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Sowas lässt sich nicht verhindern...

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  1. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: quineloe 26.12.18 - 11:11

    Wirklich? du hast §3 gelesen, und es nicht verstanden?

    da steht "bis zu zehn stunden"

    >Die sagt nämlich, das eine Ruhezeit von 11 Stunden vorgeschrieben ist - somit darf man maximal 13 Stunden arbeiten

    Das ist mit Abstand die wirrste Fehlinterpretation eines Gesetzes, die ich dieses Jahr gesehen habe. Das heißt, dass zwischen Arbeitsende und Arbeitsanfang 11 Stunden liegen müssen. Das bedeutet überhaupt nicht, dass du 11 von 24 Stunden Pause haben musst.

    >Unsere Anwendung ist ist §7.1.1 formuliert: Die Arbeitszeit kann über 10 Stunden ausgedehnt werden, wenn entsprechender Ausgleichszeitraum festgelegt ist.

    Das ist *falsch*. in 7.1.1 a) wird von BEREITSCHAFT gesprochen. Also das, was ein Arzt im Krankenhaus macht. Damit ist nicht durchgehende Arbeitszeit gemeint. Da dürfen die 10 Stunden überschritten werden, weil der Arzt während dieser Zeit z.B. im Bereitschaftszimmer schlafen darf und nur bei Bedarf rausgeholt wird.

    b) Bedeutet, dass die Ausgleichszeiträume anders als in §3 festgelegt werden können.

    Du kannst nicht einfach a) und b) in diesem Teil zusammenfassen. So funktioniert Gesetzelesen nicht. Das sind zwei getrennte, voneinander unabhängige Sätze.

    Dein Post ist das perfekte Beispiel dafür, warum du einen Betriebsrat brauchst: Du hast *keine* Ahnung von dem Thema und biegst es dir irgendwie so hin, dass die Ist-Situation irgendwie schon passt. Ist aber nicht so. Du bist *nicht* versichert, wenn du 13-Stunden-Tage hinlegst. Wenn was passiert, wird dir dein Arbeitgeber garantiert nicht mehrere hunderttausend Euro in den Hintern blasen, weil er dich so gern hat, sondern er wird sofort behaupten, keine Ahnung davon gehabt zu haben, dass du 13 Stunden am Tag gearbeitet hast, und dich fallenlassen. Und ja, das beinhaltet auch einen Verkehrsunfall auf dem Weg nach Hause.

    Der nervige Betriebsrat, der verhindern möchte, dass du für den Rest deines Lebens zum Sozialfall wirst. Wie blöd auch!

  2. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: xploded 26.12.18 - 11:42

    quineloe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wirklich? du hast §3 gelesen, und es nicht verstanden?
    >
    > da steht "bis zu zehn stunden"
    >
    > >Die sagt nämlich, das eine Ruhezeit von 11 Stunden vorgeschrieben ist -
    > somit darf man maximal 13 Stunden arbeiten
    >
    > Das ist mit Abstand die wirrste Fehlinterpretation eines Gesetzes, die ich
    > dieses Jahr gesehen habe. Das heißt, dass zwischen Arbeitsende und
    > Arbeitsanfang 11 Stunden liegen müssen. Das bedeutet überhaupt nicht, dass
    > du 11 von 24 Stunden Pause haben musst.
    >
    > >Unsere Anwendung ist ist §7.1.1 formuliert: Die Arbeitszeit kann über 10
    > Stunden ausgedehnt werden, wenn entsprechender Ausgleichszeitraum
    > festgelegt ist.
    >
    > Das ist *falsch*. in 7.1.1 a) wird von BEREITSCHAFT gesprochen. Also das,
    > was ein Arzt im Krankenhaus macht. Damit ist nicht durchgehende Arbeitszeit
    > gemeint. Da dürfen die 10 Stunden überschritten werden, weil der Arzt
    > während dieser Zeit z.B. im Bereitschaftszimmer schlafen darf und nur bei
    > Bedarf rausgeholt wird.
    >
    > b) Bedeutet, dass die Ausgleichszeiträume anders als in §3 festgelegt
    > werden können.
    >
    > Du kannst nicht einfach a) und b) in diesem Teil zusammenfassen. So
    > funktioniert Gesetzelesen nicht. Das sind zwei getrennte, voneinander
    > unabhängige Sätze.
    >
    > Dein Post ist das perfekte Beispiel dafür, warum du einen Betriebsrat
    > brauchst: Du hast *keine* Ahnung von dem Thema und biegst es dir irgendwie
    > so hin, dass die Ist-Situation irgendwie schon passt. Ist aber nicht so. Du
    > bist *nicht* versichert, wenn du 13-Stunden-Tage hinlegst. Wenn was
    > passiert, wird dir dein Arbeitgeber garantiert nicht mehrere hunderttausend
    > Euro in den Hintern blasen, weil er dich so gern hat, sondern er wird
    > sofort behaupten, keine Ahnung davon gehabt zu haben, dass du 13 Stunden am
    > Tag gearbeitet hast, und dich fallenlassen. Und ja, das beinhaltet auch
    > einen Verkehrsunfall auf dem Weg nach Hause.
    >
    > Der nervige Betriebsrat, der verhindern möchte, dass du für den Rest deines
    > Lebens zum Sozialfall wirst. Wie blöd auch!

    Ich werde garantiert nicht zum Sozialfall, zur Not können wir uns noch 7.2.4 bedienen, da gehören wir auch noch rein, deshalb gibt es bei uns auch keinen Betriebsrat, sondern einen Personalrat - der das auf Bundesebene unterschrieben hat.
    Und jeder der sich mit Verdi verbunden fühlt, dürfte ohne Bauchweh eine ähnliche Arbeitszeitvereinbarung unterschreiben - sogar mit Betriebsrat.

  3. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: quineloe 26.12.18 - 11:44

    Ach du arbeitest gar nicht in der freien Wirtschaft. Na sowas.

  4. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: Mik30 27.12.18 - 06:42

    PerilOS schrieb:
    > Wenn er über seinem 8 Stunden Arbeitspensum ohne Genehmigung mehr als 2
    > Überstunden macht, ohne nach spätestens 6 Stunden eine 30 Minuten Pause
    > gemacht zu haben und 11 Stunden Ruhepause zwischen den Arbeitstagen, dann
    > würde ich als Chef ihm erstmal zum Gespräch bitten.

    Der Arbeitgeber nimmt die Leistung in solchen fällen
    typischerweise an und genehmigt sie somit konkludent,
    wenn er nicht sofort dagegen vorgeht. Dagegen vorzugehen
    ist auf Grund der Überall bestehenden Zeiterfassung
    ohne weiteres möglich. Das geschieht also nicht *ohne Genehmigung*.

    > Weil das gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt

    Eine auftretende Arbeitszeit von mehr als 8 Stunden verstößt nicht per se gegen das ArbZG. Das stellt §3 S.2 ArbZG eindeutig klar: Der *Schnitt* darf in einem 6 Monatsfenster nicht über 8 Stunden liegen! Das übersehen viele. Zudem gibt es je nach Unternehmen viele Ausnahmen: Siehe zB §§7, 14, 15 ArbZG.


    > und du als Vorgesetzter dafür gerade stehst.

    Das stimmt so auch nicht: Die Aufsicht führt die zuständige Landesbehörde, §17 I ArbZG.
    Sie ist für die Einhaltung des Gesetzes verantwortlich und sie hat die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, §17 II ArbZG => Bei Verstößen hat der einzelne Vorgesetzte nicht viel zu befürchten. Weil *schuldhaftes* Verhalten des Arbeitsgebers selten nachweisbar ist, gibt es so gut wie nie Bußgelder nach §22 I Nr.1 ArbZG. Die Aufsichtsbehörde wird sich daher mit entsprechenden Ordnungsverfügungen begnügen, fertig.


    > Und davon abgesehen, das der Betriebsrat dir direkt an die Kehle springt.

    Keine Ahnung, was du für Betriebsräte erlebt hast. Diejenigen, die ich kenne, haben weder genug Ahnung davon, noch haben die Bock, sich beim Chef unbeliebt zu machen und erst recht habven die keinen Bock sich übermäßig für den Einzelnen zu engagieren. Die kümmern sich vielmehr darum, dass sie mit möglichst wenig Widerstand ein ruhige Kugel schieben können und vom Arbeitgeber durch Freistellung und opulente Bezahlung "hofiert" werden. Extrembeispiele sind bei VW und BMW und Daimler sehr gut dokumentiert. Das zieht sich so mehr oder weniger durch sämtliche Unternehmen.

  5. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: SkalliN 27.12.18 - 13:29

    Ich habe es jetzt leider noch nicht geschafft den ganzen Thread zu lesen, wollte hier aber einhaken:

    quark2017 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [...]
    > Meine Erfahrung ist, dass Unternehmen "kleine" Vergehen, die nicht
    > geschäftsschädigend sind, tolerieren, wenn sie mit dem Mitarbeiter
    > zufrieden sind.

    Bis vor einem Jahr hätte ich hier sicher noch zugestimmt. Inzwischen arbeite ich aber bei einer AG, die ich bald wieder verlassen werde. Warum? Weil hier ein Mitarbeiter ein Instrument ist, um die Gewinne best möglichst zu steigern. Das wird bis zur höchsten Ebene dezent verschwiegen und die Firma hat nach außen hin einen sehr guten Ruf bei ihren Kunden. Intern allerdings wird strengstens überwacht, dass alle Mitarbeiter penibel Zeit erfassen und alles in Rechnung stellen, wo möglich. Kreativ oder außerhalb der regulären Arbeitszeiten? Fehlanzeige.

    Ich lese oft in Stellenanzeigen "flexible Arbeitszeiten" und inzwischen ignoriere ich diesen Satz vollständig und hake dann bei den Gesprächen nach.

    Auch hier gibt es angeblich flexible Arbeitszeiten, die Realität sieht allerdings aus. Mal einen Handwerkertermin Zuhause wahrnehmen zu können macht für mich allein noch keine "flexible Arbeitszeit" aus. Diese Möglichkeit sollte jeder haben.

  6. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: rldml 28.12.18 - 10:42

    Hawk321 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FalschesEnde schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > ...
    > > Auch wenn sich das Gerücht hartnäckig hält: Admins sind keine Helden,
    > keine
    > > Supermänner und auch keine Übermenschen.
    > Nicht ??? Dann mach deinen Kram selbst...[...]
    > Merkst noch was ???

    So wie du das verstanden hast, ist das nicht gemeint.

    Er wollte lediglich zu verstehen geben, dass auch IT-Admins ein Leben neben dem Job haben, das selbstverständlich nicht zu kurz kommen darf - nur weil der Chef kein Bock hat, einen weiteren Admin einzustellen.

  7. Re: Sowas lässt sich nicht verhindern...

    Autor: Snoozel 28.12.18 - 11:02

    > Er wollte lediglich zu verstehen geben, dass auch IT-Admins ein Leben neben
    > dem Job haben, das selbstverständlich nicht zu kurz kommen darf - nur weil
    > der Chef kein Bock hat, einen weiteren Admin einzustellen.

    Das Problem ist nur: je besser der Admin umso weniger merkt man von seiner Arbeit. Da kommt dann schnell die Meinung hoch dass der sich den ganzen Tag nur rum dödelt.
    Dann einen zweiten einstellen? Neee!

    Aber wenn der eine dann doch mal kündigt... und dank seiner Stunden auf dem Konto sofort weg ist...

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