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Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

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  1. Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Oil 28.09.19 - 06:02

    Die Polizisten um die es geht stehen nicht auf der Straße und regeln den Verkehr sondern halten ihren Kopf hin um Verbrecherbanden, hochagressiven Clans sowie Einzelpersonen und extremistischen "Demos" einhalt zu gebieten.
    Daraus ergibt sich eine extreme Bedrohungslage in denen die Polizisten im privaten Umfeld bedroht und angegangen werden, da diese Klientel wahrlich nicht zimperlich ist Verleumdnungen, Erpressung und Gewalt anzuwenden.
    Das Gericht will mit dem Urteil pro Namensschild/Identifizierungsmöglichkeit eine präventive Wirkung erziehlen um Polizeikriminalität zu verhindern, erreicht aber, dass Polizisten bei jedem Einsatz persönlich Angreifbar werden, dass Polizei erpressbar wird, dass ein Polizisten, dort wo sie extremen Gegenwind und Gewalt zu befürchten hat, aus Selbstschutz nicht mehr seine Aufgabe erfüllen kann.
    Dass solche Gesetze gerade in Brandenburg (SPD/Linke) und nicht in Bayern (CSU) eingeführt wurden, überrascht mich nicht. Zeugt aber sehr gut vom Stellenwert der Polizei bei entsprechenden Parteien.

    So traurig es ist, ich kann jeden Polizisten verstehen, der das Handtuch wirft. Ich kann sehr gut verstehen, dass keiner mehr Lust hat sich für eine maßlos überlasteten Polizei ausbilden zu lassen, sich jeden Tag in Gefahr zu begeben, nur um im nachhinein von Regierungen hintergangen zu werden indem das Privatleben der Polizisten gefährdet wird.
    Der durch Unterfinanzierung und Gesetzgebung resultierende Polizeimangel wird uns allen noch zu schaffen machen.

    "Denk ich an Deutschland in der Nacht, Dann bin ich um den Schlaf gebracht (Heine)"
    Selten waren die Worte passender.

  2. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: csigrist 28.09.19 - 06:58

    Sehr guter Text. Stimme im vollen Umfang zu.

  3. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Emulex 28.09.19 - 07:12

    Nur leider werden diejenigen, die daran etwas ändern könnten, es erst verstehen, wenn es zu spät ist.
    Die Medien werden wie immer beschwichtigen und herunterspielen, werden die Realität schön schreiben und jede kritische Frage unterlassen.

    Weil es könnte ja den falschen in die Hände spielen.
    Und so spielt es - logisch für jeden mit mehr Hirn als Haltung - den falschen in die Hände...

  4. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: maverick1977 28.09.19 - 09:12

    Dir ist es also lieber, dass sardistische Polizisten einfach mal reinknüppeln können, ohne erkannt zu werden? Die Nummer auf der Uniform verrät nichts über die Person. Einzig bei der Polizei kann anhand derer die Person identifiziert werden. Sorgt für Anonymität im Einsatz mit Beteiligten, aber für Aufklärungspotential bei Übergriffen. Wenn es um den Namen geht, bin ich deiner Meinung. Aber die Nummer ist absolut notwendig.

  5. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: StefanGrossmann 28.09.19 - 09:24

    Jeder Polizist ist verpflichtet sich auf Verlangen auszuweisen wenn er hoheitliche Aufgaben wahr nimmt. Und das ist auch richtig so.
    Bei Fehlverhalten der Polizisten muss man sie auch zur Rechenschaft ziehen können.
    Lass sie gerne "Freund und Helfer" sein. Jedoch wenn sie mal nicht Freund sind ist man Ihnen schutzlos ausgeliefert.

  6. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: AllDayPiano 28.09.19 - 09:31

    Hahahahaha du warst sicherlich noch nie auf einer Demo.

    Was ich da schon erleben durfte...

  7. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Grunkel 28.09.19 - 09:32

    StefanGrossmann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jeder Polizist ist verpflichtet sich auf Verlangen auszuweisen wenn er
    > hoheitliche Aufgaben wahr nimmt.

    Ich meine, dass das so nicht stimmt, sondern Ländersache ist.
    In manchen Bundesländern reicht die Legitimation allein durch die Uniform, woanders muss es der Dienstausweis sein. Zumindest war das vor einigen Jahren so, das Thema hatte mich sehr interessiert. Heute kann das natürlich anderrs sein.

  8. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: KnutRider 28.09.19 - 09:34

    Gut, das erzähle ich mal dem älteren Ehepaar, so zwischen 75-80 war, welches 2005 auf einer Gegendemo zu einem NPD Aufmarsch war, und einen Beamten aus Berlin fragte weshalb hier Nazis geschützt werden und sie die NS Zeit miterlebt haben und wüssten was passieren kann.

    Die einzige Reaktion des voll vermummten Beamten war der Frau ins Gesicht zu schlagen, so das diese auf ihren Mann fiel.
    Daraufhin kam es natürlich seitens der Demonstranten zu entsprechenden Reaktionen, und der ganze Trupp aus Berlin wurde gegen Beamte aus Niedersachsen getauscht.

    Danach hieß es nur noch das der Beamte nicht ermittelt werden konnte.

  9. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Grunkel 28.09.19 - 09:52

    Oil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Polizisten um die es geht stehen nicht auf der Straße und regeln den
    > Verkehr sondern halten ihren Kopf hin um Verbrecherbanden, hochagressiven
    > Clans sowie Einzelpersonen und extremistischen "Demos" einhalt zu gebieten.
    >
    > Daraus ergibt sich eine extreme Bedrohungslage in denen die Polizisten im
    > privaten Umfeld bedroht und angegangen werden, da diese Klientel wahrlich
    > nicht zimperlich ist Verleumdnungen, Erpressung und Gewalt anzuwenden.
    > Das Gericht will mit dem Urteil pro
    > Namensschild/Identifizierungsmöglichkeit eine präventive Wirkung erziehlen
    > um Polizeikriminalität zu verhindern, erreicht aber, dass Polizisten bei
    > jedem Einsatz persönlich Angreifbar werden, dass Polizei erpressbar wird,
    > dass ein Polizisten, dort wo sie extremen Gegenwind und Gewalt zu
    > befürchten hat, aus Selbstschutz nicht mehr seine Aufgabe erfüllen kann.
    > Dass solche Gesetze gerade in Brandenburg (SPD/Linke) und nicht in Bayern
    > (CSU) eingeführt wurden, überrascht mich nicht. Zeugt aber sehr gut vom
    > Stellenwert der Polizei bei entsprechenden Parteien.

    Das Urteil ist nicht unbedingt völlig falsch.
    Es sollte dem Bürger möglich sein, einen Polizisten im Falle einer Straftat anzuzeigen. Natürlich muss der Polizist irgendwie identifizierbar sein. Auch Polizisten dürfen nicht ihren eigenen Rechtsfreien Raum haben.
    Ich fühle mich persönlich unwohl, wenn die Polizei anonym sein, aber den Bürger jederzeit wortwörtlich ausziehen kann.
    Trotzdem sollte das nicht durch den eigenen Namen geschehen, Bezeichnungen würden völlig ausreichen und sollten dabei möglichst einfach zu merken sein. Vielleicht Paul 14, Heinz 38 usw.
    Statt entfernbare Bezeichnungsschilder zu benutzen, sollte die Bezeichnung auf die Uniform gedruckt/genäht werden, damit der Polizist sie nicht entfernen kann.

    Dabei muss natürlich der Schutz der Privatsphäre der Polizisten und ihrer Familien ganz oben stehen. Sprich, der Bürger soll nicht an private Daten, Name, Anschrift etc. kommen.

  10. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: HaMa1 28.09.19 - 10:29

    Oil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Polizisten um die es geht stehen nicht auf der Straße und regeln den
    > Verkehr sondern halten ihren Kopf hin um Verbrecherbanden, hochagressiven
    > Clans sowie Einzelpersonen und extremistischen "Demos" einhalt zu gebieten.
    >
    > Daraus ergibt sich eine extreme Bedrohungslage in denen die Polizisten im
    > privaten Umfeld bedroht und angegangen werden, da diese Klientel wahrlich
    > nicht zimperlich ist Verleumdnungen, Erpressung und Gewalt anzuwenden.
    ...

    Tut mir leid, aber ich halte das für Unsinn.
    Auf dem Namensschild steht eine Nummer oder der Nachname.
    Auf Basis der Nummer lässt sich keine Person ermitteln ohne Zugang zur Polizei Datenbank.
    Der Nachname kann in kleineren Gemeinden (in denen es vermutlich die von dir beschriebenen Probleme gar nicht gibt) kann man damit evtl. eine Person ermitteln. Allerdings wird in einer kleinen Gemeinde sowieso bekannt sein, wer der Dorf Polizist ist.

    Zudem eine Kennzeichnungspflicht gibt es so gut wie in allen entwickelten Ländern.

    Die Polizei ist Teil der Exekutive. Wie beim Militär ergibt sich hier durch das Recht zur Gewaltausübung und den geschlossenen Verband das Problem, dass innere Misstände gerne vertuscht werden.
    Ein Kollege wird keinen anderen Kollegen anzeigen und nach außen zeigt man sich geschlossen, auch gegen die Judikative falls mal etwas auffliegt.

  11. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Oil 28.09.19 - 10:49

    Grunkel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Dabei muss natürlich der Schutz der Privatsphäre der Polizisten und ihrer
    > Familien ganz oben stehen. Sprich, der Bürger soll nicht an private Daten,
    > Name, Anschrift etc. kommen.

    Das ist aber bei einer individuellen Kennzeichnung nicht der Fall. Sobald diese persönlich Identifizierbar und anzeigbar sind, kommen Namen raus. Richter und Staatsanwälte werden auch ohne Ende bedroht und eingeschüchtert.
    Es soll aber auch keine Persilscheine für Polizisten geben.
    Da müssten sich die Hohen Herren in der Legislative mal was überlegen. Sei es (Brainstorming - ohne Fallstricke bedacht zu haben), dass Einsatzgruppen als ganzes intern Sanktioniert werden können, ein neutraler Ankläger eine Anzeige übernimmt ohne dass die geschädigte Person den Namen eines Polizisten jemals herausbekommen kann oder dass intensiver Einsätze gefilmt werden, gerade auch um ungerechtfertigte Anzeigen von vorneherein zu Unterbinden oder interne Ermittlungen auf andere Beine gestellt werden. Es gibt mit Sicherheit auch Maßnahmen um generell Übegriffe durch Polizei zu reduzieren. Eine wäre wäre wohl, einfach weniger Überstunden und mehr Polizisten, damit diese nicht ausbrennen.
    Wie auch immer, eine individuelle Kennzeichnung im aktuellen Gesetzesumfeld halte ich für verkehrt. Denn ein Polizist muss arbeiten können ohne in die Schusslinie von Kriminellen zu kommen. Solange das mit einer individuelle Kennzeichnung nicht gewährleistet ist, ist es besser auf Kennzeichnungen zu verzichten zum Wohle der Allgemeinheit. Denn eine Einsatzfähige Polizei brauchen wir.

  12. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Oil 28.09.19 - 10:53

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur leider werden diejenigen, die daran etwas ändern könnten, es erst
    > verstehen, wenn es zu spät ist.
    > Die Medien werden wie immer beschwichtigen und herunterspielen, werden die
    > Realität schön schreiben und jede kritische Frage unterlassen.
    >
    > Weil es könnte ja den falschen in die Hände spielen.
    > Und so spielt es - logisch für jeden mit mehr Hirn als Haltung - den
    > falschen in die Hände...

    Allein die Tatsache, dass es Gegenden gibt in denen nur noch eine Hundertschaft einfachste Dinge durchsetzen kann, zeugt davon, wie weit wir schon im Zerfall der öffentlichen Ordnung fortgeschritten sind. Die Berichterstattung spielt da eine große Rolle, das sehe ich genau so.

  13. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: TheRealLife 28.09.19 - 10:59

    Ich gebe beiden Seiten Recht.
    Leider habe ich auf Demos und co schon häufig ungerechtfertigt Polizeigewalt miterlebt. Dementsprechend halte ich eine Identifizierung für zwingend notwendig.
    Eine nicht erpressbares Identifikationssystem wäre toll.

    Was mir da spontan in Kopf kommt (Sicherlich hat das ganze eine Macke die ich gerade nicht sehe):

    Ein Computer generiert jedem Beamten bei Dienstbeginn eine Nummer die er sichtbar tragen muss. Das ganze wird verschlüsselt in einer Datenbank abgelegt. Wird nun später über diese Nummer eine Identitätsabfrage gemacht, so geht das nur wenn ein anderer Beamter (am besten nur höherer Dienst oder sowas) eine Anfrage stellt. Dies muss mit einer Begründung geschehen und der Beamte muss über eine Zweifaktor Authentifizierung oder etwas ähnliches Bestätigen das er diese Anfrage stellt und aus welchem Grund.

    So kann man zwar die Erpressung von Beamten nicht vermeiden, allerdings wird die hemschelle deutlich erhöht denke ich.

  14. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: theFiend 28.09.19 - 12:16

    Oil schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Polizisten um die es geht stehen nicht auf der Straße und regeln den
    > Verkehr sondern halten ihren Kopf hin um Verbrecherbanden, hochagressiven
    > Clans sowie Einzelpersonen und extremistischen "Demos" einhalt zu gebieten.

    Das Problem ist halt, das hier wieder Extremsituationen angeführt werden um alles zu rechtfertigen. Die selbe Hundertschaft steht aber auch da und sprüht ganz normale unbescholtene Bürger bei Stuttgart 21 bis zur Erblindung, prügelt am Rande von FFF auf Jugendliche ein usw. usf.

    Dazu noch die ganzen kürlich erstellten statistiken der äusserst schlechten Strafverfolgung im Polizeiapparat, nachgewiesener Rechtsbeugung und natürlich auch schön zum Thema passend, der abfluss persönlicher Daten, Adressen usw. in Rechtsextreme Kreise aus dem Polizeiapparat.

    Das soll nicht heissen das alle Polizisten so sind, aber das es eben auch genug Fälle gibt in denen klar nachgewiesen ist, das sich Beamte auch durchaus hinter dieser Anonymität verstecken, und überhart bis absolut Überzogen gegen Bürger vorgehen die ihre verbrieften Rechte ausüben.

    Hätten wir eine Kultur die solche Vergehen innherhalb des Polizeiapparates konsequent verfolgt und bestraft, könnte ich durchaus befürworten die Beamten dahingehend besser zu schützen. Da aber gerade der Polizeiapparat sich konsequent gegen eine solche Maßnahme stellt, muss er halt irgendwann auch damit leben das ein legitimes REchtsinteresse des Staates auch innerhalb des Polizeiapparates durchgesetzt wird...

  15. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Oil 28.09.19 - 12:31

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hätten wir eine Kultur die solche Vergehen innherhalb des Polizeiapparates
    > konsequent verfolgt und bestraft, könnte ich durchaus befürworten die
    > Beamten dahingehend besser zu schützen. Da aber gerade der Polizeiapparat
    > sich konsequent gegen eine solche Maßnahme stellt, muss er halt irgendwann
    > auch damit leben das ein legitimes REchtsinteresse des Staates auch
    > innerhalb des Polizeiapparates durchgesetzt wird...

    Man muss halt abwägen. Will man eine Polizei die auch bei schwierigen und gefährlichen Einsätzen ihren Kopf hin hält und die dafür auf den gebotenen Schutz der Gesellschaft bauen kann oder negieren wir den Schutz des einzelnen Polizisten durch die Gesellschaft, weil es auch zu Straftaten durch Polizisten kommt und tun dann ganz überrascht wenn die Polizei die Einsätze nicht mehr macht bzw. es nicht mehr genug Polizisten gibt um überhaupt die Ordnung zu wahren.
    Es sind hier im Thread schon ein paar Ideen gekommen wie man, ohne die Polizisten den Kriminiellen auszuliefern, eine Lösung finden könnte.

    Wenn wir die Polizei kriminalisieren (á la ACAB) verlieren wir alle.

  16. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: Oil 28.09.19 - 12:36

    TheRealLife schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > So kann man zwar die Erpressung von Beamten nicht vermeiden, allerdings
    > wird die hemschelle deutlich erhöht denke ich.

    Die Hemmschwelle jemanden anzuzeigen und darüber die Identität herauszubekommen wird nicht steigen nur weil noch eine höhere Ebene involviert ist.
    Straftaten von Polizisten müssten nachvollziehbar, aber gänzlich ohne Preisgabe von persönlichen Daten des Polizisten gegenüber dem Kläger, geahndet werden.

  17. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: logged_in 28.09.19 - 13:15

    > sich jeden Tag in Gefahr zu begeben.

    Irgendwie stimmt hier was nicht mit der Perspektive.

    Deutschland besteht nun mal zu allermeist aus kleineren Städten, in denen die meisten Polizisten arbeiten. Die meisten Polizisten arbeiten nicht im kriminellen Umfeld, also in dem Sinne, wo sie sich "jeden Tag in Gefahr begeben" und Kugeln und Messern aus dem Weg springen müssen und vor Erpressungen der Familie gegenüber zittern müssen.

    Die allermeisten fahren in den modernsten Polizei-PKWs durch die Gegend und gucken rum, oder tippen im Büro was am PC rum.

    Das ist natürlich anders wenn man Polizist auf der Reeperbahn ist, und da kann aus meiner Sicht eine Eindeutig identifizierbare Polizisten-ID auch ein guter Kompormiss sein.

    Aber wenn wir sehen wie aggressiv die Polizisten gegen anfangs friedlich, aber durch die Polizei provozierten, in Aufregung geratenen Demonstranten vorgeht, und sich durch ihre Masken in ihrer Anonymität keine Sorgen um Reperkussionen machen müssen, dann ist so was definitiv angebracht. Weil das geht definitiv zu weit, was die da anstellen.

  18. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: logged_in 28.09.19 - 13:19

    > Wenn wir die Polizei kriminalisieren (á la ACAB) verlieren wir alle.

    Man sieht aus welchem Umfeld du kommst. Sobald die Polizei auch nur einen einzigen Agent Provocateur einsetzt, ist sie schon kriminell. Andere sehen das nicht so, da gehörst Du bestimmt dazu, aber wenn ich an Stuttgart 21 zurückdenke, da kann man keine Ausreden mehr finden.

  19. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: GodsBoss 28.09.19 - 13:24

    > > So kann man zwar die Erpressung von Beamten nicht vermeiden, allerdings
    > > wird die hemschelle deutlich erhöht denke ich.
    >
    > Die Hemmschwelle jemanden anzuzeigen und darüber die Identität
    > herauszubekommen wird nicht steigen nur weil noch eine höhere Ebene
    > involviert ist.
    > Straftaten von Polizisten müssten nachvollziehbar, aber gänzlich ohne
    > Preisgabe von persönlichen Daten des Polizisten gegenüber dem Kläger,
    > geahndet werden.

    Anzeigen kann ich den ganzen lieben langen Tag, ob daraus Konsequenzen folgen für die Angezeigten oder letzten Endes nicht eher für mich, wenn es sich als vorsätzlich falsch herausstellt, steht auf einem anderen Blatt.

    Der Begriff "Kläger" stammt übrigens aus dem Zivilrecht, im Strafrecht wird Anklage durch den Staatsanwalt erhoben (außer bei Privatklagedelikten).

    Straftaten von Polizisten müssen natürlich wie bei jedem anderen Bürger geahndet werden. Ob in Einzelfällen Identitäten nicht preisgegeben werden sollten, will ich gar nicht ausschließen, warum das aber nur für Polizisten und dann noch generell für alle gelten soll, kann ich nicht nachvollziehen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  20. Re: Der Polizist, der Prügelknabe der Nation - ein fatales Urteil

    Autor: forenuser 28.09.19 - 22:23

    Identifikation durch Namensschild: Nein!
    Identifikation durch (Zahlen-/Buchstaben)-Kode: Ja!

    Und warum sollte ein im Dienst straffälliger Polizist schützenswerter sein als ein straffälliger "normaler" Bürger?

    --
    Für Computerforen: Ich nutze RISC OS - und wünsch' es bleibt auch so.
    Für Mob.-Tel.-Foren: Ich nutze <del>Windows 10 Mobile</del> iOS - und bin froh, dass es kein Android ist. Aber es ist leider auch kein Windows 10 Mobile oder gar webOS.

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