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Abmahnwesen: Keine validen, repräsentativen Daten

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  1. Abmahnwesen: Keine validen, repräsentativen Daten

    Autor: AundM 17.09.18 - 17:21

    Das Hauptproblem ist- meiner Meinung nach -, dass keine validen und repräsentativen Daten existieren, welche auch nur annähernd die "Kleinen Anfragen" der Grünen und der FDP beantworten würden.
    Lägen diese vor, dann wäre auch unseren Politikern vielleicht ein wenig klarer, in welcher Größenordnung Abmahnmissbrauch- v.a. in den letzten 2-3 Jahren- stattfindet!
    Die Studie von Trusted Shops ist ein guter Anfang - bleibt aber dennoch die Studie eines Wirtschaftsverbandes, der natürlich auch nich ganz andere Interessen verfolgt....als nur die Missstände aufzuzeichnen.
    Dennoch sind auch diese Ergebnisse schon erschreckend: 55% aller Abmahnungen durch EINEN Verband.
    Und Barley schätzt 10% als missbräuchlich ein????
    Wie kommt sie auf diese Zahl?

    Hier lesen doch viele IT-Profis mit: Habt ihr euch mal gefragt, wie Abmahnmissbrauch am schnellsten und effektivsten gelingt? Und wie Vertragsstrafenforderungen so erfolgreich sein können?

    Abmahnmissbrauch mit System funktioniert am besten auf Plattformen, auf denen Suchbegriffe, die zu 99% einen Verstoß darstellen (z.B. "versichert" oder "Garantie") oder sehr häufig in einem abmahngefährdend Zusammenhang verwendet werden, einfach über die Suchfunktion gesucht werden!!!!
    Hier werden keine Rechtstexten abgesucht....sondern erst NACHDEM der Shop über die o.g. Methode gefunden wurde!!! Dann wird nich schnell die WB angespannt und die AGBs...dafür reicht ein juristischer Laie aus.
    Danach passiert folgendes: Der zu Unterlassung verdonnerte Händler korrigiert seine Angebote und fällt zu einem gewissen Prozentsatz IT-Fehlern zum "Opfer".
    Diese werden in den meisten Fällen NICHT als solche erkannt und Flüchtigkeitsfehlern zugeordnet... ABER passieren viel häufiger als man denkt.
    DAS macht das Geschäft mit den Vertragsstrafen erst richtig lukrativ. Es sind nicht die dämlichen Händler, die nicht schaffen ihre Angebote zu korrigieren....sondern überlastete Server (v.a. während einer Abmahnwelle, während der massiv Produkte bearbeitet, pausiert oder gelöscht werden)...dazu kommen die Plattformen, welche über solche Fehler nicht informieren (...da ja der Händler eh selbst bei solchen Fehlern selbst haften muss). Dazu kommen dann auch noch Darstellungsfehler bei verschiedenen Browsern oder Endgeräten oder anderes BUGs wie z.B. aktuell im Impressum von Etsy (vermutlich verursacht durch das Captcha).
    Den Plattformen schnuppe - denn der dumme Händler haftet ja! Hier geht es nicht nur um Abmahnmissbrauch, sondern auch um Machtmissbrauch durch die Plattformen. Um Systemfehler, die den Abmahnern massiv in die Hände spielen.
    Deshalb muss dringend eine Zentrale Meldestelle eingerichtet werden, welche die Art der Verstöße viel konkreter erhebt, denn sehr sehr oft werden (v.a. im Vertragsstragenfall) einzelne Produkte von Verstößen betroffen sein - verursacht durch IT-Fehler!!!
    Frau Rottmann von den Grünen hatte meiner Meinung nach die bisher sinnvollste Idee...nämlich eine Zentrale Meldestelle an der jede Abmahnung durch den Abmahner selbst gemeldet werden muss!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.09.18 17:37 durch AundM.

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