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Bitcoin ist eh nichts für Dauer ...
Autor: Spacesson 16.05.16 - 14:54
Wer daran glaubt, dass BitCoin die "Zukunft der Zahlungsmittel" ist ... glaubt sehr wahrscheinlich an eine Schimäre.
Es gibt zweifelsohne Nutzer, die das nutzen - aber ein digitales Rechen-Produkt als das Heilsmittel zu sehen, ist schon ziemlich naiv.
BitCoin in dem bestehenden System mag von der Anzahl her beschänkt sein - aber man kann jederzeit beliebig viele Clone neu aufsetzen, LitCoin, Dogecoin, WhateverCoin ...
Das grundlegendere Problem in der Makroökonomie ist, dass bislang geglaubt wird, dass Geld ein Wertmaßstab ist und ein Wertaufbewahrungsmittel.
Beides ist falsch. Geld ist objektib ein Tauschmittel - aber mehr nicht.
Eine Wertaufbewahrung mit egal was für einem Tauschmittel aber lässt sich nicht durch eine bestimmte Sorte von Tauschmittel erzwingen.
Eine Wertaufbewahrung mit einem solchen Tauschmittel kann niemals allein für die Bewahrung von Wert hinreichend sein.
Es muss stets die Konstanz der Umfeldbedingungen dazukommen - also die Eigenschaft des Warenregals "ist voll mit Sachen, die man gegen das Tauschmittel tauschen kann".
Wenn das nicht erfüllt ist ... ist jede Wertaufbewahrung hinfällig.
Natürlich gibt es Tauschmittel, die möglicherweise attraktiver erscheinen ... vor allem, wenn es Tauschmittel sind, die man so einschätzt, dass sie vielleicht in Zukunft nochmal an Attraktivität gewinnen (Spekulation!) ...
Was man hier dann als Tauschmittel einsetzt, ist völlig wumpe. Ob Gold, Silber, Häuser, Eigentumsrechte an Grund und Boden, Rechenerzeugnisse (BitCoins) ... bunte Bilder, Briefmarken ...
Die zukünftige "Wertung" beim Tausch hängt nun mal davon ab, was es zu tauschen gibt (Inhalt des großen Warenregals). Wenn da nichts ist (großer Krieg) ... verlieren all die "Wertaufbewahrungsmittel" ... ihren Wert.
Oder anders gesagt: Geld ist relativ - aber relativ zu welcher Eigenschaft von Wirtschaft genau?
Was ist die real messbare Dimension von Wirtschaft?
Das ist eine spannende Frage.



