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Wie jetzt?

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  1. Wie jetzt?

    Autor: DLichti 18.11.14 - 18:16

    Ich verstehe nicht so ganz, was der BND hier bzweckt.

    Wenn ich das richtig sehe, dann gibt es hier 3 verschiedene Elemente: Das reale Gesicht (1), Bilder auf Ausweisdokumenten (2) und Bilder "im Internet" (3).

    (1) ist für die echte und die fingierte Identität eines Agenten mittelfristig immer gleich. Wenn (2) nicht mit (1) übereinstimmt, dann ist eine Person sehr verdächtig, also kann man weder die Bilder auf dem echten, noch auf dem gefälschten Ausweis manipulieren. Und wenn zu (2) keine Hintergrundinfos (3) vorhanden sind (weil die biometrischen Merkmale nicht passen), dann ist die Person laut BND auch verdächtig, also kann man solche Bilder auch nicht manipulieren.

    Habe ich etwas übersehen, oder wo genau will der BND diese Technik jetzt einsetzen?

  2. Re: Wie jetzt?

    Autor: Quantium40 18.11.14 - 18:20

    Das Problem der Agenten ist an der Stelle, dass das reale Gesicht mit Ausweisdokumenten und ggf. Fotos bei Grenzübertritt zusammengeführt werden kann.
    Damit kann ein Agent pro Land nur noch eine Identität annehmen.
    Bilder im Internet führen zu einem gesteigerten Enttarnungsrisiko, selbst wenn ein Agent in einem bestimmten Land nur unter einer Ausweisidentität bekannt ist, sofern nicht alle Treffer mit der Tarnidentität zusammenpassen.

    Der BND will nun wenigstens die Bilder im Internet so umpfuschen, dass die Gesichtserkennung daran scheitert. Allerdings besteht dabei die erhebliche Gefahr, dass mit solchen Bildern gefakte Legenden im Internet auch bei den Zielen der Agenten durchfallen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.14 18:25 durch Quantium40.

  3. Re: Wie jetzt?

    Autor: MarioWario 18.11.14 - 21:42

    Das Problem KÖNNTE nur zeitweilig gelöst werden durch die 'Foto-Verzerrer', die Frage ist aber wenn die Grenzkontrollbehörden einen Vorort-Echtzeit-A/B-Vergleich durchführen (die Rechenleistung dürfte in jedem Industrieland vorhanden sein). Beispiel: Die Flughafen-Abfertigungshalle wird mit Videokameras gefilmt und dann per Erkennungs-Software analysiert, diese Analysedaten stimmen dann aber nicht mit den Meßdaten aus der Ausweiskontrolle überein - von 50 Leuten haben nur 49 die im Pass definierten Augenabstände (wer ist der Spion?).

  4. Re: Wie jetzt?

    Autor: s1ou 18.11.14 - 22:33

    Davon sind wir noch weit entfernt. Bilderkennungssoftware schafft doch selbst heute nur Mittelmäßige Erkennungsraten bei standartisierten Frontalfotos.

    Der BND lässt sich von der Bundesdruckerei beliebig viele 'echte' Ausweise für ihre Agenten drucken, da stimmen auch alle angegebenen Daten. Es geht nur darum, dass, wenn man das Foto das da drauf ist, durch den Computer jagt, nicht alle anderen Identitäten auftauchen mit denen man mal eingereist ist. Für den Zöllner soll aber halt noch eine Ähnlichkeit gegeben sein.

    Bei der Einreise wird in absehbarer Zeit ja kein Foto von dir gemacht und das abgeglichen sondern das Foto von deinem Ausweis wird mit einer Datenbank abgeglichen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.11.14 22:35 durch s1ou.

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