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö - das kommt dabei raus, wenn Firmen "heulen", dass man für eine
    > Entwicklung Geld ausgeben muss und die Politik nicht den wünschen
    > "nachkommt" über Studien und Piloten die Kosten der Entwicklung zu tragen.

    Und warum haben viele Firmen in Deutschland und der EU das Anspruchsdenken an die Politik?

    Weil die Politik regelmäßig mit übermäßig Förderungen und Subventionen in die Wirtschaft eingreift. Imho haben wir längst einen latenten Staatskapitalismus, zumindest wenn es um die wirklich großen Firmen geht. Abwrackprämie oder aktuell E-Auto-Fördergelder sind das beste Beispiel dafür, man will das zwar als grüne Umweltinvestition vermarkten, aber im Grunde ist das nur der übiche Lobbyismus der Autoindustrie.

    Natürlich kann aus Deutschland und der EU keine Firma kommen, die so eine Cloud-Infrastruktur jemals wird stemmen können. Dafür fehlt hierzulande einfach die Invest- und Risikokultur. Hier heult man lieber der Politik die Ohren voll, sie möge doch was fördern, subventionieren oder Konkurrenten ausbremsen. In so einem Wirtschaftsklima kann gar keine Firma entstehen, die es mit aggressiven US-Konzernen aufnehmen kann, schon gar nicht auf internationaler Ebene. Und Visionäre mit komplett neuen Ideen haben erst recht keine Chance. Denn es geht ja zunehmend nicht mehr darum, Produkte zu entwickeln, die der Markt will - sondern Produkte, die für Politiker toll klingen und für die man dann Fördergelder kassiert. Am Ende floppt man dann, weil man das Produkt eben nicht Kunden, sondern Politikern verkauft hat. Insbesondere bei der Digitalisierung zieht sich dieser Unsinn wie ein roter Faden durch die deutsche und europäische Politik, die Luca-App ist da auch so ein prominentes und praxisnahes Beispiel.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.11.21 14:57 durch Extrawurst.

  4. Re: das kommt halt dabei raus

    Autor: knabba 19.11.21 - 15:31

    hudi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nö - das kommt dabei raus, wenn Firmen "heulen", dass man für eine
    > Entwicklung Geld ausgeben muss und die Politik nicht den wünschen
    > "nachkommt" über Studien und Piloten die Kosten der Entwicklung zu tragen.
    > Mal davon ab, dass der Rahmen durchaus schon steht und niemand ein
    > Unternehmen aufhalten wird, auf Basis der Architekturen und Prozesse
    > zumindest kompatible Angebote und Produkte zu entwickeln... Aber stimmt -
    > dafür braucht es ja einen Invest... Und Invest ohne direkten
    > Kundenauftrag... Das bekommt man immer so schön genehmigt...
    >
    > Es sollte jedem klar sein, das ein "Equivalent" zu AWS, Google Cloud... was
    > auch immer in einer europäischen Größenordnung nicht geben wird. Es gibt
    > KEINEN Konzern der das stemmen kann. Und ein reine IaaS / PaaS - selbst
    > wenn in der EU betrieben - ist ewig entfernt von dem, was Gaia-X eigentlich
    > ausmacht.
    >
    > Was die Beteiligung der nicht-europäischen Firmen angeht:
    > Man lese mal die Konzepte bzw. technische Architektur.... Dann kann man
    > villeicht auch verstehen warum Gaia-X nicht vergleichbar ist mit bekannten
    > Angeboten und warum es kein Problem ist, wenn auch etablierte Anbieter hier
    > mitspielen...
    Unsinn, das kommt dabei raus wenn Wirtschaft geplant werden soll und der Staat mit drinhängt. Das hat selbst China gelernt, dass Freiheit das beste Mittel ist um Unternehmen zu erschaffen, dann noch ein wenig Steuerfreiheit, Freihandelszonen und fertig.
    Die USA genauso. Nasa war zu teuer also haben sie die Freiheit erhöht damit freie Unternehmen Raketen bauen dürfen und schwupps hat SpaceX nicht nur die Nasa obsolet gemacht, sondern die Esa gleich mit.

  5. Re: das kommt halt dabei raus

    Autor: hudi 19.11.21 - 17:50

    Weswegen China auch gerade wieder rigoros gegen die new-technology im eigenen Land arbeitet... - aber das ist strategisches Interesse..
    Zeigt aber auf: Nur weil ich Freiheit lasse heißt das noch lange nicht, dass das Ergebniss den strategischen überlegungen oder eigenen Anforderungen genügt.
    Auf Gaia-X bezogen:
    Wäre das Projekt nicht mit einem starken Fokus auf "Datenschutz / -souverenität" aufgesetzt worden, hätte man es sich gleich sparen können. Das hätte kein Unternehmen in der EU angefasst. Zu Komplex, zu viele Platzhirsche - interesse bei privaten Endkunden nahe 0. Aktuell gibt es in der EU auch Cloudanbieter die europäisch konform Anbieten können.
    Problem: Entweder die Produkte zur Realisierung oder wie man dem Nutzer technisch ermöglicht über die Verwendung der Daten zu entscheiden. Und das hat Gaia-X zumindest konzeptionell gelöst. Wenn es ganz vor die Wand fährt: Für staaten ist das Modell gar nicht so verkehrt... ;-)


    NASA / SpaceX / ESA
    Ist mir zu allgemein an der Stelle. Und ich finde es auch nicht Vergleichbar.
    Die USA haben den Auftrag für Entwicklung und Betrieb rausgegeben und halten sich aus dem "kommerziellen" Vertrieb raus - was auch nicht die Kernaufgabe sein sollte. Die NASA ist nachwievor da - wenn auch nicht in dem Umpfang.
    Die ESA ist dafür auch nicht zuständing. Dafür gibt es "Arianespace" und die gehört zum großen Teil Airbus.
    Mal davon ab das wir über die USA als ein einzelnes Land mit einem einzelnen strategischen Interesse sprechen... Da fallen solche Dinge einfacher. Wenn die ESA so einen Auftrag ausschreiben würde und der geht z.B. nach Italien.... ich bin schon gespannt was Frankreich und D dazu sagen.

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